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ALMERÍA 2018 GDS 2 Studienfahrt der Jahrgangstufe 1

TAG 1

ANREISE 13.05.2018

Südspanien aus der Luft

Unser Tag begann sehr früh! Wir trafen uns um 4 Uhr am Terminal 1 des Stuttgarter Flughafens um die Reise in Richtung Almeria anzutreten. Nachdem wir unsere Koffer abgegeben hatten verbrachten wir die Zeit bis 5:20 zum Boarding am Gate.

Warteschlange am Check-In

Nach dem Boarding wurden wir mit dem Shuttle Bus zum Flugzeug gebracht:

Betreten des Fliegers mit Sonnenaufgang

Während dem Flug passierten wir die Alpen, Pyrenäen und sahen Wolken von oben:

Nach der Landung führten wir unsere Reise in Richtung Almeria im Bus von Málaga aus fort.

Unser Reisebus

Den Nachmittag verbrachten wir, nach dem Zimmerbeziehen in der Jugendherberge, am Strand mit Baden, Beachvolleyball spielen und Chillen.

Abends gab es Essen in der Jugendherberge und im Anschluss eine Präsentation von Jannik, Edwin und Nico über das spanische Königshaus: In Spanien herrscht seit 1978 eine parlamentarische Monarchie. Politische Entscheidung werden von dem Parlament entschieden und der König ist nur für die Repräsentation des Landes zuständig. Der aktuell amtierende König heißt Felipe VI.

Am Schluss liesen wir den Tag gemeinsam im Foyer der Herberge ausklingen.

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TAG 2

Teleskop 14.05.2018

Das Calar Alto Teleskop

Den zweiten Tag begannen wir später als den ersten, zwischen 7:30 und 9:00 gab es Frühstück. Um 9 Uhr trafen wir uns vor der Herberge und liefen gemeinsam zum Bus.

Almería am Morgen

Der Bus brachte uns zum eine Stunde entfernten Calar-Alto Observatorium auf ca. 2000 Höhenmetern. Dort hielt Victor, ein Mitarbeiter und Astronom des Observatoriums, einen Vortrag über seine Arbeit und Astronomie.

Anschließend zeigte er uns das größte Teleskop der Anlage von innen.

Zu guter letzt blieb noch Zeit für offene Fragen und ein Vesper im Freien bei bestem Wetter. Den Nachmittag verbrachten wir wie am Vortag am Strand.

Um 20:30 gab es Abendessen in der Herberge. Im Anschluss hielten Micha, Niklas und Nicolai ihre Präsentation zum Thema Spanischer Fußball: Fußball ist in Spanien sehr präsent und beliebt. In der Liga, die Primera Division, spielen weltweit bekannte spanische Clubs wie Real Madrid oder auch der FC Barcelona. In der aktuellen Saison 17/18 ist FC Barcelona der Spanische Meister. Rekordmeister in der Primera Division ist Real Madrid.

Der Spanische Pokal, der 'Copa del Rey' ist im Spanien zu vergleichen mit dem deutschen DFB Pokal. Hier ist der FC Barcelona der Titelträger.

Auch die spanische Nationalmannschaft ist bisher sehr erfolgreich mit mehreren Titeln, unter anderem sind sie 2010 Weltmeister geworden. Bekannte spanische Fussballer sind Sergio Ramos, Andres Iniesta oder auch DeGea.

Auf dem Berg wo das Teleskop steht, entstand noch ein Gruppenfoto:

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Tag 3

Refugios & alcazaba 15.05.2018

Almería von der Alcazaba aus

Morgens trafen sich bereits um 6:20 Uhr einige Schüler mit Herrn Wettke um Joggen zu gehen.

