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Astrofotografie Torben van Hees

Im Bild oben: M101, die Feuerrad-Galaxie. Mein erstes aufwendiges Galaxienprojekt mit über 40h Belichtungszeit (von denen aber wegen Unerfahrenheit nur knapp 20h benutzbar waren). Ausrüstung: Esprit 100ED, Heq-5 Pro Montierung, ASI 1600 MM Kamera.

Der Kokon-Nebel

Kokon-Nebel: Ca. 13h mit CFF RC10, ASI2600MM und 10Micron 2000 GM HPS II Combi

Wollte ich letztes Jahr schon aufnehmen, aber da kam dann Wetter dazwischen: Ich finde total schön, wie der Nebel zwischen den ganzen Staubwolken eingebettet liegt. Das ganze Gebiet gehört zu einer sehr großen Molekülwolke.

NGC 7129: Eine Sternenstehungsregion

NGC 7129: 11h mit CFF RC 10", ASI-2600MM Pro auf 10Micron HPS 2000 II Combi

Dieser Reflexions- und Emissionsnebel liegt ca. 1800 Lichtjahre entfernt und ist ein sehr aktives Sternentstehungsgebiet. Die meisten der darin befindlichen Sterne sind jünger als 1 Million Jahre. Die "kleinen" roten Flecken darin sind Herbig-Haro-Objekte: Protosterne, die Jets an Wasserstoff ausstoßen. Etwa da wo man den dunklen Staub sieht, gibt es dazu sehr große Jets an Kohlenmonoxid, die aber nur im Infraroten sichtbar sind.

Supernova in NGC 7814

Mit dem 10" CFF RC auf der Mesu 200. Wegen Wetter leider nur 20 Minuten Belichtungszeit.

Das Bild zeigt die Galaxie NGC7814, etwa 60 Millionen Lichtjahre entfernt. Der helle Punkt direkt unterhalb des Zentrums ist eine Supernova. Ihre Strahlkraft ging zum Aufnahmezeitpunkt zurück und sie war nur noch 100 Millionen mal so hell wie die Sonne.

SH2-114: Flying Dragon Nebula

SH2-114: 7h mit CFF RC10, ASI2600MM, 10Micron GM2000 HPS

Der "Flying Dragon Nebula" sieht zwar aus wie eine Supernovaüberrest, aber er scheint keiner zu sein. Es gibt nur wenig Informationen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Bild, insbesondere mit den scharfen Sternen. Mit der 10Micron-Montierung scheinen meine bisherigen Probleme gelöst zu sein und auch die Einstellung des RC ist um Längen besser als zuvor.

IC 1318

Ausschnitt aus IC1318: 3,5h Belichtungszeit mit dem CFF RC10, ASI2600MM auf der Mesu 200 Mk II

IC1318 ist eine große Molekül- und Wasserstoffwolke mit Sternentstehungsgebieten um den Stern Sadr.

SH2-119: Eine Wasserstoffwolke

SH2-119: 4h mit 61EDPH, IDAS NBZ, AZ-GTi

Sicher nicht meine beste Aufnahme, aber dafür meine erste aus dem Ausland. Ich hab reichlich mit der Ausrüstung gekämpft, obwohl ich dachte, alles zu Hause gut vorbereitet zu haben.

NGC 2175: Affenkopfnebel

NGC 2175. RASA 11, QHY294M

Im sogenannten Affenkopfnebel fällt es mir schwer, den Affenkopf zu erkennen...

NGC 4151: Eye of Sauron Galaxie

NGC 4151: RC8, ASI 2600MM.

Eine interessante Balken-Spiralgalaxie mit einem Sternenstehungsring, außerdem eine aktive Seyfert-Galaxie. Ca. 57 Millionen Lichtjahre entfernt.

M102

M102: CFF RC 250, ASI2600MM
Vergrößerung

Bei dieser Galaxie ist nicht vollständig klar, ob es wirklich das Objekt ist, was Messier in seinem Katalog unter der Nummer 102 eingetragen hat: Eine Galaxie, die von Méchain entdeckt wurde. Letzterer hatte nämlich einen Schreibfehler in der Beschreibung, die nur einen Himmelsausschnitt von 40° genauer bestimmt. Die wahrscheinliche Verwechslung von zwei griechischen Buchstaben führt aber zu diesem Objekt, und es stimmt auch mit Messiers Beschreibung überein. Das große Halo hat mich überrascht, das hatte ich so nicht erwartet.

NGC 5965 und NGC 5963

Bild mit 9h Belichtungszeit: CFF RC10, ASI2600MM, AZ-EQ6

Dieses Galaxienpaar ist nur scheinbar nah zusammen. Die rechte Galaxie (NGC5963) ist relativ klein (30000 LJ), nah (34 Millionen Lichtjahre) und dunkel. NGC 5965 in 150 Millionen Lichtjahren Entfernung ist mit 260000 Lichtjahren Durchmesser deutlich größer als unsere Milchstraße.

