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Abenteuer-Trekking im sarek nationalpark (lappland)

Bei einem echten Abenteuer ist nicht wirklich alles planbar, denn ein echtes Abenteuer ist eine Reise ins Unbekannte. Egal, wie gut man sich vorbereitet, Überraschungen bleiben nicht aus. Unser erstes unerwartetes Erlebnis hatten wir gleich, nachdem wir den Flughafen in Lulea verlassen haben. Wir wollten mit dem Bus nach Jokkmokk fahren. Nur keiner von uns hatte eine Kreditkarte dabei und die braucht, wer in Schweden mit dem Bus fahren will. Das wussten wir nicht. So blieb uns keine andere Wahl, wir mussten für die 180 Kilometer bis Jokkmokk ein Taxi nehmen. Das hatte auch seinen Vorteil, wir waren schneller dort als mit dem Bus und unser Taxifahrer war ein Juwel, er organisierte uns vor Ort auch gleich eine Hütte auf dem Arctic Camp Jokkmokk und fuhr uns, an der Eingangschranke vorbei, direkt bis zur Hütte.

In Yokkmokk kaufen wir erst mal all die Lebensmittel für unterwegs ein. Diese mussten gewogen und verpackt werden. Nachdem das erledigt war, wollen wir mit dem Bus nach Suorva fahren, zum 150 Kilometer entfernten Staudamm im Stora Sjöfallets Nationalpark. Aber in Lappland ticken die Uhren anders. Heute, sonntags fährt kein Bus nach Suorva. So schnell geben wir nicht auf. Wir fragen überall nach, in den Geschäften, beim Tourismusbüro und jeden, der uns über den Weg läuft. Es ist wie verhext, nicht mal die Taxis fahren und die Helicopter von Fiskflyg sind auch keine Option, die würden wohl fliegen, aber dürfen am Staudamm nicht landen. Wollen uns die nordischen Trolle mit ihren unheimlichen, übernatürlichen Kräften vom Stora Sjöfallets Nationalpark fernhalten?

Niklas rechs im Bild.

Natürlich nicht, aber vielleicht wollten sie uns zu mehr Geduld und Gelassenheit animieren, denn als Armin einen Pick-up Fahrer anspricht, löst sich der Knoten. Sein Name ist Niklas, er ist Sami und – ganz wichtig für uns – will uns fahren. Er und seine Familie kümmern sich im Sarek Nationalpark um die Rentierherden. Niklas kommt gerade von einem mehrmonatigen Aufenthalt von dort zurück. Als wir ihm en détail von unserem Vorhaben erzählen und die geplante Route zeigen, ist er sofort voll bei der Sache und gibt uns wertvolle Tipps. Niklas weiß genau, welche Flüsse wir queren können, wo es schwierig werden würde und wo ein Querung lebensgefährlich ist. Einen besseren "Transporter" hätten wir nicht finden können.

Niklas wird zu unserer "Lebensversicherung", sollte – was wir nicht hoffen – auf unserer Tour etwas schiefgehen. Er besteht darauf, dass wir ihn in der Rettungszentrale als Notfallkontaktperson angeben. Außerdem vereinbaren wir mit ihm einen Meldetermin, damit er weiß, ob alles o. k. mit uns ist und wir die vor uns liegende, anspruchsvolle Bergregion auch heil überstanden haben. Seine Hilfsbereitschaft ist schier grenzenlos. Auf unserer Wanderkarte markiert er noch, wo seine Hütte steht – die wir benutzen dürfen, wenn wir wollen – und wo die von seiner Familie bewirtschafteten Gewässer liegen. Er sagt (frei übersetzt): "Wenn ihr Lust auf Fisch habt's, dürft ihr gerne welche angeln." Dazu muss man wissen, dass ohne Genehmigung Angeln im Sarek Nationalpark und in den Sami Gewässern strengstens verboten ist. Wir freuen uns schon auf die Abwechslung im Speiseplan.

Den Staudamm erreichen wir gegen Nachmittag. Niklas fährt uns über den Damm bis zum Rentiergatter am südlichen Ufer des Sees. Er kann das, weil er die Schlüssel für das Staudammgelände hat. Dann verabschieden wir uns von ihm und jeder geht seiner Wege. Niklas fährt zurück nach Jokkmokk und wir stapfen los Richtung Berge. Zuerst durch dichte Birkenwälder mit vielen Moskitoattacken steuern wir zügig die Baumgrenze an. Dort angekommen schlagen wir bei sehr schönem Wetter unser erstes Nachtlager auf. Der Blick ins Tal von hier oben ist einfach fantastisch. Wir drei hier oben, ganz allein mit der Natur, genau dafür sind wir hierher gekommen.

Am zweiten Tag ist urplötzlich Schluss mit Einsamkeit, Stille und Ruhe. Ständig begegnen uns Wanderer. Die Enttäuschung ist vor allem mir (Achim) ins Gesicht geschrieben. In all den Jahren hier oben in Nordschweden habe ich das noch nicht erlebt. Nicht nur, dass uns an die 20 Wanderer begegneten, zu meinem Entsetzen waren die meisten auch unzulänglich ausgerüstet.

