Von cairns nach Hobart Ein Tagebuch

Tag 1-3: Die Anreise

Nach anstrengenden Arbeitswochen ging es am 9. Dezember endlich los in unsere Flitterwochen. Auf dem Weg zum Flughafen habe ich schnell noch die letzten Arbeitsemails und -anrufe erledigt, dann aber das Handy ausgeschaltet und das Gefühl der "Urlaubsvorfreude" genossen, bevor ich Elli am Flughafen München getroffen habe. Zum Einklang haben wir vor dem Boarden noch ein schnelles Bierchen getrunken, weil Elli so Durst hatte, noch ein Nackenkissen getestet und schließlich gekauft und dann ging es los mit dem Flieger nach Dubai - Station 1 der Marathon-Anreise.

Morgens in Dubai haben wir uns glücklicherweise auf den "Ruheliegen" ein paar Stunden ausruhen können, weil wir bis dahin nicht geschlafen haben. Gestärkt durch einen leckeren Cappuccino ging es dann weiter nach Cairns (mit Zwischenstopp in Melbourne).

Unsere Flugroute von Dubai nach Cairns.

28 Stunden nach Abflug in München war es dann endlich geschafft - Cairns wir kommen. Mit dem Taxi ging es zu Karen (AirBnB). Leider hatte Karen erst einen Tag später mit uns gerechnet, sodass niemand am Haus anzutreffen war. Wir waren noch einigermaßen fit, also haben wir unser Gepäck kurzerhand ins Gebüsch hinterm Haus gepackt und sind in die Stadt aufgebrochen mit Ziel einen Kaffee trinken zu gehen. An der Esplanade von Cairns, der lebhaftesten Straße in Cairns mit vielen Hostels, Cafés und Bars haben wir einen leckeren Eiskaffee genossen und die Leute beobachtet. Hier kam sofort wieder das uns altbekannte Backpackerfeeling auf, weil es dort von Backpackern nur so wimmelt und wir an unsere Zeit in Neuseeland erinnert wurden. Wir haben uns auch gewundert, warum die alle so jung aussehen, es ist uns aber schnell aufgefallen, dass Neuseeland ziemlich genau 10 Jahre her war. 10 JAHRE!!!!! Verrückt. Wir werden alt. Ohoh...Aus den nostalgischen Gedanken befreit hat uns ein aus unserer Sicht leicht fehl am Platz stehender riesiger Weinachtsbaum direkt neben Palmen. Einfach ungewohnt im Sommer einen Weihnachtsbaum zu sehen.

Weihnachtsdeko in Cairns

Zurück bei Karen haben wir den Tipp für ein thailändisches Restaurant in der Nähe bekommen und sind dort lecker Thai essen gegangen. Etwas übermüdet habe ich mich auf dem Heimweg wahnsinnig vor einem herannahenden Auto erschreckt, was Elli sehr lustig fand und sich totgelacht hat. Kurz danach hat sie sich allerdings wahnsinnig vor einem Frosch erschreckt als dieser plötzlich vor uns loshüpfte und erst im letzten Moment sichtbar wurde.

Tag 4: kuranda

An unserem ersten vollen Tag in Australien wollten wir die Umgebung von Cairns erkunden und sind nach Kuranda gefahren, einem kleinen Hippiedorf in den Bergen nördlich von Cairns. Alles war sehr touristisch, also haben wir uns die weniger touristischen Sachen angeguckt, nämlich die Butterfly Sanctuary...

...und die Barron Falls.

Obwohl der Weg zu den Falls zu großen Teilen nur an einer Straße entlang führte, hat er uns gut gefallen. Alles sah so anders aus als in der Heimat. Einen kleinen Teil der Strecke haben wir auf der Pritsche eines PickUps zurückgelegt, netterweise hat uns ein Local gefragt, ob er uns mitnehmen kann. Am Ziel angekommen wurden wir mit einem tollen Blick auf die Barron Wasserfälle belohnt.

