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Ostseekreuzfahrt mit der AIDAaura Tag 3 - Tallinn

Auch in Tallinn sind wir den Tag ruhig angegangen. Zum Glück schläft Feena morgens gerne etwas länger und so sind wir dann auch erst gegen 11 Uhr von Bord gegangen, um in die Altstadt zu laufen. Zwar hatten wir von mehreren Seiten zu hören bekommen, dass wir besser einen Bus nehmen, aber wir haben uns dann doch lieber auf die Karten von Tallinn verlassen. Tatsächlich standen wir auch schon nach nur 15 Minuten vor der ersten Sehenswürdigkeit der Altstadt. Hätte ich einen Bus genommen, hätte ich mich wohl ziemlich verkackeiert gefühlt ;) .

Diese erste Sehenswürdigkeit ist die Strandpforte mit der "Dicken Margarethe" , in der jetzt das estnische Meeresmuseum beherbergt ist. Beides wurde zum Schutz der Stadt im 16. Jahrhundert errichtet. Wenn man durch das Tor geht, hat man das Gefühl durch ein Zeittor geschritten zu sein. Die Tallinner Altstadt hat eine tolles mittelalterliches Flair mit sehr alten Gebäuden, die teilweise schon im 14. Jahrhundert erbaut worden sind. Der Einfluss der Hanse war sehr stark und so gibt es auch einige deutsche Bezeichnungen für die Gebäude, wie zum Beispiel der Kiek-in-de-Koek, ein weiterer Schutzturm in der Altstadt.

Kiek-in-de-Koek

Nachteil des mittelalterlichen Aussehens war, dass die Straßen oft eine Katastrophe für einen Buggy waren. Und gab es bessere Bürgersteige, waren darin fiese 'Buggy-Fallen' eingebaut: tiefe Rinnen, durch die das Wasser aus den Dachrinnen ablaufen sollte, die aber bei Übersehen für Feena sehr unangenehm waren. Das war sicherlich ein Grund warum sie zu Anfang eher schlechte Laune hatte. Zum Glück haben wir dann gemerkt, dass ihr einfach nur kalt war, sie aber keinen Bock hatte was wärmeres anzuziehen. Beim wärmer Anziehen gabs dann einmal Gezeter, aber als ihr warm wurde, war die Laune auch wieder herausragend ;)

Wir hatten etwas Pech mit unserem Besuch in Tallinn, da die Aura nur eine von vielen Kreuzfahrtschiffen war, die an diesem Tag in der estnischen Hauptstadt waren. Überall gab es Leute, die seltsame Gegenstände in die Luft gehalten haben und denen dann eine fotografierende Meute gefolgt ist. Ich fühlte mich unheimlich an Life of Brian erinnert: Folgt der Sandale! Der Schuh ist ein Zeichen!

Schon vor der Heiliggeistkirche standen mehrere Gruppen, die auf Einlaß warteten und so entschieden wir bereits hier, dass Besichtigungen heute ausfallen. Aber es gab auch so viel zu sehen. Der Rathausplatz mit dem ältesten Rathaus Europas wimmelte von Leuten, einige in mittelalterlichen Rüstungen, die sich gegen Bezahlung fotografieren ließen.

Rathausplatz

Aber auch eine alte Apotheke oder das Restaurant "Olde Hanse" in dem mittelalterliche Gerichte angeboten wurden waren hier zu finden.

Vom Rathausplatz sind wir dann weiter zum Domhügel. In Unwissenheit das es auch einen leichteren Weg gibt, sind wir die Treppen rauf, zum Glück kann man unseren Buggy recht gut zusammenklappen, so dass ich den einfach getragen habe.

Vom Domhügel aus hat man einen schönen Blick über Tallinn, den Dom kann man für 5€ besichtigen und vom Turm aus, gibt es wohl einen noch besseren Blick. Aber auch hier haben wir aufs Anstehen verzichtet.

Für den Rückweg haben wir dann den eleganteren Weg direkt an der Alexander-Nevski-Kathedrale vorbei gewählt. Die Rückseite kann man hier im Hintergrund sehen, die Vorderseite sieht man unten.

Auf dem Rückweg zum Schiff sind wir über den Freiheitsplatz mit dem Freiheitsdenkmal geschlendert (Hintergrund); auf dem gerade Übungen für eine Kranzniederlegung stattfanden.

Deutlich beeindruckender war dann aber nochmal das alte Dominikanerkloster und die St. Cathrins Passage.

Irgendwie hat es uns dann auch noch in den sehr schönen Hinterhof verschlagen, in dem es auch eine Werkstatt gab.

Obwohl Tallinn noch viel mehr als nur die mittelalterliche Altstatdt zu bieten hat, sind wir nach etwas mehr als vier Stunden dann zurück zum Schiff, damit Feena sich nochmal etwas austoben konnte. Leider hält sie nicht viel davon in Restaurants oder Cafes zu sitzen und einfach nur Leute zu beobachten ;) . Dafür wollen wir auf jeden Fall nochmal nach Tallinn aber auch, um die anderen Stadteile zu besichtigen.

Jetzt hieß es erstmal etwas chillen als Vorbereitung auf den nächsten Tag in St. Petersburg. Eine Stadt von der wir schon gehört hatten und die wir nun endlich selber sehen und erleben wollten.

Created By
Torsten Bruhn
Appreciate

Credits:

all photos by Feenagraphy, Torsten Bruhn

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