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Tagungsdokumentation Kulturelle Vielfalt in der Arbeitswelt Fachtagung am 16. Mai 2018 in Rostock

Eine gemeinsame Veranstaltung von:

Fachkräftemangel, Interkulturalität und Diversity-Management: Schlagworte, die in den letzten Jahren wieder und wieder in den Medien und in Fachpublikationen auftauchen. Zunehmend vielfältig ist die deutsche Arbeitswelt spätestens seitdem in den 1950er und 60er Jahren in Ost- und Westdeutschland Arbeitskräfte aus dem Ausland angeworben wurden. Mit dem Verein „Charta der Vielfalt“ gibt es seit 2010 sogar eine Organisation unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die sich für die Verankerung von Vielfalt in der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft einsetzt.

Inwieweit trägt Vielfalt zur Steigerung von Arbeitserfolgen und zur Verbesserung des Arbeitsklimas in Unternehmen und Verwaltungen bei? Wie können Unternehmensstrukturen kultursensibel gestaltet werden? Welche Kompetenzen brauchen Mitarbeitende? Wie gestaltet man Kommunikationswege zu Kundinnen und Kunden?

Auf unserer diesjährigen Fachtagung „Kulturelle Vielfalt in der Arbeitswelt“ zeigten wir Ihnen grundlegende Elemente interkultureller Öffnung von Institutionen und Unternehmen sowie konkrete Praxisbeispiele und regionale Unterstützungsangebote.

Wir freuen uns sehr, das Herrn Dr. Hubertus Schröer vom Institut – Interkulturelle Qualitätsentwicklung in München auf unserer Fachtagung zu Gast war. Mit seinem Vortrag gab er einen ersten Einblick in die Idee und Umsetzung von interkultureller Orientierung und Öffnung. In Expertengesprächen tauschten sich regionale und überregionale Akteure der Arbeitswelt zum aktuellen Stand der interkulturellen Öffnung in der Verwaltung und in Unternehmen aus. Darüber hinaus erfuhren Sie, welche Chancen und Herausforderungen ein interkultureller Öffnungsprozess mit sich bringen kann.

Dr. Maher Fakhouri (o.l.), Koordinator des IQ Netzwerks Mecklenburg-Vorpommern und Dr. Juliane Sucker (o.r.), Referentin im Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern der Friedrich-Ebert Stiftung, begrüßten als Veranstalter die Gäste der Tagung. Dagmar Kaselitz (gr. B.), Integrationsbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin, hielt ein Grußwort.

FACHVORTRAG

Gemeinsam Vielfalt gestalten! Interkulturelle Orientierung und Öffnung

Dr. Hubertus Schröer, Insitut – Interkulturelle Qualitätsentwicklung (IQM) München

"Interkulturelle Orientierung ist der Ausgangspunkt für Öffnungsprozesse."

Statements von Tagungsteilnehmenden:

"Gibt es das Richtige im Falschen? (nach Hannah Ahrendt) Wie kann das Richtige – die interkulturelle Öffnung – unter eigentlich falschen, kapitalistischen, also von Ungleichheit und Konkurrenz geprägten Rahmenbedingungen entwickelt werden?"
"Migrantinnen und Migranten sollten auch als positiver Wirtschaftsfaktor betrachtet werden."

EXPERTENGESPRÄCH

Interkulturelle Öffnung in der Verwaltung

Stephanie Nelles, Integrationsbeauftragte der Hanse- und Universitätsstadt Rostock

Corinna Baer-Lawincky, Integrationsbeauftragte des Hanse-Jobcenters Rostock

Felix Block, Interkultureller Trainer in der IQ Servicestelle „Interkulturelle Kompetenz und Willkommenskultur“ Westmecklenburg bei der VSP gGmbH, Schwerin

"Mit einem Konzept allein wird noch keine Haltung verändert, das ist allgemein bekannt. [...] Man muss einfach handeln: Wenn es dann eine positive Erfahrung wird, ist es toll, wenn eine schlechte, lernt man daraus." Corinna Baer-Lawincky

Kurzfilm

"Aufgeschlossen – Interkulturelle Öffnung im Jobcenter"

Eine wirksame und nachhaltige interkulturelle Öffnung gelingt am besten, wenn allen Beteiligten Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten haben. Anhand des Jobcenters im Landkreis Tübingen wird gezeigt, wie ein interkultureller Öffnungsprozess in der Arbeitsmarktverwaltung gelingen kann.

Der Film entstand im IQ Netzwerk Baden-Württemberg.

GEDANKENREISE

In dieser kurzen Übung waren alle Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer dazu aufgefordert, den interkulturellen Öffnungsprozess der Institution zu durchdenken, in der sie selbst arbeiten. Gibt es Barrieren, die es abzubauen gilt? Welche Entwicklungspotentiale sehen sie?

In der Pause gab es dann die Möglichkeit, die eigenen Ideen auf Moderationskarten an der Wand im Foyer zu schreiben.

Die Beteiligung war groß und besonders die Karten zu den Entwicklungspotenzialen gut gefüllt.

Das IQ Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern kann Sie bei der interkulturellen Öffnung Ihrer Organisation unterstützen. Wir beraten und begleiten Sie fachlich, moderieren interne Gesprächsrunden, schulen Sie zu interkulturellen Themen oder coachen einzelne Teams. Kontaktieren Sie dazu gerne Katja Striegler unter striegler@migra-mv.de oder unter 0381 37799648.

BERICHT AUS DER PRAXIS

Interkulturelle Öffnung am Beispiel der Stadt München

Dr. Hubertus Schröer, Insitut – Interkulturelle Qualitätsentwicklung (IQM) München

"Interkulturelle Öffnung ist Führungsverantwortung."

Frage aus dem Publikum:

"Kann man durch einen gelungenen interkulturellen Öffnungsprozess auch andere Zielgruppen, z. B. Menschen ohne Migrantionshintergrund, besser erreichen?"

Antwort Dr. Schröer:

"Es besteht eine positive Wechselwirkung zwischen Bestrebungen zur interkulturellen Öffnung einerseits und Lösungsansätzen zu Fragen der Gleichstellung der Geschlechter oder auch der Inklusion von behinderten Menschen andererseits."

EXPERTENGESPRÄCH

Interkulturelle Öffnung in Unternehmen

Lars Löhner, Geschäftsführer sdnord Systeme & Dienste GmbH, Rostock

Isabell Wresch, Fachbereichsleiterin „Fachkräftesicherung und Integration“ an der Industrie- und Handelskammer zu Rostock

Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin Charta der Vielfalt e.V., Berlin

Katja Striegler, Projektleiterin der IQ Servicestelle „Interkulturelle Kompetenz und Willkommenskultur“ Rostocker Region/Vorpommern-Rügen, migra e.V., Rostock

Aletta Gräfin von Hardenberg,

Geschäftsführerin des Vereins "Charta der Vielfalt", im Interview mit Michael Hugo, Geschäftsführer von migra e.V.

VORTRAG

Die Angebote des IQ Netzwerks Mecklenburg-Vorpommern im Bereich der interkulturellen Öffnung

Katja Striegler, Projektleiterin der IQ Servicestelle „Interkulturelle Kompetenz und Willkommenskultur“ Rostocker Region/Vorpommern-Rügen, migra e.V., Rostock

"Das IQ Netzwerk kann Öffnungsprozesse durch Beratung, Moderation und Training fachlich begleiten."

Moderation

Franka Schulz

Projektleiterin, IQ Netzwerk Thürigen, interculture.de, Jena

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Credits:

migra e.V. Rostock

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