Die Barron Falls

Tag 5-6: das Great Barrier Reef

An Tag 5 stand das Great Barrier Reef auf dem Programm. Karen hat uns morgens um 07:15 Uhr zum Pier gefahren, wo unser Segelschiff, die Coral Sea Dreaming auf uns wartete. Es war nicht ganz einfach das kleinste aller Boote zwischen den riesen Touri-1-Tages-Ausflugsschiffen zu finden, noch dazu weil wir mit sehr viel Gepäck im strömenden Regen suchen mussten. Als wir es dann gefunden hatten, wurden wir von Ted, Will und dem Kapitän Jan mit Kaffee, Tee und Bananenbrot begrüßt. Lecker! Mit allen 9 Gästen an Bord ging es los auf See. Der Skipper empfahl gleich zu Beginn etwas gegen Seekrankheit zu nehmen. Recht hatte er, denn ein paar Minuten später wurde es richtig schaukelig und die ersten Gäste hingen über der Reling. Elena hatte den Rat befolgt und ich bin glücklicherweise auch seefest.

Am ersten Ankerplatz hatte Elena einen Tauch-Crashkurs absolviert und war damit gut gerüstet für die nächsten Tage und Tauchgänge bis 12 Meter Tiefe. Parallel dazu habe ich auch die Tauchausrüstung angelegt und bin zum ersten Mal seit 10 Jahren wieder abgetaucht.

Leider hatte ich etwas Probleme mit Nebel in meiner Brille, sodass ich leider nicht so viel erkunden konnte und tändig meine Brille sauber machen musste - unter Wasser. Ein paar Haie habe ich aber trotzdem gesehen. :) Gleich im Anschluss sind wir zum nächsten Spot aufgebrochen, was auch unser Ankerort für die Übernachtung war.

Dort angekommen sind alle nochmals ins Wasser. Elli hat gleich zwei Schildkröten gesehen - wie bei Findet Nemo! In der Abendsonne haben wir uns dann wieder aufgewärmt und den Sonnenuntergang genossen.

Vor dem Abendessen ging es für mich zum letzten Mal an diesem Tag ins Wasser - zum Nachttauchgang. Ein wirklich mulmiges Gefühl in das dunkle Kühl abzutauchen, allein mit einer Taschenlampe bewaffnet. Wenn man die Oberfläche erstmal hinter sich gelassen hat, weicht dieses Gefühl aber dem Drang die Unterwasserwelt zu entdecken. Wie vorher von Ted angekündigt sieht man nachts allerlei Dinge die am Tag verborgen bleiben - Skorpionfische, Kugelfische und allerlei fluoreszierende Tierchen. Wirklich ein wahnsinniges Erlebnis!

Zurück an der frischen Luft gab es zur Stärkung ein leckeres Curry. Von der ganzen Action erledigt, sind wir früh in unsere Kajüte und haben trotz Schaukeln gut geschlafen. Am nächsten Tag dann noch zwei weitere Tauchgänge und Schnorcheln bevor wir zurück nach Cairns gesegelt sind.

Skip hat den Trip nochmal anhand der Karte erklärt. Dann noch Photosession mit der Crew und Ted!

Tag 7: Roadtrip nach Port Douglas

Zurück in Cairns haben wir unseren Mietwagen abgeholt und sind gleich nach Port Douglas aufgebrochen. Völlig geschafft vom Segeln und der Sonne haben wir nur schnell was beim Mexikaner in der Stadt gegessen und sind dann in die Falle. Den Folgetag haben wir ganz entspannt als Strandtag angehen lassen.

Strandtag in Port Douglas

Gegen Mittags sind wir dann zur Mossman Gorge gefahren, haben einen coolen Walk gemacht und uns abgekühlt. Die Kulisse war der Hammer.

Die Mossman Gorge mit Regenwald Walking Track

Nachmittags mussten wir noch ein Stück Strecke machen. Die Fahrt ging in den Daintree Rainforest im Nordosten Australiens - eine sehr schöne Fahrt entlang der Küste und durch den Regenwald, begonnen mit einer Fährüberfahrt des Dairntree River, der einzigen Möglichkeit in den Norden zu kommen.

