Dakar 2017 Das finale und die letzten etappen

Sunderland + Walkner im Dakar-Himmel

Sam Sunderland und Matthias Walkner gelang es nicht nur, die ersten beiden Plätze zu gewinnen, sondern kamen bei der Rallye Dakar auch zum ersten Mal ins Ziel. Beide hatten sich in früheren Ausgaben verletzt.

Die letzten 64 Wertungskilometer konnte Sunderland gelassen angehen. Mit einem 33-Minuten-Vorsprung konnte er seiner KTM 450 RALLY in Ruhe seine Arbeit erledigen. Er beendete die letzte Sonderprüfung mit einem komfortablen sechsten Platz und opferte nur ein paar Minuten. Nach fast 9.000 km durch Paraguay, Bolivien und Argentinien absolvierte er alle Sonderprüfungen in 32 Stunden, 6 Minuten und 22 Sekunden, eine neue Bestzeit bei der Dakar.

Auch für Matthias Walkner war es eine hervorragende Leistung, im Vorjahr musste er mit einem gebrochenen Bein die Rallye abhaken. Zudem bekam er mehr direkten Druck von hinten, denn Gerard Farres Guell und Adrien Van Beveren lauerten auf ihre Chance und einen Fehler von Walkner.

Mister Dakar did it again

An ihm führt kein Weg vorbei. Peterhansel gewinnt zum 13. Mal die Rallye Dakar. Diesmal allerdings mit äußerst knappen Vorsprung von nur 5:13 Minuten. Seinen stärksten Gegner - Peugeot-Markenkollege Sébastien Loeb, 9facher WRC Rallye Weltmeister - konnte er nur mit viel Mühe und dem sprichwörtlichen Quentchen Glück auf Distanz halten.

Für Peugeot wird es ein Dreifachsieg, denn hinter Stéphane Peterhansel und Co-Pilot Jean-Paul Cottret belegen Sébastien Loeb/Daniel Elena und Cyril Despres/David Castera nach der 9.000 Kilometer lange Rallye die Plätze zwei und drei.

Viele Menschen halten die 13 für eine Unglückszahl, nicht jedoch Stéphane Peterhansel, der seinen eigenen Rekord schlagen konnte und jetzt auf insgesamt 13 Dakar-Siege (sechs auf zwei Rädern, sieben im Auto) zurückblicken darf. Peterhansel und Beifahrer Jean-Paul Cottret lieferten erneut eine nahezu perfekte Leistung ab, feierten ihren siebten gemeinsamen Erfolg und stellten damit auch einen neuen Rekord für die Siege eines Co-Piloten auf.

Allerdings wird es langsam eng für Peterhansel, denn Sébastien Loeb und Daniel Elena zeigten bei ihrer erst zweiten Rallye Dakar eine eindrucksvolle Entwicklung. Sie waren das schnellste Team der Rallye und kombinierten die Fähigkeit, sich das Tempo einzuteilen mit starken navigatorischen Leistungen. Sie verloren ihren Sieg am vierten Tag, als ein Motorproblem 26 Minuten kostete –ein Zeitverlust, der später entscheidend sein sollte. Das französisch-monegassische Team landete auf dem zweiten Gesamtrang und erzielte mit fünf von zehn gewonnenen Etappen die höchste Anzahl an Tagessiegen. Wir können gespannt sein auf die 40. Ausgabe der Dakar im nächsten Jahr.

Auch für die X-raid Teams fand die Dakar ein versöhnliches Ende. Nach zwei Wochen Rallye Dakar durch Regen, Matsch, Hitze und enorme Höhen sind alle drei MINI John Cooper Works Rally im Ziel angekommen, zusammen mit vier der fünf angetretenen MINI ALL4 Racing. Sechs der sieben MINIs beendeten die extrem anstrengende Rallye in den Top 20. In den vergangenen zwei Wochen ist viel passiert und Orlando Terranova und Andreas Schulz haben im MINI John Cooper Works Rally die Höhen und Tiefen am besten von den X-raid Teams gemeistert und den sechsten Gesamtrang eingefahren. Gefolgt von Kuba Przygonski und Tom Colsoul auf Rang sieben. Zudem schaffte der Katari Mohamed Abu Issa bei seiner ersten Dakar im Auto mit seinem französischen Co-Piloten Xavier Panseri einen sehr guten zehnten Rang.

Die äußeren Bedingungen wirkten extrem auf die Piloten ein. Aus dem X-raid Team hatte besonders Yazeed Al-Rajhi darunter zu leiden. Die enorme Höhe in Bolivien machte ihm auf der vierten Wertungsprüfung zu schaffen und er musste mit extremen Kopfschmerzen die Prüfung abbrechen.

Für Terranova war vor allem der Start in die Rallye holprig. Auch für ihn wurde die vierte Etappe zum Wegweiser für die restliche Dakar. Navigationsprobleme und Schwierigkeiten mit der enormen Höhe brachten ihm einen erheblichen Zeitverlust ein. In den folgenden Tagen arbeitete er sich immer weiter nach vorne – zum Schluss reichte es für den sechsten Platz.

Eine kleine Überraschung war es für das X-raifdTeam, Przygonski auf dem siebten Gesamtrang zu sehen. Der junge Pole, der lange auf dem Motorrad unterwegs war, fuhr in diesem Jahr seine zweite Dakar im Auto.

ETAPPE 11 Motorräder

Impressionen von der 11. Etappe:

Etappe 11 Autos

10. Etappe

Impressionen:

9. Etappe wegen Unwetter abgesagt.

8. Etappe

Impressionen:

Demnächst mehr zur Dakar und eine Rückblende in die 80er Jahre der Rallye auf:

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