NGC 4214: First Light CFF RC 250 f/8

CFF RC 250, ASI2600MM, 3,5h

Nachdem ich das neue Teleskop recht gut eingestellt hatte, blieb noch ausreichend Zeit, diese Galaxie aufzunehmen. Es ist eine Zwerggalaxie, etwa vergleichbar zur Großen Magellanschen Wolke. In ihr werden seit einigen hundert Millionen Jahren vermehrt Sterne gebildet. Ihre Entfernung ist 10 Millionen Lichtjahre und damit etwa 10x so weit entfernt wie die Große Magellansche Wolke.

M81

M81: RC8, ASI2600, 4h

M81 ist hier größer zu sehen, weiter unten gibt es diese Galaxie zusammen mit M82. Man sieht darum etwas Staub aus unserer Galaxie, und oben rechts auch die Begleitgalaxie Holmberg IX.

M82

M82: RC8, ASI2600MM 6h

M82 ist weiter unten abgebildet in einem größeren Ausschnitt, dies hier sind allerdings neue Daten. Die roten Strähnen sind riesige Wasserstoffwolken, die durch Sternexplosionen aus der Galaxie geschleudert werden. Der Kontrast der Wolken wurde durch einen H-alpha-Filter erhöht.

M3: Kugelsternhaufen

M3: RC8, ASI2600MM, 2h

M3 ist ein Kugelsternhaufen. Ich finde ihn recht hübsch und wir haben ihn bei uns auch schon selbst durch das Teleskop angesehen. Er passt gut in den Bildausschnitt des RC8.

Flammensternnebel

Flammensternnebel ohne Sterne. RASA 11 + Qhy294MM. Nur 1,5h.

Der Nebel schaute nur kurz über unser Hausdach empor, letztes Jahr konnte ich länger belichten, aber dieses Jahr ist er trotzdem besser geworden.

Sh2-174

Sh2-174: ASI2600 an RC8, 13,5h.

Bei diesem Objekt ist man sich nicht ganz sicher, ob es ein planetarer Nebel ist, der in eine Wasserstoffwolke ausgestoßen wurde, bevor ein Stern zum Weißen Zwerg wurde (der kleine links unterhalb der Mitte) oder ob sich nur der Weiße Zwerg durch eine Molekülwolke bewegt und sie ionisiert.

M101

M101 mit 61EDPH an ASI183MC. 4h

Von einem dunkleren Standpunkt aufgenommen kann man bereits mit 4h und dem kleinen Teleskop viele Details erkennen. Das Bild ganz oben zeigt natürlich mehr.

M106

Mit ASI183 an TS61EDPH, einem kleinen, portablen Teleskop. 3h.
Mit ASI2600 und RC8, ca. 6h.

Diese Galaxie scheint stark deformiert zu sein, eventuell durch Gezeitenkräfte durch ihre kleinere Begleiterin. Ich habe dazu aber keine Daten finden können. Interessant ist, dass das größere Teleskop doch einen argen Detailgewinn ergibt. Das lässt sich auch nicht nur durch die längere Gesamtbelichtung erklären, da das kleine Teleskop entsprechend „schneller“ ist.

NGC 2903: Eine Balken-Spiralgalaxie

NGC 2903: RC 8 mit ASI2600. 11h Belichtungszeit.

Diese Galaxie hat gerade einen sogenannten „Starburst“, eine Periode starker Sternentstehung, aber ohne aktiven Galaxienkern. Unsere Sonne ist wahrscheinlich während einer ähnlichen Periode entstanden.

Hickson 44

Hickson 44 (oder Arp 316): Eine Galaxiengruppe. 14,8 Stunden mit ATIK 460exm und ASI2600MM an RC8.

Diese Galaxiengruppe ist recht interessant, weil die Mitglieder wirklich miteinander interagieren. Um die zentrale Galaxie kann man schwach Ströme von Sternen erkennen, die durch Gezeitenkräfte herausgerissen werden.

PK 164 +31.1

PK 164 +31.1: Ein weiterer planetaren Nebel. 28.8h Belichtung mit RC8 + ATIK 460exm.

Der planetaren Nebel PK 164 +31.1 wird häufig Jones-Emberson 1 genannt, wobei er jedoch eigentlich zuerst von Boris Alexandrowitsch Voronsov-Veryaminov entdeckt wurde. Die Entdeckung durch Jones und Emberson war allerdings unabhängig.