Die Fahrt in den Norden über den Daintree River

Auf das nächste Hotel waren wir sehr gespannt. Das Crocodylus lag mitten im Regenwald und man schläft in großen Zelten. Da kommt Expeditions-Feeling auf - auch weil uns auf dem Weg zum Zähneputzen eine Schlange den Weg gekreuzt hat.

Tag 8: Cape Tribulation

In Tag 8 unserer Reise sind wir mit einem guten und gesunden Frühstück gestartet.

Auf dem Tagesplan stand auch eine der schwersten Tageswanderungen am Cape Tribulation - der Mount Sorrow Walk - der einen tollen Blick auf die Landschaft verspricht. Doch leider hat man uns im Information Center wegen der starken Regenfälle in den Vortagen und dem schwierigen Gelände von dem Track abgeraten. Außerdem sollte der Weg von Blutegeln überwuchert sein...das hat uns die Entscheidung erleichtert, den Walk abzusagen. Wir haben es uns aber nicht nehmen lassen zumindest einen Teil des Weges zu gehen. Und das hat sich gelohnt, weil der Weg durch tiefsten Regenwald führte, den wir so vorher noch nie gesehen hatten.

Nach der kleinen Wanderung ging es weiter zum Cape Tribulation, wo der Regenwald unmittelbar auf eine tollen Strand und das Meer trifft. Baden ist an diesem Strand aber nicht ratsam, das hat uns ein großes Warnschild mit einem Krokodil darauf verraten.

Die 2 Tobis 😂

Auf dem Rückweg nach Cairns haben wir noch zwei kleine aber sehr abwechslungsreiche Walks gemacht - den Dubuji Boardwalk und den Mardja Botanical Walk.

Oben der Dubuji und der Mardja Walk

Dann ging es schon wieder zurück nach Cairns, weil am Abend unser Flieger nach Melbourne gehen sollte. Wir mussten also unser Gepäck wieder flugtauglich machen - ganz im Backpacker Style auf einem Parkplatz am Strand in Port Douglas.

Packen!

Am Flughafen angekommen mussten wir leider erfahren, dass der Flug gecancelt und wir auf einen anderen am nächsten Tag gebucht wurden. Einerseits ärgerlich weil es unseren Plan etwas durcheinander gewürfelt hat, andererseits konnten wir dann in einem richtigen Bett schlafen und die Weiterreise ausgeruht antreten.

Tag 9: Dinner in Melbourne

Entsprechend entspannt haben wir am nächsten Morgen den Flughafen erreicht, gefrühstückt und im Flieger dann das Great Barrier Reef von oben bestaunt. Das wäre mit dem ursprünglichen Flug nachts nicht möglich gewesen. Top!

Flug nach Melbourne mit Blick auf das Great Barrier Reef

In Melbourne angekommen mussten wir uns erstmal wieder was anziehen, weil es doch deutlich kühler war als im Regenwald. Im Hotel schnell unsere Sachen abgelegt, kurz ausgeruht und dann losgezogen fürs Abendessen. Wie immer in großen Städten hatte ich schon ein paar coole Restaurants bzw. Street Food Places rausgesucht. Im Don Don gab es dann eine leckere japanische Suppe und Chicken Teriaki mit Reis. Geschmacklich komplett neu für uns und damit genau das was wir gesucht hatten.

Udon Don und Teriaki Chicken

Wir hatten vorher schon über Melbourne gelesen, dass es hier tolle Rooftop Bars geben soll. Insgesamt ist Melbourne eine spannende Stadt, weil sich hier schnuckelige kleine Häuser zwischen die Skyscraper drängen, weil sich von Schlipsträgern bis zu Hippies alle möglichen Stile vermischen und man sehr viele Internationalitäten antrifft. Der Melbourne Melting Pott - genial.

Drinks in der Goldilocks Rooftop Bar

Tag 10: Stadterkundung Melbourne

Es gibt einiges in Melbourne zu sehen, wir hatten uns für Tag 10 unserer Reise den Queen Victoria Market, den Federation Square, dem Eureka Skytower, die Horsier Lane und die Desgraves Street vorgenommen. Die folgenden Bilder zeigen wie abwechslungsreich ein solcher Tag sein kann.

