Blackjack in Folmava / Tschechien 600 Euro ärmer

Anfang 2017 brach ich zum zweiten Mal in Richtung Tschechien auf. Das Ziel war der Grenzort Folmava hinter dem Grenzübergang Furth im Wald an der B20 von Regensburg kommend. 2016 gewann ich dort 350 Euro beim Blackjack, so dass ich guter Dinge war einen fetten Reibach zu machen.

Ich startete um 16 Uhr im El Dorado, wo ich auch für 80 Euro die Nacht übernachten sollte. Es ging super los. Nach einer Stunde hatte ich 200 Euro Plus gemacht. Dann kam allerdings eine eklige Dealerin, die alle anderen Spieler in die Flucht trieb und mir innerhalb kurzer Zeit 125 Euro abluchste. Somit war ich nur noch 75 Euro im Plus.

Ich hörte auf und besuchte das Nachbar-Casino "Casino of Ra" auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Dort lief es gar nicht gut. Ich verlor erst 100 Euro und kaufte mich nochmal mit meinen letzten 65 Euro ein, die ich ebenfalls verlor. 165 Euro weniger machte eine Gesamtbilanz von minus 90 Euro. Nichts wie weg und zurück ins gelobte El Dorado.

Dort war es mittlerweile 20 Uhr und der Laden platzte an einem Samstag aus allen Nähten. Blöderweise war nur ein Blackjack-Tisch für die Öffentlichkeit verfügbar. An diesem scharrten sich 10 bis 20 Spieler. Allerdings hatte der Tisch wie gewöhnlich nur sieben Plätze. Der zweite Tisch war für Privatzwecke gesperrt, wo ein reicher Türke mehrere Boxen gleichzeitig bespielte mit ca. 50 Euro pro Spielfeld. Wir vermuteten, dass es ihm peinlich war mit anderen Spielern zu spielen, weil er offensichtlich sehr schlecht war.

Durch die Kälte von -20 Grad schlugen wir uns durch zum Victorian Casino, das ca 500 Meter entfernt in einer Seitenstraße liegt. Dort hatten wir vor einem halben Jahr sehr erfolgreich gespielt und freuten uns. Doch dieses Mal erlebte ich meinen schlimmsten Blackjack-Abend dort. 200 Euro waren sehr schnell weg. Ich hatte eine lange Pechsträhne und machte einen dummen Fehler: ich wollte mir das Geld zurück holen indem ich immer mehr setzte. Doch die Pechsträhne wollte nicht enden, so dass auch weitere 300 Euro schneller weg waren als ich mein Bier austrinken konnte. Wie ein geprügelter Hund schlich ich wieder zurück ins El Dorado. 590 Euro Minus - Persönlicher Tiefpunkt in meiner Blackjack-Karriere. Dabei sollte 2017 doch mein Blackjack-Jahr werden. Einen beschisseneren Start konnte es aber nicht beginnen!

Zurück im El Dorado war immer noch kein Platz frei und der reiche Türke spielte immer noch gutgelaunt alleine am Privattisch. Also nochmal rüber ins Casino of Ra. Dort war der Tisch ebenfalls voll, allerdings waren nur fünf Leute da, so dass wir die restlichen zwei Plätze einforderten. Eingeengt zwischen Vollidioten, die keine Ahnung vom Spiel hatten und ständig auf "Perfect Pair" setzten, machte es keinen Spaß. Ich konnte jedoch 25 Euro gewinnen und schloss den Tschechien-Ausflug so mit nur 565 Euro Minus ab.

Fazit: Der zweite Folmava-Trip war eine Katastrophe! Mein schlechtester Blackjack-Abend, an dem ich innerhalb von einer Stunde in einer Pechsträhne fast 600 Euro vernichtete habe. Ich hatte eine ganz schlechte Nacht und ärgerte mich unglaublich über meine eigene Dummheit. Warum ich diese Loser-Geschichte auf "Blackjack-Winner" schreibe? Damit ich - und jeder andere, der das liest - in Zukunft nie wieder solche Fehler mache.

Was waren die Fehler?

Ich war überheblich und wollte mit hohen Einsätzen spielen, obwohl ich offensichtlich in einer sehr lanwierigen Pechsträhne steckte. Mir fehlte die gesunde Skepsis, mit der ich sonst in Online-Casinos spiele. Noch wenige Tage zuvor hatte ich einen Online-Casino-Bad-Beat-Index entwickelt, der mir anzeigen soll, wann ich in einem Online-Casino aufhören sollte zu spielen. Im richtigen Victorian Casino in Folmava zog ich die Möglichkeit einer Bad-Beat-Serie / Pechsträhne gar nicht in Erwägung. Zu selbstsicher war ich, dass ich als bester Blackjack-Spieler der Welt unmöglich verlieren kann.

Zu sehr verlies ich mich darauf, dass bei vielen niedrigen Karten in der darauffolgenden Runde hohe Karten kommen, die mir einen Blackjack bringen. Immer wieder erhöhte ich den Einsatz um schließlich mehrmals hintereinander 50 Euro-Hände sang und klanglos zu verlieren.

Richtig wäre gewesen:

1. nach maximal drei verlorenen wichtigen Händen mit höheren Einsätzen eine Pause einzulegen oder das Casino zu wechseln.

2. Mit niedrigen Einsätzen die Pechsträhne abfedern.

3.

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Radek Vegas
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