M76: Kleiner Hantelnebel

M76: Ein planetaren Nebel. 8h mit RC 8 + ATIK 460exm

Leider war die Luftruhe in den Nächten nicht so gut, so dass einige Details auf der Strecke blieben. Trotzdem mag ich diesen planetaren Nebel gerne anschauen. Er ist etwa 1600 Lichtjahre entfernt und das lichtschwächste Objekt im Messier-Katalog. Es sind die äußeren Atmosphärenschichten, die ein sterbender Stern abgestoßen hat. Die unterschiedlichen Farben sind die Wasserstoff- und Sauerstoffschichten.

NGC 3718: Eine seltsame Galaxie

NGC 3718: Bilder aus diesem und letzten Jahr, ingesamt 30h Belichtungszeit mit RC8 + ASI1600MM und ATIK 460exm

Wir sehen diese Galaxie halb von der Seite, die Spiralarme sind stark verformt. Die Galaxie links im Bild scheint mit ihr zu interagieren. Die übrigen, sehr kleinen Galaxien sind sehr viel weiter weg. Erst in diesem Jahr habe ich ausreichend Daten gesammelt, dass das Bild gut erscheint.

Der Krebsnebel

M1: Ein Supernovaüberrest. 8,5 Stunden Belichtung mit dem RC8 und einer ATIK 460 ex Monochrom-CCD.

Die zu M1 gehörige Supernova wurde 1054 von chinesischen Astronomen beobachtet. Es ist die erste, die einem Supernovaüberrest zugeordnet werden konnte.

Der Große Nebel im Orion

M42, M43 und SH2-279 (von rechts nach links). 2.5h Belichtung mit RASA 11, QHY294M auf Mesu 200 Mk2

Der Orionnebel ist eine Sternentstehungsregion innerhalb einer großen Molekülwolke. Er ist mit bloßem Auge als Schwert des Orion erkennbar und ist die nächstgelegene Sternentstehungsregion. Im Zentrum von M42 sind die Trapeziumsterne sichtbar, in diesem Bild als 4 eng beieinander stehende Sterne zu entdecken (Theta Orionis). Darin sollten mindestens 6 Sterne sichtbar sein, von denen einige wieder Doppelsterne sind, aber dafür muss das Teleskop besser kollimiert werden. Vergrößern des Bildes lohnt sich.

NGC 2403

NGC 2403. 34 x 180s. RASA, Mesu 200Mk2, ASI183MC

NGC2403 ist ca. 8-12 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie hat sehr viele Sternentstehungsgebiete. Nach der Collimation des RASA finde ich die Details jetzt auch gut, die Auflösung liegt bei ca. 2,5-3 Bogensekunden. Das RC8 ist hier immer noch überlegen (1.5-2.5 Bogensekunden).

NGC 7331 und Stephans Quintett

Oben NGC 7331, unten Stephans Quintett

Hier habe ich nochmal versucht, das RASA für eine hochauflösende Aufnahme zu verwenden. Die Details sind aber schlechter als bei dem Bild der Galaxie weiter unten mit dem RC8. Dafür ware es auch wesentlich weniger belichtet.

Herznebel

Das Zentrum des Herznebels. 5.7h mit RASA 11 f/2, ASI1600MM auf Losmandy G11.

Ich habe zum Testen des RASA nochmals den Herznebel aufgenommen, weiter unten kann man meine ersten Gehversuche in diesem Nebel ansehen. Die Losmandy tut es knapp für diese Auflösung.

Propellernebel

Propellernebel 5h mit dem RASA und ASI 1600MM
M45, die Plejaden: 1h mit dem RASA 11 und ASI183MC
Pferdekopfnebel: 1h H-alpha mit dem RASA 11"
M33: Mosaik aus zwei Aufnahmen, je 47 Megapixel: RASA 11
Pacman-Nebel: ASI183MC+RASA 11

Höhlennebel

SH2-155. Aufnahme mit RASA 11, ASI183MC auf der Mesu 200 Mk2, die schon in Reparatur ist.

SH2-155 oder Höhlennebel wurde 1959 entdeckt. Er ist Teil einer großen Molekülwolke, von der ebenfalls Teile im Bild zu sehen sind. Der helle Stern oberhalb der Bildmitte komprimiert die Gase des Höhlennebels und treibt damit die Sternentstehung voran.

Perseus-Galaxiencluster

Perseus Galaxiencluster (Abell 426). Aufnahme 1.5h mit RASA 11, Mesu 200 Mk2, ASI183MC

Wohl das größte bekannte Objekt im Universum mit über 1000 Galaxien und auch die stärkste Radioquelle am Himmel. In der hellsten Galaxie etwas rechts der Bildmitte wurde der damals tiefste bekannte Ton entdeckt (57 Oktaven unter dem C1, eine Schwingung 8 Millionen Jahre). Er wird durch relativistische Gasmassen erzeugt, die in das zentrale supermassive schwarze Loch fallen. In dem Bild sind einige hundert der Galaxien zu erkennen.

