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Nachhaltigkeit in Oberfranken LoeschPack setzt auf Biokunststoffe

Von Michael Ertel

Der Verpackungsspezialist LoeschPack hat eine neue Maschinengeneration entwickelt, mit der umweltfreundliche, biopolymere Verpackungsfolien verarbeitet werden können. Mit seinen technischen Innovationen möchte das Altendorfer Unternehmen auch Zeichen in Richtung Industrie 4.0 setzen. Die Botschaft: Nachhaltigkeit und Produktionseffizienz gehen Hand in Hand.

„Wir gehen mit der neuen Maschine einen weiteren Schritt bei den intensiven Nachhaltigkeitsbemühungen unseres Unternehmens“, betont Geschäftsführer Dr. Thomas Cord. So habe man an dem Maschinenmodell für die klassische Verpackung von Schokoladentafeln zahlreiche Detailverbesserungen vorgenommen und kontinuierlich für den Einsatz biopolymerer Folien optimiert.

Biopolymere bestehen aus Kunststoffen, die nachweislich auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt werden und auch biologisch wieder abbaubar sind. Die wachsende Bedeutung dieser Stoffe macht eine Studie des Nova-Instituts deutlich. Demnach steigt die weltweite Produktion biobasierter Polymere kontinuierlich. Zwar hätten Biokunststoffe noch einen geringen Anteil von zwei Prozent am gesamten Kunststoffmarkt. Doch in den vergangenen Jahren gab es jeweils zehnprozentige Wachstumsraten.

Mit der innovativen, weiterentwickelten Maschine sieht LoeschPack die richtige Antwort auf aktuelle Kundenbedürfnisse. Dr. Thomas Cord: „Wir erkennen ein gesteigertes Interesse an Zweistationsmaschinen, die Bio-Folie verarbeiten können.“ Die für den Einsatz von biopolymerer Folie optimierte Hochleistungsmaschine setze in puncto kompakter Bauweise, Hygiene, Ergonomie und Flexibilität neue Maßstäbe.

Konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz

Als mittlerweile 300. Unternehmen hat sich LoeschPack kürzlich auf der CSR-Plattform „Wirtschaft weiß-blau“ registriert (www.wirtschaft-weiss-blau). Betreiber der Website ist die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Ziel des Portals sei es laut vbw, „sichtbar zu machen, wie viel die Unternehmen schon seit Jahrzehnten freiwillig für Bayern, die Regionen und seine Menschen leisten“. In der langen Reihe der gelisteten Firmen sieht Dr. Thomas Cord sein Unternehmen gut aufgehoben. „Wir wollen eine Übereinstimmung von ökonomischen Zielen und sozialem beziehungsweise ökologischem Handeln erreichen.“

Bereits heute liefert LoeschPack sogenannte „CO2-neutrale Maschinen“ aus, betont Cord. „Die Emissionen, die unsere Maschinen verursachen, gleichen wir durch unser Engagement in nationalen und internationalen Klimaschutzprojekten aus.“ Ein Baustein von vielen seien beispielsweise Baumpflanzungen im firmeneigenen Forst. „Unsere Kunden leisten so einen konkreten Beitrag zum Umweltschutz.“ Alle Maßnahmen setzt das Familienunternehmen im Rahmen seiner Partnerkampagne namens „carbon neutral packaging“ um.

Neue Impulse für Industrie 4.0

Und auch bei den Themen Industrie 4.0 und Internet of Things (IoT) möchte LoeschPack seinen Kunden neue Impulse geben. So ist man Mitglied des Kooperationsnetzwerkes „ChoConnect“. Dort haben sich 2016 mehrere Maschinenhersteller aus der Schokoladenzubereitung und -verpackung zu einer strategischen Partnerschaft zusammengefunden. Ziel ist die Definition eines gemeinsamen Industrie-4.0-Standards. „Wir arbeiten hier an einer weitreichenden und intelligenten Vernetzung der einzelnen Produktionsstufen“, erklärt LoeschPack-Geschäftsführer Dr. Cord. Es gehe dabei um eine „mitdenkende Produktionslinie“, die in Abhängigkeit der Maschinenzustände die einzelnen Produktionsstufen der Linie automatisch anpasse. „Dieser Ansatz ist in der Branche einmalig und wird sicherlich eine entsprechende Benchmark setzen.“

Dr. Thomas Cord, LoeschPack-Geschäftsführer

Über Loesch Verpackungstechnik

LoeschPack sieht sich als Technologie- und Innovationsführer bei Verpackungsmaschinen und kompletten Anlagen zur Verpackung von Schokolade, Kaugummi, Süßwaren, Dauerbackwaren. In dieser wachsenden Branche entwickelt LoeschPack seit 1919 flexible und wirtschaftliche Anlagenkonzepte. Die Loesch Verpackungstechnik GmbH gehört zum deutschen Familienunternehmen Piepenbrock.

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Michael Ertel
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