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Unser Thema von heute:

Kinderkrankheiten

Inhaltsverzeichnis

  • Definition Kinderkrankheiten
  • Parasitäre Erkrankungen
  • Allergische Erkrankungen
  • Zivilisationskrankheiten
  • Das Immunsystem stärken
  • Der Impfschutz
Definition Kinderkrankheiten: Kinderkrankheiten sind Erkrankungen die meist im Kindesalter vorkommen oder wegen der besonderen Situation des körperlichen Wachstums und der Entwicklung die einen besonderen Verlauf nehmen.

Parasitäre Erkrankungen:

Die häufigste parasitäre Erkrankung in Einrichtungen mit Kindern sind Kopfläuse. Kopfläuse sind kleine 2mm lange, flügellose, blutsaugende Insekten. Die Läuseweibchen legen täglich mehrere Eier, die sogenannten Nissen in der Nähe der Kopfhaut abgelegt werden. Die bevorzugten Stellen am Kopf sind dabei der Nacken, die Schläfen und die Region rund um die Ohren. Nach ca. 10 Tagen schlüpfen aus den Eiern die Larven, die ca. 16 Tage auf der Kopfhaut verbringen, bis sie zu ausgewachsenen Läusen herangereift sind, die selbst wieder Eier legen können.

Wie wird ein Kopflausbefall entdeckt? - Die Kopfhaut juckt in der Regel ständig. - Im Nacken oder auf der Kopfhaut befinden sich kleine rote Einstichstellen. - Beim Scheiteln der Haare lassen sich am Ansatz die hellen Nissen erkennen. - Bei einem Kopflausbefall in der näheren Umgebung oder im Bekanntenkreis sollte man sich selbst und die betreuenden Kinder immer wachsam untersuchen.
Wie werden Läuse übertragen? - Kopfläuse können weder fliegen noch springen, sie werden daher in erster Linie durch Körperkontakt übertragen, z.B. beim Kuscheln oder Umarmen. - durch gemeinsame genutzte Gegenstände, z.B. Bürsten, Mützen, Schals, Kopfkissen, Stofftiere oder Puppen. - durch das Anlehnen an Kopfstützen am Sofa, Bus oder Autositz.
Was tun gegen Läuse? - Kindergarten, Schulen und Kontaktpersonen Informieren. - Alle Familienmitglieder Untersuchen und vorbeugend mitbehandeln. - Spezielle Mittel aus der Apotheke besorgen wie z.B.: Goldgeist oder NYDA +. - Mützen, Schals, Kopfkissen, Decken, Kuscheltiere, Leib- und Bettwäsche bei 60grad waschen. - Kämme und Bürsten für 10 Minuten in heißes Wasser legen und reinigen.
Wann darf ein Kind wieder eine Gemeinschaftseinrichtung besuchen? - Ein Attest ist nur notwendig, wenn im Abstand von vier Wochen erneut ein Kopflausbefall aufgetreten ist. - Die Kontrolle liegt bei den Eltern. - Die Eltern sind verspflichtet, die Behandlung der Kopfläuse mit einem zugelassenen Kopflausmittel zu bestätigen.
Jeder Mensch kann Kopfläuse bekommen, trotz guter Körperhygiene und regelmäßiger Haarwäsche!!! Kopfläuse haben nichts mit Unsauberkeit der betroffenen Person zu tun.

Allergische Erkrankungen

Unter einer Allergie wird eine Abwehrreaktion des Immunsystems verstanden, die sich auf Stoffe richtet, die häufig gar nicht schädlich, sondern natürlichen Ursprungs sind. Entzündungen an der Haut oder den Schleimhäuten an verschiedenen Stellen des Körpers sind die Folge. Dabei kann eine Vielzahl an Beschwerden auftreten, z.B. Hautausschlag oder Magen-Darm-Beschwerden.

Allergische Erkrankungen im Säuglingsalter Im Säuglingsalter treten z.B. häufig Nahrungsmittel-Allergien auf wie z.B. gegen Ei, Milch, Soja, Nüsse oder Weizen.
Allergische Erkrankungen im Säuglings- und Kleinkindalter werden häufig Kinder von Neurodermitis geplagt. Es kommt dabei zu schuppigen, roten, manchmal nässenden Hautveränderungen, die stark jucken. Die Ursachen sind sehr vielfältig und häufig eine Kombination u.a. aus Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, psychische Belastungen, Reaktionen auf Zigarettenrauch oder Wasch- und Reinigungsmittel.
Allergische Erkrankungen im Alter ab 4 Jahren treten asthmatische Beschwerden gehäuft auf. Die erkrankten Kinder haben ein überempfindliches Bronchialsystem und reagieren auf verschiedene Auslöser, z.B. auf Tierhaare, Zigarettenrauch, Staub, Stress usw. Es kommt dabei zum Krampfartigen Zusammenziehen der Bronchien und einer damit verbundenen Atemnot.

Zivilisationskrankheiten im Kindes- und Jugendalter

Das Thema Zivilisationskrankheiten hat in den letzten Jahren ebenfalls zunehmend an Aktualität gewonnen. Immer mehr Kinder leiden bereits im Kindergarten- oder Grundschulalter an Übergewicht, Bluthochdruck oder an Zuckerkrankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2.

