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Mein Umgang mit dem Staat als christlicher Leiter in der Pandemiezeit Peter Schneeberger

Peter Schneeberger| Vorsitzender FEG Schweiz peter.schneeberger@feg.ch
Der Staat hat sich in der Pandemiephase zu einer Grösse entwickelt, die in unser persönliches und gemeindliches Leben eingreift. Um eine demokratische Übereinstimmung in einem Staat zu gewinnen, benötigt ein Staat gemäss einer Theorie drei Voraussetzungen:
  • eine gewisse Balance zwischen Regierungs- und Oppositionsparteien
  • die Erfahrung von Stabilität und Sicherheit
  • allgemein ein Klima des Vertrauens

Die letzten beiden Punkte sind in der gegenwärtigen Situation angeknackst. Wie leben wir in einer so angespannten Situation den Inhalt von Römer 13,1 (Jeder soll sich der Regierung des Staates, in dem er lebt, unterordnen…)? Gemäss biblischer Ordnung hat der Staat den Auftrag, das Chaos in dieser Welt zu bändigen und einen Rahmen zu geben, in dem seine Bürger geschützt sind und ihr Umfeld selbst gestalten können. Das «Obrigkeit-Sein des Staates» ist nicht moralisch, sondern ausschliesslich als von Gott her als verliehene Würde zu verstehen. Es spielt also für einen Christen eine untergeordnete Rolle, ob der Staat immer korrekt entscheidet. Entscheidend ist, ob der Staat über Heil oder Unheil entscheiden will. Ich meine, dass der Staat in der Pandemiezeit die äussere Ordnung durch die Schutzmassnahmen zu gewährleisten hat. Das Covid-19-Gesetz und die Verordnung Ausserordentliche oder Besondere Lage Covid-19 sind Hilfestellungen, die dem Staat vom Parlament und schlussendlich von uns Bürgern für eine vorübergehende Zeit zugesprochen wurden. Mittels Referenden, Initiativen und auch Abstimmungen können wir uns an der Führung des Staates beteiligen und allenfalls auch Grenzen setzen. Wir sind auch als Christen auf Ordnungen angewiesen. Ich habe mich dafür entschieden, innerhalb dieser Ordnungen zu arbeiten. Ich will mitgestalten und die Massstäbe des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung in sie hineintragen (1. Kor 13).