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Die grösste Freude im Sturm Jan und Marta Puchaz

Lodz, Polen
Der Name unserer Stadt Łódž bedeutet «Boot». Wie ist das, wenn es immer neue Stürme gibt, aber Jesus im selben Boot sitzt? Im Jahr 2020 gab es immer wieder neue Stürme um uns herum:
  1. Anfang des Jahres entdeckten wir, dass die Fundamente unseres Hauses überschwemmt wurden, was uns viele Monate an Trocknungs- und Renovierungsarbeiten einbrachte.
  2. Ab März immer neue Einschränkungen für die Gemeindearbeit.
  3. Im Mai steckte sich ein Teil der Gemeinde (inklusive meiner Frau) mit Covid-19 an, was fünf Wochen Quarantäne zur Folge hatte.
  4. Im Juni stand nach sintflutartigen Regenfällen das Abwasser, das über die Kanalisation eingedrungen war, etwa 50 cm hoch in unserem Gemeindehaus.
  5. Im Sommer mussten wir zwei missionarische Sommerlager wegen Einschränkungen absagen.
  6. Im November erkrankte fast die Hälfte der Kirche an Covid oder anderen Viren. Auch mich hat es heftig erwischt.

Dennoch schenkte Jesus mitten im Sturm auch viel Freude und Frieden:

In Zusammenarbeit mit «Wort des Lebens» Polen konnten wir drei Sommerfreizeiten durchführen, wo u.a. eine 94-jährige Frau und ein 14-jähriger Junge zum Glauben kamen.

Wir freuten uns über die Taufe von elf Menschen!

Wir haben 5000 Exemplare des «Virus»-Flyers gedruckt, die wir regelmässig verteilen.

Im September durften wir im Kulturzentrum in Zgierz eine Bibelausstellung organisieren. Eine Woche lang besuchten 300 Personen (darunter viele Schüler) nicht nur die Ausstellung, sondern hörten auch das Evangelium! Zahlreiche Medien, u.a. lokale Fernseh- und Radiostationen sowie eine Zeitung haben dafür kostenlos Werbung gemacht.

Ich habe die Theatervorstellung «Die Bibel auf der Anklagebank» vorbereitet, wozu sowohl Vertreter des Stadtrates als auch der katholischen Priester sich einladen liessen.

All diese Ereignisse haben für grosse Freude mitten im Sturm gesorgt... Ich muss jedoch zugeben – und dafür bitte ich um Nachsicht –, dass mir die grösste Freude im vergangenen Jahr die geistliche Entwicklung unseres Sohnes Jakub bereitet hat:

Jahrelang habe ich die Jugend persönlich geleitet. Anfang des Jahres begann Jakub mir immer öfter bei Andachten und der Organisation zu helfen. Im Sommer wurde er 18 Jahre alt und war einer der Jugendleiter in den Freizeiten, die wir mit «Wort des Lebens» organisierten. Nach den Sommerferien schlug er selbst vor, öfters Andachten für die ganze Gemeinde vorzubereiten, was er nun regelmässig und mit Freude tut. Ich bin froh, dass er seine tägliche Stille Zeit mit Gott pflegt! Da er in diesem Jahr seine Matura macht, möchte er am Bibelseminar studieren. Man kann sehen, dass dieser Wunsch aus einer wirklichen Berufung zum Dienen heraus erwächst!

Credits:

Erstellt mit Bildern von RondellMelling - "sky clouds wind" • 705847 - "field cloud countryside" • jplenio - "nature panorama sky"