Loading

Gesprengte Ketten  Nach Bürgerkrieg und Ebola versuchen die Menschen in Sierra Leone, einem der ärmsten Länder der Erde, ihr kollektives Trauma zu überwinden. Eine Geschichte über toxischen Stress, spirituelle Heiler und erstaunliche Resilienz.

Text: Malte Werner; Fotos: Olivia Acland; Mitarbeit: Ahmed Sessay, Amjata Bajoh, Ute Lederer

(gekürzt erschienen im Tagesspiegel, 22.09.2019)

In Kroo Bay ist man ganz unten angekommen. Geografisch wie gesellschaftlich. Wenn im Mai die Regenzeit beginnt, steht den Bewohnern des engen Labyrinths aus Lehm- und Wellblechhütten in einer Bucht im Norden von Sierra Leones Hauptstadt Freetown das Abwasser manchmal bis zur Hüfte. Von den umliegenden Hügeln spült der Regen Müll, Unrat und Fäkalien ins Tal, durch die Behausungen von geschätzt mehr als 7.000 Menschen und von dort in den Atlantik.

In der Trockenzeit zieht sich die giftige Kloake in ein Flussbett inmitten des Viertels zurück, dessen Ufer aus Müllbergen bestehen. Hier steht Santigie Bayo Dumbuya umringt von Dutzenden Kindern, die in der tropischen Hitze Abkühlung im trüben Nass suchen oder zwischen Tierkadavern und herumstreunenden Schweinen im Dreck nach Verwertbarem suchen.

„Unsere größten Probleme sind Umweltverschmutzung und mangelnde Hygiene“, sagt der Streetworker mit dem runden Bauch und kahlen Schädel. Aber das sind nur die offenkundigsten Herausforderungen des westafrikanischen Landes, in dem ein anderes, kaum sichtbares Problem das Leben von Hunderttausenden beeinflusst und die Entwicklung des Landes lähmt.

Armut, Krieg und Krankheiten haben in den vergangenen Jahrzehnten tiefe Narben in der kollektiven Psyche der Gesellschaft hinterlassen. Genaue Zahlen zur Verbreitung psychischer Probleme liegen nicht vor. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jeder zehnte der etwa sieben Millionen Einwohner betroffen ist. Doch Experten vermuten eine deutlich höhere Dunkelziffer von Depressionen, Psychosen und Posttraumatischen Belastungsstörungen. Hinzu kommt: 98,8 Prozent der Betroffenen erhalten Schätzungen zufolge keine professionelle Hilfe. Zum Vergleich: In Europa liegen die Zahlen zwischen 35 und 50 Prozent. Über Jahrzehnte war nur ein praktizierender Psychiater im Land tätig (heute sind es zwei) und weil die Versorgung mit Medikamenten schwierig ist, wurden Patienten in der einzigen Psychiatrie des Landes bis vor kurzem noch angekettet.

Der lange Schatten des Bürgerkriegs

Um zu verstehen, welche Bürde auf „Mama Salone“, wie die Einheimischen ihr Land liebevoll nennen, lastet, muss man 30 Jahre zurückblicken. 1991 hatten Rebellen der Revolutionary United Front (RUF) ihren blutigen Kampf gegen die Regierung begonnen, der erst nach elf Jahren Gemetzel mit bis zu 70.000 Toten endete. Die halbe Bevölkerung war damals auf der Flucht. Zehntausende sahen mit an, wie Freunde oder Angehörige abgeschlachtet wurden, oder wurden selbst Opfer der Gewalt. Außerdem entführte die RUF Zehntausende Kinder und setzte sie als Kindersoldaten ein. Mädchen wurden verschleppt, vergewaltigt und als “bushwifes” zur Ehe mit ihren Peinigern gezwungen.

