Weisse Weste? Nicht mit mir! Wie ich mein eigener Held wurde...

Mein Name ist S.O. und mit diesem Blog richte ich mich an alle Menschen, die Probleme mit dem Loslassen haben. Auch ich hatte einst diese Angst. Eine mir wichtige Person, mein Vater, brach den Kontakt zu mir ab und viele Jahre suchte ich qualvoll seine Nähe. Ich suchte vergebens den Kontakt. Nichts half. Viele Jahre vergingen und ich bekam eine schlechte Nachricht über mich selbst. Diese Nachricht sickerte zur ihm durch...und plötzlich war der Kontakt wieder erwünscht. Nach einigen Monaten Konakt, hörte er wieder auf sich zu melden, geschweige denn zu antworten. Ich war wieder abgeschrieben. Dies war der Moment als mir eines klar wurde...Festhalten Schmerzt mehr als los lassen...und nach diesem Motto wollte ich in Zukunft leben.

Sich festzuhalten mag sicher wirken, jedoch...

In der Biebel, in der 1. Mose steht geschrieben, dass ein Mann, der den Namen Jakob trägt auf der Flucht am Jabbok (Fluss in Jordanien) von einem Mann attackiert wird. Dieser Mann bleibt annonym und so bleibt viel Platz für Interpretation. Meine Interpretation dieses Texts ist, dass Jakob stark mit sich selbst zu kämpfen hatte, dies trifft auch auf mich zu. Die Eltern sind das wertvollste für einen Menschen, auch für mich, deshalb tat das loslassen noch ein Stück mehr weh als bei einem Freund oder einer Freundin und umso schwieriger war es auch. Allerdings wurde mir klar, dass das los lassen nur "einen Moment" weh tut. Dieser moment mag ein paar Wochen oder ein paar Monate sein, allerdings hält der Schmerz des Festhaltest ein Leben lang und das muss euch ersteinmal klar werden.

Sucht euch ein "Ventil", das euch beim Loslassen hilft. Bei mir ist dieses "Ventil" die Musik. Das Nachdenken über die Songtexte und die Interpretation half mir bereits in vielen schweren Lebenslagen. Auch in diesem Fall half mir die Musik. Ein Lied, welches mir sehr am Herzen liegt, weil es von meiner Lieblingsband geschrieben wurde. In diesem Lied wird im Refrain immer wieder gesagt "So now this ship is sinking, I don't know what to do. Its got me thinking that i dont need you" auf deutsch übersetzt bedeutet dieser Satz "Jetzt wo mein Schiff zu sinken droht, weiss ich nicht was ich tun soll. Es bringt mich dazu zu denken, dass ich dich nicht brauche." Man kann nach kurzem Überlegen schnell eine Verbindung zwischen dem "nicht loslassen können" und dem Refrain des Liedes erkennen. Sieht man sein eigenes Leben als eine Art Schiff, so wird der Grund weswegen man nicht los lassen kann zu einer Last, die mit der Zeit das Schiff zum sinken bringt. Wirft man nun diese Last über Bord, so rettet man sein Schiff vor dem Sinken. Dadurch, dass ich meinen Vater mit der Zeit vergessen konnte, habe ich vieles wieder in den Griff bekommen. Für alle die Interesse an dem erwähnten Lied haben, weil Ihr zum Beispiel den Refrain interessant findet etc:

Eines ist klar, die Eltern haben uns zur Welt gebracht ( Naja gut, der Vater hat diese Arbeit eher weniger vollbracht, aber egal) somit sollten sie die wichtigsten Menschen in unserem Leben sein. Deshalb denken auch viele Jugendliche und junge Erwachsene, sie dürfen sich ihren Eltern niemals entfernen und müssen sich alles gefallen lassen. Früher war ich selber dieser Meinung und hatte viel mit mir selbst zu kämpfen, jedoch lernte ich dann die "Lehre" eines verstorbenen Theologen kennen, mit der ich mich super zu Identifizieren wusste. Eines seiner vielen schönen Zitate war :"Du kannst kein Held sein, wenn du nicht bereit bist, deine weiße Weste zu beschmutzen. Wer seine Weste weiß hält, tut auch nichts um zu Helfen." Diesem Zitat konnte ich viel abgewinnen. Für viele Mensche wäre das bewusste Vergessen eines Elternteils eine Art Verrat oder eine Sünde, ein No Go. Für mich allerdings war das beflecken meiner Weste der einzige weg, mir selbst helfen zu können und mein eigener Held zu werden.

...frei fühlst du dich erst wenn du loslassen kannst!

Nun kommen wir zum Ende dieses Blogs. Ich habe euch Tipps geben, die mir super geholfen haben, dies bedeutet allerdings nicht, dass diese Tipps auch euch Helfen. Erwartet nicht, das andere Menschen euch alle Last abnehmen werden, dies könnt nur Ihr selbst. Andere Menschen können euch nur helfen eure Last loszuwerden in dem sie euch quasi stützen, wenn Ihr eure Last abwerft. Zum Schluss gebe ich euch noch einen Letzten Tipp: Um Loslassen zu können, müsst ihr es auch wirklich wollen. Wenn auch nur ein Fünkchen Zweifel mit spielt, wird das Loslassen quasi unmöglich. Wenn ihr euch klar macht, dass das Leben nach dem Loslassen leichter wird, wird auch das Loslassen an sich einfacher. Hiermit wünsche ich euch viel Glück beim Loslassen und verabschiede mich S.O.mit.und vergesst nicht, Festhalten schmerzt mehr als Loslassen.

Am Anfang mag der Regen vielleicht unendlich sein, doch am Ende wird immer die Sonne scheinen
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S. O.
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