Loading

Durch die Krise zur Lösung Jarek und Ania Celebanski

Die ganze Welt wurde durch das Covid-19 betroffen. Wir wissen, wie gefährlich das Virus für viele Bereiche des gesellschaftlichen Systems ist und war. Aber, gibt es auch etwas Gutes daran, besonders für uns als christliche Gemeinde? Gerne will ich einige Erfahrungen aus unserer Gemeinde teilen:

Im März wurden in Polen einige Verordnungen eingeführt, die auch das christliche Gemeindeleben betrafen. Es durften plötzlich noch maximal fünf Personen am Gottesdienst teilnehmen, plus die leitenden Mitarbeiter. Dies führte dazu, dass wir zum Beispiel drei Gottesdienste mit je fünf Personen durchführten. Zusätzlich wurde die Predigt live auf Facebook übertragen. Die Gottesdienste waren alles andere als professionell, aber sie haben stattgefunden.

Dabei machten wir positive Erfahrungen. Wir entdeckten in unserer kleinen Gemeinde einen Bruder, der sehr gut einen Gottesdienst leiten konnte. Bisher hatte er es noch nie gemacht. Andere Brüder hielten zum ersten Mal eine Predigt und können das auch in Zukunft ab und zu machen. Wir fanden also neue Mitarbeitende, die ihre Gaben jetzt aktiv in die Gemeinde einbringen.

Uns wurde der Wert von Gemeinschaft neu bewusst. Für viele Glaubensgeschwister sind reale Treffen absolut wichtig. Die Gemeinschaft ist wichtiger als ein professionales Programm. Während der Krise gab es Stimmen, die sagten: «Die Leute werden nachher nicht mehr in die Gemeinde kommen, weil alles online ist und das ist viel bequemer.» Die Erfahrung zeigte eine andere Realität. Je eingeschränkter gemeinsame Treffen waren, desto mehr wurde reale Gemeinschaft geschätzt.

Aber auch die digitalen Möglichkeiten zeigten uns Positives. Wir konnten jede Predigt über Facebook und Youtube veröffentlichen. Damit begannen wir schon vor der Krise. Aber jetzt bekam diese Möglichkeit eine völlig neue Bedeutung. Und der Aufwand ist so gering. Es reicht ein Smartphone, ein Stativ und Internet. Wir werden diese Möglichkeit auch in Zukunft nutzen und können so neue Menschen erreichen.

Wir bieten nun jeden Sonntag zwei Gottesdienste an, obwohl es nicht dringend nötig wäre. Wir haben uns bewusst dazu entschlossen. Vor den Covid-19-Einschränkungen war unser Saal manchmal schon voll. Wir überlegten, wie wir diesen Raumproblemen begegnen können. Durch die Krise begannen wir mit mehreren Gottesdiensten zu arbeiten. Jetzt haben wir als Gemeindeleitung beschlossen, auch in Zukunft bei zwei Gottesdiensten zu bleiben, um mehr Menschen mit dem Evangelium erreichen zu können. Ich predige nun zwei Mal am Sonntag.

Die Corona-Pandemie half uns also, einige anstehende Probleme kreativ zu lösen. Gott nutzt auch Krisen, um uns weiterzubringen, und wir können über ihn nur immer neu staunen.

Jarek und Ania Celebanski arbeiten in Lodz / Polen, jarek@o2.pl

Bitte Vermerk anbringen: Vision Europa allgemein oder Name des Missionars! Danke!