Die Primarstufe der ALFRED-ADLER-SCHULE

Text: E. Wahl / Fotos: AAS

Die Primarstufe wächst

In diesem Schuljahr konnten wir fünf Grundschulklassen bilden. Dort sind alle Klassenstufen der Primarstufe vertreten. Die Inhalte orientieren sich an den Richtlinien der Primarstufe und gegebenenfalls an den Vorgaben der Förderschule Lernen. Alle Schüler lernen in jahrgangsübergreifenden Klassen. Die entsprechenden Lerngruppen für Neuanmeldungen werden nach ersten Kontakten mit Kindern und Eltern ausgesucht, wobei auf möglichst große "Passung" zwischen den Kindern und Lehrerinnen geachtet wird. Ist ein Klassenwechsel erforderlich, erfolgt ein Beratungsgespräch mit allen Beteiligten. Da sich die Kinder durch unterschiedliche Aktivitäten untereinander kennen, ist ein reibungsloser Wechsel möglich. Integrationshelfer*innen unterstützen die pädagogische Arbeit in den Klassen.

Jahrgangsmischung bietet folgende Möglichkeiten: Die Kinder erfahren unterschiedliche Lernangebote als Individualisierung und nicht als Orientierung an ihren Schwächen. Heterogenität kann die Weiterentwicklung individueller und sozialer Lernprozesse fördern.

Kinder lernen von Kindern, nicht ausschließlich von Erwachsenen. Jüngere Kinder können sich an den älteren orientieren. Ältere können einen Perspektivwechsel vom Hilfesuchenden zum Helfenden erfahren. Jahrgangsübergreifendes Lernen erfordert wechselnde Unterrichtsverfahren und offene Aufgabenstellungen. Nach diagnostischer Abklärung (siehe Förderplanung) können individuelle Lernangebote und unterstützende Materialien bereitgestellt werden. Dies bezieht sich in erster Linie auf die Arbeit in den Hauptfächern. In den anderen Fachbereichen arbeitet die Gruppe meist am gemeinsamen Thema, mit innerer Differenzierung. Die Schüler erhalten Anregungen zu selbstständigem Lernen, indem sie zum Arbeiten mit Tages- und Wochenplänen oder zum Stationen-Lernen angleitet werden. Projektorientierte Unterrichtseinheiten ermöglichen Kindern den handelnden Umgang mit Lerngegenständen (s. Aktivitäten/ Unterrichts-projekte aus den Klassen). Die Schüler erlangen soziale und emotionale Sicherheit, indem sie Gelegenheit zum Erlernen sozialer Kompetenzen erhalten. Dazu führen die Klassen Sozialtrainings durch.

Auch das Aufsuchen anderer Lernorte unterstützt die weitere Entwicklung der Schüler*innen. Die Kinder setzen sich mit weiteren Themen außerhalb der Schule auseinander und lernen vor Ort von Experten oder durch eigenes Handeln.

Alle Kolleg*innen der Primarstufe setzen das Prinzip der Verstärkung ein. Der Einsatz von Handlungsmitteln, die den positiven Anteil im Verhalten der Schüler hervorheben und ausbauen steht dabei im Vordergrund. Ausgehend von einer systematischen Verhaltensanalyse (Problemdefinition, Situationsbezug, Ursachenvermutung, Stärken) werden kleinschrittig neue Verhaltensziele für jeden einzelnen Schüler festgelegt. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit der Klassenlehrer*innen/Teamlehrer*innen und wird im Förderplan des Schülers verankert. In allen Klassen gibt es zur Orientierung der Schüler sichtbare Tafeln zur Verhaltensrückmeldung, meist in Form von Symbolen. Die Eltern erhalten regelmäßig Rückmeldungen zum Verhalten und zum Lernerfolg ihrer Kinder.

Created By
J. Blaß
Appreciate

Credits:

© 2016 Alfred-Adler-Schule

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