Strand in Almeria am Morgen

Danach gab es regulär Frühstück und wir liefen gemeinsam zu den Refugios de Almería in der Innenstadt. Hierbei handelt es sich um ein Luftschutzbunker-System aus dem Spanischen Bürgerkrieg welcher von 1933 bis 1939 andauerte. Das Tunnelsystem bot Schutz für 36.000 Menschen und ist 4 km lang wovon 1 km der Öffentlichkeit zugänglich ist. Nach einem kurzen Dokumentarfilm mit Zeitzeugen führte uns Antonio, ein Mitarbeiter der Refugios, durch die Tunnel und Herr Wettke übernahm das Simultanübersetzen.

Im Anschluss liefen wir zu unserer Partnerschule La Salle Virgen del Mar. Hier wurden wir in deren Sporthalle empfangen und durften ein paar kleine Spiele spielen.

Außerdem fand ein Schulfest an diesem Tag statt, bei welchem alle Schüler, etwa 1300, eine gemeinsame Choreographie im Innenhof der Schule aufführten.

Das Mittagessen konnte sich jeder selbst in der Stadt aussuchen, da wir Freizeit hatten.

Gesättigt und gestärkt ging es dann auf die Alcazaba über Almería. Dies ist eine maurische Festung aus vergangenen Zeiten (10. Jahrhundert).

Die Alcazaba de Almería
Aussicht auf Almería
Innenhof

Nach diesem anstrengendem Tag mit viel Fußmarsch ging es zurück in die Herberge und nach dem Abendessen hörten wir noch das Referat von Jasmin, Sonia und Lucia über die Alhambra: Die Entstehung der Stadt geht auf das iberische Volk zurück. Danach war es in Römischer Herrschaft bis 711 die iberische Halbinsel von den Mauren erobert wurde. 1066 hab es das Massaker von Granada. Bei diesem Massaker wurde ein Großteil der jüdischen Bevölkerung ermordet. 1090 wurde die Stadt von den Almoraviden erobert, diese Vertrieben die Almohaden, die zuvor in der Stadt waren. Die Stadt wurde dann von 1238 bis 1492 zur Hauptstadt. Am 2 Januar 1492 übergab der letzte muslimische Herrscher Muhammad XII. die Stadt an König Ferdinand II. Von Aragón und an die Königin Isabella I. Von Kastilien. Beide waren katholisch geprägte Herrscher. Im Jahre 1499 wurde dann auf dem Marktplatz von Granada ein großer Scheiterhaufen errichtet um Bücher zur islamischer Theologie, Philosophie, Geschichtsschreibung und Naturwissenschaften zu verbrennen. Dies wurde vom damaligen Erzbischofs Jiménez de Cisneros von Toledo in Auftrag gegeben. Heute leben in Granada ca. 15. 000 Muslime, von denen 1000-1500 spanische Konvertiten sind. Granada ist heute in der Provinz Granada in Andalusien die Hauptstadt in Südspanien. Die Alhambra ist eine Stadtburg über den Dächern von Granada auf dem Sabikah Hügel. Ihre Verteidigungstürme und Mauern umfassen einen Komplex aus Gärten und Palästen mit 740 m Länge und einer Breite bis zu 220 m. Die Mauern erscheinen oft rot und auch hier ist das Wappen der Granatapfel wie der des ganzen Königreich Granada. Besiedlungen an dieser Stelle gab es schon zu Vorrömischer Zeit, um 1000 n. Chr. wurde der erste Teil der Alhambra dort errichtet um die Einwohner der Kalifat zu schützen. 1240 n. Chr. beschloss der maurische Herrscher seine Residenz nach Granada in die Alhambra zu verlegen und ließ sich eine Zitadelle erbauen. Die ganze Alhambra ist vom maurischen Stil und der islamischen Kunst geprägt. Im 13. Und 14. Jahrhundert wurde die Oberstadt befestigt und ausgebaut. Granada blühte auf und die Alhambra war das wohl fortschrittlichsten Gebäude dieser Zeit in Europa. Die Wasserleitungen aus den Bergen, Bäder und Heizungen sowie die Lüftungsanlagen hatten die Araber von den Römern erlernt. 1490 war Granada, und damit auch die Alhambra, die letzte Bastillion gegen die katholischen Rückeroberung. Nach langer Belagerung wurde jedoch auch sie 1492 an die christlichen Könige übergeben. Viele christliche Herrscher lebten nun in der Alhambra und fügten noch einiges hinzu. Manche Arabische Inschrift und Verzierungen wurden zerstört, viele erhalten. Der Franziskaner Orden hatte einen Sitz in der Alhambra wegen Königin Isabella von Castilien, welche dort auch Zeitweise besetzt wurde. Als Napoléon Granada besetzte nutze er die Alhambra als Reiterkaserne dabei gingen viele Gebäude kaputt und Möbel und andere wertvolle Gegenstände wurden entwendet. Doch vieles überlebte und wurde Ende des 19. Jahrhundert der Öffentlichkeit erstmals als Sehenswürdigkeit zugänglich gemacht. Heute ist es ein etwas überlaufenes Reiseziel, welches unter dem Schutz von UNESCO steht.