Dumbuya war zwölf, als der Krieg seine Kindheit beendete. In ständiger Todesangst und aufgeputscht von einem Mix aus Marihuana und Schwarzpulver kämpfte er als Kindersoldat jahrelang im Dschungel an der Grenze zu Guinea. Die Erinnerungen an damals lassen den ansonsten redseligen Mann einsilbig werden. „Wenn du heute noch lebst, hattest du Glück“, sagt er nur und seufzt.

„Was in unseren Köpfen vorging, war nicht normal“

Von den sogenannten Small Boys Units, zu denen auch Dumbuya gehörte, sind schwer erträgliche Gräueltaten überliefert. Die Einheiten sollen Frauen und Mädchen vergewaltigt, mit angespitzten Stöcken penetriert und Schwangeren die Bäuche aufgeschlitzt haben, um auf das Geschlecht des Babys zu wetten. „Was in unseren Köpfen vorging, war nicht normal“, sagt Dumbuya. Es klingt weniger wie eine Entschuldigung als eine Erklärung.

Der Krieg ließ ein traumatisiertes Land ohne funktionierende Gesundheitsversorgung zurück. Und weil mehr als zehn Jahre später immer noch nicht alle Krankenhäuser wieder aufgebaut und lediglich 136 Ärzte für die Versorgung des ganzen Landes zuständig waren, hatte das Ebola-Virus hier leichtes Spiel. Zwischen Mai 2014 und November 2015 infizierten sich in Sierra Leone rund 8700 Menschen mit der Krankheit. Fast die Hälfte von ihnen starb. Tausende Kinder verloren ihre Eltern, unzählige Familien ihren Hauptverdiener und damit ihre Lebensgrundlage.

Armut ist ein Gift, das die Psyche zerstört

Doch die traumatischen Ereignisse der jüngeren Geschichte sind nicht die einzige Ursache für die seelischen Wunden in der Bevölkerung. In einem Land wie Sierra Leone, das zu den ärmsten der Erde gehört , können allein die Lebensumstände psychische Leiden auslösen oder verstärken. Fachleute sprechen von “daily stressors” – existenzielle Bedrohungen wie Armut, Hunger, Gewalt oder bei Kindern der Verlust von Bezugspersonen sowie emotionale Vernachlässigung. All diese Belastungen lösen im Körper Stressreaktionen aus. Treten sie dauerhaft auf, ohne ein emotionales Gegengewicht aus positiven Erfahrungen (z. B. elterliche Fürsorge), sprechen Wissenschaftler von „toxischem Stress“ . Wie ein schleichendes Gift beginnt er, die Psyche zu zersetzen, und gilt als Auslöser von Depressionen. Bei Kindern kann dieser aus widrigen Lebensumständen entstehende Stress außerdem die kognitive, sprachliche und emotionale Entwicklung verzögern und so das Leben bis ins Erwachsenenalter negativ beeinflussen.

Kroo Bay ist der Inbegriff widriger Lebensumstände. Fast 80 Prozent der Bevölkerung von Sierra Leone leben unterhalb der Armutsgrenze . Die Ärmsten unter ihnen haben sich an den Ufern des Müllflusses niedergelassen. Hier bekommt man eine Ahnung davon, warum jedes zehnte Kind im Land noch vor seinem fünften Geburtstag stirbt. Und Santigie Bayo Dumbuya, der Streetworker, ist vielleicht der einzige, der dieses Viertel nicht als Problem, sondern als Chance begreift.

Der 36-Jährige hat 2009 die Hilfsorganisation „We yone child“ gegründet (Krio, eine im ganzen Land gesprochenen Mischung aus Englisch und Kreolisch, für: „Unsere Kinder“) und inmitten des rund 19 Hektar großen Molochs ohne Strom und fließend Wasser aus Baumstämmen und blauem Wellblech eine Schule gebaut.