Beispiel einer Seilsicherung

Schon am ersten größeren Gebirgsfluss, wir waren schon durch, mussten wir einer finnischen Dreiergruppe helfen, den Fluss zu queren. Mit schwerem Gepäck und ohne stabile Stöcke ist das bei starker Strömung ein extrem gefährliches Unterfangen. Die Wassertemperatur lag bei circa 5 Grad, da geht sehr schnell das Gefühl in den Füßen verloren und ein sicherer Tritt ist kaum mehr möglich. Wir warfen den jungen Männern unsere 1,8 Meter langen Stöcke zu und sicherten sie zusätzlich mit einem Seil. Danach trennten sich unsere Wege.

Das kann ja heiter werden, aber wir sind ja noch im Stora Sjöfallet Nationalpark, und die Zivilisation bis hierher nicht so weit weg. Bis zum Sarek Nationalpark liegen noch zwei Tagesetappen vor uns. Durch teils schweres, verblocktes Gelände, teils angenehm zu laufendes Fjäll und dann wieder kniehohes Buschland aus Lapplandweide erreichen wir einen kleinen See, ein idealer Platz für unser Nachtlager. Es war ein anstrengender Tag, denn Buschland ist sehr schwer zu durchwandern, störrisch und meist auf übererdeten Geröllhalden zu finden, aber zerklüftet und teils mit tiefen, Wasser und Schlamm gefüllten Löchern und Rinnen durchzogen.

Die meisten der hier zahlreich anzutreffenden Wanderer sind auf einer drei bis vier Tage Tour unterwegs, die von Saltoluokta bis Sitojaurestugarna, dann mit dem Boot nach Rinim und von dort bis nach Suorva führt. Das ist eine relativ leichte Strecke, die weitgehend auf alten Sami-Pfaden verläuft, aber nicht beschildert ist. Offenbar zeigt die starke Werbung für den Sarek Nationalpark in den letzten Jahren Wirkung. So zieht diese Tour sowie andere kurze Runden zunehmend auch unerfahrene Rucksacktouristen an. Der Haken dabei, auch diese relativ kurzen Etappen im Gebirge sind nicht ungefährlich. Es gibt keine Brücken, zahlreiche Fluss- und Bachüberquerungen müssen gemeistert werden. Schwierige Stellen werden nicht, wie bei uns in den Alpen üblich, abgesichert. Das setzt eine gewisse Erfahrung in der Wildnis voraus. Allein in den ersten Tagen auf unserer Tour konnten wir fünf Helikopter-Rettungseinsätze der Bergwacht miterleben.

Der Sarek empfängt uns mit kaltem Regenwetter. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, dieses Wetter sollte bis zum Ende unserer Tour so bleiben.

Drei bis vier Flussdurchquerungen am Tag werden zur Norm.

David holt sich ein paar Blessuren an den Füßen.

Mit Sandalen verliert man in dem eiskalten Wasser schnell jegliches Gefühl in den Füßen. Verletzungen durch die Kunststoffschnallen der Sandalen oder durch angeschlagene Zehen spürt man erst hinterher, dann, wenn die Füße wieder warm werden. Um Entzündungen in den warmen, feuchten Stiefeln zu vermeiden, gibt es nur eins, die Wunden müssen schnellstmöglich desinfiziert und versorgt werden. Ein guter Vorrat an Pflastern darf daher nicht fehlen. Wir hatten 30 Stück 10-cm-Streifen dabei und das war gut so. Wir bekamen keine Entzündungen an unseren Wunden.

Unglaubliche Schmerzen zwangen Achim in die Knie.

Mich selbst plagten zunehmend starke Schmerzen in der linken Gesichtshälfte, teils so stark, dass ich mich hinlegen musste. Kauen wurde zur Qual. Ich befürchtete eine Wurzelentzündung an einem Backenzahn. Wir besprachen mein Dilemma und beobachteten die Backe zwei Tage lang, dann war ich mir sicher, von den Zähnen kommt der Schmerz nicht. Die Schmerzschübe kamen immer nach dem Essen (welches wir jetzt möglichst babymäßig zubereiteten) und vor allem nach dem Kauen und bei warmen Getränken oder Speisen.

Beim Abtasten der Stelle im linken Kiefergelenk fand ich den Punkt, an dem ich den Schmerz auslösen konnte. Nicht ganz unerfahren mit solchen Dingen, habe ich immer ausreichend Ibuprofen Schmerztabletten dabei. Diese kamen auch jetzt wieder zum Einsatz. Zu dumm, dass die 400er hier nicht ausreichten, um den Schmerz wirksam zu bekämpfen. So nahm ich morgens, mittags und abends je eine vor dem Essen, um überhaupt etwas zu mir nehmen und schlafen zu können.

