Möglichkeiten der entscheidungsfindung Erlebnisse, Theorien, Kenntnisse und Lösungsansätze von Lennart Bergmann

Hey Leute!

Dieser Blog besteht aus den Eindrücken, eines Schulprojektes über das Thema Entscheidungen. Ich gehe auf folgendes ein:

  • Was meine intrinsische Situation im Alltag war
  • was intrinsisch überhaupt bedeutet
  • wie junge Menschen in Deutschland Entscheidungen treffen
  • zum Mitdenken eine kurze Geschichte aus der Bibel
  • einen Song der zum Handeln anregen soll
  • was Bonhoeffer zur Entscheidungsfindung beitragen kann
  • und können Fehler etwas Gutes sein?

Was ist eine intrinsische oder extrinsische Situation?

Eine intrinsische Situation beschreibt eine Handlung, die die Ursache oder Motivation aus den eigenen subjektiven Werten, Idealen und/oder Fähigkeiten hat. Eine weitere Motivation kann der Spaß und die Freude sein, den eine bestimmte Tätigkeit bei einem selbst hervorruft. Eine extrinsische Situation beschreibt hingegen eine Handlung, bei der die Motivation kurz gesagt von außen kommt.

Hier eine kleine Info, die mir sehr geholfen hat es zu verstehen: Quellen der Motivation

Je suis nicht Charlie

Jetzt etwas zu meiner Person, damit ihr euch Vorurteile bilden könnt ;-). Macht ihr nicht? Belügt euch nicht selbst und schränkt euch dadurch ein. Jeder Mensch hat einen ganzen Katalog an Vorurteilen, das ist ganz natürlich. Das Wichtige ist es, diese stets zu hinterfragen und möglichst offen auf Neues zu zugehen. Genug der Belehrung/Grundsatzdiskussion!

Mein Name ist Lennart, ich bin 23 Jahre alt und besuche die Fachoberschule und mache mir meine eigenen Gedanken. Meine Hobbys und Tätigkeiten die ich gerne mache sind: Strategie-Spiele zocken, Freunde treffen, Philosophieren, Musik hören, Kochen, Cocktails mixen, Zeichnen, Bücher lesen, Filme gucken und manchmal schreibe ich Lieder und Gedichte.

Meine intrinsische Situation:

Während meines Praktikums in einem Krankenhaus, als Krankenpfleger, habe ich bei dem morgendlichen Waschrundgang mitbekommen, wie ein Patient einen Pfleger gefragt hat, ob er mit ihm beten könne. Der Pfleger sagte, er hätte keine Zeit dafür. Der Patient war sichtlich traurig darüber und enttäuscht. Als ich das gesehen habe bin ich auf den Patienten zugegangen und habe ihm angeboten mit ihm zu beten. Die Reaktion war ein vor Freude dahinschmelzender Gesichtsausdruck, der mich vorher eher an eine alte grimmige Steinstatue erinnert hat. Nachdem ich mit dem Patienten einen Zeitpunkt ausgemacht hatte, habe ich mich wieder meiner Arbeit gewidmet. Vor dem Beten habe ich sogar noch das „Vaterunser“ aufgefrischt, da ich durch einen persönlichen Schicksalsschlag nicht viel mit Gott zu tun haben wollte.

Der Ursprung meiner Aktion war intrinsisch und beruht auf einer meiner Lebensphilosophien: Was würde ich in so einer Situation wollen, hoffen oder erwarten?

Die Motivation war demnach intrinsisch, weil sie auf meinen subjektiven Werten und Idealen beruht.

Ihr kennt vielleicht die Geschichte von Jesus und Petrus, genauer gesagt:

Der Fischzug des Petrus - Lukas 5, 2-7

1 Es geschah aber, als die Volksmenge auf ihn andrängte, um das Wort Gottes zu hören, daß er an dem See Genezareth stand.

2 Und er sah zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren aus denselben getreten und wuschen ihre Netze.

3 Er aber stieg in eines der Schiffe, welches Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Lande hinauszufahren; und er setzte sich und lehrte die Volksmengen vom Schiffe aus.

4 Als er aber aufhörte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus auf die Tiefe und lasset eure Netze zu einem Fange hinab.

5 Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben uns die ganze Nacht hindurch bemüht und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz hinablassen.

6 Und als sie dies getan hatten, umschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz riß.

7 Und sie winkten ihren Genossen in dem anderen Schiffe, daß sie kämen und ihnen hülfen; und sie kamen, und sie füllten beide Schiffe, so daß sie sanken.

Was könnte man daraus für eine Erkenntnis ziehen?

Man könnte der Meinung sein alles richtig zu machen. Diesen Text verstehe ich als Metapher dafür, neue Wege zu gehen und Gewohntes zu hinterfragen, obwohl man sonst gut damit ausgekommen ist. Dieses Verhalten habe ich bei mir selbst erkannt und konnte mich dadurch verbessern!

Wie treffen junge Menschen in Ausbildungsituationen ihre Entscheidungen?

