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Misses Santa Claus Santa's not so little helper

In dieser Weihnachtssaison war es Ms. Claus, hierzulande bekannt als „Frau vom Nikolaus“, zum ersten Mal passiert, dass sie beim Plätzchenbacken regelmäßig eine mehrfache Menge dessen machte, was notwendig wäre... dass sie viel vom Teig nahm ... die warmen schokoladigen gehaltvollen Plätzchen mit vollen Händen probierte, Unmengen genascht, beim Backen und danach geschlemmt hatte, so dass Santa Claus schon fast Verdacht schöpfte:

– So viel, wie Du in der Backstube bist, müsste da ab er mehr herauskommen!

– Wirst schon noch sehen, Mann, denkt sie...

und setzte sich für eine Pause auf den Stuhl mit ihrem roten Kostüm. Der Stuhl ächzte unter ihrer Last. Das Kostüm könnte die prallen üppigen Formen kaum mehr halten... und sie spürte die immense Lust, weiterzubacken, weiterzuschlemmen..

Die Arbeit in der Backstube war angenehm. Systematisch machte sie nun viel mehr Teig als notwendig, um zu naschen, zu schlemmen. Doch nun drohte Ungemach vom Finanzamt: Die Steuerprüfung könne das Verhältnis zwischen eingekaufter Rohware und deutlich geringerer produzierter Plätzchenmenge nicht nachvollziehen. Für die erhebliche Mengendifferenz bestehe Erklärungsbedarf. Die von ihr vorgebrachte schriftliche Erklärung, es handle sich bei diesen Mengenverlusten um eine Kombination aus Qualitätskontrolle und leidenschaftlicher Verfressenheit (ein Foto des aktuellen Bauchs war im Anhang als Nachweis beigelegt) wurde ihr zum Verhängnis: Nun kann sie ihre Küche nicht mehr als Arbeitszimmer absetzen, weil mehr als 50% der dort stattfindenden Tätigkeiten offensichtlich nicht beruflichen, sondern „äußerst privaten, wenn auch erfreulichen Bestimmungen“ dienten, so das Zitat aus dem Schreiben des zuständigen Finanzbeamten.

So wurde das jährliche Portrait am Ende der Saison dieses Mal im Sitzen aufgenommen.

Aber sie war nicht nur müde von der langen Korrespondenz, sondern auch schwer und träge vom Weihnachtsmahl: Santa Claus hatte, ebenfalls in die Buchhaltung vertieft, den „Feiertagszuschlag“ im doppelten Wortsinne verstanden: So gab es einen ordentlichen Nachschlag beim Braten und einen großzügigen Zuschlag beim Dessert: 1kg Tiramisu hatte er vom Geburtstagskind als Gratifikation erhalten und aus dessen italienischer Wahlheimat mitgebracht. – Und somit sollte es nicht nur FÜR, sondern auch AN Ms. Claus einen Feiertagszuschlag geben. Nach Herzenslust schlemmte sie von der cremig-süßen Masse und setzte sich für eine Pause auf den Stuhl mit ihrem roten Kostüm. Der Stuhl ächzt unter ihrer Last. Das Kostüm kann die prallen üppigen Formen kaum mehr halten... und sie denkt sich: Ach, wie eng ist doch der Stoff und weit ist Ostern! ... Andererseits: Hat sie jemals einen Anlass im Kalender gebraucht, um es sich gutgehen zu lassen?

Auch ohne Anlass ließ Ms Claus nicht ab vom Schlemmen.

Anders als in den Vorjahren mochte sie in diesem Jahr nach dieser üppigen Saison und nach dem Feiertagszuschlag von S. Claus gar nicht mehr aufhören. So verfressen war sie geworden. So sehr genoss sie das Gefühl des vollen Bauchs, des schwerer und weicher werdenden Körpers. So faszinierend fand sie die Idee, bei der nächsten Saison fetter und runder denn je an den Start zu gehen.

Und manchmal zwängte sie sich in das rote Kostüm, das zu Beginn dieser Saison noch so gut gepasst hatte – und das jetzt unter dem angefresenen Speck und ihrer Fülle ächzte und zu platzen drohte.
Sie genoss das Gefühl unwahrscheinlich.

Und S. Claus überreichte ihr völlig außer der Reihe ein neues, viel weiteres Kostüm - mit Dehnungsfuge, wie er sagte: Einer seitlichen Schnürung, um es weiter und immer weiter machen zu können...

In diesem Kostüm fand sie am nächsten Tag S. Claus dann auch vor: Vor einer leeren großen Schüssel, den letzten Batzen süßen Teigs in der Hand, mit vor Erregung gerötetem Gesicht.

Hei, Schlemmerin!

S. Claus umarmte sie und strich über den schon wieder zum Platzen gespannten Stoff ihres Bauchs: Ich muss zwei geschäftliche Punkte mit Dir besprechen.

Einer seitlichen Schnürung, um es weiter und immer weiter machen zu können...

Man sah im an, wie schwer es ihm fiel, angesichts der erregenden Situation geschäftlich zu bleiben.

– Also... wegen des Finanzamts: Wir könnten ja Deinen Eigenverbrauch als Investition darstellen. Wir sagen, du experimentierst an neuen Leckereien. Da können wir bis zu 70% der Tätigkeiten in der Küche ansetzen. Und du kannst endlich offiziell futtern und schlemmen bei der Produktion. Zweiter Punkt: Vom Osterhasen kam die Anfrage, ob wir als Unterlieferanten einspringen beim Ostergebäck. Da habe ich das mit dem Experimentieren und dem Mehrverbrauch gleich angesprochen, er schien einverstanden.

– Oh, geil!, sagte Ms. Claus, Hefezopf und so Zeug, das können andere machen. Ich mache gerne die Schokohasen und das Zuckergebäck. Ich nehme mit ihm Kontakt auf. Und toll die Idee mit der Investition. Mr. Claus, Du weißt ja, wohin ich’s investiere!

Und sie schubste ich mit ihrem weichen und weit nach vorn gewölbten Bauch, so dass der schwere Herr fast das Gleichgewicht verlor und zurückschubste...

Da stand Ms. Claus - kugelrund und verfressen - und strahlte über beide Ohren.

Credits:

Created with images by flockine - "dough short pastry biscuit" • Markus Spiske - "untitled image"

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