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Agnes, die Posthalterin Das Leben einer tüchtigen Taminatalerin

Sie ist 84 Jahre alt, hat fünf Kinder grossgezogen, einen Haushalt geführt und auf dem Bauernhof gearbeitet. Doch in St. Margrethenberg war Agnes Riederer vor allem als fleissige Posthalterin bekannt. Das Porträt einer guten Seele des Dorfes und Hüterin eines reichen Schatzes an Erfahrungen, Erinnerungen und Erlebnissen.

«Hier ist das Haus», sagt Agnes. Es steht mitten im Dorf St. Margrethenberg. Die Eternitfassade ist weiss, die Fensterläden sind hellblau. An der Wand neben der Haustüre hängt ein Schild. Die Worte «Zur alten Post» sind ins Holz geschnitzt. Agnes Riederer sitzt auf der anderen Strassenseite in ihrem Rollstuhl. Sie trägt einen vergissmeinnichtblauen Pullover, kurzes, graues Haar mit Seitenscheitel. Ihre Beine stecken in Strumpfhosen und einem schwarzen Jupe. Sie hat ihr Leben lang nie Hosen getragen.

Im besagten Haus hat Agnes den grössten Teil ihres Lebens verbracht, ihr Mann Peter sein ganzes. 1933 in Vättis geboren, heiratete sie 1958 ihren Peter Riederer und zog der Liebe wegen nach St. Margrethenberg, 1200 Meter über dem Meer. Dort bezog sie die Wohnung im Haus. Der Schwiegervater führte über Jahre die Post, bis am 1. Januar 1978 Agnes und Peter an seine Stelle traten. Von diesem Tag an arbeitete Agnes auf der Post.

Die Alte Post heute
Wie kommt man nach St. Margethenberg? Durch Bad Ragaz, vorbei am Hotel Grand Resort, die Strasse in Richtung Pfäfers nehmen, dann am Dorf vorbei und nach ca. 800 Metern links abbiegen. Es folgen ca. vier Kilometer und schon liegt das Dorf St. Margrethenberg vor. (© OpenStreetMap-Mitwirkende)

Es ist einer jener Spätherbsttage, an denen es bei Sonnenschein mit der Jacke viel zu warm ist. Sobald aber die Sonne hinter den Bergen verschwindet, wird es in St. Margrethenberg kalt. Agnes möchte ihre Jacke nicht anziehen. «Es ist ja nicht weit über die Strasse.» Mit ihrer schwarzen Handtasche auf dem Schoss rollt sie über die Hauptstrasse des 84-Seelen-Dorfes. Auf der anderen Seite, vor der Steintreppe, zieht Agnes Riederer die Bremsen. Sie öffnet ihr Täschchen und sucht zwischen den vielen Schlüsseln nach dem richtigen für die Haustüre.

Agnes und Peter haben sich die Arbeit auf der Poststelle immer geteilt. Zusammenhalt stand an erster Stelle. «Klar hatten wir Meinungsverschiedenheiten, aber wir haben uns immer schnell wieder vertragen», sagt Agnes. Peter starb 2003. «Er ist müde gewesen, müde von der vielen Arbeit.» Peter hat die Post ausgetragen. Im Sommer hat er sie mit dem Fahrrad verteilt, im Winter mit den Skiern. Bis «hinderi ins Fürggli», bei Regen und Schnee. Manchmal mussten einige einen Tag länger auf ihr Paket warten, weil er nicht so viel tragen konnte. Peter hatte zudem einen Postautobetrieb und im Winter war er dafür zuständig, den Schnee auf der Strasse zu räumen.

Fünf Kinder haben die beiden grossgezogen, Zwillinge hat Agnes bei einem Sturz kurz vor der Geburt verloren. Auch nach all den Jahren wird ihre Stimme dünner, wenn sie davon erzählt. «An dem Verlust habe ich lange genagt.» Agnes musste sich gut organisieren. Denn neben dem Postbüro hat die Familie auch einen Bauernhof geführt. Kühe, Kälber, Rinder, Schweine und drei Gärten. Einer mit Kartoffeln, einer mit Gemüse, einer mit Blumen. Jeden Tag ist Agnes um sechs Uhr aufgestanden. Sie hat sich gewaschen, danach das Frühstück für ihre Familie zubereitet und sich vor der Schule von den Kindern verabschiedet. Sie hat sich an den Haushalt gemacht und zwischen 9 und 10 Uhr das Postbüro geöffnet. Die genaue Zeit weiss sie nicht mehr. Natürlich konnte sie nicht immer im Büro stehen. Wenn immer jemand die Post betrat, klingelte ein Glöckchen:

Für das Mittagessen hat sie teilweise vorgekocht, beispielsweise Gerstensuppe. Vom eigenen Gemüse – soll hier erwähnt sein. Und jedes Jahr haben Agnes und Peter vier Schweine geschlachtet, zerlegt und selber geräuchert. So hatten sie das ganze Jahr eigenes Gemüse und eigenes Fleisch. Darauf ist sie stolz.