Ich beziehe mich bei der Beantwortung auf die Shell Jugendstudie 2015 und auf meine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse aus meiner Umgebung und einer Befragung von Bekannten.

Junge Menschen treffen Entscheidungen Hauptsächlich extrinsisch und holen sich ihre Vorstellungen über Moral, Ideale und Werte, bei Vorbildern die meist in der Familie liegen und vergeben in ihren jungen Jahren die Chance selbst ein eigenes Moral-, Werte- und Ideale-System aufzubauen bzw. erschweren sich das erneuern von diesem im weiteren Verlauf des Lebens da sie sich kaum Gedanken über Moral und Ethik machen.

Wer wenig weiß, muss viel glauben – Marie von Ebner-Eschenbach

Was kann das folgendes Lied über Entscheidungen aussagen?

Lumen – Tri puti

Dt. Lumen – Drei Wege

Lyrics in englischer Übersetzung:

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Three ways

It's past midnight, and I've got only three ways:

Does it actually matter where to go?

The hands lowered, the roots rised.

Taking a coin for good luck, I hope the hand won't slip.

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The first road is to sit and wait patiently,

To be calm as rock and absolutely peaceful.

Only the wind knows, how much willpower is needed

Not to go nuts and instead to wait for your fate beautifully.

.

The second choice for me it to shake the dust off and dash,

Saying "I'm sorry but I can't stay"

And flit into the obscurity of the winter.

Both we and the animals know well how to freeze.

.

I won't say a word about the last way:

It's different for everyone - "hop" and here you go.

The phone lines know how easy it is.

Everyone will eventually see this way.

Always, always, always, always, always...

Die Crews dieser Boote, mit zig Wünschen, treffen am nächsten Morgen ihre Entscheidungen, wann es wie und wo lang es wohin hingehen soll, unter Beachtung aller Naturkräfte.
Wie kann man das nun verstehen?

Ich erzähle euch wie ich es verstanden habe:

In diesem Lied geht es um drei Wege, also Entscheidungen eine Sache zu bewältigen und welchen Sinn es macht diese zu gehen.

Die Erste, die beschrieben wird ist die einfachste und bequemste Lösung. Der Weg ist schon bekannt durch die Anwendung anderer, aber es ist abzusehen, dass es nicht die beste ist. Hinzu kommt, dass man nicht warten soll bis es schlimmer wird und dadurch erst etwas zu einem großen Problem wird. Also lieber agieren, als reagieren!

Die zweite Entscheidung ist eine schwierigere und aufwändigere Lösung, man muss sich selbst kennen und stark sein, sich trauen schwierigere Wege zu gehen, auch wenn nicht von vornherein klar ist ob es gelingt. Nun kann man seinen weiteren Weg bestimmen.

Die dritte, ist die schwerste Wahl, da dieser Weg erst durchs Gehen entsteht. Keiner weiß wie etwas am besten gelöst werden soll, es gibt immer nur Vermutungen und keine Objektiven Aussagen. Jeder sieht es anders, aber jeder sieht seinen Weg…dazu gehört eine große Portion Neugierigkeit und Selbstvertrauen.

Jetzt seid ihr gefragt!

Kritische Themen die eine Entscheidung erfordern:

Dürfen wir Fleisch essen?

Dürfen wir Embryonen Abtreiben?

Darf man Menschen töten? Wie es Bonhoeffer mit Hitler vorhatte?

Ja, wenn es dazu dient ein größeres Übel zu verhindern ist die schlimme Tat nach seiner Theologie gerechtfertigt und man muss sich mit Schuld beladen um Böses abzuwenden.

Schlimmer als die böse Tat ist das böse Sein - Dietrich Bonhoeffer

Gibt es das Gute ohne das Böse?

Was kannst DU tun um die Welt zu gestalten?

Meine Empfehlung ist u.a.: Wenn Menschen Vorurteile haben, hilft es meistens sich einen stillen Moment zu suchen oder die Person kurz nach einer "unbedachten Aussage" kurz und intensiv darüber zu sprechen und zwar so, dass die Person sich nicht angegriffen und verletzt fühlt, sondern eine Einsicht auf eine andere oder in einem bestimmten Fall die angemessene moralische und ethische Haltung gebracht wird.

Was braucht man um diese Ethik anzuwenden?

Man braucht ein moralisches und ethisches Verständnis um abzuleiten, ob etwas gut oder schlecht ist. Dies richtet sich nach eigenen Vorstellungen, Erfahrungen und danach, in was für einer Gesellschaft man lebt und welche Werte und Ideale die Menschen teilen.

Sind Fehler gut?

Man sollte sich nicht davor fürchten, Fehler zu begehen und verschiedene Wege ausprobieren ein bestimmtes Ziel zu erreichen und sich auch mit anderen über Fehler austauschen, damit man nicht das Rad jedes Mal neu erfinden muss. Durch diesen Austausch an Informationen hilft man anderen und sich selbst.

Probiert es aus! Ihr werdet Erfolg haben.

Über eure Meinungen und Anregungen würde ich mich freuen!

Die Bilder entstanden während eines Segeltörns (2016), mit meiner Familie in Kroatien.

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