Portrait: Andreas Haas Scrollytelling von Selina Bichsel

SKEMA, was ausgeschrieben Suny Kamay Energy & Material Arts Academy bedeutet, ist seit über 30 Jahren der grösste Anbieter für Kampfkunst in der Schweiz. Kampfkunst hat im Gegensatz zum Kampfsport die ganze Entwicklung des Menschen zum Ziel, sie stärkt den Menschen physisch und psychisch, während es im Kampfsport vor allem um Wettkampf geht. An 25 Standorten, in der ganzen Schweiz, unterrichtet die SKEMA Selbstverteidigung, Jugendselbstverteidigung, Energie/Gesundheitstraining (Tai-Chi, Chi Kung) und Skema Kinder Kung-Fu Training. Das Selbstverteidigungstraining ist in drei Teile aufgeteilt, Aufwärmen, Selbstverteidigung mit Waffen, Stock oder Messer (Eskrima) und Selbstverteidigung ohne Waffen (Wing-Chung). Durch das Training wird man standhafter, selbstsicherer, ausgeglichener, gelassener, robuster, leistungsfähiger und man kann sich verteidigen. Das Wohlbefinden der Schüler im Training ist der Skema wichtig, daher ist sie Mitglied von MIRA (Fachstelle für die Prävention sexueller Gewalt im Freizeitbereich). Zu diesem Thema sowie in medizinischen Grundlagen sind die Instruktoren von Fachleuten geschult worden.

Das Training in welchem ich Andreas fotografisch dokumentiert habe, ist das Skema Kinder Kung-Fu Training, welches für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren ist. In diesem Training geht es weder um Wettkampf, noch um Selbstverteidigung, sondern um die gesunden Wachstumsprozesse des Kindes. Nebst der körperlichen Schulung möchte man im Training die Geistige Entwicklung, sprich: Impulskontrolle, Aufmerksamkeit, Genauigkeit, mentale Ausdauer, Koordination, Merkfähigkeit und Ausdruck, sowie die Soziale Entwicklung, sprich: Teamfähigkeit, Rücksicht, Disziplin in einer Gruppe, Integration und gemeinsames Erarbeiten fördern.

Andreas Haas wurde vor 27 Jahren in St.Gallen geboren. Nachdem er die Schule abschloss, machte er eine Lehre als Buchhändler in der Buchhandlung Rösslitor St.Gallen. Nach seiner Lehre zum Buchhändler, machte er aufgrund seiner zwei älteren Brüder eine Ausbildung zum Masseur. Mittlerweile arbeitet Andreas als Berufsmasseur in der Skema Massagepraxis St.Gallen West und als Skema Kampfkunsttrainer in öffentlichen Schulen und Kindergärten. In seiner Freizeit liest Andreas, wandert, tanzt, macht Kampfkunst und Krafttraining.

Mit 12 Jahren kam Andreas durch seinen älteren Bruder Marcel zur SKEMA. Fünf Jahre später begann er auf Anfrage des Schule Leiters beim ersten Mithelfen im Training. Die langjährige theoretische und praktische Ausbildung zum Instruktor findet im SKEMA Ausbildungszentrum auf der Philippinischen Insel Cebu und in der Schweiz statt.

Neben seiner Tätigkeit als Berufsmasseur und Instruktor arbeitet Andreas Haas, in der 2015 von Ali Güldal (Leiter SKEMA Kampfkunstschulen St.Gallen Ost und Balgach, Vorstandsmitglied Förderverein der SKEMA für Kindergärten und Schulen) aufgegleisten Schulprojekten mit, in diesen Projekten arbeiten nebst Andreas Haas mit:

  • Marcel Haas (Med. Masseur FA, dipl. SKEMA Instruktor)
  • Christian Bösch (Leiter SKEMA Kampfkunstschulen Arbon und Amriswil)
  • Gennaro Migliozzi (Leiter SKEMA Kampfkunstschulen St.Gallen West und Will)
  • Mirjam Tanner (B. A. Kindergarten und Primarschulen, dipl. SKEMA Instruktorin, Vorstandsmitglied Förderverein der SKEMA für Kindergärten und Schulen

Durch das Projekt ist mittlerweile in mehreren Schulkreisen das Schulfach «Selbstvertrauen und Selbstverteidigung» (kurz Kung-Fu) im Stundenplan integriert worden. Das Fach wird einmal wöchentlich von einem SKEMA Instruktor unterrichtet. Im Training, dass zusätzlich zum Sportunterricht abgehalten wird, werden vor allem Formen trainiert, Selbstverteidigung wird erst in Klassen, in welchen die Schüler schon über 12 Jahre alt sind unterrichtet. Der Fokus liegt auf Koordination, Kräftigung des Körpers, Aufmerksamkeit, Gleichgewicht, Disziplin, sowie die überschüssige Energie der Schüler in richtige Bahnen lenken.

Was Eltern und Lehrer über das Projekt denken: Mit Feedbackbögen wird seit einiger Zeit nach der Meinung von den Eltern, der am Projektteilnehmenden und Kindertraining besuchenden, Kindern gefragt. Die Lehrpersonen finden, dass die Routine den Kindern guttut, dass die Kinder fortschritte mit der Koordination machen, ihre Konzentration steigt und das ihr Selbstwertgefühl steigt. Man bemerkt je nach Kind verschiedene Dinge z.B. fällt ruhigen Kindern das öffnen leichter und sie lernen zu beobachten. Auch merkt man, dass bei Kindern die Mühe haben sich an Regeln zu halten, die Disziplin leichter fällt, auch respektieren sich die Kinder untereinander mehr, da sie sehen wie die andern sich Mühe geben. Die Eltern finden, dass die Kinder zuhause sehr viel vom Training vorzeigen oder davon erzählen, auch wünschen die Eltern, dass die Kinder Disziplin lernen und finden es gut, dass dies im Training abgedeckt wird. Der Körperliche Aspekt ist ebenfalls sehr erwünscht, die Eltern merken, dass ihr Kind durch das Training mehr Freude an der Bewegung hat und sich mehr und anders bewegt.

Die Videoaufnahme zeigt Andras beim Training mit und ohne Waffen. In dem aufgenommenen Teil geht es um die freie Gefühlsschulung.

Herzlichen Dank an Andreas Haas, an die Skema Schule St.Gallen West und an Leander Egger

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