Als ehemaliger Kindersoldat weiß er, was es heißt, unter schwierigen Bedingungen aufzuwachsen. Nicht nur während, sondern auch nach dem Krieg. Ihm schlug, wie vielen heimkehrenden Kindersoldaten und den versklavten „bushwifes“ , aus Teilen der Gesellschaft, aber auch aus dem direkten sozialen Umfeld, Misstrauen entgegen. Die schwer traumatisierten Kinder und ihre Familien wurden von Nachbarn, Freunden und sogar Verwandten gemieden oder offen angefeindet. „Sie hatten Angst vor mir“, sagt Dumbuya.

Er schaffte es dennoch, dem Teufelskreis aus traumatischen Kriegserlebnissen und gesellschaftlicher Ausgrenzung zu entkommen, ging wieder zur Schule und machte seinen Abschluss. „Ich habe nie aufgehört daran zu glauben, selber etwas bewegen zu können“, erklärt Dumbuya seine Motivation. Viele seiner Weggefährten verloren stattdessen den Glauben an sich selbst . Ihnen haftet nun der Ruf einer „verlorenen Generation“ an, verhaltensgestört und gewalttätig.

Erstaunliche Resilienz

Tatsächlich hatten Wissenschaftler nach dem Bürgerkrieg gewarnt, das Ausmaß der Traumatisierung innerhalb der Bevölkerung könne den fragilen Frieden gefährden. Ähnliche Befürchtungen wiederholten sich nach Ebola. Dass es nie so weit kam, erklärt Theresa Betancourt mit einem Wort: Resilienz.

Die ehemalige Harvard-Professorin, die mittlerweile am Boston College über die Entwicklung von Kindern in widrigen Lebensumständen forscht, war seit dem Ende des Bürgerkriegs unzählige Mal im Land, um an Langzeitstudien zu traumatisierten Kindern und Heranwachsenden zu arbeiten. Ihre Studien zeigen, dass viele Opfer des Krieges (zu denen sie auch die damals minderjährigen Kindersoldaten zählt), noch im Erwachsenenalter an Posttraumatischen Belastungsstörungen, Depressionen oder Angstzuständen leiden. Nicht alle Spätfolgen lassen sich direkt auf die Kriegserfahrung zurückführen, aber auch Risikofaktoren wie Armut und soziale Isolation hängen oft mit Traumata in der Kindheit zusammen.

„Die Umstände vor Ort sind furchtbar, Hilfseinrichtungen kaum vorhanden“, beschreibt Betancourt ihre Eindrücke aus über einem Jahrzehnt Feldforschung. „Aber allen Widrigkeiten zum Trotz beobachten wir eine erstaunliche, natürlich gewachsene Resilienz.“

Resilienz

Wissenschaftler verstehen Resilienz als die Fähigkeit des Menschen, mit traumatischen Erlebnissen wie Krieg, Misshandlung oder Vergewaltigung fertig zu werden. Sie ist nicht angeboren, sondern das Ergebnis eines lebenslangen Prozesses, der durch unterschiedliche Faktoren positiv oder negativ beeinflusst wird - etwa durch einen starken Gemeinschaftssinn, enge soziale Bindungen oder Spiritualität.

Demnach wäre Kroo Bay alles andere als ein Nährboden für Resilienz. Hier führen soziale Missstände immer wieder zu Problemen innerhalb der Familien. Kinder werden geschlagen, Mädchen vergewaltigt. Anerkennung, Ermutigung, familiärer Rückhalt, Faktoren also, die Resilienz fördern, sind selten.

„Bildung ist ein unerschwinglicher Luxus in Sierra Leone”

Bei ehemaligen Kindersoldaten, das zeigen Betancourts Langzeitbeobachtungen, spielte die Schule neben der familiären Unterstützung die Hauptrolle bei der Rückkehr in ein normales Leben. Für die knapp 200 Kinder seiner Schule in Kroo Bay hofft Dumbuya auf einen ähnlichen Effekt. „Die Leute hier sehen Bildung nicht als überlebenswichtig an“, sagt er beim Gang durch die schmalen Gassen des Slums, in denen Rauch von verbranntem Plastik in der Nase brennt. „Dabei ist sie der einzige Ausweg aus ihrer Misere.“ Theoretisch.

