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… der Flitter graut, Es bleibt Verpasstes übrig.

oder

Eurydike

Konzert-Installation für Sopran, Flöte, Viola, Tanz (Video) und Zuspielband

Zum Inhalt:

Eurydike geht es nicht gut in der Beziehung mit Orpheus. Er hat viel zu tun und wenig Zeit für sie und mit ihr. Er ist eine künstlerische Lichtgestalt. Die Erwartungen, die an Orpheus gestellt werden, erfüllt er mit scheinbarer Leichtigkeit. Ist sein im Mittelpunkt stehen Altruismus an der Gesellschaft oder Narzissmus? Fakt ist: Die Menschen brauchen Orpheus und seine Kunst. Seine Musik, seine Transparenz (besser gesagt: die emotionale Infektion, die die Figur Orpheus, der Künstler in der Öffentlichkeit darstellt) bereichert die Menschen, beseelt sie, gibt ihnen ein Spüren. Oder ist er nur der Delegierte/ Stellvertreter für eigenes Verschüttetes, das sich die Zuhörer nicht getrauen in sich zu bemerken oder aus sich zu bergen? Was geschieht mit Eurydike, nachdem Orpheus sie endgültig verloren hat, ist die Idee, die dieser Konzert-Installation zugrunde liegt.Da der Tod in der Sage um Orpheus und Eurydike keine Nicht-Existenz ist, sondern ein Sein im Nicht-Irdischen, drängen sich folgende Fragen auf: Wie geht es Eurydike? Was tut sie? Was sind ihre Gedanken/ Gefühle? Wie müssen/ können wir (Irdische) uns ihr Nicht-Mehr-Sein vorstellen?

Ein Stück über gesellschaftliche Erwartung, Sehnsucht nach Glück. Ein Stück über das Navigieren im inneren Nebel von Erfüllung des Versprochenen und Hoffnung auf Ewiges. Und wie, im Spannungsfeld von Ego- und Altruismus, damit umgehen, wenn die Erwartung nicht erfüllt wird vom Geliebten. Wie viel Selbstbezogenheit ist gesund und zumutbar? Der Gesellschaft zumutbar und /oder dem Partner? Wie ist damit umzugehen, wenn alle Welt sagt: ihr seid ein Traumpaar? Es geht in der Konzert-Installation EURYDIKE auch um Emanzipation, den Mut das Pflaster abzureißen.

Eine Produktion von

Das Projekt wurde gefördert durch ein Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

und die Sparkasse Freiburg

Created By
Carsten Fuhrmann
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