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Mission in vier Akten Jarek und Ania Mroz, Tarnow, Polen

Gebt also sorgfältig darauf Acht, wie ihr lebt! Verhaltet euch nicht wie unverständige Leute, sondern verhaltet euch klug. Macht den bestmöglichen Gebrauch von eurer Zeit, gerade weil wir in einer schlimmen Zeit leben. Eph 5,15–16

Erster Akt (hat leider nicht so gut geklappt)

Meine Frau und ich sind in einem Lebensmittelgeschäft (natürlich mit Masken)-Wir unterhalten uns und scherzen mit der Kassiererin. Der Kassierer lächelt und sagt: «Ihr seid die einzigen lächelnden Menschen, die ich getroffen habe, seit alles geschlossen wurde.» Wir hingegen antworten leider nur: «Sich Sorgen zu machen hilft nicht, es ist besser, fröhlich zu sein.» Wir packen unsere Einkäufe und gehen nach Hause.

Zweiter Akt (eigentlich braucht es nicht viel)

Es ist Sonntagmorgen, kurz bevor der Online-Gottesdienst beginnt. Wir erhalten eine SMS, dass ein Paket auf der Haustreppe liegt. Wir öffnen die Tür, und auf der Türschwelle liegen 4 verpackte Muffins für unsere Familie mit dem Vermerk «Nach dem Gottesdienst essen». Wie sich herausstellt, erhalten ALLE Gottesdienstbesucher Päckchen mit Muffins. Nach dem Gottesdienst essen wir sie alle gemeinsam lächelnd vor den Bildschirmen unserer Telefone und Computer und bedanken uns bei denjenigen, die sich entschieden, uns allen zumindest eine Kostprobe unseres wöchentlichen Kaffeetrinkens zu geben – und uns so ermutigt haben.

Dritter Akt (eine biblische Lektion)

Mittwochabend, Bibelstunde. Wir sprechen über Petrus, der Jesus dreimal verleugnet (Joh 18), dem der Herr aber trotz eines früheren Falles das Weiden der Schafe anvertraut (Joh 21) und der später im Tempel eine geistliche Predigt hält (Apg 3,12–20).

Vierter Akt (Erfolg, die Lektion war nicht umsonst)

Ich fahre zu einem befreundeten Röstereibesitzer, um Kaffee zu kaufen, und er erzählt mir, dass er 60% seines Geschäfts durch die Schliessung von Restaurants verloren hat. Dennoch hat er beschlossen, seine Angestellten nicht zu entlassen, solange er sie bezahlen kann. Denn er weiss, dass sie im Moment nirgendwo einen Job finden werden. Dieses Mal öffne ich meinen Mund und erzähle ihm von der Hoffnung in Christus.

Ich mag Petrus, weil er so menschlich ist. Am Beispiel seines Lebens kann ich so leicht erkennen, dass Gott der Gott der zweiten, dritten, vierten und nächsten Chance ist.

Deshalb möchte ich die Zeit nutzen, denn die Tage sind schlecht. Und wenn ich heute nicht erfolgreich war, werde ich es morgen dank Gottes Gnade und Hilfe sein.

Credits:

Erstellt mit einem Bild von James Coleman - "The Bible at church was open on this famous passage: for God so loved the world that he gave his only son so that whoever believes in him should not perish but have eternal life."