Mars

Mars nahe der diesjährigen Opposition (November 2020). So groß wird er erst wieder 2033.

Milchstraße am Grand Canyon

Sommermilchstraße mit dem Stern Sadr in der Bildmitte

"Deer-Lick-Gruppe" im Perseus

NGC 7331: Aufnahme mit TS RC 8", ASI 1600MM Pro, Heq-5. Aufnahmedauer 13,5 Stunden.

Die groß abgebildete Galaxie ist NGC 7331, ca. 40 Millionen Lichtjahre entfernt. Die umgebenden, kleiner abgebildeten Galaxien sind ca 300 Millionen Lichtjahre entfernt und auch nicht nahe aneinander. Wir sehen sie also nur zufällig auf der gleichen Achse. Wenn man das Bild dreht, sieht es aus, als würden kleine Fliegengalaxien über der großen Haufengalaxie schweben, deshalb habe ich es in dieser Orientierung gelassen. Bei NGC 7331 dreht sich der Galaxienkern entgegengesetzt der Spiralarme.

Dunkle Flammen in Cepheus staubiger Ecke

Die Dunkelnebel LDN 1147, 1148, 1152, 1157, 1155, 1158. Aufnahme mit Esprit 100ED, ASI 1600MM Pro auf Heq-5. Insgesamt 12 Stunden Belichtungszeit über 4 Tage.

Oben sieht man Molekülwolken, die das Licht der dahinterliegende Sterne schlucken. Die helleren Halos um die Sterne kommen von etwas in unserer Atmosphäre: Am ehesten durch Rauch von den Feuern in Amerika. Ich finde, es sieht aber ganz hübsch aus.

Herbig-Haro-Objekt 555

HH 555: Ausschnitt aus dem Pelikannebel

Herbig-Haro-Objekte (nicht Hatori-Hanson) sind junge Protosterne, deren Licht von uns durch Staubwolken verborgen sind. Stattdessen sehen wir Jets aus heißen Gasen, die von ihnen ausgestoßen werden. Im Bild oben kann man am Ende der wurmartigen Gaswolke schwach einen solchen Jet erkennen.

Pelikan-Nebel

Pelikan Nebel: Esprit 100ED, ASI1600MM Pro, Heq-5. 12 Stunden Aufnahmedauer.

Der Pelikan-Nebel liegt direkt neben dem Nordamerikanebel. Er besteht aus Wasserstoffgas, welches mit einer Molekülwolke kollidiert und durch junge Sterne zum Leuchten angeregt wird. Er liegt in etwa 1800 Lichtjahren Entfernung.

Ein Tintenfisch!

Squid-Nebel und Flying-Bat-Nebel: OU4 und SH2-129. Aufnahme mit Esprit 100ED, ASI 1600MM Pro, Astronomie Ha und O3 Filter.

Der Tintenfisch im sogenannten Flying-Bat-Nebel wurde erst 2011 von einem Amateurastronomen aus Frankreich entdeckt. Er ist zwar groß, aber extrem lichtschwach. Ich habe 22 Stunden Belichtungszeit benötigt, dazu kommen noch 4 Stunden für den roten "Flying Bat"-Nebel, der leider nicht ganz auf das Bild passte. Auf den einzelnen Bildern ist der "Squid" nicht zu erkennen, erst nach 5 Stunden Belichtungszeit konnte man ihn vernünftig ausmachen. Der Squid liegt wahrscheinlich wirklich innerhalb des anderen Nebels und wird von dem zentralen Stern ausgeworfen, ein weiterer Wolf-Rayet-Stern.

Feuerwerksgalaxie

NGC 6946: Feuerwerksgalaxie. Aufnahme mit TS RC8, ASI 1600MM Pro

Diese Galaxie liegt in Blickrichtung eines Milchstraßenarmes, deshalb ist das Licht stark abgeschwächt und rötlich verfärbt. Sie heißt Feuerwerksgalaxie wegen der vielen Supernovae: In den letzten hundert Jahren sind 10 beobachtet worden. Etwas oben links der Mitte kann man einen blauen Knoten erkennen. Das ist eine Zwerggalaxie, die mit hoher Geschwindigkeit durch den Galaxienhalo fliegt.

Mars

Mars am 29.08.20 gegen 4 Uhr. Die besten 1700 aus 65000 Aufnahmen a 2 ms. Leider nicht so gutes Seeing.

Eulennebel

Eulennebel im Großen Bären. Aufnahme mit RC8, ASI 1600 MM Pro, HOO-Palette. 4:15h Aufnahmezeit.

