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Schiesst die Sterne auf den Mond Christoph Ammann

Christoph Ammann, Leitung FEG Schweiz, christoph.ammann@feg.ch

Vorweg: Ich bin in keiner politischen Partei. Ich bin für gleiche Rechte. Ich bin – wie mehr als 98% der Bevölkerung – der Ansicht, dass es zwei Geschlechter gibt, abgesehen von 0.0001% der Menschen, die androgyn (zweigeschlechtig) geboren werden.

Dazu kommt ein nahezu ebenso geringer Anteil von Menschen, die aus nicht manipulativen Gründen nichtbinär empfinden. Für solche Menschen habe ich Verständnis und Respekt, nicht aber dafür, dass diese Mitmenschen aus ideologischen Gründen herangezogen werden, um eine Kultur, das Geschlechter- und Familienbild und die Sprache zu verunstalten!

Immer häufiger wird in Texten der Gender*Stern, Gender_Gap, Gender:Doppelpunkt oder das Binnen-I gesetzt. Es werden Millionen ausgegeben, insbesondere an Hochschulen und in Bundesämtern, um Texte gendergerecht umzuschreiben. Im deutschsprachigen Raum gibt es mehr als 200 Professuren für Gender-Studien, jedoch nur ein Bruchteil davon, die sich mit dem demografischen Wandel befassen.

Selbst geschlechtsneutrale Worte werden schon «gegendert». So las ich neulich in einer Einladung: «Liebe MitgliederInnen». In einem Text stand anstelle von Bürgermeister: «Bürger*innen-Meister*in». Und hier der Gipfel des Genderwahns: Der Chefredaktor der Schweizer Ausgabe der «Zeit» redete in einem Podcast von einer «Sündenböckin». Ich las einen Artikel, in dem empfohlen wurde, auch Verben zu gendern. Viel «Spass» beim Lesen, z.B. «verarzten, bemuttern, bewirten, gärtnern». In einem Gender-Leitfaden war zu lesen: «Arztbesuch sollte vermieden werden. Besser sei: Besuch der ärztlichen Sprechstunde.» Da kann ich nur sagen: Ein Arztbesuch ist zwingend nötig – bei einem Psychiater!

Sprachen wandeln sich immer – aber nie in Richtung Unfug.

Wenn man die Gender-Mainstreaming-Bewegung in den vergangenen Jahren beobachtet, geht es nicht primär um Gleichberechtigung, sondern um einen Umbau der Gesellschaft in eine, die der von Gott gesetzten Ordnung der Geschlechtlichkeit zuwiderläuft.

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau (Genesis 1,27).

Ich mache bei dieser Ideologie nicht mit und schiesse die (Gender-)Sterne auf den Mond.

Credits:

Erstellt mit einem Bild von adege - "lunar eclipse full moon moon"