Die wichtigsten Auslöser für Übergewicht: - Bewegungsmangel durch ein geändertes Freizeitverhalten wie z.B. verstärkter Fernsehkonsum. - energiereiche Ernährung, z.B. Fast Food und Süßigkeiten. - zuckerhaltige Getränke wie z.B. Cola, Limonade, gesüßter Tee usw.
Anteil der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen nach Altersgruppe in % Mädchen: 3-6 Jahre = 9,3%, 7-10 Jahre = 14,8%, 11-13 Jahre = 18,9% und 14-17 Jahre = 17,0%. Jungen: 3-6 Jahre = 8,9%, 7-10 Jahre = 15,9%, 11-13 Jahre = 18,3% und 14-17 Jahre = 17,2%.
Was kann man dagegen tun bzw. es vermeiden? Bereits im Kindesalter sollten eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung als präventive Maßnahmen gegen Zivilisationskrankheiten selbstverständlich sein. Speziell für Gemeinschaftseinrichtungen mit Kindern gibt es viele sinnvolle Aktionen, um diese Themen mit Spaß und Freude zu vermitteln.
Tipps um den Kindern Freude und Spaß zu vermitteln - Obst und Gemüse immer auf dem Tisch stehen haben (ggf. schön anrichten z.B. wie eine Sonne oder einen Löwen. - Die Kinder mit nach draußen nehmen sie zu einem Spielplatz besuch zu motivieren. - Den Kindern klar machen wieso Bewegung und gesunde Ernährung wichtig ist.

Das Immunsystem

Das Immunsystem von Kindern muss erst eigene Antikörper gegen die verschiedenen Erreger aufbauen, mit jeder Erkrankung lernt es also dazu. Im Laufer der Jahre baut das Körpereigene Immunsystem auf diesem Weg eine zunehmend bessere Abwehr auf, wodurch die Zahl der leichten Erkrankungen mit steigenden Alter der Kinder zurück geht. Da zusätzlich jedoch verschiedene andere Faktoren auf das Immunsystem einwirken, kann es bei gleichaltrigen Kindern auch zu großen gesundheitlichen Unterschieden kommen.

Das Immunsystem stärken bei Babys und Kleinkinder im Winter - Winterkleidung wie z.B. Winterjacke, gefütterte Hose, Strumpfhose, Mütze die auch Ohren bedeckt, ein Schal und Handschuhe. - Bequeme und lockere Kleidung wählen um Schwitzen zu vermeiden. - Zum Schutz vor Auskühlung das Baby im Kinderwagen mit einer Wolldecke oder Fell ausstatten. - Baby gut zudecken z.B. mit Winterfußsäcken. Sie halten warm und bieten trotzdem Bewegungsfreiheit.
Das Immunsystem bei Babys und Kleinkindern im Sommer stärken - Luftige Kleidung auswählen, um starkes Schwitzen zu vermeiden. - Bei Sonne einen Sonnenhut aufsetzen. - Ein Kind im Kinderwagen nie in die Sonne stellen evtl. Sonnenschirm verwenden. - Das Baby nicht in die Sonne scheinen lassen. - Die Haut der Kinder mit Sonnencreme schützen.
Das gehört zu einer wettergerechten Kleidung - gehören auch die Schuhe wie z.B. Gummistiefel bei Regenwetter evtl. mit Thermosocken. - wasserdichte, aber atmungsaktive Schuhe im Frühjahr, Herbst und Winter. - gut am Fuß sitzende Sandalen im Sommer.
Ob ein Baby schwitzt oder frier, kann durch einen Griff in den Nacken ermittelt werden. Schwitzt es, ist der Nacken heiß und feucht. Friert es ist diese stelle Kühl.
Im Frühling und Sommer, wenn die Temperaturen häufig wechseln, ist das Anziehen nach dem ,,Zwiebel-Schalen-System" sinnvoll. Erst wird ein T-shirt, dann ein Pullover und dann eine Jacke angezogen. Durch An- und Ausziehen einzelner Kleidungsstücke kann man sich so leichter der Außentemperatur anpassen. Unbedingt bedenken: Kinder bewegen sich mehr als Erwachsene, ihnen ist daher auch schneller warm.

Der Impfschutz

Der Impfkalender zeigt, welche Impfempfehlungen für die einzelnen Altersgruppen bestehen. Im Zuge der Früherkennungsuntersuchungen überprüft der Kinderarzt, welche Impfungen anstehen. Ab dem 5. Lebensjahr beginnen für einzelne Impfungen die Auffrischungen, die alle 10 Jahre durchgeführt werden sollten, um einen lebenslangen Impfschutz aufrechtzuerhalten.

Warum überhaupt impfen? Durch das Impfen kann der Einzelne, aber auch die gesamte Bevölkerung, vor schweren Infektionskrankheiten geschützt werden. Einige hochansteckende Erkrankungen, z.B. die Pocken, konnten ausgerottet werden, andere treten nur noch selten auf. Voraussetzung dafür ist eine Impfrate der Bevölkerung, die bei ca. 90% liegt, damit die entsprechende Krankheitserreger keinen Nährboden für ihre Vermehrung finden. Sinkt die Impfrate unter 80% ab, können sich die Viren wieder neu ausbreiten.
Wenn sie noch fragen haben, dann können sie die gerne stellen!
Präsentiert wurde Ihnen das von: Jana Marie Kaspers und Alicia Mocek

Credits:

Erstellt mit Bildern von Berzin - "baby emotions joy" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood" • chezbeate - "background texture wood"