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Lazar Rakič aka „Lazar“ Humans of Konstanz

Konstanz, 18. Juli 2018.

Das Interview führte: Marc-Julien Heinsch, Layout: Julia Kohushölter.

Name: Lazar Rakič aka „Lazar“

Alter: 34 Jahre alt

Beruf:

Für seinen Lebensunterhalt arbeitet Lazar als Servicekraft im Lokal seines Onkels.

Seine Leidenschaft aber gilt dem Rap. 2Pac und Afrob wecken seine Begeisterung und 1998 beginnt er eigene Texte zu rappen. 2010 veröffentlich Rakič sein erstes Video „Konstanz ist Ripperstadt“ als Rapper Lazar.

2011 produziert Lazar ein Feature mit Kanakan und den Deutschrapstars Celo und Abdi aus Frankfurt am Main. „Dagobert Duck Syndrom“ wurde bis dato über fünf Millionen Mal angeklickt.

Heimat/Wohnort:

Geboren ist Lazar Rakič im Serbischen Kruševac. Als Lazar zwei Jahre alt war, flohen die Rakičs vor der drohenden Inhaftierung des Vaters nach Hamburg. 1996 zog die Familie nach Konstanz.

Lazar Rakič aka „Lazar“

Schwenk aus dem Leben:

Verarbeitet mit seiner Musik, die er selbst „Lifetimerap“ nennt, seine kriminelle Vergangenheit, seine Konflikte und Selbstzweifel. Er wollte schon mit 13 sein eigener Herr sein und Geld verdienen. Also folgte Lazar dem Vorbild seines Vaters, den er schon als Kind im Gefängnis besuchte und ging auf die Straße:

„Bei Leuten einlaufen und sie abziehen.“

Als Lazar 18 ist, wird sein erstes von zwei Kindern geboren. Da möchte er „mit der Straße“ abschließen und ein sauberes Leben führen. Doch es gelingt ihm nicht. Immer wieder gerät Lazar in Konflikt mit dem Gesetz. Verbüßt beispielsweise eine Bewährungsstrafe wegen schwerer Körperverletzung.

„Plötzlich bist du so tief in der Sache. Dann geht es nur noch um’s Geld. Da fühlst du dich wie der Big Boss. Und danach merkst du: Du hast wieder unnötig Welle geschoben. Hast alle geschockt und jeder redet über dich.“

Heute leben Lazars Kinder bei seiner Ex-Freundin. Er beschreibt seine Situation als „riesengroßes Chaos“, will aber nicht von Reue sprechen. Seine Vergangenheit sei eben ein Teil von ihm.

„Im Rap verarbeitest du das Erlebte und bringst es auf den Punkt. Durch die ekelhafte Aussprache, bekommst du auch ein ekelhaftes Bild. Da geht es darum, dass die Line ballert.“
Created By
Campuls Hochschulzeitung
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