Etwas Geschichte am Anfang

Die heute von der Feistritztalbahn Betriebs- GmbH betriebene Bahnlinie Weiz–Birkfeld wurde am 14. Dezember 1911 eröffnet. Die ursprüngliche Lokalbahn-AG Weiz–Birkfeld beauftragte die k.k. österreichische Staatsbahnen mit der Betriebsführung der Bahnlinie. Der Anschluss an das normalspurige Streckennetz erfolgt im Bahnhof Weiz, dem Endpunkt der normalspurigen Landesbahn Gleisdorf–Weiz. Der Bau der Fortsetzung nach Ratten wurde während des Ersten Weltkrieges begonnen, musste jedoch mangels Arbeitskräften wieder eingestellt werden. 1922 wurde das Teilstück als Anschlussbahn zum Braunkohlenbergwerk in Ratten in Betrieb genommen, erst 1930 erfolgte die feierliche Eröffnung als öffentliche Eisenbahn. Im Jahre 1971 wurde wie auch bei der Murtalbahn ein fahrplanmäßiger Bummelzugverkehr mit Dampflokomotiven eingeführt, der rasch zu einem festen Bestandteil des touristischen Angebotes der Region wurde.

Ab diesem Zeitpunkt liegt der Erhalt der Bahnlinie in der Hand von vielen fleißigen freiwilligen Helfern. Tauchen wir nun ein, in die Welt der Eisenbahner und schauen Ihnen bei einer Reperatur über die Schultern.

Arbeitskleidung liegt bereit.

Nachdem Arbeitskleidung angezogen wurde begeben wir uns zum Werkstattschuppen der am anderen Ende des Bahnhofs steht. Dort beginnen wir mit dem Ausbau eines Bauteils aus dem Motorraums der Diesellokomotive VL16.

Arbeiten im Motorraum der Diesellokomotive VL16

Da es nicht immer möglich ist für Reperaturen die Maschinen in eine Halle zu stellen, werden die meisten Arbeiten unter freiem Himmel durchgeführt. Bei der aktuellen Tätigkeit ist es uns möglich die Reperaturen in der Werkstätte zu erledigen da wir das fehlerhafte Bauteil ausbauen können.

Harald Nauschnegg beim Schweißen.

In der Werkstätte angekommen wird man sogleich um einige Jahrzehnte in die Vergangenjeit versetzt. Hier kann man Teile von Dampf - und Diesellokomotiven, sowie anderen Gerätschaften aus dem letzten Jahrhundert sehen, riechen und schmecken. Neben dem Werkstattraum befinden sich noch mehrere Schuppen, in welchen Dampflokomotiven ihren Winterschlaf abhalten. Innerhalb weniger Momente wird man selbst zum Zeitreisenden und befindet sich in den Träumen der Schlafenden.

Kleinteile und Werkzeuge

Aus den Träumen gerissen durch einen Mark und Bein gehenden Lärm landet die Aufmerksamkeit wieder bei der Realität. Mit einer Flex wird die Schweißnaht gesäubert, verschliffen und einige zusätzliche Ausnehmungen angebracht.

Beim Anbringen der zusätzlichen Ausnehmungen

Damit das Teil wieder seinen ursprünglichen Platz einnehmen und Aufgaben erfüllen kann, sind noch mehrere Löcher aufzubohren und zu säubern.

Aufbohren der Löcher

Der Tag ist wie ein Eilzug an uns vorbei gezogen. Nun hat die Dunkelheit und der Nebel Besitz über den Bahnhof erlangt. Für Heute verabschieden wir uns von den träumenden Maschinen, von den in Öl eingelegten Teilen und vom Geruch des Metalls wir schliesen die Werkstattüre hinter uns ab und verschwinden im schleier der Nacht.

Harald Nauschnegg beim Verlassen der Werkstätte

Zur Person Harald Nauschnegg

Harald Nauschnegg vor der VL16

Harald Nauschnegg geboren und aufgewachsen in Bruck an der Mur kam schon sehr früh mit der Eisenbahn in Berührung. In der Kindheit machte er unzählige Ausflüge auf den Brucker Bahnhof und viele Zugfahrten hinterließen ihre Spuren. Seine Eisenbahnbegeisterung lebte er am Anfang mit seiner Modelleisenbahn aus. Bis es beim surfen im Internet zufällig auf die Clubseite der bahn sties die damals wie heute nach freiwilligen Händen sucht. Nach einem freundlichen Telefonat und Treffen mit dem Club Obmann Karl Sch. vor Ort in Weiz, stand er Gewehr bei Fuß, Samstag 6:00, am ersten Juli Wochenende im Heizhaus Weiz, wo er sogleich die erste Unterweisung in Sachen Schmieröl bekam Seit dem verbringt er, so oft es ihm möglich ist, seine Freizeit „zwischen“ Weiz und Brikfeld und es „ging“ mit großen Schritten weiter zur Heizer-, und in weiterer Folge der Dampflokführerprüfung entgegen. Am 23.06.2012 wahr es dann soweit und Harald Nauschnegg absolvierte seine Kesselwärter und Dampflokomotivführer Prüfung bei der FTB.

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