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Familienhauskirche Web-Gottesdienst Heilig Abend

Wir feiern einen Gottesdienst!

Dafür benötigt Ihr: eine Kerze, Streichhölzer, eventuell Brot und Musikinstrumente. | Wer die Aktion "Stern basteln" mitmachen möchte, für jede*n einen festen Karton (A4, gold oder andersfarbig), Bleistift, Radiergummi, Lineal, Schere, doppelseitiges Klebeband, Teelicht, eventuell ein Teelichthalter aus Glas oder ein kleines sauberes Marmeladenglas.

Habt ihr einen Adventskranz? Dann stellt ihn schon mal bereit!

Los geht's!

Stellt die Kerze in die Mitte der Familie!

Bitte vorlesen:

Heute feiern wir Heilig Abend. Wir feiern gemeinsam. Zusammen mit allen Christinnen und Christen auf der ganzen Welt. Gott kam als Kind in die Welt. Vor 2000 Jahren. In einem Stall. Heute, an diesem Abend, in dieser Nacht erinnern wir uns an dieses Ereignis. Wir erinnern uns daran, dass Gott uns liebt und allen Menschen nahe sein will. Damals wie heute!

Kerzen am Adventskranz anzünden

Bitte vorlesen:

Mit dem Adventskranz zeigen wir in der Adventszeit unsere Vorfreude auf das Weihnachtsfest. („Advent“ kommt vom lateinischen „adventus“ und bedeutet „Ankunft“). Der Advent erinnert uns daran, dass Jesus als „Licht“ in die Welt gekommen ist. So berichtet es der Evangelist Johannes (Kapitel 8). Im Advent erwarten wir dieses Licht, dafür stehen die Kerzen am Adventskranz. Jede Woche leuchtet eine Kerze mehr: Das Licht kommt zu uns und es wird immer heller.

Habt Ihr einen Adventskranz? Entzündet jetzt alle vier Kerzen!

Lied

Wir sagen Euch an, den lieben Advent

Hört das Lied einfach an oder singt mit (Gotteslob 223).

Kreuzzeichen

Bitte vorlesen:

Das Kreuz verbindet oben und unten: Himmel und Erde, Gott und uns Menschen. Es verbindet links und rechts: Dich und Mich, unsere Familie, unsere Freunde, und unsere Mitmenschen miteinander. Mit dem Kreuzzeichen beginnen wir diesen Gottesdienst: im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Dazu machen alle ein Kreuzzeichen.

Kerze entzünden

Wir beten:

Diese Kerze steht für deine Nähe, Jesus. Du hast gesagt: „Ich bin das Licht der Welt!“ Du liebst uns Menschen und bist uns nahe. Wo wir uns treffen und an Dich denken, da bist auch Du. Diese Kerze haben wir als Zeichen dafür angezündet, dass Du, Jesus, bei uns bist und mit uns Gottesdienst feierst.

Lied

Das Licht einer Kerze ist im Advent erwacht

Hört das Lied einfach an oder singt mit.

Refrain: Das Licht einer Kerze ist im Advent erwacht – eine kleine Kerze leuchtet durch die Nacht. Alle Menschen warten hier und überall, warten voller Hoffnung auf das Kind im Stall. Alle Menschen warten hier und überall, warten voller Hoffnung auf das Kind im Stall.

Die Weihnachts-geschichte

Es gibt nun zwei Möglichkeiten:

Schaut Euch zusammen die Weihnachtsgeschichte (im Video) an oder lest die Weihnachtsgeschichte vor (nach unten scrollen).

1. Zum Ansehen

2. Zum Lesen...

Vor langer Zeit lebte in Nazareth eine Frau namens Maria. Sie war verlobt mit einem Mann namens Josef. Der war Zimmermann. Maria und Josef glaubten fest an Gott. Eines Tages sandte Gott den Engel Gabriel zu Maria. Maria erschrak, als sie den Engel sah. Der aber sagte zu ihr: „Hab keine Angst, Maria! Du wirst einen Sohn zur Welt bringen. Ihm sollst du den Namen Jesus geben. „Wie soll das gehn?“, fragte Maria den Engel. „Ich bin ja noch gar nicht verheiratet.“ Der Engel sagte zu Maria: „Durch die Kraft Gottes! Darum wird man das Kind „Gottes Sohn“ nennen. Denn für Gott ist nichts unmöglich!“ Daraufhin sagt Maria: "Wenn es Gottes Wille ist, dann soll es geschehen!" Da verschwand der Engel.

