Ein neues Zuhause Störche in Schmissberg

Die Idee

Im Mai vergangenen Jahres (2015) wurde Störchen, die nach Schmißberg ziehen möchten, von den Bürgern dort ein Zuhause gebaut. Das Storchennest ist von der B41 in der Fahrtrichtung Birkenfeld auf der linken Seite zu sehen. Die Genehmigung für das Projekt erteilte die Kreisverwaltung Birkenfeld innerhalb von einem Tag. "Ich war total verblüfft", sagt Rudi Weber der erste Beigeordnete der Gemeinde Schmißberg. Die Genehmigung war notwendig, weil das Nest auf einer Naturausgleichsfläche der Kreisverwaltung steht.

Hier wird das Loch für das Fundament ausgehoben, in dem die Eisenstange befestigt wird. v. l. Manfred Hebel, Klaus Loose und Ortsbürgermeister Adolf Schuch. Foto: Tom Sessa.

Der Bau

Doch auch sonst gab es nur wenig Widerstände gegen den Plan Störche in Schmißberg anzusiedeln, im Gegenteil: Der Idar-Obersteiner Energieversorger OIE spendete den Mast, ein Schmißberger Bürger den Beton für das Fundament und der Ortsbürgermeister Adolf Schuch sowie Klaus Loose das Handwerker Know-How. "Wir hatten absolut keine Unkosten", so Bauleiter Klaus Loose.

Mit einem Kran wird das Nest aufgestellt (oben). Das Nest ist von der Bundesstraße 41 zusehen. Fotos (3): Tom Sessa

Die Idee eine "Wohlfühloase" für Störche anzulegen stammt von Hobby-Vogelkundler Tom Sessa. Das Storchennest ist nur der Anfang und Teil des geplanten Naturerlebniswanderwegs "Milan, Storch und Co."

Die Bewohner

Bereits dreimal wurden schon zwei Störche, in der Nähe des im Frühjahr aufgebauten Nestes, gesehen. Ralph Dietz, der auch zweiter Beigeordneter der Gemeinde ist, machte die Entdeckung zuerst. Er wohnt in der Nähe des Storchennestes und hat somit im Blick, wenn sich dort etwas tut. Aber auch Sonja Sessa, die in der "Alten Schule" in Elchweiler wohnt, konnte bestätigen, dass sich Störche an dem Nest herumtummelten. Einen Wermutstropfen jedoch gibt es: Das Storchenehepaar war zwar in der Umgebung des Nestes, darin waren die beiden Vögel aber noch nicht. Sie scheinen noch unentschlossen zu sein, was ihre neue Bleibe betrifft. Nach Besichtigung des Nestes flogen die Tiere immer wieder in Richtung Elchweiler. Es bleibt jetzt also abzuwarten, ob Schmißberg zwei neue Mitbewohner bekommt.

Mit diesem Lockvogel (links im Bild) wollen die Schmißberger weitere Störche anlocken. Foto: Tom Sessa

Ob die Idee mit dem Lockvogel funktionieren wird ist noch unklar. Der Ortsbürgermeister, Adolf Schuch, jedenfalls glaubt fest daran: "Wir leben in Hoffnung."

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