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Sentiero del Fiume immer dem fluss nach

Der Lario, so nennen die Einheimischen den Comer See, wirkt auf den ersten Blick sehr mondän und edel. Seine Ufer umsäumen elegante Villen und exklusive Ferienhäuser warten auf solvente Gäste. Wer keine „dicke Hose“ hat, ist trotzdem herzlich willkommen und eingeladen, das mediterrane Flair zu genießen. Kleine Ortschaften, wie Perlen an einer Kette am Ufer aufgereiht, versprühen italienischen Charme und laden zum Verweilen ein. Ob faul am Strand in der Sonne liegen, oder aktiv Wassersport betreiben (Segeln, Kiten, Surfen ...), hier geht alles und alles sehr gelassen.

Wir haben anderes vor, denn der See ist umgeben von steilen Hängen der südlichen Alpen und für Outdoor-Aktive ein Eldorado. Mountainbiken, Klettern, Bergtouren, alles geht. Wir wollen dem Lauf eines Wildbaches folgen, der irgendwo in den Bergen bei alpe d'Era zu fließen beginnt. Wir fahren vom Norden kommend an der Ostseite des Sees entlang bis Mandello del Lario und von dort bis Somana. Übrigens: Aus Mandello del Lario kommen die Moto Guzzi Motorräder. Die Älteren unter uns haben sicher noch das Bollern einer Moto Guzzi 850 Le Mans (Bj 1976) im Ohr. 90°-V-Motor mit 844 ccm und 70 PS.

Bevor es losgeht, noch einen Cappuccino und ein „Last phone call home.“ Man weiß ja nie, ...

... dann den Wanderweg finden und los geht's.

Hier verlassen wir den Wanderweg, ...

Immer dem Bach entlang Richtung Alpe die Era

... denn ,wenn der Planet seine volle Kraft entfaltet, macht wandern am und im Bachbett mehr Spaß.

Wo keine Brücke ist, tut's ein beherzter Sprung. Aber aufpassen, so ein Knöchel ist schnell verstaucht. Der ein oder andere Stein kann klitschig sein. Als wir dort waren, herrschten aus unserer Sicht sehr gute Bedingungen und wir hatten keine Schwierigkeiten mit dem Gelände. Dies kann sich je nach Wetterlage sehr schnell ändern und heftige Regenfälle können dafür sorgen, dass die Klamm unpassierbar wird.

Die Augen können sich gar nicht sattsehen von dem vielen Grün und dem Tanz des Wassers über Fels und Stein. Faszinierend, wie es sich seinen Weg sucht, auseinanderdriftet, wieder zusammenkommt und dann den nächsten Fels hinunterstürzt. Kleine und große Wasserfälle wechseln sich ab. An manchen Stellen bilden sich Gumpen. Diese Naturbadewannen machen richtig Lust sich reinzulegen. Wenn das Wasser nur nicht so kalt wäre, kämen wir glatt in Versuchung.

Einige Passagen im oberen Teil sind mit Ketten gesichert. Erfahrene Klettersteiggeher werden diese vielleicht als überflüssig empfinden, wer aber mit Kindern unterwegs ist, wird anders darüber denken. Außerdem ist dies keine Tour für Adrenalinjunkies, sondern für Naturgenießer und die kommen hier voll auf ihre Kosten und werden begeistert sein.

Begeistert sein? Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Für den Rückweg gehen wir den Wanderweg über Santuario di Santa Maria nach Somana. Bei der Kirche Santa Maria öffnet sich der Blick ins Tal auf den Comer See und Mandello del Lario. So beglückt nehmen wir die letzten Meter runter ins Dorf den Kreuzweg

„La Dolce Vita.“ Wenn nur Fellini das sehen würde. Den Abend verbringen wir am Comer See bei Pasta, Pizza und mit einer guten Flasche Rotwein.

Die Route zum Anschauen auf Google Maps.

Fortsetzung folgt!

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Credits:

Herbert Worm

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