Abends waren die meisten noch in der Stadt und ließen den Tag am Strand ausklingen.

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Tag 4

Granada & ALhambra 16.05.2018

Granada von der Alhambra aus

Am vierten Tag trafen wir uns um 9 Uhr im Foyer der Herberge um gemeinsam zur fünf Minuten entfernten Bushaltestelle zu laufen.

Der Bus brachte uns ins 170km entfernte Granada. Die Fahrt dauerte etwa 2 Stunden. In Granada besuchten wir als erstes die Alhambra. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und erhielten getrennte Führungen.

Alhambra

Die Alhambra ist eine Anlage im maurischen Stil bestehend aus Palast und Burg aus dem 13. Jahrhundert. Der Bau der Anlage zog sich über 200 Jahre hin. Viele Machthaber verschiedener Gruppierungen nutzen den Gebäudekomplex als Residenz und Wohnort. Zuletzt gehörte die Anlage dem spanischen Königshaus. Seit ca. 150 Jahren ist die Alhambra für die Öffentlichkeit betretbar und seit 1984 auch Weltkulturerbe.

Burg Gebäude der Alhambra

Nach der Besichtigung der Alhambra liefen wir in Gruppen nach Granada. In der Innenstadt kehrten wir ein und aßen zu Mittag. Bis 16 Uhr hatten wir Zeit zur freien Verfügung und konnten uns die Stadt ansehen.

Granada

Um 16 Uhr sammelte uns der Bus in Granada auf und wir fuhren zurück nach Almería. Dort kamen wir etwa um 18 Uhr an woraufhin Florian und Fabian ihre Präsentation zur Plataforma Solar hielten: Die "Plataforma solar de Almería" ist das größte Forschungszentrum zur solaren Energienutzung. Der erste Probebetrieb fand 1982 statt, davor gab es allerdings schon Tests die durchgeführt wurden. Die "Plataforma solar de Almería" liegt am Rande der Wüste von Tabernas im Süden Andalusiens. Das 100 Hektar große Gelände beinhaltet 20.000 Quadratmeter Spiegelfläche. Alle durchgeführten Tests finden unter praxisnahen Bedingungen statt. Heliostaten (die Spiegel) reflektieren das Sonnenlicht und bündeln es in einem Strahl der im Turm endet. Der Turm ist 83 Meter hoch. In diesem treibt das verdampfte Wasser eine Dampfturbine an, welche dann mit einen Generator Strom erzeugt. Die Heliostaten richten sich immer automatisch so aus, dass das Sonnenlicht im Turm gebündelt wird.

Im Anschluss erzählten uns Marvin und Julian noch etwas zum Thema „Andasol“: Andasol ist ein Solarkraftwerk, es nutzt Parabolspiegel um eine Wärmeträgerflüssigkeit aufzuheizen. Die Wärmeträgerflüssigkeit läuft durch ein Rohr vor den Parabolspiegeln. Das gesamte Sonnenlicht das auf die Spiegel fällt wird auf das Rohr fokussiert. In Andasol gibt es drei Kraftwerke mit je einer Fläche von je ca. 2 Quadratkilometern, d.h. die Gesamtfläche ist 6 qKm. Die Gesamtleistung beträgt 150 MW und die Anlage erzielt einen Wirkungsgrad von 15% im Schnitt.