Queen Victoria Market
Blick vom Federation Square
Shots aus dem Eureka Skytower
Street Art in der Hosier Lane
Desgraves Street + Lunch im ShangDong Mama + Frisör

Am Nachmittag mussten wir uns erstmal kurz im Hotel ausruhen, das volle Programm hat uns Kraft gekostet. Der PowerNap war gut, denn für den Abend haben wir kurzfristig och Karten für das Rooftop Cinema im Zentrum Melbournes bekommen. Gestärkt mit leider nur mittelmäßigem mexikanischem Essen aus dem Mesa Verde direkt unterm Kino sind wir dann um 21:30 Uhr in die Liegestühle vor der Leinwand gefallen. Gut das wir uns warm angezogen und eine Decke dabei hatten, es wurde nämlich ziemlich kühl da oben. Der Wind kam an dem Abend aus dem Süden und das heißt aus der Antarktis. Das Rooftop Cinema war richtig toll, ein absolutes "Must Do" in Melbourne. Wir hatten besonders Glück weil neben der tollen Aussicht auch der Film, Masterminds, gut war.

Rooftop Cinema Melbourne

Tag 11: roadtrip mit Pink Floyd

Die nächste Etappe unserer Reise war ein Roadtrip zum Wilsons Promontory National Park 3h, östlich von Melbourne. Doch zuvor mussten wir erst unseren kunterbunten Campervan dafür abholen - sein Name: Pink Floyd. Auf dem Weg haben wir dann auch noch schnell eingekauft, weil uns noch ein paar Campingsachen und Essen fehlten. Gut gerüstet sind wir am Nachmittag im "Prom" (wie ihn die Aussies nennen) angekommen...

Die Fahrt zum Prom mit Pink Floyd

...und wollten natürlich noch etwas vom Park sehen, also haben wir noch den Mount Oberon erklommen. Auf dem Weg haben wir auch unser erstes Wallabe und dann auch noch einen Igel gesehen. Oben angekommen eröffnete sich uns ein toller Blick auf Tidal River (dem einzigen Ort im Park und gleichzeitig die Übernachtungsnöglichkeit) und eine großen Teil des südlichen Parkteils. Man versteht schnell warum es ein beliebtes Wochenendziel für die Australier ist.

Mount Oberon

Schon lange hatten wir uns vorgenommen an einem der öffentlichen Barbecues zu grillen - an diesem Abend haben wir das dann auch endlich gemacht. Es gab Reissalat und gegrilltes Hühnchen. Übrigens ist das eine richtig tolle Sache, nicht nur weil man umsonst die stets sauberen Barbecues benutzen kann, sondern auch weil man mit Leuten ins Gespräch kommt.

Tag 12: vom squeaky Beach nach torquay

Morgens konnten wir ein bisschen länger schlafen als geplant, weil es regnete. Den verbleibenden halben Tag im Prom haben wir für einen längeren Track genutzt - den Lilly Pilly Gully Circuit Walk (ja, der heißt wirklich so), der Wildlife und tolle Ausblicke versprach. Für uns zeigte sich das Wildlife gleich zu Beginn des Tracks in Form einer Tiger Schlange (sehr giftig), die uns den Weg versperrte und entgegen aller Aussie Informationen nicht sofort die Flucht ergriff. So dauerte es bestimmt eine halbe Stunde bis sie sich verzog, in der wir auf den Boden stampften, vor und zurück liefen bzw. ausharrten, bis die Schlange den Weg frei machte. Insgesamt hatten sich hierzu schon 6 Personen angesammelt, die das ganze Spektakel mitmachten. Hätte man uns hierbei gefilmt, wäre das mit Sicherheit sehr lustig gewesen.

Findet ihr die Schlange auf dem mittleren Bild?