Trotz der Schmerzen, an Aufgeben dachte ich nie. Weitermachen war angesagt und das war wohl auch richtig so, denn durch die hohe körperliche Belastung wurde auch mein Blut besser durch den Körper gepumpt und das wirkte sich offensichtlich positiv aus. Nach drei Tagen ließen die Schmerzen nach und wurden nach weiteren zwei Tagen erträglich. Ibuprofen als Entzündungshemmer nahm ich nur noch prophylaktisch. Nach insgesamt sieben Tagen war ich schmerzfrei. Was wohl die Schmerzen hervorgerufen hat? Rückblickend denke ich, es war monatelanger, beruflicher Stress verbunden mit Zähneknirschen. Hier in Lappland hat sich alles gelöst und fand mit der Entzündung sein Ende. Seit dem ist auch das Zähneknirschen verschwunden.

Eine der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten eines Tarps.

Langsam wird es kälter, das hängt natürlich auch damit zusammen, weil wir immer höher steigen. Zwischendurch immer wieder Regenschauer. Oft so heftig, dass wir pausieren. Dann kommt unser ultralight Tarp zum Einsatz. Wie im Bild oben zum Einwickeln bei starken Regenschauern und bei anderen Gelegenheiten als Windschutz beim Mittagessen. Wie heißt es so schön: "Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung". Da ist viel Wahres dran. Wir spüren, wie schön es hier draußen ist, fühlen uns lebendig, spüren unseren Körper, beobachtet sich selbst und die Natur und nimmt alles viel intensiver wahr. Was könnte schöner sein? Es macht Spaß, die Wolken zu beobachten, zu spüren, woher der Wind weht und wahrzunehmen, von wo der nächste Regenschauer kommt. Wann schauen wir im normalen Leben nach den Wolken? Nehmen wir unsere Umwelt überhaupt noch wahr?

Wir genießen die klare Luft, die Stille. Nur das Summen der wenigen Moskitos in diesem Jahr und das Rauschen des Rahpajahka dringt an unser Ohr.

Unserem Plan zufolge wollten wir den Rahpajahka überqueren und den mittleren Rapadalen entlang bis ins Sarvesvagge laufen. Das war leider nicht möglich, der Wasserstand war einfach zu hoch und die Strömung zu stark. Wenn das hier so ist, dann brauchen wir es am Sarvesjahake erst gar nicht versuchen über das obere Rapadalen Tal bis Mikkastugan (Nottelefon und eine Sommerbrücke) zu wandern.

Armin zeigt, wo es lang geht. Der Blick sind etwa 2 Tagesetappen.
Mit Steinen sichern wie unsere Zelte.

Unseren schönsten aber auch stürmischsten Übernachtungsplatz hatten wir hinter dem Alggavagge Pass. Nachdem ich schon mehrfach erlebt habe, wie Zelte durch Windhosen oder Orkanböen weggeflogen sind und der Wind hier schon mächtig tobte, legten wir sicherheitshalber einen Steinkreis um die Zelte. Das ist nichts Mystisches, sondern soll einfach verhindern, dass der Wind unter das Zelt greift und es wegbläst. Das ist natürlich eine körperliche Schinderei, wir brauchten über eine Stunde und haben rund 200 Steine geschleppt. Im Nachhinein betrachtet wäre das nicht nötig gewesen, kaum fertig damit, beruhigte sich der Wind gegen Abend, änderte am Morgen die Richtung und pustete uns dann den Rest vom Tag wieder kräftig entgegen. Aber wer weiß das schon vorher.

Was wir sonst noch auf unserer Tour erlebten:

Helikoptereinsätze. Im Sarek Nationalpark darf nur in Notfällen geflogen werden. Gegen Ende unseres Treks lernen wir eine sehr hübsche Sami Frau kennen, die als Outdoor-Guide ihren Lebensunterhalt verdient. Sie erzählt uns, dass allein im Juli 15 Rettungseinsätze geflogen werden mussten, so viele wie noch nie zuvor.

Zum Thema Schuhwerk: David und ich (Achim) querten viele kleine Flüsse und Bäche in unseren Lundhags High Wanderstiefeln. Armin dagegen war in Wander-Gummistiefeln unterwegs. Diese sind am Schaft etwas höher und sie sind wasserdicht, das hatte auf unserer Tour durchaus Vorteile. Nach stundenlangem Wandern im sumpfigen Fjäll saugt sich das Leder der Lundhagsstiefel trotz wasserdichter Zellgummibasis im unteren Bereich mit Wasser voll. Allerdings nie so, dass Wasser im Stiefel war, außer es lief von oben in den Schaft. Trotzdem haben sie auch gegenüber den Gummistiefeln ihre Vorteile: im Knöchelbereich sind sie deutlich stabiler und sie haben nach dem Einlaufen eine hervorragende Passform. Tipp: Wer beides nicht hat und trotzdem trockene Füsse behalten möchte, dem empfehlen wir die Socken-in-Plastiktüten Methode. Einfach mit dem besockten Fuß in die Tüte schlüpfen und dann vorsichtig in den Wanderschuh steigen und die Socken bleiben trocken. Das ist natürlich keine Lösung bei extremer Kälte.