Um 20:30 aßen wir in der Herberge zu abend. Danach waren wir alle ziemlich fertig, aber konnten unsere Füße dennoch nicht still halten und brachen wieder in Richtung Stadt auf.

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Tag 5

PLataforma solar 17.05.2018

Heute ging es nach dem Frühstück wieder zum Bus welcher um 9:00 Uhr abfuhr. Als Geschenk des Busfahrers wurden wir von ihm zu einer Formel 1 Traingstrecke in der Nähe von Almería gebracht. Fahren haben wir leider niemand sehen, die Trainingsläufe begannen kurz nachdem wir wieder gegangen waren

Circuito de Almeria

Danach ging es zur Olivenplantage Castillo de Tabernas welche verschiedenste hochwertige Olivenöle produziert. An der Plantage angekommen bekamen wir eine Führung auf Englisch, was nicht immer selbstverständlich ist in Andalusien. Uns wurden die Rüttelmaschienen, die die Bäume schütteln, die Sortiermaschienen, die Pressen, Zentrifugen, Lagertanks und die Flaschenabfüllung gezeigt und ausführlich erklärt welchen Einfluss welche Faktoren auf das Öl am Ende haben. Die Plantage war auch Drehort für Ridley Scotts „Exodus of Gods and Kings“ sowie eine spanische Serie („El Mar de Plástico). Nach einer leckeren Verkostung verschiedener Öle ging es dann weiter zur Plataforma Solar de Almería, dem „Hauptgrund“ unserer Studienfahrt.

Olivenöl Produktion

Die Plataforma Solar liegt am Rande der Wüste von Tabernas und besteht seit anfang der Achtziger Jahre und ist überwiegend ein Gemeinschaftsprojekt von Spanien und Deutschland das infolge der Ölkrise ‘73 ins Leben gerufen wurde. Es handelt sich hierbei um mehrere Forschungsprojekte zur Gewinnung von Strom durch die Sonne, der Entsalzung und Entkeimung von Wasser zwecks der Trinkwassergewinnung sowie Aufbauten um Materialbelastungstests durchzuführen. Und all das durch Sonnenenergie. Ersteres geschieht allerdings nicht mit Photovoltaikanlagen sondern durch die Erhitzung von Wasser durch einen gebündelten Sonnenstrahl welcher von vielen einzelnen riesigen Spiegeln reflektiert wird. Dieser entstandene Dampf treibt dann eine Turbine an, welche einen Generator betreibt.

Model der größten Anlage auf dem Testgelände

Nach dieser Führung bekamen wir noch Mittagessen in der Kantine der Anlage sowie einen Einblick in die Arbeit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrttechnik. Jenes ist an mehreren Projekten beteiligt, wie z. B. Materialerprobungen und Tests auf Hitzebeständigkeit unter reellen Bedingungen, da die Belastung durch die Sonne nicht exakt im Labor reproduziert werden kann. Die Mitarbeiter des DLR stammten selber aus Deutschland, weswegen uns das erste Mal etwas in fließendem Deutsch erklärt wurde.

Ein Solarkollektor zum punktuellen Erhitzen

Nach einem langen und windigen Tag in der Wüste von Tabernas fuhren wir abermals zurück nach Almería wo gemeinsam zu Abend gegessen wurde und das übliche Abendgeschehen seinen Lauf nahm.

Abends hielt Jasmin und Leon noch ihre Präsentation über die Wasserversorgung in der Region Almería: Almería hat ein heißes unfruchtbares trockenes und tropisches Wüstenklima. Riesige Wasserkanäle, Flüsse & Talsperren führen durchs ganze Land. Der Niederschlagsrückgang soll bis 2070 um 20-40% sinken.

