Das Segelschulschiff "Juan Sebastian de Elcano"

Bienvenido a Bordo

Das Segelschulschiff “Juan Sebastian de Elcano” im Hafen von Santa Cruz

Die Juan Sebastián de Elcano ist ein Viermastrahschoner mit Vormarsrahtopp aus Stahl und das offizielle Segelschulschiff der spanischen Marine. Es trägt den Namen des spanischen Entdeckers Juan Sebastián Elcano. 1927 lief das Schiff vom Stapel und begann seine Jungfernfahrt 1928. Am 18.03.2017, legte es in Santa Cruz an. Ich habe dieses wunderbare Schiff besichtigen können. Von diesem Erlebnis handelt diese Fotoreportage.

Der Liegeplatz gleich neben an. Hier hat das Patrouillenboot der Canaren festgemacht.

Open Ship für alle!

Eine Abordnung aller Waffengattungen der Canarischen Inseln geht an Bord um das Schiff zu inspizieren. Natürlich werden sie vom Kapitän empfangen.

Klar zum fieren des Beibootes

An Bord

Jetzt kann die Besichtigung beginnen. Einer meiner ersten Blicke fällt auf die Werftplakette. Klar zu erkennen das Schiff wurde 1927 auf Kiel gelegt.

Der erste Niedergang

Als Niedergang bezeichnet man auf einem Schiff eine steile schmale Treppe oder befestigte Leiter, die ein Deck mit einem anderen verbindet. Niedergänge sind meist mit Handläufen (zum Beispiel Rundprofile) auf beiden Seiten ausgestattet, um eine sichere Benutzung auch im Seegang zu gewährleisten.

Mein Blick auf den Großmast

Aus der englischen Terminologie der Schiffsmasten heißt der Großmast "main mast" was man wörtlich als Hauptmast übersetzen kann. Leider eine sehr schwierige Gegenlichtaufnahme.

Überall findet man die schönsten maritimen Gegenstände.

Der erste Steuerstand

Alles ist voll funktionsfähig und wird im normalen Schiffsbetrieb gebraucht und eingesetzt.

Der Maschinentelegraph

Der Maschinentelegraf wird eingesetzt, um Maschinenkommandos von der Kommandobrücke in den Maschinenraum zu übertragen. Mit ihm wurde nicht der Antrieb direkt gesteuert, sondern lediglich der gewünschte Geschwindigkeitsbereich und die Drehrichtung der Maschine dem Personal im Maschinenraum oder Leitstand übermittelt. Diese heutzutage umständlich anmutende Technik stellte in der Zeit der Antriebe durch Dampfmaschinen allerdings den höchstmöglich machbaren technischen Standard dar.

Eine Nagelbank

Eine Nagelbank ist eine Vorrichtung zur Befestigung von Belegnägeln auf Segelschiffen. Es handelt sich dabei um ein einfaches Brett, das in regelmäßigem Abstand Löcher aufweist, in die die Belegnägel gesteckt werden können. Der Abstand richtet sich nach der Dicke des Tauwerks, das dort angeschlagen werden soll. Es gibt auch Nagelbänke mit unterschiedlich großen Löchern, um sowohl Taue wie Falle als auch Leinen, zum Beispiel für die Signalflaggen, aufnehmen zu können.

Gegenüber anderer Belegmöglichkeiten hat die Nagelbank den Vorteil, dass das gewünschte Tau durch ein einfaches Ziehen des entsprechenden Belegnagels nach oben gelöst werden kann, damit es ausrauscht. Dafür ist eine saubere Leinenführung beim Belegen unabdingbar, ansonsten ist eine Wuling die Folge.

Der zweite Steuerstand

Auch hier, Ruderanlage und Kompass sind klar!

Eine Klampe

Eine Klampe (auch: Klampfe, mnd. zu Klammer) ist eine in der Seefahrt verwendete Vorrichtung zum Befestigen von Leinen (Tauwerk). Sie hat zwei gegenüberliegende Hörner, um welche die Leine im Wechsel geschlagen wird.

Meine Frage an die Experten - ist diese Klampe richtig belegt?

Takelung und Rigg

Takelung - Toppsegelschoner - Anzahl der Masten 4 - Anzahl Segel 20 - Segelfläche 3.153 m² - 4 Großgaffel-, 4 Gaffeltopp-, 4 Fockrah-, 5 Vorsegel (1 Vorstengestagsegel, 3 Klüver, 1 Flieger)

Wie Ihr auf den Bildern sehen könnt war das Wetter durchwachsen. Der Regen war vorbei, die Sonne lachte immer wieder durch eine aufgerissene Wolkendecke. Doch dann wurden die Wolken immer wieder vom Passat verdichtet. Für mich als Fotograf natürlich eine schöne Kulisse.

Ein 3,7 cm Salvengeschütz an der Backbordseite

Ach ja, fast hätte ich es vergessen - ich befinde mich auf einem Kriegsschiff. Da darf natürlich die Bewaffnung nicht fehlen.

Ein Blick über das Vordeck nach achtern. Hier laufen die Ankerketten.

Die zweite 3, 7 cm Kanone an der Steuerbordseite. Im Vordergrund eine Ankerkette.

Der Blick voraus über den Bugspriet zur Innenstadt

Der (regional auch das) Bugspriet ist eine fest mit dem Rumpf eines Segelschiffes verbundene, über den Vorsteven bzw. das Galion hinausragende starke Spiere, die das Vorstag zum Abstützen des Fockmastes trägt.

Ein Selfi in der Werftplakette

Adios! JUAN SEBASTIAN DE ELCANO Allzeit gute Fahrt!

Mein Rundgang ist zu Ende. Ich stehe wieder an Land. Ein solches Schiff zu besichtigen und zu bewundern ist ein Erlebnis an das man noch lange denkt. Ich hoffe mit meinen Bildern habe ich einen kleinen Eindruck von diesem Tag vermitteln können.

Hier noch einige Technische Daten zum Schiff:

Verdrängung: 3.612 t, Länge: 113,1 Meter, Breite: 13,1 Meter, Tiefgang: max. 6,8 Meter, Geschwindigkeit unter Segeln: max. 16,9 Knoten, Besatzung: 227 Mann, Anzahl Masten: 4, Anzahl Segel: 20

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© Copyright - Wilhelm Menze. Alle Bilder stehen für den Druck als hochauflösende TIFF Dateien und für das Web als hochauflösende JPEG Dateien zur Verfügung. Bitte fragen Sie an. email: feliz-photo@outlook.es

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