Ruhetag am Alggajavrre. Nach langen und anstrengenden Tagen verlangt auch der Körper nach seinem Recht. Wir legen einen Ruhetag ein und finden am westlichen Ende eines türkisfarbenen Sees eine windgeschützte Stelle für unsere Zelte. Ganz windstill war es da natürlich nicht und das war gut so, denn was an Wind hier noch ankam, war genau richtig, um unsere Klamotten zu trocknen und das Feuer in Gang zu halten. Und weil es unser einziger sonniger Tag war, kam auch das Solarpanel wieder zum Einsatz. Trotz windgeschützter Stelle hatten wir unsere Zelte sehr gut abgespannt. Man weiß ja nie. Zum Glück, denn am sehr früh am nächsten Morgen drehte der Wind und versuchte mit aller Kraft uns vom Platz zu fegen.

Region Alggajavrre

Neue Regenfronten bauen sich auf und ein Schauer nach dem anderen zieht über uns hinweg – es wird zunehmend ungemütlicher. 200 Höhenmeter über uns fällt der erste Neuschnee in circa 1300 m Höhe.

Beautiful Njoatsosvagge

Unser nächstes Ziel ist das Njoatsosvagge Tal. Bei Sturm, Regen und Graupelschauern überqueren wir den Pass, sind körperlich vollkommen am Ende, und suchen seit Stunden knapp unterhalb der Schneegrenze einen Zeltplatz. Fast alles steht hier unter Wasser und dort, wo kein Wasser ist, gibt es keine ebene Fläche oder es ist einfach zu stürmisch.

Mit dem Solarpanel die Akkus aufladen funktionierte nur bei sonnigem Wetter, also größtenteils gar nicht.

Als wir dann doch einen Platz gefunden haben, bauen wir mit letzten Kräften die Zelte auf. Auf ein gemeinsames Abendessen hat keiner mehr Bock. Noch schnell unterm Vorzelt ein Süppchen gekocht und ab in den Schlafsack. Aber wir haben unsere Rechnung ohne Murphy gemacht. Murphys Gesetz sagt (frei übersetzt): wenn es dicke kommt, dann gleich richtig. An Davids Schlafsack verklemmt sich das dünne Pertex Außenmaterial im Reißverschluss. David hat wohl immer noch zu viel Kraft, zieht zu stark am Zipper und ratsch produziert er einen 20 cm langen Riss. Im Nu fliegen die Daunen wie bei Frau Holle im Zelt herum. Wir stopfen so viele wie möglich in den Schlafsack zurück, nähen den Riss mit geflochtener Angelschnur und verkleben die Naht mit Nahtdichtertape.

Auf einen Wintereinbruch im Hochsommer waren wir nicht wirklich vorbereitet. Wir haben wohl warme Sachen dabei, aber für die momentan hier vorherrschenden Witterungsverhältnisse reicht deren Isolierung auf Dauer nicht aus. Daher entscheiden wir uns ein zweites Mal für eine Planänderung. Zu gefährlich wäre die Überquerung der vor uns liegenden Hochebene auf ca. 1200 m Höhe. Momentan haben wir dort tief hängende Wolken und Neuschnee zu erwarten und wir würden dafür mindestens zwei Tage benötigen. Das Risiko wäre einfach zu groß, so entscheiden wir uns schweren Herzens, über den Pass wieder zurückzulaufen und ins Tarradal abzusteigen.

Den sicherlich schönsten Übernachtungsplatz des Treks fanden wir an einem kleinen See auf etwa 1000 m Höhe.

Ohne Fleiß kein Preis. Erst nach dem dritten Anlauf fanden wir den passenden Platz für unsere Zelte, aber die Mühe hat sich gelohnt.

Geht in der Gruppe immer alles harmonisch zu?

Natürlich nicht. Wenn drei Männer vier Wochen auf so engem Raum zusammen sind, geht das nicht ohne Spannungen. Das ist ganz normal, denn die körperlichen Dauerbelastungen fordern ihren Tribut und jeder muss dann eben mal Luft ablassen. Urplötzlich stören Kleinigkeiten, über die man später lachen kann.

Kleine Vorteile, die sich mal der eine, mal der andere verschafft, werden zum Zankapfel. Ein Beispiel: Unterschwellig wird um den besten Übernachtungsplatz gekämpft. Während meistens ich (Achim) den ganzen Tag vorangehe, werde ich, sobald wir in die Nähe eines möglichen Zeltplatzes komme, auf den letzten Metern schnell überholt. Das wurmt einen dann schon, Souveränität hin oder her. Natürlich braucht das größere Hilleberg Kaitum mehr Fläche, aber warum soll ich mich immer mit "The Second Best" zufriedengeben? Auch ich reagiere dann schon mal impulsiv. Miteinander reden ist dann angesagt. Das klappt natürlich nicht immer sofort und manchmal trotten wir auch eine Weile schweigsam vor uns hin und warten, bis einer das Schweigen bricht.

