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#barcampepale & #vhscamp18 2 Tage - 2 barcamps - 1 bericht von @karlcdamke

Als Ende Januar 2018 Christian Soyk von der vhs Leipzig das Epale-Barcamp offiziell ankündigte war ich gleich begeistert - ich hatte Leipzig vom #vhscamp15 in bester Erinnerung und freute mich darauf, die Kolleginnen und Kollegen vor Ort wiederzusehen. Noch mehr interessierte mich aber mehr über EPALE und die aktuellen Projekte der NABIBB zu erfahren. Als dann nicht einmal vier Wochen später feststand, dass das #vhscamp18 im direkten Anschluss stattfinden würde, wurde direkt das Ticket gebucht. Es wurden zwei intensive und schöne Tage mit vielen interessanten Sessions - hier mein Versuch, ein wenig davon einzufangen.

Teil 1 - #barcampepale am 20.04.2018

Im wunderschönen Festsaal der Volkshochschule Leipzig macht es einfach Spaß in einen neuen Tag voller Überraschungen zu starten - denn bei einem Barcamp weiß ja niemand was alles passieren wird, bevor der Sessionplan gefüllt ist. Mit knapp 90 sehr aktiven Teilnehmenden dauerte es nicht lang von der Begrüßung zum vollen Plan - insgesamt standen über 20 Sessions zur Auswahl.

Christian Soyk begrüßt das #barcampepale

In den ersten vier Sessions habe ich Sketchnotes gemacht, in der fünften dann ein eigenes Thema eingebracht - doch dazu später, werfen wir doch erst einmal einen Blick auf die erste Sketchnote zu den Sessions von Joachim Sucker und Maximillian Göllner

Sketchnote No.1

Joachim lieferte in der ersten Session des Tages eine launige Analyse von Twitter als Marketing- und Netzwerk/Lerntool. Viel von dem, was er über Twitter als Lerntool berichtete, erinnerte mich an die Twitter-Session mit Karl Heinz Pape vor drei Jahren - für mich einer der Auslöser mich aktiv mit Twitter zu beschäftigen. Auch in 2018 zählt noch Vernetzung und Informationsgewinnung zu den Stärken der Plattform. Witzig wurde es als Joachim die Twitter-Aktivitäten von "99% aller Volkshochschulen" unter die Lupe nahm - fast ausschließlich Kurswerbung, die hier aber nicht auf Endkunden sondern auf Kolleginnen und Kooperationspartner trifft. Ich habe direkt versucht auf dem Twitter-Account meiner vhs eine Kundin zu finden - nach 100 habe ich aufgegeben... Als ein positives Beispiel für einen sehr (inter)aktiven und authentischen Kanal einer Bildungsinstitution empfiehlt er den Account der Stadtbibliothek Köln. Ich auch.

lust auf ein #facebookduell mit Jendrik Peters?

In der Session von Max Göllner von der k.o.s. GmbH schließt die Diskussion genau da an. Welche Online-Marketing-Strategie braucht eine Bildungsinstitution? Wie können wir es schaffen zu werben, dabei den richtigen Ton treffen und ins Gespräch mit unseren Kundinnen zu kommen? Max verweist auf die 5-3-2 Regel als eine Richtschnur für Postings im social web - Stimmung kam auf als Jendrik Peters von der vhs Lengerich von seinem #facebookduell mit der Nachbar-vhs berichtete. Nicht immer alles zu ernst nehmen und auch mal etwas riskieren - einen echten Shitstorm müsse man sich erst einmal verdienen, wirft Joachiam Sucker ein.

Sketchnote No2 @karlcdamke

Riskiert hat Martin Barthel in seiner Session auf jeden Fall etwas. Anstatt nur über sein Erasmus+ Projekt EUrbanities zu berichten, brachte er den Prototypen eines Browser-Games mit, dass ein Projektpartner zur Zeit entwickelt - und ließ die Sessionteilnehmerinnen als Versuchskaninchen darauf los. Gedacht ist das Spiel für den Einsatz in Planspielen mit NGOs und Bürgerinitiativen - Spielphasen wechseln sich mit moderierten Reflexionsphasen ab. Sehr interessant sind auch die Fallstudien, die das Projekt aus 20 Bürgerbeteiligungsprozessen aus neun EU-Ländern gesammelt hat.

