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Es gibt keine Evangelisten mehr Jürg Wüthrich

Der US-Präsident Harry Truman hat einmal gesagt: «Nicht jeder Leser ist ein Leiter, aber jeder Leiter ist ein Leser.» Lesen ist für mich als Leiter existentiell, denn ich bin immer am Lernen. Gerade im Bereich Gemeindegründung und Mission sind die Herausforderungen in einer sich schnell verändernden Welt gewaltig.

So las ich kürzlich ein über 600 Seiten schweres Buch mit einer intensiven Studie zur Situation der Freikirchen in Deutschland. Das Buch trägt den Titel «Freikirchen mit Mission» und der Autor geht davon aus, dass die Freikirchen in einer missionarischen Krise stecken und kaum mehr säkularisierte Menschen mit dem Evangelium erreichen. Dann untersucht er zwei Gemeinden, denen dies trotzdem noch überdurchschnittlich gelingt. Zumindest für mich: spannend!

Ein Pastor einer dieser Gemeinden sagt Folgendes:

«Die Freikirchen sind alle, wenn man in die Geschichte schaut, als evangelistische Bewegungen gestartet. Es war eine ihrer wichtigsten Ausrichtungen: missionarisch, evangelistisch. Und das haben alle klassischen Freikirchen verloren. Und das hat aus meiner Sicht was mit dem Verlust von Kompetenz, aber auch von theologischer Überzeugung zu tun. Es gibt heute keine Evangelisten mehr.»

Eine provokative Behauptung. Trotzdem machte sie mich nachdenklich. Wie hoch ist der Wert von Mission und Evangelisation in unseren Gemeinden wirklich? Nicht theoretisch, sondern praktisch. Gibt es da nicht Dutzende von Dingen, die viel wichtiger sind? Als FEG Schweiz wollen wir bewusst eine Gemeindegründungsbewegung sein, weil das Wichtigste darin besteht, dass Menschen zum Glauben an Jesus Christus kommen und für alle Ewigkeit gerettet werden. Ermutigen wir uns deswegen gegenseitig, immer wieder neu die Hauptsache zur Hauptsache zu machen.

Bitte Zweck angeben: ZBsp. Vision Europa allgemein oder Jürg Wüthrich, Vision Europa

Credits:

Erstellt mit einem Bild von urbanvibe14 - "postcard stamp postmark"