Der Eulennebel ist ein planetarischer Nebel, also die äußeren Hüllen eines "sterbenden" Sterns.

Elefantenrüsselnebel

IC1396A: Elefantenrüsselnebel. Teil von IC1396, einem Emissionsnebel im Kepheus. Aufnahme mit dem RC8 und ASI 1600MM Pro mit SHO-Filtern. Insgesamt 2,5h Belichtungszeit.

Nebel im Sternbild Schwan

Halbmond- oder Crescent-Nebel. 10h Belichtungszeit. Kombination aus RGB-, H-alpha und O-III-Bildern, insgesamt 5h. Der Stern im Zentrum ist der "Wolf-Rayet-Stern" WR 136. Er stößt heiße Gaswolken aus, die mit früheren Gaswolken kollidieren und durch die Schockwellen zum Leuchten angeregt werden.

Blasennebel

Falschfarben-Aufnahme mit RC 8, ASI 1600MM Pro, 2h Belichtungszeit mit je 10 x 240s Ha, O3 und S2
Ein Teil des Sternbilds Schwan mit 80 mm und Fuji X-T3 (100 x 2s). Zentral sieht man den Nordamerikanebel. Der helle Stern darüber ist Deneb. Der Helle Stern rechts oben im Bild ist Sadr, daneben liegt der Schmetterlingsnebel.
Ein Teil des Nordamerikanebels (Golf von Mexiko). Aufnahme mit TS 61EDPH (274 mm) und ASI 183 MC. Die Halos um die Sterne hätte man mit einem UV/IR-Cut-Filter verhindern können.

Der Nordamerikanebel ist eine Gaswolke und Sternentstehungsgebiet im Sternbild Schwan. Im oberen Bild sieht man seine Lage mit einem Teil der Sommermilchstraße.

Cirrusnebel. Aufnahme mit TS 61EDPH und ASI 183 MC Pro mit Astronomik CLS-Filter. 20h Belichtungszeit, Mosaik aus 4 Bildern.

Der Zirrusnebel ist ein Supernovaüberrest, etwa 1500 Lichtjahre von uns entfernt und 8000 Jahre alt.

Jupiter

Jupiter

Adlernebel

Adlernebel (M16)

Der Adlernebel ist ein Sternentstehungsgebiet im Sternbild Schlange, etwa 7000 Lichtjahre entfernt. Darin sieht man die durch Hubble-Aufnahmen berühmten "Pillars of Creation". Aufnahme mit RC8, ohne Reducer, ASI1600MM mit Ha-, O3- und S2- Filtern (Falschfarbenaufnahme). 16h Aufnahmen. Im unteren Bild wurden Farben und Sterne gefälliger bearbeitet.

Hantelnebel

M27: Hantelnebel

Der Hantelnebel ist ein sog. planetarischer Nebel, weil diese Objekte in kleinen Fernrohren wirken wie Planeten. 8h Aufnahmen, ASI 1600MM an RC8 ohne Reducer. Sehr deutlich kann man die unterschiedlichen Schichten sehen, die der Zentralstern (als winziger weißer Punkt im Zentrum erkennbar) immer wieder ausgestoßen hat. Grün ist in dieser Aufnahme Sauerstoff (OIII), rot Wasserstoff (H-alpha).

Komet 2020/F3 (Neowise)

Der hellste Komet seit 23 Jahren, und auch bei uns mit bloßem Auge zu beobachten. Beide Aufnahmen sind mit 80mm F/2.8 Fuji-Objektiv und der X-T3 gemacht, auf Fotostativ, 200x 2s Belichtung. Oben habe ich die Einfärbung durch den Himmel entfernt, unten belassen, so dass man die Dämmerung sieht. Man die zwei unterschiedlichen Schweife erkennen: Der helle, breite ist der Staubschweif, der flaue, dünne der Ionenschweif.

NGC 4236

NGC 4236

NGC 4236 ist eine der größten Galaxien am Himmel und steht im Sternbild Drache. Messier hat sie übersehen, weil sie von Staub aus unserer eigenen Galaxie verdeckt wird und daher recht dunkel ist. Aufnahme mit RC 8" ohne Reducer, ASI 1600 MM Pro auf Losmandy G11 LFEP-Montierung. Nur 1,5 h Aufnahme bei hellem Sommerhimmel, das braucht noch mehr.

M13

Kugelsternhaufen M13

M13, ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, im Halo unserer Milchstraße gelegen. Mit nur 124 Lichtjahren Durchmesser enthält er mehrere hunderttausend Sterne (reinzoomen lohnt sich), die überwiegend gleich alt sind (Die gelben und roten Sterne). Die blauen Sterne sind später entstanden, am ehesten durch Kollisionen. Aufnahme mit Esprit 100ED und ASI1600MM Pro, 1h Belichtungszeit in RGB.