Spielerisch Bürgerbeteiligung lernen mit EUrbanities

Meine Lieblingssession des Tages brachte dann Nele Hirsch von ebildungslabor mit ihrem praxisnahen und vollgepacktem Input zu OER. Was diese Open Educational Ressources sind, wussten erwartungsgemäß die meisten in der Session - über Tipps wie die Suchmaschine OERhörnchen und das HTML5-basierte Tool H5P mit dem interaktive OER-Materialien erstellt werden können, haben sich dann aber doch alle gefreut.

Screenshots von oerhörnchen, h5p.org und tutory.de
Session vorgeschlagen - wer hat Lust drauf ?

Nach vier spannenden Sessions war es dann soweit: zu guter Letzt hatte ich die Möglichkeit mit knapp 15 Kolleginnen und Kollegen über das Erasmus+ Projekt Learnbase zu sprechen, an dem die vhs Wiesbaden von 2015-2017 mitgearbeitet hat. Ziel war es Konzepte für den Sprachunterricht zu entwicklen, die selbstgesteuertes Lernen und Sprachlerncoaching mit einschließen. Die Ergebnisse können auf der Webseite des Projekts eingesehen und genutzt werden. Details zum Coaching verrät noch eine Sketchnote, die ich während des Projekts erstellt habe:

Sketchnote Learnbase Project / Sprachlerncoaching

Sehr gefreut habe ich mich über die spannenden Diskussionen zur Frage, für welche Lernenden ein solches Angebot Sinn macht und wie es sich weiterentwickeln lässt - besonders toll die positive Resonanz, genau das am nächsten Tag auf dem #vhscamp18 zu tun... denn es war ja gerade erst Halbzeit. Schade, dass ich es nicht geschafft habe in mehr Sessions dabei zu sein - da hilft nur noch nachlesen. Alle Protokolle finden sich auf EPALE. Gut gelaunt und bei blendendem Wetter ging es zum Abendevent.

Beim Abendevent mit Nele Hirsch und Peter Kabitzsch

Herzlichen Dank an das Team der vhs Leipzig für die tolle Bewirtung und den netten Abend im Innenhof der vhs! Im Hintergrund sitzt übrigens wieder eine Großdelegation der Abendakademie Mannheim - schön euch wiederzusehen!

Gute Nacht, Leipzig!

Teil 2: #vhscamp18 am 21.04.2018

Bevor ich groß ins Reden komme: ein schönes, stimmungsvolles Video schafft es sicher besser in den zweiten Tag in Leipzig einzuleiten. Besten Dank für die gute Arbeit an Paul Knapp & Cornelius Otto!

Auch für das #vhscamp18 begann mit einer Vorstellungsrunde - während ich noch entspannt am zweiten Kaffee nippe, zieht Andrea Wipplinger von der vhs Stuttgart das Kaninchen aus dem Hut und kündigt das #vhscamp19 für den Herbst 2019 in Stuttgart an. Szenenapplaus!

Begrüßung von Christian Soyk und Caroline Baettge - Einladung von Andrea Wipplinger

Auch hier wieder ein voller Sessionplan mit fünf Zeitfenstern - gleicher Plan von meiner Seite: vier Sessions in Sketchnotes festhalten und die letzte selbst geben. Irgendwie bin ich zur ersten Session wieder bei Joachim Sucker gelandet. Der stellt auch gleich die großen, strategischen Fragen: wie lässt sich eine Bundesförderung für mehr #digiskills in der Weiterbildung möglichst sinnvoll einsetzen?

