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viennacontemporary 2018. LIK AKADEMIE Österreichs internationale Kunstmesse

© LIK Akademie für Foto und Design

Im Rahmen der Ausbildung Berufsfotografie und Mediendesign besuchten am 27. September 2018 die Schüler und Schülerinnen der LIK Akademie für Foto und Design die Kunstmesse viennacontemporary.

© LIK Akademie für Foto und Design

ZONE1

Die ZONE1 präsentiert KünstlerInnen unter 40, die im weitesten Sinne aus Österreich kommen: sie wurden hier geboren, ausgebildet, oder leben und arbeiten im Lande. Die 2018 Edition zeigt eine Auswahl von KünstlerInnen, die Geschichten, das tägliche Leben, politische Situationen, Materialien und die „Conditio Humana“ eingehend betrachten. Durch die Art und Weise, in der sie in ihrer künstlerischen Praxis die Welt dekonstruieren, sich ausdrücken, ihre Themen behandeln und in Inhalte eintauchen, werden sie zu Vorreitern ihrer Zeit, deren Ansätze sich komplett von allen vorhergegangenen unterscheiden.

Julian Palacz, Untitled.3dm & Untitled.psd, 2018, Courtesy SCAG L - Julian Palacz Untitled.3dm, 2018 Fine Art Print on Archival Paper 28 x 37 cm Photo Simon Heres Courtesy SCAG R- Julian Palacz Untitled.psd, 2018 Fine Art Print on Archival Paper 28 x 37 cm Photo Simon Heres Courtesy SCAG
Nana Mandl, 18+, 2017, Courtesy Galerie Lisa Kandlhofer Nana Mandl 18+, 2017 Framed mixed media collage 30 x 40 cm Courtesy Galerie Lisa Kandlhofer

Explorations

Außergewöhnlichen Standpräsentationen. Explorations vereint wichtige Positionen von aufstrebenden bis etablierten KünstlerInnen aus ganz West-, Zentral- und Osteuropa.

Der neue Programmpunkt Explorations zeigt kuratierte Standpräsentationen von ausgewählten Galerien. Er vereint ein breites Spektrum künstlerischer Praktiken unter dem Aspekt herausragender Qualität und unkonventioneller Ansätze.

Die Präsentationen reflektieren die unruhige Stimmung des Jahres 2018: von Philip Aguirres (BE) Betrachtungen der Flüchtlingskrise über David Krňanskýs (CZ) und

Alex Urbans (PL)malerische Erforschung eines Zusammenbruches aller Systeme (“the collapse of all systems”) bis zu

Kaja Redkies Excurs auf Schwarz und den schaurig-makabren Skulpturen von Maen Florin (NL) und Michaël Dans (BE).

Indem er konzeptuelle Ahnenforschung der jüngeren Gegenwart betreibt, beschwört Luchezar Boyadjiev (BG) die historischen Gespenster des Marxismus, Christentum und vielen anderen hoch, während die Budapester acb gallery neo-untopische künstlerische Agenden um den einflussreichen Pecs Workshop (István Gellér, Károly Hopp-Halász und Sándor Pinczehelyi (HU) vorstellt.

Weitere offene Betrachtungen über Sprache und Objekthaftigkeit werden von Robert Maciejuk (PL), Irmina Staś (PL) und Paweł Matyszewski (PL) auf Leinwänden in der Warschauer Galerie Le Guern umgesetzt sowie in Christof Maschers suggestiven, nicht-geschichtlichen Malereien. Ziehen Sie Ihre eigenen Schlüsse aus all dem – an der Open Bar, die Wiens Croy Nielsen eigens aus ihren Galerieräumen hertransportiert hat.

Focus: Armenia

DREAMING ALIVE

Organisator: Armenia Art Foundation. Kuratorin: Sona Stepanyan. Stand G01 / G02

Die samtene Revolution der Liebe und Solidarität im Mai 2018 rückte Armenien, eine ehemalige Republik der Sowjetunion im Südkaukasus, ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Diese noch nie dagewesene Revolution in der Geschichte des jungen Staates stellte die Grenzen von beruflicher Identität in Frage, vereinte BürgerInnen online und offline und verringerte die Kluft zwischen dem Zentrum und dem Umland, während sie sich Schritt für Schritt dem Hauptplatz der Hauptstadt Jerewan näherte. Eines ihrer Kennzeichen ist, dass sie erfolgreich die Barrieren zwischen dem Künstlerischen und dem Nicht-Künstlerischen niedergerissen hat, indem jedes Wort von der politischen Bühne unmittelbar in einem künstlerischen Kontext re-interpretiert wurde und PolitikerInnen Vokabular benutzten, das in KünstlerInnenstudios entwickelt worden war. So wurde ein dialogischer Raum hergestellt anstelle eines hierarchischen, der dazu neigt, KünstlerInnen zu unterdrücken und zu marginalisieren.

