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WAS BESCHÄFTIGT DIE PERSONALSZENE IN LEIPZIG?

Am 10. Mai 2019 kamen 45 Personalverantwortliche aus Leipzig und der sächsischen Region auf dem HR BarCamp zusammen, um gemeinsam Themen wie bspw. Employer Branding, Trennungskultur oder New Pay zu diskutieren. Es ging nicht darum durch Frontalvorträge Lösungen zu bestehenden Fragen zu bekommen, sondern sich gegenseitig zuzuhören, Wissen zu teilen oder gemeinsam auf Herausforderungen zu schauen. Dabei wurden die Themen offen, vertrauensvoll und kritisch diskutiert. Nachfolgend findet ihr Eindrücke in Bildern und Statements des HR BarCamp 2019.

Die Wasserwerke bilden zusammen mit dem Schwesterunternehmen Stadtwerke und Verkehrsbetriebe einen Konzern. Zusammen mit diesem haben wir eine Employer Brand aufgebaut. Ich bin bisher sehr begeistert von den Impulsen, die ich hier auf dem BarCamp schon bekommen habe. Wir hatten das Thema Mehrgenerationengesellschaft, was ich als Fall mit eingebracht habe, weil das unser Unternehmen betrifft. Es ging darum, wie man Jung und Alt zusammenbringen kann und wie der Wissenstransfer gelingt. Beispielsweise sollte die junge Generation von den älteren Mitarbeiter*innen lernen und die Erfahrung und das Wissen der Älteren schätzen. Die älteren Mitarbeiter*innen wiederum sollten sich öffnen für die Ideen der jungen Leute und ihr Wissen in das Unternehmen einbringen.

Ich finde das toll, dass man nicht nur sitzt und das Ganze einen Seminarcharakter hat, sondern dass man sich einbringen und sich über seine eigenen Probleme und Herausforderungen austauschen kann. Ich dachte, das wäre ein größeres Problem, dass die anderen Teilnehmer*innen keinen Bezug zu einer Klinik haben. Aber bspw. das Wasserwerk ist uns in der Struktur sehr ähnlich und man findet viele Parallelen.

Es ging um die Beziehung zwischen Mitarbeiter*innen und Unternehmen. Dabei kam die Frage auf, was es bei den Leuten auslöst, wenn monatlich eine Mail geschrieben wird mit den Namen der Mitarbeiter*innen, die nicht mehr dabei sind. Eine Mail, in der steht, wer eingestellt und wer gekündigt wurde, mag den Anschein erwecken, dass sich das ausgleicht, aber das bedeutet nicht, dass das einen positiven Effekt auf die verbleibenden Mitarbeiter*innen hat.

Spreadshirt steht für Diversity. Wir haben die unterschiedlichsten Charaktere bei uns im Unternehmen. Allein in unserer HR-Abteilung in Deutschland haben alle einen unterschiedlichen Hintergrund und Lebensstil. Das fließt natürlich auch in unsere Arbeit ein, so dass wir den allein in Leipzig ca. 370 Mitarbeiter*innen besser gerecht werden können. Jede*r hat seine Stärken, unsere Schwächen gleichen wir gegenseitig aus und können unseren Kolleg*innen so bestmöglich weiterhelfen mit welchem Thema auch immer sie zu uns kommen.

Wir haben bei Spreadshirt in Leipzig 32 verschiedene Nationen, die täglich miteinander arbeiten – da gibt es keinen Platz für Rassismus. Wir leben in einer Welt, in der viel online diskutiert wird und man sofort sieht, wer womit in Zusammenhang steht. Erinnern wir uns beispielsweise an den einen LKA-Mitarbeiter, der bei einer Pegida-Demo mitgelaufen ist. Zukünftige Mitarbeiter*innen fragen sich logischerweise, ob man so jemanden in seinem zukünftigen Unternehmen haben möchte und wie man damit umgeht. Wir würden deshalb gern eine Art Plattform bilden, um solchen Themen zuvorzukommen. Gleichzeitig wollen wir uns mit solchen Kampagnen positionieren und offen sagen, dass Rassisten bei uns keinen Platz haben und sie sich gar nicht erst bei uns bewerben müssen.

Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmenden und Sponsor*innen des HR BarCamp Leipzig 2019.

Das nächste HR BarCamp in Leipzig findet am 27./28.02.2020 statt. Wir freuen uns auf euch!

Dieses Event wurde von Effektrausch, einem Büro für Employer Branding und Storytelling, organisiert. Mehr zu unserer Arbeit und Herangehensweise findet ihr hier:

Credits:

Effektrausch