„Raindrops Keep Falling on my Head“

Im strömenden Regen kommen wir bei den Tarraluoppastugorna Cabins an. Dort treffen wir auch Trekker, die den bekannten Padjelantaleden gehen. Nach ein paar Stunden Aufenthalt laufen wir wieder los, im Dauerregen Richtung Süden. Vollkommen durchnässt erreichen wir die Sammerlappenstugan Hütte (eine vom Svenska Turistföreningen bewirtschaftete Hütte für Wandergäste). Dort ist kein Platz mehr für uns, also ziehen wir weiter, auf der Suche nach einem passenden Zeltplatz. In einem Sumpfgebiet nicht ganz einfach. Die Holzdielen, die in den Sümpfen für festen Untergrund sorgen sollen, sind klatschnass und aalglatt. Wir müssen höllisch aufpassen, um auf den in Schrittbreite verlegten Dielen nicht auszurutschen. Zum Glück finden wir schon nach wenigen Hundert Metern von der Hütte entfernt einen geeigneten Platz. Bei sintflutartigem Regen und leicht fröstelnd bauen wir die Zelte auf. Wir haben so gut wie nichts Trockenes mehr. Selbst mein wasserdicht verpackter Daunenschlafsack hat Wasser abgekommen. Kaum zu glauben, der wasserdichte Packsack ist nicht wasserdicht. Durch den heftigen Regen hat sich in meinem Rucksack, trotz Regenhülle, im Bodenfach – dort wo der Schlafsack verstaut ist – fünf Zentimeter hoch Wasser angesammelt. In Zukunft werde ich wohl auch Packsäcke auf Wasserdichtigkeit prüfen.

Trotzdem hatte ich noch Glück, nur das Fußende von meinem Schlafsack und ein T-Shirt wurden nass. Bei so viel Wasser musste auch die hydrophob behandelte Daune meiner Penntüte passen und klumpte. Mit einer Schnur band ich den kurzen nassen Teil ab, so dass ich im nun verkürzten Schlafsack eine warme und trockene Nacht hatte. Ein paar Stunden Sonne am Vormittag reichten dann, um alles wieder trocknen zu bekommen.

Als eingefleischter Angler behielt ich den Fluss neben unserem Lagerplatz immer im Auge. Es könnte ja sein, dass ... Und tatsächlich, versteckt hinter einem Felsen entdeckte ich einen Fisch, der regelmäßig nach Futter an der Oberfläche schnappte. Den muss ich haben, dachte ich und begann den Fisch mit unterschiedlichen Ködern zu locken. Es dauerte unzählige Würfe und viel, viel Ausdauer und dann passierte es, der Fisch konnte den Verlockungen nicht mehr widerstehen und schnappte sich den Joker, meinen kleinen Rapala Bachforellenwobbler. Ich hatte die Königin der Fische, einen wilden Bachsaibling am Haken. Mit 57 cm für mich auch der größte seiner Art bisher. Für Insider: Rute: 5 teilige Einhand Fliegenrute Traveller Fly AFTMA 5, Stationärrolle: No-Name, ca 100 m 0,10 mm geflochtene PowerPro Schnur, micro Knotenlosverbinder mit Silikonschlauchüberzieher + 3fach Microwirbel, einem 1,2 m langem 0,25 mm Fluocarbon Vorfach. Köder direkt oder mit micro Karabiner befestigt. Spinner Gr. 0 bis 2 oder kleine Blinker in Kupfer, verschiedene Wobbler 3 bis 5 cm in Bachforellenoptik.

So ist das mit den stolzen Anglern, jeder Fisch muss befingert werden.

Den Fisch servierten wir uns teils roh in feinen Streifen, den Rest verzehrten wir zusammen mit einem leckeren Reistopf.

Jetzt sind wir schon 13 Tage in der Wildnis unterwegs. Wenn wir nicht hungern oder Fische fangen wollen, dann reichen unsere Lebensmittel noch für drei Tage. Geplant hatten wir wohl noch über die Njunjes-Brücke auf die andere Flussseite zu gehen und noch ein paar Tage bei den oberen Seen zu angeln. Ob's das jetzt aber noch bringt? An einer Hütte am Padjelantaleden informierten wir uns über die Wetteraussichten für die nächsten Tage. Dauerregen und tief hängende Wolken waren zu erwarten. Wer will schon bei Nebel und Regen und Temperaturen nahe am Gefrierpunkt angeln? Wir nicht und machten uns auf den Rückweg nach Kvikkjokk.

Aber schön war es doch, vor einer Hütte zu sitzen.

Die restlichen Tage relaxten wir auf dem Campingplatz in Jockkmokk, wo wir auch unser zurückgelassenes Reisegepäck deponiert hatten.

So ein Ast eignet sich nicht nur für den Steckerlfisch sondern auch zum Trocknen von Strümpfen.
Vor starkem Wind müssen auch der Kocher geschützt werden.

