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Gemeinsam ist Vieles möglich Ein Bericht von Reto Dittli

Als ich im Jahr 1993 nach Italien ausgesandt wurde, konnte sich niemand vorstellen, was Gott alles vorbereitet hatte und wie die Missionsarbeit in Italien vorankommen würde. Heute blicke ich mit einem dankbaren Herzen und voller Verwunderung zurück. Gott war gnädig und hat Wunderbares getan.

Ich erinnere mich auch an ganz harte Zeiten und Gefahren, die das Projekt bedrohten. Tatsächlich ist es doch so, dass unser Tun und das Leben selbst immer wieder Gelegenheiten schenken, in denen alles offen steht. Vielleicht geht es oder eben nicht. Wir sind in Gottes Händen. Auch diese Situationen helfen uns, den Weg mit Gott zu finden und darin zu wachsen. Mir ist dabei nicht entgangen, dass die Verbundenheit mit lieben Geschwistern, die an die gleiche Mission glauben, fundamental ist. Zusammen setzten wir alles daran, dass der Auftrag ausgeführt wird und Italien gesegnet wird. Wahrhaftig haben viele Christen in der Schweiz mitgelitten und gejubelt, beraten, korrigiert, ermutigt, gebetet und geschenkt. Es sind viele. Einzelne Personen, Gemeinden, der ganze Bund FEG.

Auch ihr gehört dazu! Herzlichen Dank für diese wertvolle und solide Verbundenheit.

Nun gibt es eine Gemeinde, die sich uns ganz speziell angenommen hat. Die FEG Unteres Aaretal. Es ist unsere sendende Gemeinde. Wir sehen uns jedes Jahr. Wir haben Brief- und Telefonkontakt. Wir kennen einige Familien seit der Aussendung. Wir haben ein Leben mit Gott in der Mission geteilt. Fantastisch! Einige Male in diesen vielen Jahren besuchte uns auch eine Delegation der Gemeinde, um uns zu ermutigen und um vor Ort die Situation auch zu spüren. Das letzte Mal geschah das wieder vor den Sommerferien. Ein langes Wochenende, einfache Unterkunft, einige Einsätze in der Brianza, zusammen essen, spazieren und Zeugnisse von meinen italienischen Mitarbeitern hören. Zum Abschluss, am Sonntag der Gottesdienst in der Gemeinde in Lissone.

Zurückblickend kann ich sagen, dass Gott alle auf seine Art gesegnet hat. Für uns als Missionare war es sicher ein erneutes Zeichen der Liebe und Verbundenheit. Da besteht ein echtes Interesse an uns und unserem Ergehen, an der Brianza und dem Evangelium für Italien. Auch die Gruppe wurde neu inspiriert und sah, fühlte, wie die Situation vor Ort wirklich ist. Dann auch die Gemeinde von Lissone. Es ist doch eindrücklich für die lieben Geschwister in Italien, zu sehen, wie ganz normale Menschen wie wir alle, ein Herz für Mission haben und über Jahrzehnte bereit sind, grosse Opfer zu bringen und das ohne persönlichen Vorteil.

Ich erinnere mich, wie ein Verantwortlicher der Gemeinde in Lissone in seinem Grusswort unterstrich: «Es braucht schon eine besondere Motivation, um ein so schönes Land wie die Schweiz zu verlassen und viele Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen, um in der Brianza Gemeinde zu bauen. Ich sehe, dass Ihr die notwendige Motivation gefunden habt und diese auf beeindruckende Weise pflegt. Vielen Dank für dieses grosszügige Geschenk!» Ich glaube, dass er Recht hat, und sage einfach auch von unserer Seite ganz herzlich Danke!

In diesem Sinn schauen wir mutig in die Zukunft. Wir haben hier noch einiges zu tun, sei es im Bereich der Gemeindegründung wie auch in der Unterstützung von bestehenden Gemeinden in der Brianza. Eure Unterstützung ermutigt uns, die Mission Gottes mit Enthusiasmus weiterzuführen.