Als Josef erfuhr, dass Maria schwanger war, wusste er nicht, was er tun sollte. Das Baby war nicht sein Kind. Deshalb überlegte er, sich von Maria zu trennen. Doch dann erschien Josef im Traum ein Engel. Josef erschrak, als er den Engel sah. Der Engel aber sagte zu ihm: „Heirate Maria! Das Kind, das sie erwartet, ist Gottes Sohn!“ Da verschwand der Engel. Josef hörte auf den Engel. Er nahm Maria zu seiner Frau.

Zu dieser Zeit regierte in Rom Kaiser Augustus. Er befahl: „Alle Menschen müssen sich und ihren Besitz in Listen eintragen lassen.“ Es war das erste Mal, dass eine solche Volkszählung in Israel durchgeführt wurde. Weil der Kaiser es befohlen hatte, brachen alle auf. Sie zogen los in ihre Heimatorte, um sich dort in die Listen einschreiben zu lassen. Auch Josef und Maria gingen von Nazareth nach Betlehem. Es war kurz vor dem Geburtstermin. Als sie in Bethlehem ankamen, suchten sie nach einer Unterkunft. Wo sie auch anklopften, wurden sie abgewiesen. Schließlich überließ ein Wirt ihnen seinen Stall draußen auf dem Feld. Dort brachte Maria Ihren Sohn zur Welt und sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe.

Draußen auf dem Feld hüteten in dieser Nacht Hirten ihre Schafe. Da erschien ihnen ein Engel, und Gottes Licht umstrahlte die Hirten. Sie hatten große Angst. Der Engel aber sagte zu ihnen: „Habt keine Angst! Ich bringe euch eine gute Nachricht! Heute wurde in Bethlehem euer Retter geboren. Er liegt in Windeln gewickelt in einer Krippe.“ Plötzlich erschien eine ganze Schar anderer Engel. Sie lobten Gott und sprachen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ Als die Engel in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: „Wir wollen nach Bethlehem gehen! Wir wollen uns mit eigenen Augen anschauen, was die Engel uns verkündet haben.“ Sie eilten nach Bethlehem und fanden dort Maria, Josef und das Kind in der Krippe. Da erzählten sie, was die Engel zu ihnen gesagt hatten. Und alle, die es hörten, staunten. Maria merkte sich alles, was die Hirten gesagt hatten und behielt es in ihrem Herzen. Die Hirten aber kehrten zurück zu ihren Schafen. Sie lobten Gott und dankten ihm für alles, was sie gesehen und gehört hatten.

(Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas 1, 26-38, Matthäus 1, 18-25, Lukas 2, 1-20)

Gedanken

Der Prophet Jesaja hatte es schon lange vorhergesagt (Jesaja 9,1-6+11): Gott wird uns einen Retter schicken. Einen, der unsere Verbindung zu Gott heilt. Ihn können wir um Rat fragen, wenn wir nicht mehr wissen, wo es lang geht. Wenn wir erschöpft und müde sind, werden wir ihn als den starken Gott erleben. Wenn wir uns allein und verloren fühlen, wird er zu uns sein wie eine gute Mutter und ein guter Vater. Wenn wir uns selbst nicht leiden können und dann auch noch zu anderen gemein sind, dann wird er Frieden bringen und uns helfen, dass wir uns wieder vertragen: mit anderen Menschen, mit uns selbst und mit Gott.

Deshalb feiern wir mit allen Christinnen und Christen auf der ganzen Welt jedes Jahr Weihnachten: Den Geburtstag von Jesus. Wir freuen uns, dass Jesus auch heute zu uns kommt. In ihm wird Gott Mensch.

Wir können heute Abend damit anfangen, für Gott Platz zu machen. Er liebt uns und will uns nahe sein! Allen Menschen! Er will, dass wir zu ihm gehören und seine Kinder werden, dass wir gut zueinander sind und uns vertragen: Die Menschen damals und wir, die Menschen heute.

Lied

Stille Nacht, heilige Nacht

Hört das Lied einfach an oder singt mit (Gotteslob 249).