Wir hatten aus Gewichtsgründen nur eine bestimmte Menge an Brennstoff dabei. Also mussen wir auch ab und zu ein richtiges Kochfeuer entfachen.

Meine Konstruktion mit dem Windtrichter vor dem eigentlichen Kochspalt, erspart bereits bei leichtem Wind das dauernte Pusten. Alles nicht so einfach, wenn es kein trockenes Holz gibt. Am besten lässt sich ein offenes Feuer mit Birkenrinde in Gang bringen, die auch im nassen Zustand leicht anbrennt. Vorausgesetzt, es gibt Birken und man hat den richtigen Zunder. Wir haben alles Mögliche ausprobiert, der beste Zunder waren unsere durchgelaufenen Socken, welche wir in Spiritus tränkten.

Wenn wir einigermaßen trockenes Material fanden, steckten wir dies in eine Tüte und steckten es in unsere Taschen. Am Körper trocknet es dann noch etwas. Nasses, dünnes Weidenholz oder Wachholder schälten wir bis auf den trocknen Kern, bevor wir es aufs Feuer legen. Kochen war ein Drei-Mann-Job. Einer kocht (Armin), einer passt aufs Feuer auf und einer sorgt für Holznachschub. David und ich wechseln uns dabei ab. Über Nacht vergruben wir das Feuer und deckten es mit Steinplatten ab. So hatten wir am nächsten Morgen dann trockene Kohle und zum Teil noch Glut.

Gestartet sind wir mit 31 Kilogramm schweren Rucksäcken. Das muss erstmal gechleppt werden. Trotz modernster Tragesysteme unserer Rucksäcke, 31 Kilo bleiben 31 Kilo und werden dadurch nicht leichter. Gut, dass wir uns intensiv darauf vorbereitet haben. So bekamen wir keine Probleme mit Muskeln und Sehnen. Wen es interessiert, erfährt hier mehr über unsere Vorbereitung.

Eine gute Vorbereitung war wichtig, denn wir bewegten uns in weglosem, schwerem Gelände. Büsche, Felsen, Geröll und tief gefurchte Fjälllandschaft forderten volle Konzentration. Nasse, glatte Steine behinderten uns. Wir wateten durch Flüsse und Bäche, in denen wir wegen des schäumenden Wassers den Boden nicht sehen konnten. Jeder Rutscher oder Tritt ins Leere hätte zu einer Verletzung führen können. Deshalb liefen wir langsam, sehr langsam, vier bis acht Kilometer am Tag. Wenn wir keinen passenden Zeltplatz fanden, verlängerten sich unsere Tagesetappen auch schon Mal auf 10 oder 12 Kilometer. Dann waren wir körperlich auch platt und hatten keine Lust mehr auf groß kochen.

Tipp: Körperliche Höchstleistung erbringen und dann zu wenig essen bedeutet auch, dass man mehr friert, kälteempfindlicher ist. Das sollte man beim Schlafsackkauf berücksichtigen und Temperaturreserven einplanen..

Fazit der Teilnehmer zu dieser Tour:

ARMIN

Ich habe mich mir selbst genähert und zweifle nicht mehr an meinem 'anders sein'. Diese Authentizität hat in mir ein neues Selbstbewusstsein erzeugt. Die Reise, und alles, was dazu im Vorfeld geschah, hatten einen großen Einfluss auf all diese Veränderungen. Der bewusste Vorsatz 'Erwartungslos' aufzubrechen hat sich voll ausgezahlt. Mein einziges Ziel war, es überhaupt zu schaffen. Wenn ich bedenke in welcher körperlichen und psychischen Situation ich mich noch Anfang des Jahres befand, wurde dieses Ziel mehr als erfüllt. Ich bin froh und dankbar, dabei gewesen zu sein.

DAVID

Was habe ich fürs Leben gelernt? Wie habe ich mich verändert?

  • Ich gebe mehr Acht auf meinen Körper. Kleine Verletzungen (u. a. an den Füßen) führen unter Extrembedingungen schnell zu größeren Problemen, die den eigenen Aktionsradius sowie die Tour beeinflussen. Daher sollte man diese nicht einfach so hinnehmen, sondern sofort behandeln.
  • Ein verantwortungsvoller Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ist mir sehr wichtig. Das ist nicht nur auf den Outdoorbereich bezogen, sondern auch auf das "normale Leben".
  • Ich prüfe zudem fast schon mit einer gewissen Routine, ob meine Ausrüstung/Bekleidung in einem einwandfreien Zustand ist. Reparaturen sollten daher zeitnah erfolgen. Es schadet nicht, ein kleines Reparaturset auf einer Tour dabeizuhaben.
  • In kritischen Situationen bin ich konzentrierter und fokussiere mich besser auf das Wesentliche. Vergleichbare Situationen waren Fluss- oder Blockfelddurchquerungen auf unserer Tour.
  • Insgesamt fühle ich mich viel gelassener.

Wurden meine Ziele erreicht?

