Teneriffa 2017 (03) 08.01.2017

Pünktlich um 7:00 Uhr holt mich der Wecker aus anstrengenden Träumen. War tief in meiner Vergangenheit und hatte viele Muster aufzulösen, was mir nur im Ansatz gelungen ist. Da sind Bereiche, in die ich bisher noch nicht vorgestoßen bin und die Nacht war schwer und unruhig. Beginne daher den Tag mit einer Meditation.

Heute habe ich entweder den botanischen Garten oder den Schmetterlingspark mit danebenliegendem Drachenbaum auf meiner fotografischen Menükarte. Die Cueva del Viento, eine der größten Vulkanröhren der Welt ist bis zum 17.01.2017 ausgebucht. Habe ich zu Hause wieder übersehen zu haben buchen. Aber das nächste Mal klappt es vielleicht...

Und mein Navi bringt mich brav zum Dragon Garden. Dabei muss ich feststellen, dass der Dragon Garden an der Costa Adeje liegt und der Drachenbaum, der im Navi scheinbar nicht gespeichert ist, inpuerto del Cruz, 140 km davon entfernt...

Starte alternativ durch nach Masca, einem idyllischen kleinen Bergdorf, da über unendlich enge und kurvenreiche Bergstraßen zu erreichen ist. Die dortige steile und 5 km lange Schlucht zum Meer wollte ich schon längst einmal erwandern. Ich habe zwar keine Wanderschuhe mit sondern nur Sandalen, aber die sind recht stabil und wenn ich nicht mehr weiterkomme, kann ich ja immer noch umkehren.

Jede Menge Verkehr und Gegenverkehr tummelt sich auf den engen Serpentinen im letzten 5 km langen Teilstück und auch die Sightseeing-Points sind durchgehend überfüllt. Und als ich in Masca ankomme, sind alle Parkplätze voll und zahlreiche Besucher resignieren und kehren um. Um die Mittagszeit nach Masca zu fahren ist nicht empfehlenswert...

Selfies mit Einbeinstativ und Funkauslöser - geht besser als gedacht...

Auch ich beschließe nach einigen erfolglosen Versuchen, einen Parkplatz zu finden, umzukehren und will stattdessen in Los Gigantes mein Glück versuchen.

Bei der Rückfahrt zeigt sich der Teide und er ist bis weit nach unten eingeschneit. Hier unten hat es fast 29 Grad, aber am Refugio und auf dem Gipfel, wenn ich es bis dorthin überhaupt schaffe, werde ich wohl die Handschuhe und die Vliesjacke sowie meinen tollen "Kopfwärmer" benötigen...

In Los Gigantes halte ich am Sightseeingpoint und genieße zwei Glas frisch gepressten Orangensaft im sonnigen Gastgarten mit Panoramablick.

Los Gigantes ist ein Ortsteil der Gemeinde Santiago del Teide, im Westen von Teneriffa gelegen. Bekannt ist der touristisch geprägte Ort durch seine Steilküste, die ihren Besuchern vom Land und vom Meer aus einen spektakulären Anblick liefert und Acantilados de los Gigantes genannt wird. Die Felsen fallen an dieser Stelle bis zu 450 Meter senkrecht ins Meer ab.

Los Gigantes wird überwiegend von britischen Staatsbürgern bewohnt, die dort Apartments und Wohnungen gekauft haben. Hochsaison ist hier November bis Februar.

Ausblick vom Sightseeingpoint auf Los Gigantes
Me and the Los Gigantes

Hier lässt es sich gut aushalten und hervorragend entschleunigen :) Es ist herrlich warm, aber durch die Dauerbrise, die hier kontinuierlich weht, nicht heiß.

Sonne, Panoramablick und frisch gepresster Orangensaft kombiniert mit iPad - einfach perfekt... :)

Doch jedesmal, wenn meine Seele genug gebaumelt hat, will sie wieder Action. Und so beschließe ich, auf der Rückreise noch die Montana Bianca und die Roqures de Garcia zu besuchen. Ist eine schöne Strecke dahin, quer durch das Landesinnere auf schmalen Serpentinenstraßen bergauf und hinunter, aber ich habe noch genügend Zeit heute.

