Ein Wunsch ändert nichts.... das Tun ist entscheidend...

Ganz gleich, wie beschwerlich, das gestern war, stehts kannst du im Heute von Neuem beginnen - (Budhda)

Wie treffen wir Entscheidungen? Was genau bewegt uns zu dem Verhalten, was wir am Tage in bestimmten Situationen vollbringen? Fragen und Antworten, die euch zum Nachdenken anregen findet ihr hier auf unseren Blog

Ich bin wie du und du wie ich - es gibt eine Handvoll wie wir (Bushido - aus dem Lied "Alles wird gut", höre unten)

Das sind wir: Wir, Christin und Martyna, Schüler der 12 Klasse der Fachoberschule. Wir sind 22 und 27 Jahre alt und beschäftigen uns zur Zeit im Religionsunterricht mit der Frage: Wie junge Menschen in Ausbildungssituationen ihre Entscheidungen treffen.

Das sind wir ;) Martyna und Christin
Dieser Weg ist ein verdammtes Labyrinth... ( von Martyna)

Vor ein paar Jahren habe ich mich entschlossen eine Ausbildung in der Pflege zu absolvieren. Meine Ängste und Sorgen bezüglich dessen haben sich auch schnell bestätigt während meines ersten Praxiseinsatzes. Tag für Tag kämpfte ich mit meinen Gedanken wie ich das mit mir vereinbaren soll, Leid und die „Bürokratie“ hier in Deutschland in den „Wirtschaftsheimen“. Jeden Tag musste ich mir ansehen wie lebendige ältere Menschen wie Maschinen behandelt wurden ..jeden Tag musste ich mir ansehen, dass „Papierkram“ an oberster Priorität stand. Und jedesmal nach jeder Praxisphase habe ich immer wieder das Feedback von meinen Lehrer bekommen „ Genau Sie brauchen wir in der Pflege, Menschen, die Menschen wie Menschen behandeln und nicht wie schon „Tote“. Ich wollte mir das nicht eingestehen, ich habe mich innerlich dagegen gestrebt meinen Lehrer recht zu geben. Erst nach ein paar Jahren habe ich verstanden, was er damit meinte, nach meinen zich Reflexionen meiner Selbst habe ich anhand bestimmter Situationen das wesentliche erkannt. Menschen mit Würde und als Menschen zu behandeln, das war das was mein Lehrer gemeint hat. Ich habe die Menschen wie meine eigenen Großeltern behandelt, nicht wie Maschinen. Die Entscheidung in der Branche was bewirken zu können habe ich meinen Lehrer und mir in Kombination zu verdanken.

Beweis den Leuten, die nie an dich geglaubt haben.... das, was sie haben, kannst du auch haben... (von Christin)

Ich begann 2015 mit der 11. Klasse des Fachabiturs in Ernährung. Für Fachrichtung entschied ich mich, weil mich der menschliche Körper schon immer interessierte.Die ersten Tage war ich sehr motiviert und begeistert. Der Unterricht hatte mir sehr viel Spaß gemacht, vor allem der Fachtheorieunterricht und ich war mehr und mehr bestärkt in der Meinung, das dass das ist, was ich später einmal beruflich machen möchte.Doch nach einiger Zeit merkte ich, wie ich ziemlich allein in der Klasse stand. Ich musste oft für mich alleine arbeiten, bekam oft Aufgaben die ich alleine lösen musste, da sich niemand so wirklich fand, der mit mir Partnerarbeit macht.Ich beschloss mich damit für´s erste abzufinden und das beste daraus zu machen. Doch dieser Entschluss hielt nicht all zu lange an. Immer öfter wurde mit den Augen gerollt oder gestöhnt wenn ich etwas sagte. Egal, ob die Antwort richtig oder falsch war. Ich begann an mir zu zweifeln und gab mir selbst die Schuld dafür. Kurz darauf wurden über mich Witze gemacht, es gab mittlerweile zwei Klassenchatgruppen, statt nur einer (In der zweiten Gruppe war ich natürlich nicht). Hausaufgaben, Informationen oder Unterrichtsveränderungen wurden mir nicht mehr mitgeteilt und allmählich begannen sie nicht nur hinter meinem Rücken zu reden, sondern auch so, dass ich es mitbekam. Sie sagten, sie würden gar nicht verstehen wie ich überhaupt auf die Idee kommen würde, das Fachabitur zu schaffen. Das ich was anderes machen soll. Ich war ein Außenseiter. Ich ging zu einer Beraterin, redete wenige Minuten mit ihr und sie sagte, ich solle mir doch einfach etwas anderes suchen. Zählte mir unzählige „viel bessere“ Berufsmöglichkeiten auf und begann somit mir diesen Traum ebenfalls auszureden. Nun stand ich vor einer der schwierigsten Entscheidungen in meinem Leben. Die Entscheidung über meine eventuelle berufliche Laufbahn: Gehe ich weiter zur Schule? Oder haben sie vielleicht Recht und ich schaffe das Abitur wirklich nicht? Meine Motivation sank. Ich aß kaum noch, ich schlief kaum noch. Mein Kopf drehte sich nur noch um diese eine Frage. Ich traf mich nicht mehr mit Freunden, ich war nicht mehr sozial aktiv. Eines Abends kam meine Mutter zu mir, setzte sich neben mich auf´s Bett und sagte mir, ich solle mir nicht den Kopf zerbrechen. Als sie wieder raus ging, sagte sie zu mir:“Der erste Gedanke ist meist der Richtige“ Ich überlegte...Mein erster Gedanke war, dass ich mich nicht unterkriegen ließ und das dass Fachabitur das war, was ich wollte. Ich ging wieder mir Motivation zu Schule. Immer dabei das Wissen, dass ich nicht ewig mit der Klasse zusammen sitze. Dies war der Moment in meinem Leben wo mir bewusst wurde, das es überhaupt nichts bringt sich so lange mit einer Entscheidung rum zu quälen. Tue das, was allein DU für richtig hälst und glaube an dich selber. Lass dir nichts ein- oder ausreden und verfolge einfach deine Träume und Ziele!