Ich fühle mich jetzt für längere Solotrekkingtouren ausgezeichnet vorbereitet, da ich weiß, wo meine psychischen und physischen Grenzen liegen. Zudem kann ich mich voll und ganz auf meine sorgfältig ausgewählte Ausrüstung verlassen.

ACHIM

Solche Abenteuer ins Ungeplante sind für mich einerseits immer mit viel Freude verbunden, da die Herausforderung liebe und ich als Leiter gefordert bin. Andererseits komme ich immer wieder an die Grenzen meiner persönlichen Konditionierungen und Begrenzungen. Diese immer wieder zu überschreiten, so ich es denn schaffe, bringt mich weiter. Das Outdoorleben ist einfach meines, ich fühle mich hier wie zu Hause und tue mir schwer wieder in das normale Leben zurückzukehren. Von meinen anvisierten 10 Kilo Gewichtsreduzierung habe ich sechs geschafft. Ein gutes Gefühl. Für mein persönliches Weiterkommen konnte ich wieder einige Wesentliches von Unwesentlichen trennen. Ich konnte mir neue Ziele definieren, indem ich in mich hinein hören konnte.

Unsere Route zum Ansehen auf Google Maps.

Tipps für alle, die gerne auch so eine Tour machen würden:

  • So haben wir uns auf die Tour vorbereitet.
  • Nehmt gute Karten mit. Absolut bewährt haben sich die wasser- und reißfesten, auf Tyvek gedruckten Karten von Calazo. Es gibt sie im Maßstab 1:50.000 und 100.000.
  • Als hervorragende Geschmacks- und Energiequelle hat sich Butterschmalz erwiesen. Mit über 900 kcal je 100 g ist ein kleiner Löffel im Kakao oder in der Suppe mehr als nur Geschmacksverbesserer. Und wer seinen selbst gefangenen Fisch in Butterschmalz brät, fühlt sich auch mitten in der Wildnis wie im drei Sterne Gourmettempel.
  • Wanderstöcke: Seit Jahren verwenden wir bei Touren abseits der Wege lange Wanderstöcke aus jungem Stammholz (Haselnuss, Fichte, Schwarzdorn, Kirsche etc.). Diesmal waren es junge Hauptstämme von Fichten, die Armin in Jokkmokk hergestellt hat. Die Stöcke sind sehr vielseitig. Die Vorteile: Bei Flussüberquerungen und der Überquerungen von Blockfeldern sind sie durch ihre Länge und Stabilität anderen Stecken überlegen. Sie halten das Körpergewicht locker aus, knicken nicht und schieben sich auch nicht zusammen. Durch ihre Länge bieten sie auch mehr Reichweite, in steinigem oder kiesigem Flussbett ein nicht zu unterschätzender Vorteil. • Man kann immer die perfekte Länge zur Laufunterstützung wählen. In schwierigem, nassem, rutschigem und kippeligem Gelände fungieren sie als drittes Bein. Zwei sind immer am Boden, das Dritte sucht den nächsten sicheren Stand. • Mit 30 kg auf dem Rücken helfen sie das Gleichgewicht zu halten und schützen vor schweren Knöchelverletzungen, sollte man doch einmal wegrutschen. Aus mehreren langen Stöcken und einem Tarp lässt sich schnell ein toller Wind- und Regenschutz bauen. Bei Unfällen lassen sich aus 2-4 Stöcken, eine stabile Krücke und Seil und Jacken eine Trage bauen. Ausnahme: Wer überwiegend auf den gekennzeichneten Fernwanderwegen läuft (Kungsleden, Padjelantaleden), ist mit zwei leichten Teleskopwanderstöcken besser bedient. Hier haben die Holzstöcke Nachteile. Worauf ist beim Selbstbau zu achten? Das Rohmaterial muss sehr gerade sein! Vom Durchmesser her gut in der Hand liegen und dürfen sich auf der gesamten Länge nur wenig verjüngen. Der Stock sollte in etwa der Körpergröße entsprechen. Dann die Rinde mit dem Messer entfernen und Astansätze glätten und bis zum Start den Stock trocknen lassen. Die Spitze darf nicht zu spitz sein. Es reicht, das untere Ende etwas zu fasen. Dann mit einer Ahle oder einem kleinen Bohrer (4 mm) von unten vorbohren und dann eine Schraube (ca.50 x 4,5) einschrauben. Wer mag, kann sich das spitze Ende noch mit dünner Schnur abwickeln. Für unterwegs eine Ersatzschraube mitnehmen. Wer nicht selbst machen möchte, kann bei Armin Minet (Tourteilnehmer) einen bestellen.
  • Zwei Tage Vorbereitung vor Ort einplanen (Lebensmittel einkaufen, wiegen und verpacken).
  • Ein Depot für das Heimreisegepäck finden.
  • Jemanden vor Ort haben, der weiß, was man vorhat und Meldetermin vereinbaren (so wie wir mit Niklas). Das kann auch eine örtliche Behörde (Rangerstation, Polizei etc.) sein.
  • Wichtig: Die Ausrüstung um jeden Preis trocken halten!
  • Darauf achten, dass von oben nie Wasser in die Schuhe läuft. Je nach Wetterlage bekommt man die dann nicht mehr trocken. Die Folge: schrumpelige Haut, Blasenbildung und letztendlich schwere Verletzungen mit Entzündungsgefahr. Außerdem bei jeder Gelegenheit die Sohlen aus den Schuhen nehmen und trocknen.
  • Jeden Sonnenstrahl bei einer längeren Pause nutzen, um den Schlafsack zu lüften, das Zelt und alles, was feucht wurde trocknen lassen.
  • Bei strömenden Regen zuerst das Außenzelt aufbauen und beim Abbau zuerst das Innenzelt.
  • Bei Dauerregen die Tagesetappe kürzen, wenn möglich oder warten, bis es aufhört zu regnen.
  • Sich vor Wärmeverlust schützen. Mütze und Handschuhe anziehen. Während der Pausen noch was Warmes überziehen. Oft reicht die Regenjacke als Windstopper. Gibt es einen natürlichen Windschutz (Gräben, Felsen, etc.) diesen nutzen, wenn nicht, dann eben das Tarp aufbauen.

