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Le petit chaperon rouge parodie FRANÇAISE

Ist der Ausbruch aus bekannten Stereotypen nicht der erste Schritt in Richtung mehr Offenheit und Vielfalt? Und erreicht man mit Humor nicht viel mehr Menschen als mit Tadel? Und gibt es nicht über die Landesgrenzen hinweg die gleichen, festgefahrenen Vorurteile?

Quelques impressions du spectacle du 22 janvier 2020!

Diesen Fragenstellungen stellen sich die 15 SchülerInnen der 10d des Städt. Heinrich-Heine-Gymnasiums in Neuperlach (München), unterstützt von ihrer Lehrerin Verena Plomer. Zum Motto „Vielfalt in Europa“ soll im Rahmen des deutsch-französischen Abend am 22.01.2020 an der Schule eine deutsch-französische Parodie als Theaterstück auf die Bühne gebracht werden. Zum französischen Abend sind die Schulfamilie (Schüler, Geschwister, Eltern, Lehrkräfte) und alle interessierten Bewohner des Stadtteils Neuperlach eingeladen. Auf Basis einer Textvorlage von Christian Jolibois wird eine Parodie zu dem Märchenklassiker Rotkäppchen / le petit chaperon rouge erstellt, die dann als französischsprachiges Theaterstück ausagiert wird. Die besondere Interpretation der Parodie und der Appel für eine offene Gesellschaft werden im Anschluss an das Theaterstück in einem deutschen Impulsvortrag von den SchülerInnen der 10d präsentiert. Wir sind eine Schule der Vielfalt! Das Städt. Heinrich-Heine-Gymnasium ist mit SchülerInnnen aus mehr als 40 Nationen zweifellos eine Schule der Vielfalt. Das diesjährige Motto des DFJW entspricht damit dem pädagogischen Konzept der Schule, das ein Konzept der Vielfalt und des Miteinanders ist, wie Sie es auch auf der Homepage des Gymnasiums genauer nachlesen können. Warum ein deutsch-französisches Märchen? Die Geschichte um Rotkäppchen ist Deutschen wie Franzosen bestens bekannt und auch Zuschauer, die kaum oder wenig Französisch sprechen, können der Handlung folgen und das Zeichen für Vielfalt in Europa verstehen. Warum eine Parodie auf das Rotkäppchen? In der Parodie soll Charles Perrault seine Tochter Marie eine Geschichte erzählen, bald entsteht eine Streitsituation zwischen Perrault, seiner Frau und Tochter. Während Perrault am klassischen Original der Geschichte und an ihrer Einteilung in Gut und Böse festhalten möchte, drängen ihn Tochter und Frau zum Umdenken… Muss der Wolf wirklich immer der Bösewicht sein? Und liegt die Oma wirklich krank im Bett? Ist das Rotkäppchen tatsächlich so unschuldig? Die Parodie soll an mehr Vielfalt und Offenhalt im Denken appellieren, denn am Ende entspricht keine Figur mehr ihren Stereotypen und der Zuschauer wird auf humorvolle Art und Weise gezwungen aus seinem bekannten Denkmustern auszubrechen. Vorbei sind die Zeiten, in denen der Wolf immer der Böse, der Franzose der Erbfeind und der Jude geldgierig ist.

Credits:

Erstellt mit einem Bild von Septimiu - "red wolf forest"