Nadel-Galaxie

NGC 4565: Nadel-Galaxie
Nachbearbeitet

Ausschnittsvergrößerung aus einem viel größeren Bildausschnitt. Belichtung über insgesamt 6 Nächte (30h Belichtungszeit) mit Esprit 100ED und RC 8" mit Reducer. Leider waren die Aufnahmebedingungen ("Seeing") nicht gut, so dass das Bild dadurch unscharf erscheint. Trotzdem ist es mir mit fortgeschrittenen Techniken (Drizzling und Deconvolution) gelungen, im unteren Bild mehr heraus zu holen. Die Galaxie ist etwa doppelt so groß wie die Andromeda-Galaxie und liegt etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt. Wir sehen sie von der Seite.

Silbernadel-Galaxie

NGC 4244, die Silbernadelgalaxie, liegt 14 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Jagdhunde und gehört zur selben Gruppe wie die unten abgebildete Galaxie M94. Aufgenommen habe ich in zwei Nächten über 8 Stunden. Leider war die Luft sehr unruhig und der Mond schien auch schon recht hell, so dass die Aufnahme eher weniger beeindruckend wurde. RC8", CCDT46 Reducer, ASI 1600MM Pro.

Katzenaugennebel

Katzenaugennebel: Halo
Katzenaugennebel: Zentrum

Der Katzenaugennebel liegt ca. 3500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Drache. In der oberen Aufnahme sieht man das Halo: Die äußeren Schichten, die der Zentralstern abgeworfen hat, als er ein roter Riese war. Insgesamt 7h Belichtungszeit mit H-alpha und O-III-Filtern. In der mittleren Aufnahme ist mit 30 x 0,5s Aufnahmen pro Kanal (aus jeweils 500) der zentrale Nebel herausgearbeitet. Angedeutet kann man die Spindelstruktur erkennen. Unten ist mit jeweils 1000x1s pro Kanal aufgenommen.

M81 und M82 im großen Wagen

Bode's Nebulae

Die Aufnahme entstand mit dem Teleskop Esprit 100ED und der Kamera ZWO ASI 183 MC Pro. Insgesamt wurden 323 Aufnahmen integriert, die in 3 Nächten entstanden sind. Die Galaxien sind etwa 12 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. In M82 findet eine starke Sternentstehung statt (sog. Starburst), verursacht durch Kompression des interstellaren Gases aufgrund von Gezeitenkräften bei der Interaktion mit M81. Hierbei kommt es auch zu vielen Supernovae, die die Gasjets erzeugen, die man als rote Fäden erkennen kann.

Bode's Nebula

Hier sind die beiden Galaxien anders bearbeitet. Man sieht feine Staubwolken, den sogenannten integrated flux nebula (IFN). Dieser befindet sich um unsere Milchstraße herum. Markiert sind Hintergrundgalaxien bis in eine Entfernung von 2 Miliarden Lichtjahren.

Konusnebel

Weihnachtsbaum-Sternhaufen mit Konusnebel

Der "Christmas-Tree Cluster" (NGC 2264) ist etwa 2600 Lichtjahre entfernt, ein Sternentstehungsgebiet in unserer eigenen Galaxie. Der keilförmige Dunkelnebel oben im Bild heisst Konusnebel und entsteht durch den starken Sternwind von den jungen Sternen. Der kräftige Rotton kommt durch angeregten Wasserstoff zustande. Zusätzlich zu den normalen Rot-, Grün- und Blaufiltern wurde ein Schmalbandfilter benutzt, der nur eine Wasserstoffemissionslinie durchlässt (H-alpha). Aufnahme mit Esprit 100ED und ASI 1600 MM Pro.

Quallennebel

Quallennebel

Der Quallennebel IC 443 ist ein Supernova-Überrest, etwa 5000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Darin kann man ein Pulsar, einen schnell rotierenden Neutronenstern, nachweisen, wahrscheinlich der Überrest des Vorgängersterns. Man schätzt, dass die Supernova vor bis zu 30000 Jahren explodiert ist. Dies ist ein Falschfarbenbild aus H-alpha, O-III- und S-II- Emissionslinien mit zusätzlicher Überblendung, um einen angenehmen Farbendruck zu erhalten. Aufnahme mit Esprit 100ED und ASI 1600 MM Pro.

M51 - Whirlpool-Galaxie

M51: Whirlpool-Galaxie
M51: Whirlpool-Galaxie

M51 besteht aus zwei verschmelzenden Galaxien. Die Entfernung beträgt 23 Millionen Lichtjahre. Im oberen Bild sind nur die Daten aus einer Nacht verwertet, im mittleren aus 4 Nächten. Man erkennte deutlich mehr Details im unteren Bild, insbesondere die Gezeitenschleppe am unteren Galaxienrand. Aufnahme mit Esprit 100 ED und ASI 183 MC Pro.