Sketchnote No.3

Nach der Session blieb ich einfach sitzen und freute mich, dass Svenia Knüttel vom Landesverband der Niedersächsischen Volkshochschulen mit ihrem Konzept für eine Fortbildungsreihe weitermachte. Pilotiert wird die Reihe in 2018 und soll in fünf Tagen vhs-Führungskräfte fit machen für die Herausforderungen der digitalen Transformation. Eine komplexe Aufgabe, bei der es viel darum geht ein "digitales Selbstverständnis" zu entwickeln.

Nach der Pause habe ich es durch Zauberei geschafft drei Sessions in der Zeit von zwei zu sehen - ein bisschen schummeln wird ja wohl erlaubt sein! Beim Thema Dritte Orten in der Bildung lohnt auf jeden Fall ein Blick auf die neue, kollaborative Webseite von Nele Hirsch, auf der Ideen und Best-Practice-Beispiele gesammelt werden. Übrigens eine super Herangehensweise, bin gespannt was in den kommenden Monaten dort entsteht.

Sketchnote No. 4

Ein anderes tolles Projekt, für das ich bereits im Vorfeld geworben hatte, lief parallel dazu zwei Türen weiter. Der Methodenkoffer Selbstgesteuertes Lernen soll Lernenden und Kursleitungen dabei helfen, Wünsche und Ziele besser in Lernprozesse einbringen zu können. Eine super Sammlung, die auch gerne weiter ergänzt werden kann. Begeistern konnte mich auch Ilker Ipek von der vhs Hamburg. Beim Relaunch ihrer Tandem-Börse haben sie nicht nur eine funktionale, stylische Seite geschaffen, sondern von Beginn an eine Verbreitung über andere Volkshochschulen mit eingeplant. Vorlagen für Flyer und Social-Media Werbung sind vorhanden - in der Session wurden bereits erste Pläne für Werbekampagnen außerhalb Hamburgs geschmiedet, denn natürlich ist eine solche Börse nur dann interessant, wenn sich auch potentielle Tandems in der eigenen Region finden lassen.

die Tandembörse aus Hamburg fürs ganze Land

Vor der letzten Session setze bei mir noch einmal kurz das Herz aus - die Session hatte ich bereits einige Wochen im Voraus geplant und hatte mir viel vorgenommen. In 45 Minuten wollte ich ein kleines Projekt aufsetzen, um es mit interessierten Kolleginnen nach dem Barcamp weiter zu führen. Die Vorplanung und die Struktur, die ich dafür verwendet habe, lässt sich auf der Webseite des Vereins Erweiterte Lernwelten e.V. finden. Herzlichen Dank an Martin Lindner für die Unterstützung im Vorfeld! In der kurzen Zeit konnte ich mit Unterstützung von Amelie Wangrin und Beatrice Winkler die wichtigsten Punkte festmachen und freue mich schon sehr auf das Projekt! Wir wollen eine kleine Handreichung für unsere Teilnehmenden gestalten, mit Ressourcen, Tools und Strategien für das Sprachenlernen digital - natürlich OER und für weitere Sprachen erweiterbar. Mehr dazu findet sich in den nächsten Wochen auf der vhs.cloud und auf erweitertelernwelten.de

Im Anschluss habe ich mit Joachim versucht, dass Verfahren einzuschätzen: Lässt sich in einer so komprimierten Arbeitsphase überhaupt etwas sinnvoll erarbeiten? Haben die verwendeten Folien den Prozess bestmöglich unterstützt? Wie lässt sich der Übergang aus der Session in die weitere Zusammenarbeit gestalten? Wären solche Sessions geeignet für einen breiteren Einsatz auf dem #vhscamp19 ? Fragen über Fragen! Ich freue mich schon auf die Antworten und all die Projekte die da kommen werden.

Es fehlen hier sicherlich noch viele Details und Informationen - ich habe leider auch nicht genug Augen und Ohren, um alles gleichzeitig mitzubekommen... glücklicherweise wurde viel mitprotokolliert - die Protokolle finden sich hier.

Credits:

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