Fitness und zu hohe Erwartungen an die gekaufte Ausrüstung

  • Trainieren, trainieren, trainieren, das Wandern mit schwerem Gepäck in anspruchsvollem Gelände. Wir liefen nur wenige Kilometer am Tag, dafür mit vielen Höhenmetern. Genau das muss trainiert werden!
  • Die Ausrüstung vor der Tour ausgiebig testen und bei Bedarf verbessern. Kein Scheu vor namhaften Markenprodukten – auch die sind oft nicht perfekt und können für das bevorstehende Abenteuer optimiert werden. Manche Hersteller bieten Optimierungsmöglichkeiten von Haus aus an. Beispiel Fjällräven mit dem Grönlandwachs. Eine doppelt und dreifach gewachste Fjällrävenhose sieht nicht mehr so schick aus – aber ist danach wesentlich wasser- und mückenstichfester.
  • Zelte bauen sich nicht von alleine auf und die Reihenfolge, welche Stange wo und wann eingeschoben werden muss, will geübt sein, auch unter widrigen Bedingungen. Tipp: Bei Sturm und Regen auf den höchsten Berg in der Gegend fahren und dort das Zelt aufbauen und eine Suppe kochen. So wird der Kocher gleich mitgetestet. Wenn das nicht auf Anhieb klappt, kann man sich zwischendurch im Auto aufwärmen.

Sicherheitsregeln und Ausrüstung:

Es passieren unterwegs Sachen, die man kaum glauben mag, zum Beispiel: sich beim Stuhlgang hinter den nächsten Hügel verlaufen. Kein Scherz, das ist tatsächlich hier oben in Lappland passiert. Die Frau konnte mit dem Helikopter gerettet werden, der Mann wurde einige Tage später an einer Fjällstation aufgelesen. Was lernen wir daraus? Die Überlebensausrüstung muss immer am Körper sein, auch wenn man mal in die Büsche muss.

Was hatten wir in unserem dem Survival Kit?

  • Jeder hat seine eigene Karte vom Gebiet und einen hochwertigen Kompass. Und jeder weiß immer in etwa, wo wir sind. Fanglinien (meist Flüsse) und markante Punkte werden regelmäßig festgelegt und per Kugelschreiber in die Karten eingezeichnet. Jeder muss wissen, in welche Richtung wir uns bewegen und wo der letzte Lagerpunkt war – auch dieser wird in den Karten vermerkt.
  • Jeder von uns hat Messer, Feuerzeug oder Feuerstahl (damit lassen sich bei Dunkelheit Funken zu erzeugen, die weithin sichtbar sind) und einen wasserdichten Rettungssack bei sich. Auch Bargeld und eine EC-Karte gehören dazu, z. B. um ein Busticket, einen Flug oder eine Übernachtung in eine Stuga bezahlen zu können. Des Weiteren gehören dazu: eine Kopie des Personalausweises, eine Emergeny-Card mit allen persönlichen Daten und den Notfallkontakten nach Hause. Ferner eine laute Trillerpfeife. Alles in einer wasserdichten, dickeren Ziptüte verpackt.
  • Smartphones o. ä. sollten eine GPS Positions-Funktion haben und nur im Bedarfsfall eingeschaltet werden, um den Akku zu schonen.
  • Wir hatten für den Notfall zwei Smartphones dabei, allerdings nicht immer am Körper. Hier hatten Offlinekarten aufgespielt und unsere Position auch im Flugzeugmodus bestimmen können.

Lust, so eine Tour zu machen, aber das erste Mal nicht auf eigene Faust?

Wer eine solche Tour einmal als Teilnehmer mitmachen oder eine eigenes Vorhaben professionell begleitet haben möchte, kann sich bei uns melden. Schreibt uns eine E-Mail.

Noch ein paar Impressionen von der Tour:

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Created By
Achim Kleist
Appreciate

Credits:

Achim Kleist

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