Kaulquappennebel

IC 410: Tadpole Nebula

Der Kaulquappennebel, ein weiteres Sternentstehungsgebiet: Die beiden Kaulquappen unten rechts der Mitte sind vom Sternenwind der jungen blauen Sterne getriebene Gas- und Staubwolken. Der Nebel liegt im Sternbild Fuhrmann und ist etwa 12000 Lichtjahre entfernt. Auch hierbei handelt es sich um eine Schmalbandaufnahme, H-alpha ist blau, S2 ist gelb, O3 ist praktisch nicht vorhanden. Aufnahme mit Esprit 100ED und ASI 1600 MM Pro.

Leo-Triplett

Leo-Triplett

Das Leo-Triplett besteht aus den Galaxien M65 (rechts oben), M66 (rechts unten) und NGC 3628 (links). Alle drei Galaxien sind stark deformiert durch Gezeitenkräfte. Sie befinden sich in einer Entfernung von 51 Millionen Lichtjahren. Aufnahme mit Esprit 100ED und ASI 1600 MM Pro.

Markarians Kette

Markarians Kette
Markarians Kette, Quasar markiert.
Markarians Kette und Hintergrundgalaxien.

Markarians Kette ist ein Teil des Virgo-Galaxienhaufens, ca. 60 Millionen Lichtjahre entfernt. Zentral sieht man die Augengalaxien. Im mittleren Bild wurde das am weitesten entfernte Objekt, das ich bislang fotografiert habe, markiert: Ein Quasar in 10 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Im unteren Bild sind (fast) alle sichtbaren Galaxien markiert, die Meisten sind zwischen mehreren hundert und 3 Milliarden Lichtjahren entfernt. Aufnahme mit Esprit 100ED und ASI 1600 MM Pro.

Flaming Star Nebel

IC 405: Flaming Star Nebula

IC 405 liegt etwa 1500 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Fuhrmann. Der Stern im Zentrum ist Iota Aurigae. Die rote Farbe stammt wiederum von Wasserstoff-Emissionen. Nicht sichtbar ist der blaue Reflektionsanteil, hierfür hätte man weit mehr als die 4 Stunden Belichtungszeit benötigt. Aufnahme mit Esprit 100ED und ASI 1600 MM Pro.

Mond

Mond

Dieser "Kleinplanet" wurde wahrscheinlich durch Kollision vor ca. 5 Milliarden Jahren aus der Erde herausgelöst. Entfernung ca. 1 Lichtsekunde. Stack der besten 100 aus 5000 Aufnahmen. Aufnahme mit TS RC 200mm Teleskop, ASI 1600 MM Pro.

Coma Galaxienhaufen

Coma Cluster

Der Galaxienhaufen im Sternbild Coma Berenices (Haar der Berenike). Entfernung ca. 320 Millionen Lichtjahre. Praktisch alle goldenen Flecken sind Galaxien. Unsere lokale Gruppe bewegt sich auf diesen Galaxienhaufen zu. An den Bewegungen dieser Galaxien wurde die Existenz dunkler Materie belegt. Aufnahme mit Esprit 100ED, ASI 1600 MM Pro.

Komet 2019/Y4 (Atlas)

Komet 2019/Y4 (Atlas)

Dieser Komet hatte das Potential, mit bloßem Auge sichtbar zu werden. Leider ist er in den Tagen vor dieser Aufnahme zerbrochen und wird seitdem immer lichtschwächer. Die grünliche Farbe kommt durch die Auslassung von Kohlenstoff zustande. Der gesamte Schweif ist 3.3 Millionen Kilometer lang. Aufnahme mit RC 200 mm, ASI 1600 MM Pro. Stack aus je 60 x 120s LRGB-Aufnahmen.

Wal- und Hockeyschlägergalaxien

Wal- und Hockeyschläger

Wir sehen diese beiden stark durch Gezeitenkräfte verformten Galaxien fast direkt von der Seite, zudem finden sich die Begleitgalaxien in der Aufnahme. Die Entfernung dieser Galaxiengruppe ist 30 Millionen Lichtjahre im Sternbild Jagdhunde. Aufnahme mit RC8", TSCCD Reducer 0.67x, ASI 1600 MM Pro. Insgesamt 20h Belichtungszeit.