Agnes und ihre Ehemann Peter vor dem Eingang zu ihrem Haus und dem Postbüro. (Bild aus Agnes' Fotoalbum)

«Kannst du mir helfen, den richtigen Schlüssel zu finden?» Nach einigem Ausprobieren passt einer. Agnes sitzt vor der Treppe und zeigt auf das Schild mit der Aufschrift. Das haben sie an die Wand machen lassen, nachdem das Postbüro in den Neubau des Sohnes verlegt worden war. Agnes schaut zur offenen Türe und dann zur Treppe. «Na dann mal los.» Sie fasst mit der linken Hand das Treppen­geländer, stützt sich auf und greift mit der rechten Hand neben ihre linke. Stufe um Stufe, Schritt für Schritt steigt sie in ihrem Tempo die Treppe hoch. Im Treppenhaus angekommen, hält sie sich kurz am Türrahmen fest und setzt sich zurück in den Rollstuhl. «Danke, dass du mir den Stuhl hochgetragen hast.» Für die Türe zum ehemaligen Postraum braucht es einen anderen Schlüssel. Ihre Hände mit zarter Haut greifen in die Handtasche und beginnen mit der Suche.

Früher hat Agnes die Briefe auf der Filiale von Hand nach Postleitzahlen vorsortiert. Heute machen das Maschinen in den Briefverteilzentren. Dank der Technik benötigen viele Arbeiten nun viel weniger Zeit. Agnes notierte die ganze Buchhaltung von Hand. «Bei meiner ersten Abrechnung hatte ich keine Ahnung», schildert sie und macht grosse Augen. Ihr Schwiegervater hatte ihr die Post übergeben, aber kaum etwas beigebracht. «Aber irgendwie ist es immer gegangen und mit der Zeit hatte ich Übung.» Jeden Abend hat sie abgerechnet, da sie sonst nicht hätte schlafen können. Sorgfältig hat sie gearbeitet, sorgfältig mit ihrer runden Handschrift Ziffern und Zahlen in ein Buch eingetragen. Und alles hat immer gestimmt. «Einmal hat ein Herr bei einer Kontrolle zu mir gesagt, dass ich auch eine grössere Filiale übernehmen könnte», erinnert sich Agnes und hebt den Kopf mit einem Schmunzeln.

Bei meiner ersten Abrechnung hatte ich keine Ahnung. Aber irgendwie ist es immer gegangen und mit der zeit hatte ich übung.

Neben der Buchhaltung hat sie die Briefmarken gestempelt und Adressen notiert. Auf den Briefen hat sie Marken aus den USA, aus Indien, aus Japan bestaunt. Marken aus aller Welt. Gesammelt hat sie auch, meistens, wenn eine neue Serie herausgekommen ist. Ob sie diese in ein Buch geklebt hat? «Nein, das ist immer noch nicht gemacht», sagt Agnes.

Agnes während der Arbeit am Postschalter in St. Margrethenberg. Die Bilder stammen aus einem Fotoalbum, welches Agnes geführt hat.

Der Schlüssel für das Postbüro passt. Agnes bleibt vor der offenen Türe sitzen. Mit dem Rollstuhl kommt sie nicht über die Schwelle. Sie starrt in den Raum. Ihre blaugrünen Augen wandern in ihrem ehemaligen Arbeitszimmer umher. Um die Ecke sieht sie nicht. Sie erinnert sich aber genau, wie es vorher war. Kaum etwas in dem Raum ist heute noch gleich. Sie hat ihn nach einem Blitzeinschlag im Jahre 2011 umbauen lassen. «Morgens um 7 Uhr – ich war kurz in der Stube – hat er eingeschlagen», weiss Agnes noch genau. Sie ist aus dem Haus gerannt und die Feuerwehr hatte eine halbe Stunde später das Feuer gelöscht. «Die ganze Küche war ausgebrannt, die Kaffeemaschine geschmolzen.» Während des Umbaus in der Wohnung haben die Arbeiter auch die Eingangstüre zur Post zugebrettert.

