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Hanscraft & Co. dreht den Spieß um.

Bierblogger stellt sich FAQs

Dominik Notzon, a.k.a. Domis Reviews , a.k.a. @bierausfranken (Instagram) hat sich zum Ende seines dreimonatiges Praktikums bei Hanscraft & Co. mit seinem Ausbilder an den Kicker-Tisch gewagt und dort ein paar Fragen beantwortet.

Dominik? Praktikum bei Hanscraft? Ja. Was dahinter steckt und warum der, der sonst die Fragen stellt nun zum Gefragten wird, lest ihr hier im Interview.

Warum ein Bierblog?

  • "Weil ich gerne Bier trinke. Ich habe zwar erst mit 18 damit angefangen, weil es mir damals immer zu bitter war, doch dann ging es. Außerdem ist die gebotene Vielfalt, gerade bei mir in Franken, besonders schätzenswert. Von den Bieren, die ich getrunken habe, habe ich immer Fotos gemacht. Nur was bringt ein Foto, ohne Geschichte dazu. Also habe ich jedes Foto irgendwann immer noch um eine Story ergänzt, die mich mit dem Bier vereint hat. Und das war dann meine Art, Bier erlebbar zu machen."

Wie hast du dir dein heutiges Wissen und deine sensorische Kompetenz angeeignet?

  • "2017 habe ich bei Doemens meinen Biersommelier gemacht. Vorher hatte ich natürlich keine Ahnung. Manche Dinge waren aber instinktiv klar, z. B. dass ein Weizenbier nach Banane schmecken kann oder dass es Pils in den unterschiedlichsten Ausprägungen von malzsüß bis hopfenbitter gibt. Geschmäcker haben sich einfach erschlossen und dadurch wuchs auch die Vielfalt der Biere, die mich interessiert und fasziniert haben."

Was machst du in deinem normalen Leben und womit finanzierst du deine Leidenschaft?

  • "Ich programmiere Webseiten. Anfangs habe ich Wirtschaftsinformatik studiert, habe somit einen Blick auch auf ökonomische Belange und damit bin ich irgendwie die Schnittstelle zwischen IT und denen, die es entscheiden. Zumindest hat man es uns damals im Studium mit genau diesem Wortlaut erklärt. Verstehen muss man das nicht, aber das ist halt IT. Jedenfalls, ohne Job geht das nicht. Die Ausbildung zum Sommelier kostet erstmal drei Scheine und dann stehe ich leider überwiegend auf Biere außerhalb des Preiseinstiegssegments."

Du hast dich an der TUM Weihenstephan für den Lehrgang zum Diplom-Braumeister eingeschrieben. Geht's noch?

  • "Ja klar. Weil ich immer schon ein Praktikum bei Hanscraft & Co. machen wollte. Schließlich interessiert mich inzwischen alles rund um die Herstellung von Bier immer mehr, was mein Interesse für das Produkt zu verantworten hat. Deshalb stelle ich mir schon vor, irgendwann mal etwas damit auch hauptberuflich machen zu können."

Wie sieht in 5 Jahren das Arbeitsumfeld eines Dominik Notzon als Braumeister aus?

  • "Das dauert ja erst mal noch sieben weitere Semester. Deshalb hoffe ich, dass ich mich dann irgendwo, ob in einer großen oder kleinen Brauerei - Hauptsache nicht Tucher - als Angestellter, zum Sammeln praktischer Erfahrungen wiederfinde. Die Ausbildung ist doch sehr theoretisch. Viel gebraut wird da nicht. Doch meine Zukunft wünsche ich mir in der Produktion. Und wer weiß, vielleicht kann ich mir dann irgendwann auch die Selbständigkeit vorstellen?"
Vielen Dank für deine ehrlichen Antworten, Dominik...

Wir haben es gewagt und uns bei Hanscraft & Co. der Situation ausgesetzt, Dominik für drei Monate als Praktikant zu ertragen - mehr oder weniger. Sein nächster Schritt wird nun die Ausbildung zum Braumeister in Weihenstephan sein. Das nötige Know-how hat er jetzt und es kann losgehen.

An alle Brauereien, die in den nächsten Jahren einen Braumeister benötigen: Das ist euer Mann. Er will das anscheinend wirklich. Also gebt ihm die Möglichkeit, sich bei euch zu verwirklichen. Wir hatten großen Spaß zusammen, das wird bei euch auch so sein.

Übrigens, das Match am Kicker entschied Christian gegen Dominik vernichtend mit 5:1 Toren für sich.

Darauf erst mal ein Bier. Prost!

Niedernberg vs. Großhabersdorf 5:1