Vor der Abfahrt wollte ich unbedingt noch den Squeaky Beach angucken, der Sand sollte dort nämlich unter den Füßen quietschen beim Laufen, so fein sollte er sein. Im Anschluss ging es wieder westwärts an Melbourne vorbei bis nach Torquay auf einen Campingplatz. In letzter Minute haben wir den Jan Juc Caravan Park erreicht, bevor der Besitzer die Schranke geschlossen hätte und wir blöd dagestanden wären. Zur Belohnung haben wir unser eigenes kleines Biertasting an der Theke von Pink Floyd organisiert. Natürlich nur regionale Biere! Prost!

Beertasting an der Pink Floyd Bar

Tag 13: Great Ocean Road

Der nächste Tag startete mit einem guten Kaffee in einem Surfer Café in Torquay. Was man sich in Torquay laut Reiseführern unbendingt angucken sollte, ist der Bells Beach, an dem die legendäre letzte Szene aus dem Film Gefährliche Brandung spielt. Außerdem läuft hier bei guten Verhältnissen der längste Righthander (rechtsbrechende Welle) von Australien. Wir waren dort und haben den Surfern für eine Weile zugeguckt. Am liebsten wäre ich auch reingesprungen, leider blieb dafür aber keine Zeit.

Bells Beach

Tag 14: wir treffen die Apostel

Gegen Mittags sind wir wieder ins Auto gestiegen und weiter entlang der Great Ocean Road gecruist. Die Straße verspricht Travellern einen der schönsten Roadtrips des Landes. Nach unzähligen Lookouts haben wir die Straße für einen kurzen Walk an den Erskine Wasserfall verlassen.

Roadtrip an der Great Ocean Road

Weiter ging der Roadtrip wieder an der Küste. Auf dem Weg haben wir uns noch das Cape Otway Lighthouse angeguckt und die erste Telegraphenverbindung nach Tasmanien. Das Tagesendziel und gleichzeitig unser Nachtlager war der Apostel Camping Park. Vor dem Essen sind wir aber noch zu den berühmten 12 Apostels gefahren, die nur 5min Autofahrt entfernt lagen und abends besonders toll sein sollten. Der Anblick und die Atmosphäre mit dem rauschenden Meer war einzigartig.

Die 12 Apostel

Tag 15: flagstaff hill

Wie die Tage zuvor hatten wir diesen auch nicht im Detail geplant, aber die Spontanität hatte bisher auch sehr gut funktioniert. Die Küste in Südaustralien wird auch Shipwreck Coast genannt, weil im 19. Jahrhundert zahlreiche Schiffe aus England verunglückten, die den Tücken der Bass Strait und den schroffen Küstenfelsen erlagen. Eine dieser Stellen haben wir uns auf dem Weg nach Warnambool angeguckt - die Unglücksstelle der Loch Ard. Da man aber kein Wrack sieht, sind wir relativ zügig weiter. In Warnambool hingegen gab es ein tolles Schiffahrtsmuseum - den Flagstaff Hill - mit vielen originalen Ausstellungsstücken von gesunkenen Schiffen und einem echt tollen Museumsdorf das ein Städtle aus dem 19. Jahrhundert nachstellt. Man wird in dem Dörfchen ein bisschen in die Vergangenheit versetzt. Hat uns super gefallen!

Flagstaff Hill Museumsdorf

In Warnambool sind wir gleich noch für die nächste Station, dem Grampians National Park, einkaufen gegangen, weil man sich dort selbst versorgen muss. Weil wir noch etwas Zeit hatten, haben wir dann noch einen kleinen Unweg nach Port Fairey eingeschlagen, weil es lt. Reiseführer die lebenswerteste Gemeinde Australiens (!) sein soll. Das mussten wir einfach sehen, tatsächlich ist es aber nur ein hundsgewöhbliches Städtle. Naja, der Kaffee dort war gut. Gleich im Anschluss ging es in die Grampians. Die Fahrt dorthin war sehr cool und wir haben die Strecke für eine kleine Fotosession genutzt.