Durch diesen Eingang haben die Kunden ihr Geld gebracht, um es einzuzahlen, Päckchen geholt und kurz mit Agnes geplaudert. Den Kindern hat sie jeweils etwas Süsses gegeben. Die Post war ein Treffpunkt. Alle hat Agnes mit Namen gekannt, gewusst, was sich in ihrem Leben abspielt, was für Freuden, Ängste und Sorgen sie haben. Sie hat Geheimnisse erfahren und diese für sich behalten. «Ein alleinstehender Herr, er war im Sommer auf der Alp und im Winter auf dem Berg, hat mich jeweils auf der Post besucht. Wenn niemand da war, hat er mir Geschichten erzählt.» Ein einsamer Einsiedler, menschenscheu, aber mit Agnes hat er gerne gesprochen.

Jeden Tag viele Geschichten, doch für Kaffeetrinken war keine Zeit. Aber am letzten Tag auf der Post hat Agnes allen einen Johannisbeerschnaps ausgeschenkt. Sie erzählt:

Für Agnes war es selbstverständlich, den Menschen zuzuhören und für sie eine Stütze zu sein. Das kommt ihr heute zugute: Fast jeden Nachmittag klopft irgendjemand an ihre Zimmertüre im Altersheim. Auch ihr Sohn Peter Riederer besucht sie oft. «Meine Mutter hatte immer ein offenes Ohr, für uns Kinder und auch auf der Post», erzählt er. Eine Frau mit Elan. Fleissig und sorgsam zu sein, das hat Agnes bereits als Kind einer Bauernfamilie gelernt. Sie erzählt, dass auch ihre Mutter immer viel «gekrampft» hat. Aber so viel wie Agnes war eine Seltenheit: «Sie hat mehr gearbeitet als manch ein Mann», sagt Sohn Peter. Freie Tage gab es selten, geschweige denn Ferien. Einmal, erzählt Agnes, machten sie und Ehemann Peter einen Ausflug nach Livigno in Italien und besuchten in Zernez im Unterengadin ihre Tochter. «Aber nach drei Tagen wollte Peter wieder nach Hause.»

Agnes sitzt noch immer vor der Türschwelle und spaziert in Gedanken im ehemaligen Postbüro herum. Dort, wo nun eine Wand ist, war die Eingangstüre. Dort, wo nun ein Kasten steht, war das Telefon. Oft wurde es von den Leuten aus dem Dorf benutzt, da die wenigsten ein eigenes zu Hause hatten. Und dort, wo nun der Schrank steht, war der Schalter. Nur das Fenster ist noch immer an der gleichen Stelle. Heute benutzt Agnes’ Tochter die alte Post als Ferienhaus, den Postraum als Abstellkammer. Zwischen zwei Schränken steht ein Rollator, im Regal stehen Bücher und Fotoalben. Sie zeigt darauf. «Gibst du mir eines davon?»

Am 31. März 1988 war Schluss. An diesem Tag haben Peter und Agnes die Leitung der Poststelle ihrem Sohn übergeben. Sie blieben in ihrem Heim und die Post wurde 1991 ins neue Haus gegenüber zu Josef und seiner Frau Ines verlegt. Die Zeit verging, Enkel wurden geboren, der Postbetrieb in St. Margrethenberg überprüft. Bereits Monate davor war gemunkelt worden, dass die Post geschlossen werde. Josef erinnert sich noch genau. Er zeigt auf der einen Seite Verständnis dafür, dass die Poststelle überprüft wurde – aus Kostengründen. Aber vom sozialen Aspekt her bekundet er Mühe: «Auf der Post konnten sich die Menschen treffen und sich Geschichten erzählen. Viele haben das vermisst.»

Erinnerungen: Josef und seine Frau Ines bei der Postübernahme, Agnes hilft ihrem Sohn beim Umzug und posiert für ein erstes Foto in der "Alten Post". Gegenüber dieser steht die neue Post. (Bilder aus Agens' Fotoalbum)

Am 27. Februar 2004 wurden die Briefe das letzte Mal mit «7313 St. Margrethen­berg» gestempelt. Agnes hat einen leeren Brief mit einem Stempel in ihrem Fotoalbum aufbewahrt. Gleich erging es die folgenden Jahre allen Poststellen im Taminatal: 1991 schloss die Poststelle Balen-Gassaura, 2001 Vadura und Vasön, 2012 Pfäfers, 2013 Valens, und in Vättis war es im Herbst 2016 so weit. Der kalte Wind des Poststellensterbens hatte das Taminatal wie das Sarganserland und die ganze Schweiz erfasst. Gab es 2001 schweizweit noch 3212 eigenbetriebene Filialen, sind es heute noch 1235.

