KUGAdventure mit dem neuen ford kuga in finnland

Für die Präsentation des neuen Kuga hat sich Ford was Besonderes einfallen lassen, das KUGAdventure, eine Rallye in 15 Etappen von Athen bis zum Nordkap. ADVENTURE-magazin.de war in Finnland dabei und fuhr die 11. Etappe von Helsinki nach Vaasa.

VON ATHEN BIS ZUM NORDKAP

In Helsinki erwartete uns ein frostiger Empfang. Nein, nicht von den Organisatoren, vom Wetter. Von sonnig und +5 °C in München zu Schneetreiben und -7 °C in Helsinki.

ON THE ROAD AGAIN

Das Abenteuer beginnt mit einem Briefing im KUGAdventure Truck. Während draußen ein kleiner Schneesturm tobt, erklärt man uns die Finessen der dritten Generation des Ford Infotainmentsystems, das System SYNC 3. Ich höre nur mit halbem Ohr zu und überlasse diesen Part meinem Co-Piloten Johan für die erste Teilstrecke, einem jungen Franzosen, Journalist und Technikfreak, der mit eigener Drohne im Gepäck reist. SYNC 3 kommt mit AppLink und Touchscreen und unterstützt AppleCarplay und Android Auto. Ich suche derweil schon mal unser erstes Testfahrzeug aus, einen KUGA der ST-Linie, mit 2 Liter Turbodiesel, 180 PS und manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe - die sportliche Variante der KUGA-Familie, natürlich mit Allrad.

Die ersten 200 Kilometer fahren wir auf dem Highway immer schnurgerade Richtung Tampere. Unser einziges Adventure ist das Schneetreiben um uns herum und der Nervenkitzel, nicht erwischt zu werden, beim Spiel mit dem Gaspedal. Denn eines muss man wissen, Speeding in Finnland geht gar nicht. Topspeed in Ortschaften 50 km/h, außerhalb von Ortschaften 60 km/h, auf Schnellstraßen 80 km/h und auf der Autobahn rasend schnelle 100 km/h. Gar nicht so einfach für einen gestressten Mitteleuropäer, sich von den 180 Pferden nicht verführen zu lassen. Wer erwischt wird, dem drohen drakonische Strafen. Abgerechnet wird nach den Einkommensverhältnissen, wobei für mich als Medienvertreter die Strafe dann überschaubar bleibt. Mir ist klar, auf dem Highway kann ich die Qualitäten des Fahrzeugs nicht wirklich ausloten. Wobei schon zu spüren ist, das die ST-Linie eine straffere Abstimmung hat und richtig satt in den Kurven liegt. Das Fahrzeug lässt sich sehr präzise lenken, bleibt sauber in der Spur.

INNENLEBEN

Aber Moment mal, um Höchstgeschwindigkeit und Spurtvermögen geht es uns beim ADVENTURE-magazin doch gar nicht. Wir wollen eher wissen, ob ein SUV wie der Ford KUGA als Reisefahrzeug für Abenteuerlustige überhaupt infrage kommt. Uns ist schon klar, ein vollwertiger Offroader vom Schlage eines Land Rover Defenders kann er nicht sein, will er nicht sein und muss er nicht sein. Für Querfeldeintouren ist er sicher nicht gemacht. Wir wollen herausfinden, wie er sich auf unbefestigten Wegen schlägt, wie er mit kleinen Hindernissen zurechtkommt und wie sensibel er sich mit dem Gaspedal bewegen lässt. Um das herauszufinden müssen wir den Hightway und alle befestigten Straßen und Wege verlassen.

HAUPTROUTE VERLASSEN

Ein erster Abstecher führt uns über die 2774 an den Näsijärvi See in der Nähe von Kuusela. Johan lässt seine Drohne aufsteigen und ich gehe ein paar Meter zu Fuß für Außenaufnahmen. Ein starker Wind bläst, es ist extrem kalt, gefühlte minus 21 Grad. Der Chillfaktor schlägt zu und nach ein paar Minuten flüchten wir zum Aufwärmen ins Fahrzeug. Johan bleibt im Auto und steuert die Drohne vom Beifahrersitz aus. Ich kann meine Kamera leider nicht alleine rausschicken, wickle mir noch einen dicken Schal um den Hals und drehe noch eine Runde.

