Loading

Rückschlag... ... für Campus Danubia

Der erste Anlauf hat nicht geklappt. Die internationale Expertenkommission hat zwar in einer sehr ausführlichen Expertise festgehalten, dass die geplante christliche Privatuniversität (Campus Danubia) in die österreichische Hochschullandschaft passt, und sie hat auch unser Glaubensbekenntnis akzeptiert, aber es gab doch einige Punkte, die nicht gut genug waren.

Das war enttäuschend, für uns ein schwerer Rückschlag, vor allem auch deshalb, weil wir einige Kündigungen aussprechen mussten, um die längere Zeit bis zur Akkreditierung finanziell durchhalten zu können.

Allerdings haben die Gutachter etwas getan, was sie nicht hätten tun müssen: Sie haben uns ganz viele Tipps gegeben, wie wir das Projekt verbessern können. So wissen wir jetzt ganz genau, was zu tun ist. Und die Dinge scheinen machbar.

Manche Probleme sind schwierig: Wir brauchen mehr habilitierte Professoren, für jeden Fachbereich der Theologie mindestens einen. Damit verbunden müssen wir auf diese Professoren abgestimmte Lehrpläne und Forschungskonzepte erarbeiten und nicht zuletzt benötigen wir auch mehr Finanzen, um dieses qualifizierte Personal bezahlen zu können.

In all diesen Fragen aber scheinen sich nach und nach Türen zu öffnen, sodass wir voller Hoffnung sind, dass der zweite Anlauf gelingen kann und dass wir kommendes Jahr die Akkreditierung als Privatuniversität bekommen können.

Manche denken vielleicht: Wozu brauchen wir das, und wozu ausgerechnet in Österreich? Nun, nirgends im deutschsprachigen Europa kann man eine Universität klein beginnen, das geht nur in Österreich. Was für eine Chance. Und wir brauchen dringend eine christliche Universität für Österreich und Europa in einer Gesellschaft, die immer säkularer wird. Ziel ist dabei nicht nur die Theologie, das ist der Anfang – Ziel sind auch Fächer im Sozialbereich und den Humanwissenschaften. Hier braucht es eine christliche, auf der Offenbarung Gottes basierte Ausbildungsstätte auf hohem Niveau.

Dieses Projekt dient auch der Gemeindegründung und dem Gemeindebau. Wir bilden nicht nur Führungskräfte für die Gemeinden in Österreich aus, wir wollen auch viele Geschwister in unseren Gemeinden in ihren Berufen stärken, in ihrem Glauben und ihren Fähigkeiten fördern. Viele junge Geschwister in unseren Gemeinden studieren im Sozialbereich, Pädagogik oder Psychologie. Gerade auch für diese Bereiche brauchen wir eine Universität auf biblischer Basis.

Wir wollen nicht aufgeben – und hoffen, dass noch viele mithelfen, dass das grosse Projekt gelingen kann.

Richard Moosheer, r.moosheer@gmail.com