Piruza Khalapyan | My Place Is Empty (Memory of a Disappearing City) 2017, photography, various sizes, courtesy of the artist

DREAMING ALIVE erzählt von den letzten drei Jahrzehnten der armenischen zeitgenössischen Kunst durch Kataloge und Interviews, die in der Mediathek-Zone ausgestellt werden. Die Ausstellung zeichnet eine Landkarte der aktuellen zeitgenössischen Kunstszene und bietet einen Einblick in die armenischen Gegebenheiten durch die Blickwinkel sechs zeitgenössischer KünstlerInnen

Piruza Khalapyan | My Place Is Empty (Memory of a Disappearing City) 2017, photography, various sizes, courtesy of the artist

Piruza Khalapyan (1983) ist Fotografin und Mitglied der 4plus Organisation, deren Ziel es ist, armenische Dokumentarfotografinnen zu vernetzen. Sie ist seit 2006 als Fotojournalistin tätig und realisiert außerdem persönliche Kunstprojekte zur aktuellen sozialpolitischen Situation in Armenien, die um persönliche und kollektive postsowjetische Erinnerungen und Fragen der nationalen Identität kreisen. Piruza ist Gewinnerin des ES EM Filmfestival Filmpreises für beste Dokumentation und des NA/NE Contests für JournalistInnen (British Council in Jerewan, OSCE Jerewan Büro, UN Foundation). Sie lebt und arbeitet in Jerewan, Armenien.

Im Rahmen Sonderpräsentation Focus: Armenien, nahmen die LIK Akademie Schüler und Schülerinnen beim screening teil: Ayreen Anastas & Rene Gabri | And You, What Do You Seek?

Der letzte Film von Ayreen Anastas und Rene Gabri behandelt die Frage, die sich die beiden selbst und viele Menschen in Armenien im vergangenen Jahr immer wieder gestellt haben. Sie stammt aus dem letzten, ungeschriebenen Kapitel von René Daumals Buch Le Mont Analogue. Roman d’aventures alpines, non euclidiennes et symboliquement authentiques und lautet

„Und du, was suchst du?”

Die Frage bezieht sich auf eine von KünstlerInnen durchgeführte Langzeitstudie, die die Auswirkungen des historischen Machtapparats – in Armenien vor allem die des Genozids der sowjetischen Revolution/Union und der Unabhängigkeit/Krieg – der weiterhin die armenische Gegenwart heimsucht und verhört.

Partnerevents & Editors Choice

Die VIENNA DESIGN WEEK ist Österreichs größtes Designfestival mit einer Vielzahl an Schauplätzen in ganz Wien. Das von Lilli Hollein kuratierte Event geht im Herbst 2018 in seine zwölfte Runde. Entstehungs- und Produktionsprozesse offenzulegen und das experimentelle Arbeiten vor Ort anzuregen sind Kernelemente des Festivalkonzepts. Die VIENNA DESIGN WEEK macht ganz Wien zum Schauplatz und zum Schauraum für Design. Design ist dabei mehr als das gestaltete Objekt und wird als elementarer Bestandteil der Kulturproduktion verstanden. Das Festival macht anschaulich, wie grundlegend Design unsere materielle Kultur, unseren Alltag und unsere Warenwelt prägt, ebenso wie Lebensstil und Mode, kurzum: unser gesamtes ästhetisches Empfinden und Urteilen. Veranstaltungszeitraum: 28. September – 7. Oktober 2018. Mehr Infos: www.viennadesignweek.at

PARALLEL VIENNA ist ein Hybrid aus Kunstmesse, Ausstellungsplattform und KünstlerInnenstudio. Sie präsentiert junge und aufstrebende KünstlerInnen ebenso wie etablierte Positionen und vereint österreichische und internationale Kunstinitiativen aller Art – Kunstvereinigungen, Galerien, Projekträume, Offspaces und Artist Spaces – unter einem Dach. Veranstaltungszeitraum: 25.–30.September 2018. Mehr Infos: www.parallelvienna.com

Editors Choice. Explorations | 2018

Luchezar Boyadjiev

Luchezar Boyadjiev / Günther Uecker

Ausgehend von der Vorstellung, dass ein wahrerer Selbstporträt gemacht wird, wenn der Künstler den anderen im selbst findet, stellt dieses Bild einen Versuch der Selbsterforschung dar. Die Arbeit "wie viele Nägel im Mund?" begann als Bleistift-auf-Papier-Zeichnung, die innere Turbulenzen und Ängste im Zusammenhang mit einer tiefen Familienkrise ausdrückt.

