VfB Stuttgart - VfL Bochum 1:1 (0:1) Von Patrick Kuolt, Eßlinger Zeitung (Foto: dpa)

Bochum begann mit einem offensiven 4-2-3-1-System und stellte die VfB-Defensive vor allem in den ersten 20 Minuten durch schnelle Angriffe ein ums andere Mal vor große Probleme. Mit Folgen: Nach einem sehenswerten Angriff spielte Nils Quaschner Anthony Losilla frei, der in der 10. Minute VfB-Torwart Mitchell Langerak keine Chance ließ und die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. In der Folge entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel. Die Stuttgarter beherrschten im zweiten Durchgang die Partie und glichen in der 70. Minute aus. Carlos Mané bediente den eingewechselten Daniel Ginczek, der mit seinem ersten Pflichtspieltreffer nach langer Verletzungspause für den 1:1-Endstand sorgte. Damit bleibt der VfB im Jahr 2017 weiter ungeschlagen und auf Tabellenplatz eins, der Vorsprung auf den erneut siegreichen Zweitplatzierten Union Berlin beträgt allerdings nur noch zwei Punkte. (Fotos: dpa)

Statistik: Alle Daten und Fakten

Die Stimmen zum Spiel

VfB-Kapitän Christian Gentner

"Wir dürfen uns nicht auf den Punkten ausruhen, die wir bisher haben. Das wäre fatal, denn die Saison ist noch lang."
"Heute überwiegt die Enttäuschung, dass es nur ein Punkt geworden ist, weil wir unnötig in Rückstand geraten sind und weil wir den hart erkämpften Punkt aus Braunschweig, wie man so schön sagt, mit einem Sieg vergolden wollten. Dann hätte es richtig gut ausgesehen. Wir haben aber stellenweise zu schlampig gespielt und waren in unseren Aktionen einfach nicht klar und präzise genug. Da müssen wir aufpassen, dass sich das nicht einschleicht. Das war heute ein großes Problem. Wir dürfen uns nicht auf den Punkten ausruhen, die wir bisher haben. Das wäre fatal, denn die Saison ist noch lang." (Foto: dpa)

VfB-Torschütze Daniel Ginczek

"Mir sind viele, viele Steine vom Herzen gefallen, als ich getroffen habe. Es ist schön, dass ich mit meinem Tor den nächsten Meilenstein nach meinem Comeback erreichen konnte."
Ginczek über sein Tor zum 1:1 in der 70. Minute: "Es war sehr emotional. Mir sind viele, viele Steine vom Herzen gefallen, als ich getroffen habe. Es ist schön, dass ich mit meinem Tor den nächsten Meilenstein nach meinem Comeback erreichen konnte. Ich habe in letzter Zeit öfter gehört, dass es jetzt mal an der Zeit wäre, dass ich treffe, aber ich habe mich davon nicht unter Druck setzen lassen. Nichtsdestotrotz hätte ich das Tor gerne gegen einen Sieg eingetauscht." ...über Sturmpartner Simon Terodde: "Er hat mit 15 Toren bisher gut vorgelegt, ich weiß nicht, ob ich das noch schaffen werde... Aber Spaß beiseite: Es ist gut zu wissen, dass wir noch so einen Topstürmer in unseren Reihen haben, der regelmäßig trifft. Das macht uns noch schwerer berechenbar." ...und über seine derzeitige Situation als Joker: "Jeder Spieler will von Anfang an spielen. Ich bin natürlich nicht so glücklich, dass ich jetzt sage, es ist alles gut, denn kein Spieler sitzt gerne auf der Bank. Ich bin Fußballer geworden, um zu spielen. Aber ich weiß natürlich, dass ich sehr lange verletzt war und habe einen sehr verantwortungsvollen Trainer. Ich muss mich einfach im Training anbieten und mich weiter herankämpfen. Das Tor war dabei ein wichtiger Schritt." (Foto: dpa)

VfB-Torhüter Mitchell Langerak

"In einem Heimspiel muss man anders auftreten. Mit der kurzen Regenerationszeit nach dem Spiel am Montag hat das aber überhaupt nichts zu tun, als Fußball-Profi muss man in der Lage sein, jeden dritten Tag zu spielen, wenn es darauf ankommt."
"Vor allem in den ersten 30 Minuten sind wir nur schwer ins Spiel gekommen. In einem Heimspiel muss man anders auftreten. Mit der kurzen Regenerationszeit nach dem Spiel am Montag hat das aber überhaupt nichts zu tun, als Fußball-Profi muss man in der Lage sein, jeden dritten Tag zu spielen, wenn es darauf ankommt. Es sind noch zehn Spiele zu absolvieren und wir wollen so viele Punkte wie möglich holen, um am Ende unser großes Ziel zu erreichen. Für Ginni (Daniel Ginczek; Anm. d. Red.) freut es mich besonders, dass er endlich wieder getroffen hat. Das wird ihm viel Selbstvertrauen geben." (Foto: dpa)

Stuttgarts Trainer Hannes Wolf

"Insgesamt war es kein gutes Spiel von uns. Aber bei aller Enttäuschung darüber werden wir morgen wieder das Ganze sehen. 17 Punkte aus sieben Spielen hätte ich sofort unterschrieben."
"Insgesamt war es kein gutes Spiel von uns. Aber bei aller Enttäuschung darüber werden wir morgen wieder das Ganze sehen. 17 Punkte aus sieben Spielen hätte ich sofort unterschrieben. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Bochum hat es dagegen gut gemacht. Wir wussten, dass der Gegner eine hohe fußballerische Qualität hat. Die Bochumer gehen auch folgerichtig 1:0 in Führung. Danach haben wir uns gefangen und die Viertelstunde bis zur Pause war top. Da waren wir schon nah dran am Ausgleich. In der zweiten Hälfte wollten wir ein besseres Spiel abliefern. Wir haben alles versucht und kommen durch einen schönen Spielzug zum Ausgleich. Am Ende ist es ein verdientes 1:1, das uns zwar nicht freut, aber eben verdient ist für beide Mannschaften. Wir wollen aus diesem Spiel lernen, denn in den nächsten Wochen wird es nicht leichter. “ (Foto: dpa)

VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser

"Man kann sich sicher sein: Keiner im Team glaubt ernsthaft, dass wir schon etwas erreicht haben und uns ausruhen können. Das entspricht nicht unserer Linie."
"Wir sind ein Stück weit enttäuscht, dass wir den stark erkämpften Punkt in Braunschweig heute nicht mit einem Sieg veredeln konnten. Insgesamt war es ein verdientes Unentschieden, aber uns fehlen eben zwei Punkte. Es braucht niemand zu denken, dass die Saison jetzt schon zu Ende ist. Es bleibt bis zum Schluss spannend und sehr eng. Die Frage, wie die erste halbe Stunde zustande kommen kann, müssen wir in den kommenden Tagen erörtern. Das war einfach nicht gut, da hatten wir überhaupt keine Kontrolle über das Spiel. Aber man kann sich sicher sein: Keiner im Team glaubt ernsthaft, dass wir schon etwas erreicht haben und uns ausruhen können. Das entspricht nicht unserer Linie." (Foto: dpa)
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Patrick Kuolt
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Alle Fotos: dpa

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