„Bildung ist ein unerschwinglicher Luxus in Sierra Leone”, stellt Theresa Betancourt immer wieder in den Lebensläufen ihrer Probanden fest. Zwar wurden die offiziellen Gebühren für die Grundschule bereits vor Jahren abgeschafft, aber die Kosten für Schuluniformen, Unterrichtsmaterial und eine ganze Reihe anderer Posten erschweren insbesondere Kindern aus armen Familien den Zugang zu Bildung . Viele Eltern schicken ihre Kinder stattdessen arbeiten , nur knapp die Hälfte der Schüler schließt überhaupt die Grundschule ab. Entsprechend hoch ist der Anteil der Analphabeten in der Bevölkerung. „In einem solchen Umfeld verfestigen sich Probleme immer weiter”, warnt Betancourt. Sowohl die sozialen, als auch die mentalen.

Pulver und Schlagstock

Letztere sind in Sierra Leone meist ein Fall für einen traditionellen Heiler wie David Conteh. Sein martialisch klingender Arbeitsplatz ist die blaugetünchte „Mortalman Garage“ inmitten eines unübersichtlichen Gewirrs aus Hütten und Gassen an einem steilen Hang abseits der Hauptstraße am östlichen Stadtrand von Freetown. An der Mauer des kaum mannshohen Baus prangen in verblichenen Lettern die Worte „Bush Doctor“. Der Rest der Fläche ist übersät mit Dutzenden Bildchen von Krankheiten und Problemen, die Conteh behandelt: Liebeskummer, Zahnschmerzen, Probleme unter der Geburt.

Conteh, ein schlaksiger Mann in goldfarbenem Ronko, einem traditionellen knielangen Gewand, empfängt in einem nur wenige Quadratmeter großen Raum, vollgestopft mit alten Röhrenfernsehern sowie Säcken voller Pulver, Wurzeln und Blätter. Seit 30 Jahren mixt er daraus, wie seine Vorfahren vor ihm, Tinkturen und Pasten, mit denen er „böse Geister“ aus kranken Körpern vertreibt.

Wie das funktioniert, möchte Conteh an Ibrahim vorführen. Der junge Mann kauert in einem Verschlag einige Meter entfernt auf der Türschwelle. Ibrahim sei Lehrer gewesen, erklärt Conteh, bis ihn der Vater seiner Freundin verflucht habe. Er fordert seinen Patienten auf, sich zu erheben. Für Ibrahim ein Kraftakt. Irgendwann steht er gekrümmt da, den Kopf schiefgelegt, sein Blick starr. In der linken Hand hält Ibrahim ein Tütchen mit weißem Pulver und einen Löffel, die rechte hindert den am Herunterrutschen. „Als er zu uns kam, konnte er das noch nicht“, frohlockt Conteh und spornt Ibrahim zu mehr an. Der brummt nur. Es klingt widerwillig. Irgendwann wird es dem Heiler zu bunt: „Bringt mir den Stock!“

Die Rolle der traditionellen Heiler in Sierra Leone ist ambivalent. In einem Land ohne flächendeckende Gesundheitsversorgung sind sie für die Bevölkerung oft der erste Ansprechpartner bei einer Vielzahl von Problemen. Den wenigen Ärzten im Land stehen nach Angaben der Traditional Healers Union 45.000 Heiler gegenüber.

In der spirituell geprägten Gesellschaft Sierra Leones gelten bis heute Flüche, Dämonen und Hexerei als Ursache psychischer Probleme – und als Strafe für Missetaten der Vorfahren. Die Einheimischen nennen das „noto ospitul sik” : eine Krankheit, die aufgrund ihres übernatürlichen Ursprungs nicht in Krankenhäusern geheilt werden kann.