Sonnenblumengalaxie

Sonnenblumengalaxie

M63, die Sonnenblumengalaxie in Haare der Berenike. 27 Millionen Lichtjahre entfernt, Durchmesser ca. 49000 Lichtjahre und somit ungefähr so groß wie unsere eigene Milchstraße. Auffällig sind die vielen Staubbänder. Die Galaxie hat einen aktiven Kern (LINER). Am linken Bildrand ist UGC 8313 zu sehen, eine nahe, kleine Begleitgalaxie. Aufnahme mit RC 8", TSCCD47 (1087mm Brennweite), ASI 1600 MM Pro. Insgesamt 4 Stunden Belichtungszeit.

Galaxie M94

M94 im Sternbild Jagdhunde

Auch M94 hat einen aktiven Kern. Um die dichte Scheibe herum kann man einen weiteren Ring aus Sternen und Gas erkennen. Infrarot-Weltraumaufnahmen zeigen, dass es sich hierbei ebenfalls um einen Spiralarm handelt. Die Entfernung beträgt 16 Millionen Lichtjahre. Berechnungen lassen vermuten, dass sich um diese Galaxie herum kaum dunkle Materie befindet. Aufnahmezeit 6h, RC8", CCD47 Reducer, ASI1600MM Pro.

Irisnebel

Irisnebel

Der Irisnebel ist bislang der einzige Reflexionsnebel, den ich gut aufgenommen habe. Er ist 1300 Lichtjahre entfernt im Sternbild Kepheus und wird von dem zentral erkennbaren Stern angeleuchtet. In der Umgebung finden sich ausgedehnte Staubwolken. Diese Aufnahme wurde mit dem RC 8", dem CCD47 Reducer und einer ASI1600MM Pro gemacht, Aufnahmezeit 5h von einem dunklen Ort.

Arp 104: Keenans System

Arp 104: Keenans System

Arp 104 besteht aus der Spiralgalaxie NGC 5216 und der elliptischen Galaxie NGC 5218. Diese sind über eine Sternbrücke miteinander verbunden. Wikipedia gibt die Entfernung mit 17 Millionen Lichtjahren an, dann wären die beiden Galaxien sehr klein. Andere Autoren nennen 150 Millionen Lichtjahre, das würde eher zur Größe passen. Im Bild finden sich sehr viele weitere Hintergrundgalaxien. Insgesamt 11h Belichtungszeit: RC 8", CCD47 Reducer, ASI 183 MC Pro.

Rosettennebel

Rosettennebel

Der Rosettennebel ist eine HII-Region im Sternbild Einhorn, nahe dem o. g. Konusnebel. Die Darstellung erfolgt wieder in Falschfarben mit H-alpha, OIII- und S2-Kanal. Insgesamt 6h Belichtungszeit mit Esprit 100ED und ASI 1600MM Pro.

Galaxie M106

M106

M106 liegt im Sternbild Jagdhunde. Obwohl reichlich Hintergrundgalaxien zu sehen sind, ist die Belichtungszeit mit 6h für die schwache Galaxienscheibe zu gering, hier muss ich im nächsten Jahr nachholen. Aufnahme mit 8" RC, CCD47 Reducer, ASI 1600 MM Pro.

Herznebel

Herznebel
Herznebel Schmalband

An diesen beiden Aufnahmen kann man gut den Unterschied zwischen einer normalen Spiegelreflex und einer Astrokamera sehen: Das obere Bild wurde mit einer Nikon D800 am Sigma 150-600 f/5.6 bei f/8 angefertigt mit 20h Belichtungszeit, das untere Bild mit einer ASI 1600MM Pro durch ein Nikon 180ED f/1.8 bei f/4 mit 4h Belichtungszeit. Die kleineren Sterne im unteren Bild ergeben sich durch das bessere Objektiv am kleineren Sensor. Die ausgeprägteren Details im Nebel sind durch die höhere Empfindlichkeit im Infraroten der gekühlten Kamera zu erklären. Leider ließ sich dieses Nikon-Objektiv nur sehr schwer scharf einstellen, so dass unten die Details etwas unscharf erscheinen.

M31: Andromedagalaxie

M31: Andormedanebel

Eine meiner ersten "richtigen" Astroaufnahmen: M31, die nächste große Galaxie, mit ihren Nachbargalaxien. Aufgenommen mit Nikon D800, Sigma 150-500 f/5.6@f/8 auf einer Heq-5 Pro Montierung. 20h Belichtungszeit. In diesem Bild erkennt man deutlich verzogene Sterne durch die Abbildungsfehler des Objektivs sowie links am Rand Verstärkerglühen, was durch die Dunkelaufnahmen bei anderer Temperatur nicht ausgeglichen werden konnte. Nichtsdestotrotz zeigen sich viele Details in M31: Man sieht blaue Sternentstehungsgebiete und erkennt, dass die Scheibe etwas verbogen ist.

Created By
Torben van Hees
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