Auf der Strecke bieten sich wunderschöne Motive und so lege ich einige Stopps ein :)

Die Kiefernwälder zwischen 1.200-2.000 Metern Höhe sind sehr artenarme Formationen, die hauptsächlich von der Kanaren-Kiefer (Pinus canariensis) dominiert werden. Je nach Ausrichtung des Standortes kommen diese Wälder an windgeschützten Stellen oberhalb der thermophilen Vegetation vor, an der Luvseite oberhalb der Lorbeerwälder. Und in der Spätnachmittagssonne bieten sich zauberhafte Lichterstimmungen.

Im Hintergrund zeigt sich auch immer wieder der verschneite Teide, der hier allgegenwärtig ist.

Vulkangesteinverwerfungen und im Hintergrund der Teide

Die Landschaft hier ist urwüchsig schön mit einem ganz eigenen Charme.

Und dann, nach einer guten Stunde Fahrtzeit erreiche ich die Roques del Garcia. Es hat inzwischen aufgefrischt, hat hier nur mehr 10 Grad und ich ziehe gerne meine Regenjacke über.

Die Roques del Garcia, ein Besuchermagnet mit vielen rustikalen Wanderwegen
Eindrucksvolle Felsformationen wohin man auch schaut
Auch hier dominiert der Teide das gesamte Umfeld
Faszinierende Vielfalt an Gestein überall

Sogar der Montana Bianca ist eingeschneit, was ich überhaupt noch nie erlebt habe...

Blick auf den Montana Bianca
Beeindruckende Felsformationen unterhalb der Roques del Garcia
Felsformationen unterhalb der Roques del Garcia
Wunderschöne Farben und Formen im Gestein

Im Hintergrund wieder der Teide, diesmal von der anderen Seite. Oben sind auch hier massive Schneefelder zu erkennen. Die Seilbahn scheint auch nicht in Betrieb zu sein.

Montana Bianca mit darunter liegender Kapelle
Me nearby the Roques del Garcia
Frontalansicht der Roques del Garcia

Dann ist es an der Zeit weiterzufahren. Es war ein wunderschöner Zwischenstopp, der mir Spass gemacht hat.

Auf der Rückreise nach Santa Cruz geht langsam die Sonne unter. Die Fahrt dauert 1,5 Stunden und immer wieder zeigen sich wunderschöne Lichterstimmungen, die in den unbearbeiteten Bildern nicht zur Gänze zum Ausdruck kommen...

Wunderschöne Gegenlichtstimmung im Wald

Und dann stellt sich noch eine schöne Abendrotstimmung ein, die einen letzten Halt verlangt. Von hier habe ich noch eine gute Stunde zu fahren, dann bin ich wieder im Hotel.

Abendrot in einem kleinen Ort 15 Minuten bevor ich auf die Autobahn auffahre

Ich bin wieder gut zurückgekommen. Mein Google Maps Handy-Navi leistet mir hervorragende Dienste. Und mein Fiat Panda hat serienmäßig eine Handy-Halterung eingebaut, die man ausklappen kann. Dazu eine USB Ladebuchse. Ein tolles Auto, das hervorragend dahinsprintet. Hat erst 2000 km auf dem Buckel, ist also noch gar nicht richtig eingefahren. Bin sehr zufrieden damit.

Wieder ist es Abend geworden. Es war ein interessanter Tag, der hinter mir liegt. Ich durfte mich vielen unerwarteten Situationen stellen und ganz besonders mein Vertrauen in mich unter Beweis stellen. Bin dankbar für die vielen Momente, in denen ich ganz intensiv lernen durfte. Nun schreibe ich noch diese letzten Zeilen und dann werde ich schlafen gehen, damit ich für den morgigen Tag wieder fit bin.

Mein Leben ist ein einzigartiges und tolles Abenteuer und es wird von Tag zu Tag immer noch faszinierender und spannender... :)

Created By
Franz J. Fahr
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