Langsam wird es dunkel. Sonnenuntergang zu dieser Jahreszeit ist hierzulande schon gegen 16:00 Uhr und eine Stunde später knipst jemand dann sprichwörtlich das Licht aus. Durch unseren Abstecher haben wir noch ein Stunde Fahrt vor uns. Unsere Unterkunft, das Rantasipi Ikaalinen Spa, eine Wohlfühloase am Kyrösjärvi-See erreichen wir so gegen 18:00 Uhr, stellen unser Fahrzeug ab und checken ein. In einer Broschüre lese ich: "Herzlich willkommen am schönen Kyrösjärvi-See." Von dem wir nichts mehr mitbekommen. "Nehmen Sie sich die Zeit, genießen Sie die Ruhe und probieren Sie die vielfältigen Spa-Einrichtungen aus." Eine heiße Dusche im Zimmer ist genug Spa für mich und danach gönne ich mir ein kühles Bier. Wolfühlen kann so einfach sein.

2. Tag der Tour. Bis nach Vaasa, dem Ziel der 11. Etappe haben wir noch 187 Kilometer vor uns. Der Haken dabei, um 11:00 Uhr müssen wir schon in Vaasa sein, damit wir unseren Flieger nach Helsinki nicht verpassen. Wenn wir den direkten Weg nehmen, wird es wieder nichts mit KUGA ausprobieren. Unser Plan, sehr früh starten, möglichst schnell, möglichst nahe an Vaasa herankommen und dann einen Abstecher in die Pampa machen. Unser Vehikel heute, die KUGA Luxusausführung Vignale, mit allen Extras, die gut und teuer sind.

MAL SEHEN, WAS KUGA KANN

55 Kilometer vor Vaasa verlassen wir die E12 und biegen in einen namenlosen Waldweg ein, der nach 750 m zu einer kleinen Lichtung führt. Hier finden wir unser Testgelände mit kleinen Hügeln und Kuppen, genau richtig, um den Allradantrieb auszuprobieren. Wie feinfühlig lässt sich das Fahrzeug bewegen? Eine Kuppe mit Speed zu nehmen ist kein Problem, aber das könnte unter Umständen die Bodengruppe beschädigen, der KUGA ist schließlich kein Rallyefahrzeug mit viel Bodenfreiheit. In verworfenem Gelände sollte man schon etwas aufpassen und je langsamer so eine Übung angegangen werden kann, desto besser. Aber kann er KUGA mit seinem Automatikgetriebe und seinen elektronischen Helferlein auch langsam? Ja, er kann. Ich fahre eine Kuppe an, bleibe mittendrin stehen, fahre wieder an und bewege den KUGA im Schritttempo vorwärts. Ich bin überrascht, sehr feinfühlig spricht das Fahrwerk an, trotz Schnee dreht kein Rad durch. Da gibt es nichts zu meckern, sauber abgestimmt das Fahrwerk.

VIGNALE, WIE LUXUS

Anfang 2017 kommen die neuen KUGAs zu den Händlern. Motorenmäßig stehen drei Diesel- und drei Benzinmotoren zur Wahl. Alle erfüllen die Euro 6-Abgasnorm und kommen mit einem Start-Stopp-System. Bei den Benzinern handelt es sich um den 1,5 Liter Ecoboostmotor, der mit 120, 150 und 182 PS angeboten wird. Die stärkste Version nur mit Allradantrieb, die anderen gibt es wahlweise auch mit Frontantrieb. Bei den Dieselmotoren ist der 1,5 Liter große TDCi-Turbodiesel mit 120 PS neu im Programm. Er ersetzt das bisherige 2,0-Liter-Triebwerk gleicher Leistung und wird nur als Frontantriebler geliefert. Den 2.0-Liter-Turbodiesel gibt es mit 150 und 180 PS, wobei es die 180 PS Variante nur mit Allradantrieb gibt, wahlweise mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Ford PowerShift-Automatik, die beiden Varianten, die wir in den Ausstattungsvarianten Luxus (Vignale) und Sport (ST) ausprobierten.

Für uns geht das Abenteuer KUGAdventure zu Ende, das Flugzeug von Vaasa nach Helsinki wartet schon.

BYE BYE FINLAND, BYE BYE KUGA HOPE I SEE YOU AGAIN
Created By
Herbert Worm
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