Berserker Berlin Unsterblich Tour 2017 / Essen

Vorwort:

Was ist los hier, hier in einem vermeintlich sicherem Land, in dem nach dem großen Krieg alles auf Sicherheit, Akzeptanz, Demut und Wiedergutmachung programmiert ist. Was muss noch alles passieren? Wir sind traurig, wütend, verwirrt. Du stehst morgens auf und hörst als erste Nachricht, dass die Stadt, in der Du auftreten sollst, eine Terrorwarnung herausgegeben hat und einen Bezirk absichern muss, in dem Du abends spielen sollst. Man guckt sich an, ist ratlos. Was machen wir? Wir, das sind Väter, Mütter, Freunde, Ehemänner und Ehefrauen, die Verantwortung auch anderen Mitmenschen gegenüber haben, weil sie geliebt werden uns lieben, und wir benötigt werden. Was bitte soll man machen? Die Gefahr für das Leben ist in diesem Moment so realistisch und nah wie noch nie. Wir haben die Bilder vom Breitscheidplatz im Kopf, automatisch erinnerst Du Dich an die Bilder vom Bataclan. Wie soll man sich nun verhalten? Du willst spielen, mit den Fans feiern, aber wie gefährlich ist das nun geworden? Silke hat die Polizei angerufen und um Info gebeten. Keine eindeutigen Aussage bekommen. Ich, Frank the Tank, habe meinen Freund Peter (Polizist) um Rat gebeten, der mir sagte, er würde auftreten, da die Sicherheitslage überschaubar wäre.(Danke mein Freund für die Hilfe). Also haben wir beschlossen, da durch zu gehen, und uns nicht aufhalten zu lassen. Aber das Gefühl ist beschissen, wenn Du den Spielort erreichst, alles voller schwer bewaffneter Einsatzkräfte vorfindest mit vollautomatischen Maschinenpistolen und in voller Panzerwestenmontur und als erstes die Räume und Lage vor Ort sondierst, nach möglichen Fluchtwegen ausschau hältst, und die besorgten Gesichter Deiner Freunde und Bandkollegen sehen musst. Es war nicht normal und keinem von uns war das egal…wir finden es wichtig, Euch auch diese Gefühle einmal nahe zu bringen.

…Dieser Abend in Essen, im Don`t Panic, hatte alles, was man brauchte und auch nicht brauchte. Angekommen, aufgebaut, Soundcheck lief dieses Mal etwas länger. Die armen Jungs von Delirium und Engst mussten länger warten. Letztendlich lief aber alles. Das Don`t Panic füllte sich so langsam. Es war ja für uns ein Heimspiel, weil der wirklich schöne Laden unserem Label gehört. Kompliment. Da habt Ihr was ganz Feines aufgebaut. Engst legte los und gab, wie immer, alles. Leider gab es da schon der ersten Vorfall, weil so ein paar Knallköppe der Meinung waren, Engst beleidigen zu müssen und anzupöbeln. Das haben die Jungs von Engst sicherlich nicht verdient, weil`s alles verdammt gute Musiker sind und mit Herz und Seele ihre Musik spielen. Kein Geringerer als ein Herr Schröder nahm sich dieser pöbelnden Personen an und begleitete sie gezielt vor die Tür. Sie bekamen ihr Eintrittsgeld sogar zurück. Das ist doch mal nett, oder? Nach Engst legten dann Delirium los und heizten der Meute vor der Bühne weiter ein. Jawohl. Power bis zum letzten Ton.

Nun durften wir die Bühne betreten. Sound top, Danke Günni, Fans machten herrlich mit, textsicher und laut, geil. Ich spielte gerade mit geschlossenen Augen das Solo von Kein Blick zurück, als ich hörte, wie eine Gitarre auf den Boden knallte. Ich machte die Augen auf und sah nur noch, wie Schröder wie ein geölter Blitz von der Bühne sprang, um 2 weitere Knallköppe auseinanderzubringen, die gerade dabei waren, sich den Schädel einzukloppen. Man ist der Schröder schnell, und Man habt Ihr ein Pech, dass wir auf der Bühne stehen, ihr Unbelehrbaren. Costa wollte auch noch schnell hinterher springen, aber auch die Security griff dann schnell mit ein. Wir setzten dann beim Solo wieder ein und spielten unser Set von 1.5 Std. ohne besonderen weiteren Vorkommnisse zu Ende.

Danke Essen. Jetzt zum Trinken. Nach der Show gab es die Aftershow. Auf Grund der Begebenheiten am ganzen Tag und dem erfolgreichem Abschluss, beschlossen wir etwas zu feiern. Auch musste ja noch mit unserem Label die Chartplatzierung 55 begossen werden. So ließen wir uns leckeren Single Malt schmecken, leckere Biere (ich liebe Eure Bierauswahl) und diese rötlich, scharfe leckere Getränk, Mexicaner hieß es glaube ich.

Irgendwann wurde der Laden dicht gemacht und die Party ging weiter. Junge, Junge, Junge, wer soll es glauben und hätte es jemals gedacht, dass der Schröder und ich das Tanzbein schwingen (natürlich nicht miteinander, aber zusammen auf der Tanzfläche, die ja auch groß genug für uns war). Höhö. Wir haben dann einfach mal durchgemacht…alte Schule, kopfschütteln und Luftgitarre bei guten, alten Metal Songs…herrlich. Linus nochn Foto gemacht mit seiner Signature Snare von und für John Tempesta, der das gleich veröffentlicht hat. (Danke Natascha für die Connection)

... und wenn wir schon mal beim Danken sind: Danke an Silke, Netti, Thomas, Suse, Chris, Sunny, Günni. Danke an alle, die uns helfen, unseren Traum zu leben.

Bis Bald. Eure Berserker (Bericht verfasst von Frank the Tank)

Credits:

Look Through MY Eyes Photography und Berserker Berlin

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