Kompetenzmodell für Hauptamtliche zur Förderung ehrenamtlichen Engagements in der Gemeindepastoral

Für die Zukunft der Kirche ist ehrenamtliches Engagement die Ressource.

Diese gilt es zu fördern!

Motivation, Bereitschaft und Gelingen des ehrenamtlichen Einsatzes hängen entscheidend von einer professionellen Zusammenarbeit mit den Hauptamtlichen ab.

Dieses wissenschaftlich fundierte Kompetenzmodell, das zukünftig der Aus- und Fortbildung im Bistum Speyer zur Grunde liegt, soll die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fit für eine zukunftsweisende Zusammenarbeit mit ehrenamtlich Engagierten machen.

„Bei der Förderung ehrenamtlichen Engagements kommt es entscheidend auf die Kompetenzen der Hauptamtlichen an.“ (Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann)

Scrollen Sie herunter, um die fünf Kompetenzbereiche kennenzulernen!

Professionskompetenzen

Entscheidend sind eine gezielte Reflexion des Rollenhandelns sowie die qualifizierte Ausübung der Berufsrolle.
  • Die HA können ihr Rollenhandeln reflektieren. (P1)
  • Die HA können ihre Rollenidentität aktiv gestalten. (P2)
  • Die HA kennen die Grundsätze und Strukturen kirchlicher Gremien in Pfarrei und Bistum. (P3)
  • Die HA können empathisch, respektvoll und wertschätzend miteinander und mit anderen zusammenarbeiten. (P4)
  • Die HA können kritik- und dialogfähig miteinander und mit anderen zusammenarbeiten. (P5)

Leitungskompetenzen

Entscheidend sind Führungsstärke, ein ermöglichender Leitungsstil sowie Spiritualität in der Begleitung ehrenamtlich Engagierter.
  • Die HA können das Modell einer „ermöglichenden Leitung“ erläutern. (L1)
  • Die HA können das Modell einer „ermöglichenden Leitung“ umsetzen. (L2)
  • Die HA kennen die Regeln der Delegation. (L3)
  • Die HA können Aufgaben und Zuständigkeiten an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen delegieren. (L4)
  • Die HA können die Zusammenarbeit im Team und der ganzen Pfarrei mit geistlichen Impulsen fördern. (L5)
  • Die HA können Arbeitsprozesse geistlich begleiten. (L6)

Engagementmanagementkompetenzen

Entscheidend sind Konzepte für die professionelle Qualifizierung und den Einsatz der Engagierten sowie Instrumente der Ehrenamtskoordination.
  • Die HA kennen die Sinnhaftigkeit und die Wirkungszusammenhänge einer gelungenen Ehrenamtskoordination. (E1)
  • Die HA kennen aktuelle Erkenntnisse zu verschiedenen Typen ehrenamtlich Engagierter in der Kirche. (E2)
  • Die HA kennen Instrumente einer gelungenen Ehrenamtskoordination. (E3)
  • Die HA können Instrumente der Ehrenamtskoordination systematisch und typenspezifisch einsetzen. (E4)
  • Die HA können gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen ihre Erfahrungen im Engagement reflektieren. (E5)
  • Die HA können die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen in ihrem Engagement fachlich und methodisch befähigen. (E6)
  • Die HA können die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen in ihrem Engagement fachlich und methodisch unterstützen. (E7)
  • Die HA kennen Formen einer Kultur der Anerkennung. (E8)
  • Die HA können Formen einer Kultur der Anerkennung anwenden. (E9)

Charismenentwicklungskompetenzen

Entscheidend sind die Entdeckung vorhandener Charismen, ihre spezifische Förderung sowie ihre gezielte Nutzung.
  • Die HA können erläutern, was unter einer „Pastoral des Rufens“ bzw. was unter Charismenorientierung im Bistum Speyer verstanden wird und welche Bedeutung diese für die pastorale Ausrichtung des Bistums hat. (C1)
  • Die HA können die Christinnen und Christen anleiten, Charismen zu entdecken (z.B. Nutzung von Charismenfinder, Empathiefähigkeit) und diese gemäß ihrer Berufung in Kirche und Gesellschaft gezielt einzusetzen. (C2)
  • Die HA können die Christinnen und Christen durch geistliche Impulse bei der Entdeckung ihrer Charismen unterstützen. (C3)
  • Die HA können die Kompetenzen haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen einschätzen. (C4)
  • Die HA können haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen je nach ihren Kompetenzen in Arbeitsprozesse einbinden. (C5)

Diversitätskompetenzen

Entscheidend sind aktuelle Kenntnisse der Milieu- und Lebensweltforschung, Instrumente der Sozialraumorientierung sowie ein pluralitätssensibles Kirchenbild.
  • Die HA können unterschiedliche Formen kirchlichen Lebens unterstützen, auch wenn diese nicht mit dem eigenen Kirchenbild konform sind. (D1)
  • Die HA kennen aktuelle Erkenntnisse der Milieu- und Lebensweltforschung. (D2)
  • Die HA können Menschen unterschiedlicher Milieus ansprechen. (D3)
  • Die HA können mit Menschen unterschiedlicher Milieus gemeinsam nach je passenden, heterogenen Formen des kirchlichen Lebens suchen. (D4)
  • Die HA kennen Prinzipien der Sozialraumorientierung und Instrumente der Sozialraumanalyse. (D5)
  • Die HA können Prinzipien der Sozialraumorientierung umsetzen und Instrumente der Sozialraumanalyse anwenden. (D6)

Kontakt

Zentrum für angewandte Pastoralforschung (ZAP)

Theresa Reinke, Dipl. Theol. M.Ed. / Christine Zimmerhof, Dipl. Theol. M.Ed.

theresa.reinke@zap-bochum.de / christine.zimmerhof@zap-bochum.de

Prof. Dr. Matthias Sellmann

matthias.sellmann@rub.de

Bonifatiusstraße 21c | 44892 Bochum | www.zap-bochum.de

Bistum Speyer

Dr. Thomas Kiefer

thomas.kiefer@bistum-speyer.de

Abteilung Seelsorge / Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen

Webergasse 11 | 67346 Speyer | www.bistum-speyer.de

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