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Ufem Wäg nach Bethlehem Zur Ruhe kommen auf dem Weg zur Krippe im (echten) Stall

Im letzten Dezember hat Familie Bachmann aus Wädenswil ihren Bauernhof geöffnet für ein besonderes Weihnachtserlebnis: Auf dem rund 300 Meter langen Weihnachtsweg wurden die Besucher an verschiedenen, liebevoll eingerichteten Stationen durch die Weihnachtsgeschichte zur Krippe im echten (!) Stall geführt.
Gabi & Johannes Bachmann führen einen Bauernhof in Wädenswil und sind Mitglieder der FEG Fuhr bachmann.purehof@bluewin.ch

Die Fragen stellte Deborah Vassen

Frau Bachmann, an der Krippe zu stehen mit echten Schafen und Kühen «drum herum», das war für unsere Familie ein eindrückliches Erlebnis. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Weihnachtsweg zu gestalten?

Als unsere Kinder klein waren, haben wir Wege gesucht, wie wir Weihnachten so feiern können, dass die Bedeutung nicht untergeht in dem ganzen Trubel. Mein Mann war jeweils kreativ und hat wunderbare Szenen im Stall bei den Tieren oder im Wald vorbereitet. Dort konnten wir uns sehr schön einstimmen auf Weihnachten. Da ist uns die Idee gekommen, dass so etwas auch andere Leute ansprechen könnte.

Was ist Ihr Anliegen mit dem Weihnachtsweg?

Einerseits die Weihnachtsgeschichte zu erzählen, wie sie in der Bibel steht. Andererseits einen Ort zu schaffen, an dem man zur Ruhe kommen, beten, nachdenken, singen kann. Ein Ort, wo alle weihnachtlichen Verpflichtungen und Ansprüche weit weg sind. Hier kann man einfach sein, sei es als Familie oder als Einzelperson. Dazu kommt das Erleben mit den Sinnen: Die weihnachtlichen Szenen, die Texte, die Lieder, die Lichter, die Tiere, die Geräusche, der Geruch, die Stimmung draussen, das Feuer…

An den Wochenenden haben Sie die Leute zu Punsch und Guetzli ans Hirtenfeuer eingeladen. Ist jemand gekommen?

Ja, das hat uns sehr gefreut. Es kamen Leute aus dem Bekanntenkreis, aber auch viele aus der Nachbarschaft, welche wiederum ihre Bekannten mitbrachten.

Viele haben die Möglichkeit genutzt, Zeit vor der Krippe zu verbringen. Es wurde auch gesungen und ausgetauscht. Von einigen haben wir gehört, dass sie sogar mehrmals da waren. Überraschend viele Menschen sind an Heiligabend zur Krippe gekommen, um sich auf Weihnachten einzustimmen.

Der Weihnachtsweg war letztes Jahr während zwei Wochen jeden Tag geöffnet – das klingt nach einem grossen Aufwand. Wie haben Sie das bewältigt?

Der grösste Aufwand war der Auf- und Abbau. Da hatten wir grossartige Unterstützung von Leuten aus der Gemeinde. Unter der Woche beschränkte sich der Aufwand darauf, die Tiere zu versorgen, alles einzuschalten und zu kontrollieren. Wir waren nur an den Wochenenden die ganze Zeit anwesend, an den anderen Tagen konnten die Leute den Weg selbständig besuchen. Für uns als Familie und für das Vorbereitungsteam war die Adventszeit von diesem Projekt geprägt. Umso schöner dann die vielen positiven Rückmeldungen. Es freut uns, dass wir die Leute auf diese Weise beschenken durften.

Sind Sie selbst im Stall noch zur Ruhe gekommen?

Ja. Auch wir selbst wurden neu beeindruckt von diesem Ereignis, von diesem einmaligen Weg, den Gott gewählt hat, damit wir Frieden finden können. Ein kleines Kind im Stall – wer käme auf diese Idee?

Warum ist es wichtig, die Weihnachtsgeschichte auf eine neue Art zu erzählen?

Viele haben sie früher in der Schule, in der Kirche oder in der Familie gehört. Heute ist das nicht mehr unbedingt so.

Sind die Menschen an Weihnachten offener fürs Evangelium?

Das weiss ich nicht.

Was bedeutet Ihnen persönlich Weihnachten?

Wir lieben das Weihnachtsfest! Gott kommt zu uns als Licht in der Dunkelheit. Das beeindruckende Leben von Jesus beginnt hier, bis die Geschichte an Ostern eine weitere, unerwartete und entscheidende Wendung nimmt.

Ganz herzlichen Dank für das Interview!

Weihnachtsweg 2020

Dieses Jahr wird der Weihnachtsweg in Wädenswil vom 19. bis und mit 27. Dezember jeweils von 16:30 bis 20 Uhr offen sein. Weitere Informationen: