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Ich glaube - hilf meinem Unglauben Tom Mauerhofer

Anfang Januar fand unser jährlicher Visionsabend statt. An diesem Abend gibt es ein Abendessen und wir als Gemeindeleitung informieren über Jahresschwerpunkte. In diesem Jahr haben wir auch die «Vision 2025» vorgestellt.

Ein Bericht von Tom Mauerhofer, FEG Altdorf, t.mauerhofer@gmail.com

Wir hatten im vergangenen Jahr als Leitungsteam darüber gebetet und diskutiert, was unsere Erwartungen und Ziele für die Gemeinde bis 2025 sind.

Ich durfte an diesem Abend die Vision 2025 vorstellen. Das war schön, hat mich aber auch herausgefordert. Wir haben uns konkrete Ziele gesteckt.

Wir erwarten, dass auch in den nächsten Jahren viele Menschen Jesus kennen lernen.

Viele Ziele scheinen mir menschlich gesehen unrealistisch. Sie strapazieren meinen Glauben. Und doch habe ich die Gewissheit: das ist die Richtung, in die Gott uns führen will.

Auch als wir vor fünf Jahren die «Vision 2020» vorstellten, brauchte dies viel Mut. Ich hatte viele Zweifel. Und ich staune rückblickend über so Vieles, was Gott genauso erfüllt hat, wie wir es definiert hatten.

Es scheint mir, als wäre das Wort aus Matthäus 9,29 wahr geworden: «Euch geschehe nach eurem Glauben!»

So viel Gutes durfte entstehen. Aber es war ein Weg durch viel Leiden hindurch. Gemeindebau hinterlässt viele (unsichtbare) Spuren.

Ich mag mich noch gut daran er-innern, als wir vor fünf Jahren das Visionsbild 2020 vorgestellt hatten: Wir waren kurz darauf in die neuen Räumlichkeiten gezogen. Es gab durch die Veränderungen viel Klärungsbedarf.

In dieser Zeit gab es auch eine Häufung von Krankheiten in der Gemeinde. Die Gemeinde schien mir damals sehr klein und kraftlos. Ich war zu der Zeit ziemlich entmutigt und hatte viele Zweifel.

Dann hat Gott durch die Stelle in Offenbarung 1,12 zu mir gesprochen. Dort sieht Johannes die sieben goldenen Leuchter. Und mitten darin steht Jesus Christus. In den nächsten Kapiteln wird klar: die Leuchter stehen für die sieben Gemeinden, an welche die Sendschreiben gerichtet sind. Die meisten dieser Gemeinden waren schwach und voller Fehler. Und doch sieht Johannes hier sieben Leuchter aus purem Gold. Und Jesus steht mitten drin. Gott hat mir damals seine Sicht auf die Gemeinde gegeben: Er sieht auch in unserer Gemeinde einen goldenen Leuchter – und er ist da. Auch wenn ich gerade wenig davon sehe. Das gab mir neuen Mut.

Doch jetzt geht es mir wieder ähn-lich, wie vor fünf Jahren. Ich bin mir bewusst, auch in den nächsten Jahren wird es immer wieder Nächte geben, in denen ich wach liege, weil meine Gedanken um Herausforderungen kreisen. Aber Jesus wird weiter leuchten. Und die Menschen, die in den nächsten Jahren Jesus kennen lernen werden und durch ihn Rettung und Hoffnung finden, sind die verlorenen Stunden Schlaf (und andere Leiden, die zum Leiten gehören) wert.