Probleme:

  • Durch die veralteten und maroden Rohrleitungen und Bewässerungssysteme entstehen Verluste von ca. 20%.
  • Das unterirdisch liegende Flusssystem zur Bewässerung lockt auch illegale Brunnen Bauer an, hierdurch sinkt der Grundwasserspiegel.
  • Die Grundwasserquellen sind überlastet oder salzbelastet.
  • Durch den Niederschlagsrückgang werden die Staudämme kaum voll, die Flüsse trocknen aus und die Dürre nimmt zu.
  • Da die Niederschlagsmenge zu niedrig ist, erhalten die Landwirte das Wasser zu subventionierten Preisen. Da die Landwirte das Wasser günstig erhalten, gibt es für sie keinen Anreiz zum sparen
  • Grundwasserverschmutzung durch Pflanzenschutzmittel

Folgen & Lösungen:

  • Entsalzung des Meerwassers ist jedoch teuer, energieaufwendig (benötigt ein eigenes Kraftwerk) und hat ökologische Nebenwirkungen wie die Salzbelastung der Meere (zurückführen ins Meer)
  • Nutzung von aufbereitendem Abwasser
  • auffangen, recyceln & wiederverwenden des Bewässerungswassers
  • intelligente Wasserzähler für die Bevölkerung

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Tag 6

TAg in der Stadt 18.05.18

Almería vom Dach des Museums

Am heutigen Morgen trafen wir uns nach dem Frühstück um 9 Uhr und liefen gemeinsam in die Stadt zum Heimatkundemuseum Almerías (Centro de Interpreatación Patrimonial).

Edwin drückt eine Ampel

Dort angekommen erhielten wir eine Führung von Raul über die Geschichte Almerías. Herr Wettke diente wieder als Dolmetscher.

Modelle von Sehenswürdigkeiten Almerías

Im Anschluss liefen wir zu einem Start-Up Unternehmen namens Neurodigital, welches im Bereich der Virtual Reality forscht, programmiert und produziert. Uns wurden die Räumlichkeiten gezeigt und ausführlich erklärt wie hier gearbeitet wird. Dann zeigte man uns ihr momentanes Highlight: einen Handschuh der haptische Sinneswahrnehmungen simuliert.

Der VR-Handschuh in Aktion

Das gesamte Projekt befindet sich noch in der Prototyp-Phase, das Interessante war jedoch dass hier alles aus einer Hand kommt von Sensoren über Textilien bishin zur Software. Alles in allem war es ein guter Einblick in die Zukunft der VR.

Daraufhin hatten wir Zeit zur freien Verfügung und zum Mittagessen in der Stadt. Pünktlich um halb 5 trafen wir uns dann wieder um ein Actionbound zu spielen. Das ist nichts anderes als eine Schnitzeljagd im 21. Jahrhundert mit einer App innerhalb der Stadt. In kleinen Gruppen galt es verschiedene Bilder mit Sehenswürdigkeiten zu machen und Fragen zu beantworten. Die Schnitzeljagd endete in der Jugendherberge wo die Ergebnisse hochgeladen wurden. Danach gingen wir an den Strand und spielten Volleyball bis zum Abendessen. Nach dem Essen hörten wir die Präsentationen von Sven und Bariš sowie von Polina und Ayfer über Landwirtschaft in Andalusien und den Ökologischen Gemüseanbau ebenda.

Landwirtschaft:

Die Landwirtschaft in Andalusien bringt einige Schwierigkeiten mit sich. Einerseits besteht das Problem, dass das Klima in Andalusien sehr trocken und heiß ist. Andererseits kommt mit seltenen, aber plötzlichen Regenfällen eine weitere Schwierigkeit dazu. Der Trockenheit und Hitze wird mit Bewässerungssystemen und Folienplanen entgegenwirkt. Dies bewirkt auch, dass mehrere Ernten pro Jahr möglich werden und den Export des Gemüses antreiben. Der plötzlichen Regenfälle werden mit einigen Erhöhungen sowie Baumaßnahmen gekontert. Die Seltenheit des Regens macht jedoch Probleme und somit wird versucht den Wasserverbrauch so gering zu halten da auch die Wasservorräte immer geringer werden. Dies wird beispielsweise durch die Einführung der Tröpfchenbewässerung verwirklicht.