Fotoshooting auf dem Weg zu den Grampians

In den Grampians haben wir einen Stellplatz auf dem Borough Huts Campground für zwei Nächte gebucht. Ein super toller Campingplatz mitten in der Natur an einem Creek. Wow! Zum Abendessen gab es Ratatouille mit Reis, danach sind wir gleich ins Bett um am nächsten Tag fürs Wandern fit zu sein.

Borough Huts Camp Ground

Tag 16: Wonderland Walk grampians

Direkt um 9 Uhr standen wir im Information Center und haben uns über Tagestouren informiert. Entschieden haben wir uns für den Wonderland Track, der die Venus Baths (Naturpools), Wasserfälle und die Pinnacles umfasste (Gipfel mit Ausblick). Super Wanderung, insbesondere wenn man dem Tipp folgt die Tour gegen den Uhrzeigersinn zu laufen. Der eine Teil ist Nachmittags in der Prallen Sonne und sehr steil, daher eher als Rückweg (und damit bergab) besser.

Wonderland Track
Abkühlung an den Splitter Falls
The Pinnacles Lookout

Die Wanderung hat circa 5 Stunden gedauert, sodass Zeit blieb zu den McKinsey Falls zu fahren. Der Plan war dort Baden zu gehen, leider war das aber verboten. Wir haben also nur unsere Beine abgekühlt, was erstaunlich erfrischend war. Danach gings zurück zum Camp fürs Abendessen.

Die McKinsey Falls

Tag 17: Christmas Eve

Christmas Time und unser Ziel war Melbourne, aber erst haben wir uns noch ein Aboriginal Heritage Museum in den Grampians angeguckt und über die Uhreinwohner Australiens gelernt. Am Mittag ging die 3h Fahrt nach Melbourne los. Unterkommen sind wir im Haus Claremont in South Yarra - ein sehr cooles Wohnviertel! Abends hatte ich ein Tisch im Henry and the Fox reserviert - ein Restaurant mit super Kritiken. Als wir dort ankamen, waren die Türen verschlossen. Etwas überrascht habe ich nochmal meine Mails gecheckt um nachzugucken, ob wir für diesen Tag reserviert hatten. Und prompt bekomme ich eine Nachricht von der Restaurantmanagerin. Sie hat vergeblich versucht uns zu erreichen, weil sie unvorhergesehen früher schließen mussten. Als ich sie angerufen habe, hat sie uns gleich einen Tisch im Akicochin direkt am Yarra River als Alternative organisiert und sich tausendmal für die Unannehmlichkeiten entschuldigt. Als Entschädigung gab es Drinks aufs Haus! Merry Christmas!

Christmas Eve Dinner am Yarra River

Tag 18: Christmas Day

Christmas Day wollten wir ganz entspannt angehen und sind nach St Kilda an den Strand gefahren. Anfangs hatten wir Probleme Schatten zu finden, dann aber doch noch einen Platz unter einer Palme ergattert. Nach und nach hat sich der Strand mit jungen Leuten gefüllt, die alle viel Alkohol angeschleppt haben. Offensichtlich war das eine riesige Christmas Party. Nachmittags war uns das dann zu voll, also sind wir gegangen. Wir hatten aber auch genug Sonne getankt.

St Kilda am Christmas Day
Vormittags
Nachmittags

Tag 19: Tassie

Morgens um 03:30 Uhr hieß es raus aus den Federn und ab zum Flughafen. Die Zeit während dem Flug habe ich genutzt um diesen Blog weiterzuschreiben, Elena um Energie zu tanken (schlafend). In Hobart angekommen sind mit dem Airport Shuttle zu Jan und Bines Wohnung gefahren, bei denen wir wohnen konnten (obwohl sie leider selbst auf Reisen waren). Danke Jan und Bine!!! Die Wohnung liegt in Sandy Bay und ist richtig cool. Vormittags haben wir spontan einen Trip nach Mt. Field National Park unternommen und sind den Lady Barron Falls Circuit gelaufen. Auf dem Track kommt man an den höchsten und ältesten Bäume Tasmaniens vorbei, den Gum Trees, die unglaubliche 90 Meter hoch und bis zu 400 Jahre alt werden können!