Aktion "Stern basteln"

Bitte vorlesen:

In der Nacht der Geburt Jesu leuchtete ein heller Stern am Himmel. Ein Zeichen der Liebe Gottes! Um uns daran zu erinnern, basteln wir jetzt einen Stern, der uns und anderen leuchten soll. Den könnt Ihr später bei euch zu Hause aufstellen und die Tage nach Weihnachten an jemanden verschenken.

Schaut Euch die Bastelanleitung an und legt los!

Wenn Ihr keinen Stern basteln wollt, stellt ein Teelicht in die Mitte.

Kerze anzünden

Bitte vorlesen:

Jesus hat uns gezeigt, wie wir gut zusammenleben können. Durch sein Leben hat er die Welt heller gemacht. Der Leuchtstern erinnert uns daran, dass auch wir das Leben von anderen heller machen können.

Gebet

Wir beten:

Guter Gott, Du liebst uns und willst uns nahe sein. Dafür danken wir dir. Wir danken Dir für deinen Sohn Jesus, der als „Licht“ in die Welt gekommen ist. Schenke uns offene Augen, damit wir sehen, wo es bei anderen dunkel ist. Und schenke uns offene Herzen, damit wir für andere Licht sein können.

Lied

Stern über Bethlehem

Hört das Lied einfach an oder singt mit (Gotteslob 261).

Fürbitten

Wir beten:

Guter Gott, wir wollen Dir von unseren Problemen und den Sorgen anderer erzählen:

Jesus wurde in einem Stall geboren, weil in der Herberge kein Platz war. Steh allen bei, die keine Heimat haben, die auf der Flucht sind und die heute Abend allein sind.

Die Engel haben auf dem Feld den Frieden verkündet. Hilf uns, friedlich miteinander zu leben.

Durch die Geburt Deines Sohnes hast Du die Welt heller gemacht. Leuchte allen, die traurig, krank oder verzweifelt sind.

Wir denken an alle Menschen, die wir lieb haben und die bereits gestorben sind.

Guter Gott, weil du uns Menschen so lieb hast, bist Du in der Geburt von Jesus selbst Mensch geworden. Dafür danken wir Dir. Amen.

Das Brot teilen

Teilt jetzt das Brot, so wie es Jesus mit seinen Freunden oft gemacht hat. Das „Vater Unser“ kann dabei Euer Tischgebet sein. Teilt an alle ein Stück aus, betet gemeinsam und esst dann. Während Ihr esst, könnt ihr über die Gedanken (weiter unten) ins Gespräch kommen.

Vater Unser

Vater Unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Beim Essen ins Gespräch kommen

Ihr müsst das Brot nicht still essen, sondern könnt euch unterhalten: über das Brot, den Heiligen Abend oder die Weihnachtsgeschichte.

Segensgebet zum Mitmachen

Mit Klick auf das Video könnt Ihr das Segensgebet starten. Das Video enthält die Anleitung. Alle können mitmachen. Nehmt dazu Euren Stern oder eine andere Kerze in die Hand! Los geht's!

Lied

Mache Dich auf und werde Licht

Hört das Lied einfach an oder singt mit (Gotteslob 219).

Idee auf den Weg

Hier ein paar Ideen, was Ihr in den nächsten Tagen zusammen als Familie tun könnt:

Schenkt Euren gebastelten Stern an jemanden weiter, dem ihr damit eine Freude macht! Sucht Euch ein Spendenprojekt aus, mit dem ihr als Familie andere Menschen unterstützt (zum Beispiel www.adventiat.de oder www.sternsinger.de, ...)! Besucht Eure Nachbarn an der Türe. Wünscht frohe Weihnachten und singt mit ausreichend Abstand ein Weihnachtslied! Schreibt entfernten Verwandten eine Karte. Handschriftlich! Oder besucht eine Kirche und schaut Euch die Krippe an!

Autorinnen: Dorothea Riedinger-Fink und Judith Schmid-Gilbert | Redaktion, Layout, Videoschnitt: Dorothea Riedinger-Fink | Herausgeber: Katholische Kirchengemeinde Karlsruhe Allerheiligen, Erbprinzenstraße 14, 76133 Karlsruhe, www.allerheiligen-ka.de