Gemüseanbau:

In den 60er Jahren begann die spanische Regierung mit dem Aufbau von Gewächshäusern. Auf einer Fläche von 350 km2 wurde das mar del plastico (Plastikmeer) gebaut. Durch moderne Anlagen können bis zu 2.8 Millionen Tonnen Obst und Gemüse produziert werden. In der Landwirtschaft arbeiten 20.000 bis 25.000 Immigranten marokkanischer Herkunft, die in katastrophalen Lebensverhältnissen leben. Durch den vielen Wasserverbrauch der Produktion wird es in Almería in 50 Jahren kein Trinkwasser mehr geben. Durch den Druck der Verbraucher steigt der Druck auf die Bauern, die dadurch auf biologische Anbaumaßnahmen setzen müssen.

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Tag 7

gemüsefarm & Surfen 19.05.18

Christian beim Erklären

Wie die letzten Tage auch war 9 Uhr nach dem Fühstück Treffpunkt am Bus mit dem wir zur Gemüseplantage Clisol in Almerímar fuhren. Dort wurden wir herzlich von Lola und Christian empfangen. Letzterer ist ein aus dem Odenwald stammender Auswanderer, der seit 12 Jahren in Spanien lebt. Nach einer Führung durch verschiedene Gewächshäuser bekamen wir eine Verkostung des frischen Gemüses.

Danach liefen wir ein Stück durch die eigentliche Natur in der Umgebung in Richtung Strand.

Dort angekommen erhielten wir ebenfalls von Christian, da er auch in einer Surfschule arbeitet, eine ausführliche Anleitung wie man richtig Kanu, Stand-Up Paddling und Wind-Surfing betreibt. Dies konnten wir dann auch gleich versuchen anzuwenden, da Neopren-Anzüge sowie die Sportgeräte gestellt wurden.

Gegen 17 Uhr aßen wir zu Abend direkt am Strand. Es wurde ein Buffet aufgebaut und jeder konnte sich bedienen. Nach entspanntem in der Sonne sitzen sangen wir Pablo, einem Kollegen von Christian, noch ein Ständchen da dieser heute 40 Jahre alt wurde. Aus gegebenem Anlass und als Nachtisch gab es noch leckeren Kuchen.

Das Buffet am Strand

Als wir gesättigt und erschöpft in der Sonne saßen wurde es langsam Zeit aufzubrechen, also fuhren wir zurück nach Almería um unsere Koffer zu packen sodass wir um 4 Uhr morgens abfahrbereit sind. Nach einer pünktlichen Abfahrt und einer sehr stillen Busfahrt zum Flughafen, checkten wir in Málaga ein und flogen zurück in die Heimat.

Somit fand unsere Studienfahrt erfolgreich ihr Ende!

Nachwort der begleitenden Lehrkräfte:

Mit der Studienfahrt nach Almería versuchen wir, eine Symbiose zwischen dem Bezug zum Profilfach Umwelttechnik, der Kultur und der Sprache zu schaffen. Das ist eine Gratwanderung, die uns jedes Jahr vor neue Herausforderungen stellt. Selten waren diese Herausforderungen jedoch so gut zu meistern wie dieses Jahr mit der tollen Gruppe an Schülern, die wir dabei hatten. Unsere Truppe zeigte ein hohes Maß an Interesse, sozialer Kompetenz, Anstand, gegenseitiger Unterstützung und Humor. So macht das irre viel Spaß und ist jede Mühe wert. Ganz großes Tennis!

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