Noch erledigt vom Flug hab ich auf dem Rückweg im Auto ein bisschen gepennt, um für unsere Nachmittags-Hobart-Sightseeingrunde fit zu sein. Haha - sehr unbequem! Die Stadt ist aber cool!

Tag 20: Kayaken bei der Tasman Peninsula

Für den nächsten Tag haben wir schon in Deutschland eine Kayak-Tagestour auf der Tasman Peninsula gebucht. Treffpunkt war um 09:45 Uhr in der Fortescue Bay. Statt mit dem Roaring 40s Bus aus Hobart anzureisen sind wir selbst dorthin gefahren, weil wir im Anschluss noch weiter nördlich wollten. Alles hat gut funktioniert und los ging es mit einer Gruppe von insgesamt 8 Kayaker-Touris und zwei Guides. Es war ganz schön frisch an dem Morgen, glücklicherweise hatte der Veranstalter Fleecejacken, Regenjacken und -hosen dabei. Gleich zu Beginn haben wir gemerkt, dass wir auf dem offenen Meer paddelten, die Wellen war relativ groß und sind hin und wieder übers Kayak geschwappt. Wir waren nach kurzer Zeot trotz Schutz schön nass. Nach 2-3km Paddeln an der tollen Küste haben wir Seehunde gesehen und sind durch eine tolle Meerenge gepaddelt. Etwas heikel die Durchfahrt, weil man zwischen Felsen durchmuss und die Wellen dazu richtig erwischen muss. Dann ging es über die offene See und bei ziemlichen Wellengang in die gegenüberliegende Bucht - es hieß 20 Minuten non-stop paddeln. Ganz schön anstrengend. Da der Wind zugenommen hatte, wurde es Elena auch kalt. Glücklicherweise hatten die Guides warmen Tee, Essen und Ersatzkleider dabei. Nach der Stärkung und kurzen Pause auf sicherem Untergrund ging es auf den Heimweg vorbei an einem Wrack. Highlight am Ende der Tour war dann noch das Anlegen in der Brandung. Elli und ich haben eine Welle richtig gut erwischt und sind 1A an Land gekommen - das Boot vor uns ist in den Wellen gekentert - ups.

Mittlerweile war es schon 17:00 Uhr, also sind wir direkt weiter nach Nubeena gefahren, wo wir unser nächstes Hotel gebucht hatten. Zum Abendessen gab es Pizza!

Pizzatime

Tag 21: Port Arthur bei regen

Tag 21 startete mit Regen und das hielt auch fast den ganzen Tag an. Wir er strukturierten unseren Tagesplan etwas und sind nach Port Arthur gefahren - das Hochsicherheitsgefängnis der Vergangenheit, in das die schlimmsten aller Verbrecher aus England gebracht wurden. Gleichzeitig aber auch eine historische Städte mit starkem Einfluss auf die Geschichte Tasmaniens. In strömendem Regen haben wir uns die 45 minütige Introductory Tour angeguckt und waren nach 20min Pitsch nass. Sehr informativ und teilweise auch erschreckend wie hart das Leben dort war. Danach konnten wir noch die kleine Hafenrundfahrt mitmachen und sind danach weiter zum eigentlichen Tagesprogramm - den Lookouts "Devils Kitchen", "Remarkable Cave" und "Tasman Arch" - tolle Felsformationen an der Küste. Der Menge der Touristen nach zu urteilen auch ein beliebter Bestandteil eines 1-Tagesausflugs von Hobart aus. Für das Mittagessen haben wir einen Local-Tipp bekommen, nämlich den Fish and Chips Stand beim Tasman Arch. Sehr lecker! Eigentlich wollten wir an diesem Tag noch weiter zum Friendly Beach Campingplatz, haben uns dann aber dafür entschieden nach Hobart zurück zu fahren, weil wir Pitsch nass waren und das Wetter am nächsten Tag nicht besser werden sollte. Gesagt, getan. In Hobart angekommen gab es dann nur noch was zum Essen bevor wir uns ins Bett verabschiedet haben.