Lass Dir von niemanden einreden, dass du etwas nichts kannst. Wenn Du einen Traum hast, musst du ihn beschützen. Wenn andere etwas nichts können, wollen sie dir immer einreden, dass Du es auch nichts kannst. Wenn du was willst, dann mach es.

"Auch wenn es hart ist - Wir werden alle Helden sein auch wenn es nur für ein' Tag ist" Bushido - Alles wird gut

Der Weg zur Entscheidung... 

Eine Entscheidung zu treffen - Viele Menschen tun sich damit schwer. Aber Warum ist das so? Menschen setzen sich Prioritäten, die individuell gegeben sind. Jeder Mensch hat seine eigenen Prioritäten .... je nach Alter, Kultur, Gesellschaft.. Werten und Normen. Zusätzlich kommt die Schwierigkeit dazu, dass Theorie und Praxis - also das Gesagte und das Tun in grosser Diskrepanz zueinander stehen. Also wieso ist das so schwierig für Menschen? Die Menschen sind egoistischer geworden und haben den "Tunnelblick" ... für das Weite und für die "2Seiten der Medaille" schon längst den Blick verloren. Dieses spiegelt sich wieder mit der Diskepanz zwischen den gesagten und den Taten. Bei der Reflexion bzw beim Nachdenken wissen viele Menschen was das richtige wäre, doch egoistische Züge überwältigen dann dies Denken der Nächstenliebe. Eine Entscheidung zu treffen kann man mit einer Waage vergleichen,mit Ying und Yang.

Schau in alle Himmelsrichtungen, irgendwo findet sich ein Weg...

Viele Menschen treffen ihre Entscheidungen aber auch aus den Bauch heraus oder unbewusst. Jeder Mensch trifft jeden Tag, jede Stunde, Minute und Sekunde eine Entscheidung, die können relevant aber auch irrelevant sein - Ich treffe meine Entscheidungen nach der Wichtigkeit. Die irrelevanten passieren meist unbewusst. Es kommt auf den Bedarf, die Bedürfnisse an. Die Bedürfnisse zu befriedigen haben einen hohen Stellenwert in unser Art der Entscheidung.

Finde die goldene Mitte...
Was hat uns bei unseren Entscheidungen geholfen?

Es gibt sehr viele Zitate und Sprüche von verschiedenen Menschen und Philosophen. Doch uns bewegte besonders das Zitat von Buddha: „ Ganz gleich wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen“. Diese Aussage deuten wir so, das man jeden Tag aufs neue überstehen kann. Das Zitat zeigt das wir nicht aufgeben sollen und nicht zurück schauen sollen. Denn der Weg ist vor uns, nicht hinter uns. Scheitern ist menschlich. Und hat es gestern nicht geklappt ist dies kein Grund aufzugeben. Wir können stets im Heute von Neuem beginnen.

Nicht nur Zitate, Sprüche oder Texte können bei Entscheidungen helfen oder Mut machen, sondern auch Lieder. Dazu haben wir dir ein Lied heraus gesucht, welches aufbaut und deine Entscheidung i die richtige Richtung lenkt. Das Lied „Alles wir gut“ von dem Rapper Bushido, besagt, dich nicht unterkriegen zu lassen, das zu tun was für dich das Richtige ist. Denn das ist das einzige, was zählt.