Luchezar Boyadjiev. How many nails in a mouth? Self-portrait with 2 kg of 12.5 cm long nails in the mouth (Homage to Günther Uecker), 1992-1995. Passport photographs in a block of 4. 5 1/10 × 3 1/2 in; 13 × 9 cm. Edition of 3 + 1AP

Die erste Zeichnung erfolgte im Sommer 1992 auf der Terrasse vor dem Albertina-Museum in Wien. Später entwickelte sich daraus ein fotografisches Werk unter dem Titel "Hommage an Günther Uecker" – als Teil eines Zyklus der Hommage (n), der erstmals bei "Orient/ation" gezeigt wurde, der 4. Istanbul Biennale, kuratiert von René Block 1995.

Günther Uecker. Mehr als nur Nägel... "Seine Handlungen entstehen aus Anwandlungen. Aktionen sind Reaktionen, Poesie tränkt Energie, Sucht die Wucht." - Annette Bosetti

Das fotografische Bild wurde im Oktober 1995 in einem Passfoto-Stand im Zentrum von Sofia gemacht. Das "Modell" konnte den Haufen Nägel wegen der sehr starken Belastung der Unterkiefer Muskulatur für weniger als 2 Sekunden in seinem Mund halten. Es gab 2 Versionen/negative, die – einem geraden frontal Bild und einer ¾ Seitenansicht gemacht wurden, wie in einem Passfoto, das hier zu sehen ist.

Editors Choice

Catharina Bond

Catharina Bond Freezing end No1 - 3, 2018 Galerie Reinthaler €1,000 - 2,500

"Unter Anwendung der Medien Fotografie und Performance analysiere ich, umgebungsimmanente soziale und hierarchische Strukturen sowie auch subversiv kommunizierte Wertesysteme in unterschiedlichen Räumen. Meinen Körper platziere ich darin als weiteres Objekt, um die vorherrschenden Geisteshaltungen zu hinterfragen und zu kommentieren. Es sind Inszenierungen identitärer Codes, regionaler Verweise und spezifischer kultureller und ideologischer Manifestationen, die sich vor meiner Kamera abspielen".

Für die Ausstellung "Before the Beginning and after the End" wurden ortsspezifische Fotoarbeiten in einer leerstehenden Möbeltischlerei entwickelt. Das Geschäftsgebäude Bothe und Ehrmann wurde 1912/1913 von Ernst Epstein erbaut, Schloßgasse 14, 1050 Wien.

Editors Choice

Sven Stilinović

"Die in der Galerie Martin Janda zum ersten Mal gezeigten frühen Arbeiten von Sven Stilinović loten die Möglichkeiten aus, mit dem Dispositiv der Fotografie den Fragen der Abbildhaftigkeit in der Kunst nachzugehen und dabei kunsthistorisch tradierte Darstellungsmodi dieses Mediums zu durchbrechen.

Sven Stilinović. Portrait, 1974. Photography , 50 x 50 cm. Courtesy: Galerie Martin Janda, Vienna

Die frühen Arbeiten von Sven Stilinović sind von einer Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Verfremdung fotografischer Porträts gekennzeichnet, sei es von Selbstporträts oder jenen anderer Personen. Die Überlegungen nach der Entstehung alltäglicher Formen von Skulptur rund um seinen eigenen Körper demonstriert der Künstler in zwei Arbeiten: in einem Polaroid Selbstporträt, in dem er die schmierigen Teile zwischen seinen Zehen erforscht, sowie in einer zweiteiligen Fotografie von einem Nasenpopel, den der Künstler mit seinen Händen untersucht."

Text: Walter Seidl. Sven Stilinović, *1956, lebt und arbeitet in Zagreb.

© LIK Akademie für Foto und Design GmbH

Created By
LIK Akademie für Foto und Design GmbH Nadja Gusenbauer
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