Port Arthur
Tasman Arch
Devils Kitchen
Remarkable Cave
Fish and Chips

Tag 22: Mona und Yachten

Ein weiterer Tag Regen auf Tasmanien. Aber kein Problem, da es auch alle möglichen Sehenswürdigkeiten im Trockenen gibt. Das wohl berühmteste ist das MONA - das Museum of Old and New Art. Erbaut von einem Tasmanier, der viel Geld mit einem Programm zur Vorhersage von Siegen bei Pferderennen gemacht und einen Hang um Exzentrischen hat. Ein Museum der etwas anderen Art mit sehr unterschiedlicher Kunst, provokatisch, manchmal ein bisschen eklig aber auch schöne, positiv anregende Ausstellungsstücke. Das Museum ist ganz anders als alle die wir bisher gesehen hatten und daher spannend. Zu jedem Bild kann man auf einem zur Verfügung gestellten iPod Info zu den Ausstellungsstücken bekommen und auch Interviews mit den Künstlern anhören. Ein cooles Konzept. Einzige Schwachstelle ist die Batterielaufzeit der iPods - wenn der nämlich leer ist, gibt es keinerlei Info über die Bilder, da alles nur digital ist. Wir waren insgesamt ein paar Stunden dort und waren auch ein bisschen froh als wir wieder draußen waren - wegen Reizüberflutung. Am späten Nachmittag sind wir noch ins Zentrum von Hobart und haben uns das Treiben am Hafen und die Yachten der Sydney Hobart Regatta 2016 angeguckt.

Leicht exzentrisch der Besitzer
Das Fat Car im MONA
Ausstellung über Patterns!
Hobart Yachthafen
Elena im Yachthafen Trubel

Tag 23: Bay of fires

Der Wecker klingelte an diesem Tag wieder früh, da wir zur Bay of Fires wollten, die gute drei Stunden von Hobart entfernt liegt. Schnell noch ein Lunchpaket vorbereitet und ab auf die Straße. Kurz vor St Helens ist uns der linke hintere Reifen geplatzt. Das passiert uns übrigens immer im Urlaub. Kein großes Problem, wir sind darin ja bereits geübt, Ersatzreifen und Wagenheber waren vorhanden, sodass die Reparatur eine Sache von 15min war. Da wir kein Risiko eingehen wollten, haben wir den Reifen gleich ersetzt und den Ersatzreifen wieder in den Kofferraum gepackt. Dann ging es noch die letzten paar Kilometer zur Bay of Fires zum Mittagessen, Standspaziergang und Baden.

Bay of Fires
Bay of Fires

Übernachtet haben wir dieses Mal auf dem Friendly Beaches Campingplatz direkt am Meer. Highlight war das Dinner am Strand. Es ist auch sehr entspannend bei Meeresrauschen einzuschlafen.

Dinner am Friendly Beach

Tag 24: wineglass bay und feuerwerk

Morgens sind wir zeitig aufgestanden, haben unser Zelt zusammengepackt und zur Wineglass Bay gefahren. Der Parkplatz war dort schon ziemlich voll und wir haben einen der letzten Plätze ergattert. Der Reiseführer hat uns schon vorgewarnt, dass dort immer sehr viel los war. Unser Tagesplan war einen Track zu einem Aussichtspunkt und dann zu Wineglass Bay zu laufen. Toller Track. Elli ist am Strand sogar ins Wasser, obwohl es wirklich Sau kalt war. Ich hatte die Badesachen nicht dabei. War aber nicht tragisch. :)

Am Nachmittag sind wir dann wieder in Hobart angekommen. Unser vorletzter Abend der Hochzeitsreise. Wir hatten Karten für "The Taste of Tasmania" - ein Street Food Festival / Silvesterparty an der Harbourfront von Hobart. Tolles Essen, super Musik, ein RIESEN Feuerwerk (2x) und tolle Atmosphäre.

Das war unsere Hochzeitsreise.

Created By
Tobias Dallwig
Appreciate

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