Es herrscht Krieg

„Man kann es den Menschen nicht übelnehmen. Sie kennen nichts Anderes“, erklärt Rebecca Esliker den weit verbreiteten Aberglauben ihrer Landsleute. Sie leitet das Institut für Psychologie an der Universität von Makeni im Herzen des Landes und ist zugleich dessen einzige Mitarbeiterin. Die 58-Jährige hegt wenig Sympathien für die traditionellen Heiler, spricht gar von „Krieg“ zwischen ihnen und der modernen Medizin.

Die in Irland und den USA ausgebildete Psychologin hat eine lange Liste an Vorwürfen zusammengetragen: finanzielle Ausbeutung von Familien, die ihr bescheidenes Vermögen aus Angst vor gesellschaftlicher Ächtung für die Behandlung eines geistig behinderten Angehörigen ausgeben – ohne reelle Aussicht auf Erfolg. Außerdem sollen Heiler heimlich Medikamente in ihre Heilmittel mischen, ohne über die richtige Dosierung oder Nebenwirkungen Bescheid zu wissen. Vor allem aber: Gewalt. „Sie schlagen erbarmungslos zu“, berichtet Esliker über Erfahrungen ihrer Patienten. „Um den Teufel auszutreiben, wie sie sagen.“

Seit sie vor drei Jahren in ihre Heimat zurückkehrte, arbeitet Esliker deshalb unentwegt daran, über das Thema geistige Gesundheit aufzuklären – auch die Politik. In der 2011 gegründeten Mental Health Coalition (MHC) wirkte sie mit anderen Interessengruppen auf eine Überarbeitung der nicht mehr zeitgemäßen Rechtsprechung mit dem vielsagenden Namen Lunacy Act von 1902 hin. Die MHC konnte das Gesundheitsministerium überzeugen, eine Abteilung für nichtübertragbare Krankheiten und mentale Gesundheit zu gründen. Außerdem wurden kurz vor der Ebola-Epidemie mit Geldern der deutschen Christoffel-Blindenmission 21 Krankenschwestern und -pfleger psychologisch geschult und in die 14 Distrikte des Landes entsandt. Und in der einzigen Psychiatrie des Landes wurde jüngst feierlich das Ende des Ankettens von Patienten verkündet. Esliker selbst startete Ausbildungskurse für medizinisch-psychologische Assistenten , deren Kompetenzen zwischen Ärzten und Pflegepersonal angesiedelt sind. „Im ersten Jahr hatten wir zwei Studenten. Dieses Jahr sind es schon sechs“, sagt sie zufrieden. „Es tut sich etwas, wenn auch nur langsam.“

Trotz der Fortschritte, Priorität hat mentale Gesundheit für die Politik bislang nicht. In einem Strategiepapier des Gesundheitsministeriums für die kommenden Jahre wird der Bereich geistige Gesundheit nicht einmal erwähnt. Um dennoch möglichst vielen Patienten helfen zu können, bezieht die MHC sogar die umstrittenen Heiler mit ein. Diese sollen geschult werden, auffällige Symptome etwa von Epilepsie zu erkennen, um Patienten an einen Arzt überweisen zu können. Soweit die Theorie. In der „Mortalman Garage“, an deren Fassade das englische Wort für „Wahnsinn“ neben das Bild eines angeketteten Mannes gepinselt ist, versichert „Bush Doctor“ David Conteh, die Ärzte hätten seinen Patienten Ibrahim aufgegeben und als letzte Rettung zu ihm geschickt. Ihre Diagnose: noto ospitul sik.

Disclaimer: Die Recherche wurde vom „Global Health Journalism Grant Programme for Germany“ des European Journalism Center finanziert.

Quellen

Betancourt (2008): High Hopes, Grim Reality: Reintegration and the Education of Former Child Soldiers in Sierra Leone. In: Comp Educ Rev.

Betancourt (2010a): Past horrors, present struggles: The role of stigma in the association between war experiences and psychosocial adjustment among former child soldiers in Sierra Leone. In: Soc Sci Med.

