Begehren mit Bluetooth Lea-Sophie Cramer und Sebastian Pollok haben den Erotikhandel mit der Gründung von Amorelie in Bewegung gebracht.

Impressionen

Lea-Sophie Cramer und Sebastian Pollok

Lea Cramer

Jede Branche hat ihre Sonderkonjunkturen. Was den Kinobetreibern in einem schwachen Geschäftsjahr ein neuer Harry-Potter-Film, war dem Erotikhandel zuletzt der Erfolg des Romans „Fifty Shades of Grey“. Der US-Bestseller um einen Unternehmer, der eine Studentin in die Welt des Sadomasochismus einführt, triggerte auch in deutschen Betten die Lust auf Spiele jenseits des Gewohnten und führte on- wie offline zu einem Run auf Handschellen, Augenbinden und Zuchtruten. Selbst in Baumärkten sollen Kabelbinder und Klebebänder kurzzeitig knapp gewesen sein.

Allzu nachhaltig sind solche Trends jedoch weder im Schlafzimmer noch im Fachhandel. Das Geschäft mit der Lust ist für die Branche schon lange kein Selbstläufer mehr. Die Zahl der Ladenlokale hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren ungefähr halbiert. Bundesweit werben nach Schätzungen – genaue Zahlen existieren nicht - noch rund 800 stationäre Händler um Kunden. Schuld ist vor allem die kostenlose Pornographie im Netz. 12,5 Prozent aller Seitenaufrufe in Deutschland beziehen sich auf Seiten mit pornographischen Inhalten, womit die Bundesbürger weltweit einen der Spitzenplätze belegen. Die Folgen dieses Trends haben insbesondere etablierte Anbieter wie die Traditionsmarke Beate Uhse zu verkraften. Das Unternehmen erwirtschaftete zuletzt hohe Verluste, 150 von 600 Mitarbeitern mussten gehen, 16 von 78 Filialen wurden geschlossen. Der Umsatz, 2014 noch bei knapp 142,9 Millionen Euro, sank 2015 auf 128,8 Millionen Euro. Hinzu gesellten sich neue Wettbewerber, die mit veränderten Vertriebs- und Marketingstrategien das Geschäftsfeld anders zu definieren suchen.

Der Sex-Tech-Trend ist nicht mehr aufzuhalten. Liebesspielzeug vibriert nicht mehr nur, sondern kann nun auch über WLAN oder Bluetooth gesteuert werden. Und das zu bezahlbaren Preisen

Credits:

Amorelie

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