Wer war eigentlich Buddha?

Zu erst sollte gesagt werden, das Buddha kein Gott ist, was viele Menschen denken. Buddha bedeutet soviel wie Erleuchteter oder Erwachter und zeigt Menschen, welche den Austritt aus dem Samsara (dem Kreislauf des Leidens) und der Reinkarnation (Wiedergeburt) durch ein völliges Gleichgewicht der Seele geschafft haben.

Der Buddhismus ist die Lehre des Hindus Siddharta Gautama. Er wuchs gut umsorgt 563 v. Ch. als Sohn in einer königlichen Familie auf. Aufgrund dessen das seine Eltern im verbaten die Hofmauern zu durchqueren, kannte er weder Leid noch Traurigkeit oder Verzweiflung.

Eines Tages beobachtete er jedoch das alle Menschen auf der Welt leiden. Manche, weil sie krank, arm oder einsam sind, andere, weil sie ein schlimmes Schicksal verkraften müssen. Aber auch gesunde, reiche und vom Schicksal verwöhnte Menschen sind von Unzufriedenheit oder sogar Neid, Gier oder Hass geplagt.

Siddharta versank tief in seinen Gedanken. In dieser Meditation fand er nach buddhistischem Glauben einen Weg, sich von allem Leid zu befreien. Er verlass sein behütetes Zuhause und wanderte in die Welt hinaus. Dort führte er ein bescheidenes Leben, bescherte seinen Mitmenschen nur Freude und Gutes und betrachtete alle Menschen und Dinge ohne sie in irgendeiner Form zu bewerten. Das führte ihn zur wahren Erkenntnis aller Dinge und war damit der Buddha.

Die Lehre Buddhas verkörpert einen Sinn für das wirklich Wichtige im Leben.

Er hat gelehrt, dass alles unbeständig und damit nicht ewig ist. Alles, was existiert, ist nur durch eine Vielzahl von Bedingungen zusammengekommen, die sich auch wieder auflösen werden. Das bedeutet aber, dass es weder ein permanentes noch ein unabhängiges Selbst geben kann. Alles kommt und geht. Was geboren wird, altert und stirbt eines Tages. Jede noch so kleine Zelle unseres Körpers, unsere Gefühle, Gedanken und Vorstellungen, aber auch unsere Umwelt, alles ist vergänglich und verändert sich in jeder Millisekunde. Daher hat der Buddha gesagt, dass Leid von uns selbst erzeugt wird. Das Ziel von Buddhas Lehre ist die volle Entwicklung der innewohnenden Möglichkeiten von Körper, Rede und Geist.

Diesen Glauben bzw. Gedanken haben wir auch. In der heutigen Zeit machen sich junge Menschen viel zu große Gedanken um unwichtige, nicht ewig bleibende Dinge. Wir sollten verstehen das nicht alles so wichtig ist wie wir es oft annehmen, sondern einmal tief in uns gehen und einfach Entscheiden. Wir sollten nicht auf Antworten warten, nicht auf ein Zeichen oder die Entscheidung vor uns her schieben. Wir sollten kein Problem daraus machen und auch nicht Tag und Nacht darüber nachdenken. Denn um zu wissen ob es die richtige Entscheidung war, weiß vorher Niemand. Und das ist auch gut so. Denn auch bei einer Entscheidung die wir vielleicht bereuen, wachsen und gedeihen wir.

Steht zu euch, Seit ihr selbst... und handelt

Die Gesellschaft heut zu Tage zwingt jeden einzelnen von uns sein Verhalten so zu formen, dass es der Norm angepasst wird. Verhält sich der einzelne Mensch anders als der Rest ist er schon auffällig und passt nicht mehr rein. Der Trend in Notsituationen wegzuschauen ist in den letzen Jahren sehr gestiegen, zb bei Schlägereien schauen wir weg anstatt einzugreifen. Doch jeder einzelne von uns weiss ganz genau wie er zu handeln hätte in solch einer Situation. Warum tun wir es dann einfach nicht? Wieso schauen wir weg, greifen nicht ein? Schaut nicht weg, greift ein und handelt nach euren inneren. Versetz euch in das innere der anderen und fühlt mit. Ein Beispiel: In deiner Ausbildungsstätte wird die neue Auszubildene gemobbt. Sie tut dir leid, du findest das unfair. Du versetzt dich in das Mädchen mit was für qualen sie jeden morgen zur Arbeit kommen muss. Du willst ihr helfen, das entscheidene dabei ist nicht das wollen, sondern dass du es tust. Du handelst. Du nimmst in kauf, dass evtl du ärger mit deinen Kollegen bekommst, hast dafür aber ein reines Gewissen. Du weisst, dass du das richtige getan hast.

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