Betancourt (2010b): Sierra Leone's Former Child Soldiers: A Follow-up Study of Psychosocial Adjustment and Community Reintegration. In: Child Dev.

Betancourt (2013): Post-traumatic stress symptoms among former child soldiers in Sierra Leone: follow-up study. In: The British Journal of Psychiatry.

Betancourt (2014): School Persistence in the Wake of War: Wartime Experiences, Reintegration Supports, and Dropout in Sierra Leone. In: Florida State University Libraries.

Betancourt (2015): Youth mental health after civil war: the importance of daily stressors. In: The British Journal of Psychiatry.

Betancourt (2016a): Associations between Mental Health and Ebola-Related Health Behaviors: A Regionally Representative Cross-sectional Survey in Postconflict Sierra Leone. In: PLOS Medicine.

Betancourt (2016b): Youth and Resilience in Postconflict Settings: An Intervention for War-Affected Youth in Sierra Leone.

Betancourt (2017): Coping and mental health outcomes among Sierra Leonean war-affected youth: Results from a longitudinal study. In: Development and Psychopathology.

Betancourt (2019): Stigma and Acceptance of Sierra Leone's Child Soldiers: A Prospective Longitudinal Study of Adult Mental Health and Social Functioning. In: Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry.

Bulanda; Jalloh (2017): A needs assessment for school social workers in Sierra Leone. In: International Social Work.

de Jong (2000): The trauma of war in Sierra Leone. In: The Lancet.

Edoka (2016): Free health care for under-fives, expectant and recent mothers? Evaluating the impact of Sierra Leone’s free health care initiative. In: Health Economics Review.

Esliker (2015): Mental Health in Sierra Leone: Beliefs, Myths and Truth. In: University of Makeni.

Healy (2016): Did we learn the right lessons from Ebola? In: New Internationalist, 2016. Online verfügbar unter https://newint.org/features/2016/06/01/after-ebola-keynote.

Kamara (2017): Mental health care during the Ebola virus disease outbreak in Sierra Leone. In: Bull World Health Organ.

Keefe (2016): Young guns. In: New Yorker, 2016.

Ministry of Health and Sanitation (2016): NATIONAL HEALTH PROMOTION STRATEGY OF SIERRA LEONE (2017–2021).

OSullivan: Childhood Disability in Burkina Faso and Sierra Leone: In: M. MacLachlan and L. Swartz (eds.), Disability & International Development: Towards Inclusive Global Health,

Sevalie (2018): Mental health in Africa. In: The Lancet. Online verfügbar unter https://www.thelancet.com/journals/langlo/article/PIIS2214-109X(18)30303-6/fulltext.

Shonkoff (2012): The Lifelong Effects of Early Childhood Adversity and Toxic Stress. In: Pediatrics.

Song (2013 (2011)): Who Cares for Former Child Soldiers? Mental Health Systems of Care in Sierra Leone. In: Community Ment Health J.

UNDP (2017): Analysis of the Causal and Trigger Factors of the August 2017 Landslide in Freetown: towards a Sustainable Landslide Risk Management in Sierra Leone.

Wessels (2010): Sealing the Past, Facing the Future. In: Girlhood Studies.

WHO (2012): WHO proMIND: Profiles on Mental Health in Development.

WHO (2017): Improving access to mental health services in Sierra Leone. Online verfügbar unter http://www.afro.who.int/news/improving-access-mental-health-services-sierra-leone.

Worldbank (2016): As Liberia and Sierra Leone recover from civil wars. Online verfügbar unter http://www.worldbank.org/en/news/feature/2016/04/11/as-liberia-sierra-leone-recover-from-civil-wars-and-ebola-demand-for-mental-health-services-surges.

Yoder (2016): Child mental health in Sierra Leone: a survey and exploratory qualitative study (Daten vor Ebola). In: International Journal of Mental Health Systems.