Dieses Couvert erhält den letzten Poststempel der Stelle St. Margrethenberg. Agnes bewahrt es in ihrem Fotoalbum auf.
Quelle: Die Schweizerische Post

Agnes fängt an, im Album zu blättern. Zu jedem Bild fällt ihr eine Geschichte ein. Auf einem Foto ist der Jeep zu sehen, den sich die Riederers gekauft hatten. Damit haben sie die Post verteilt. Auf einem anderen ist der Esel Pipo zu sehen. Auch er schleppte ehemals die Post. Agnes blättert die letzte Seite und schliesst das Fotoalbum. Ein letzter Blick in den Raum. Einzig ein paar Stifte und Spiel-Postautos auf dem Pult erinnern an die Jahre seiner ursprünglichen Bestimmung.

Im Jahr 2015 hat sich Agnes von der alten Post verabschiedet und ist 4,5 Kilometer in Richtung Tal gezogen. Sie wohnt nun in einem Zimmer im zweiten Stock des Altersheims Monteluna in Pfäfers. Der Raum ist etwa 20 Quadratmeter gross. Ein Tisch, Stühle, eine Kaffeemaschine, zwei Kommoden, ein Fernseher, ein Bett, ein Bad. Auf dem Tisch ein Porträtfoto von Peter, daneben zwei Post-Kugelschreiber. An der Wand hängen Bilder der Kinder und Enkel.

Kürzlich hat Agnes mit ihrer Familie Weihnachten gefeiert: ihre zweiten im Altersheim, ihre 14. ohne Peter und ihre 85. seit je. «Am schönsten waren Weihnachten, als die Kinder noch klein waren.» Heute leben ihre Töchter in Heiligkreuz, Zernez und Davos, ihre Söhne sind dem Taminatal treu geblieben. Sohn Josef arbeitet nun in einem Treuhandbüro. Zuvor hatte er die Poststelle Mels geleitet, während seine Frau Ines jene in St. Margrethenberg bis 2004 einige Jahre alleine führte. Sohn Peter fährt im Sommer Postauto im Engadin und befreit im Winter die Strassen von St. Margrethenberg vom vielen Schnee. Wie sein Vater.

Das Altersheim Monteluna in Pfäfers
Agnes in ihrem Zimmer im Altersheim Monteluna. Sie fühlt sich hier wohl und bekommt rege Besuch.

Agnes rollt mit ihrem Stuhl weg vom Türrahmen. Sie steckt den Schlüssel für die Türe des ehemaligen Postbüros ins Täschchen. Gegenüber ist der Eingang zu ihrer früheren Wohnung. Hinter der Türe sind eine grosse Küche, eine heimelige Stube und das Stubenbuffet zu sehen, welches Agnes und Peter auf ihre Hochzeit schreinern liessen. Agnes möchte für eine kurze Zeit in ihrem alten Heim verweilen. Wieder ein letzter Blick. «Komm Agnes, wir sollten zurück ins Altersheim.»

Agnes hatte kürzlich die integrierte Poststelle im Pfäferser Dorfladen Prima besucht. In ihrem rosa Pullover ist sie über die niedrige Schwelle gerollt, an den Regalen vorbei, zweimal um die Ecke und hat vor ihrem Ziel die Bremsen gezogen. Die Theke steht in Postgelb neben dem Getränkegestell: ein Abteil für die Einzahlungen, ein Abteil für die Pakete. Michaela Giger, Filialleiterin des Dorfladens, hat Agnes über ihre Arbeiten informiert:

Das Dorf Pfäfers bereits im Schatten: Dieses Bild wurde von Valens aus aufgenommen. Auf der linken Seite ist die neue Taminabrücke zu sehen.

Wieder im Treppenhaus, stützt sich Agnes vom Stuhl auf, dreht sich um und steigt die Stufen vorsichtig rückwärts hinunter. Stufe um Stufe meistert sie die Treppe. Draussen angekommen, setzt sie sich zurück in den Stuhl. «Schliesst du die Türe?» Mit der Sicherheit, dass alle Schlüssel zurück in ihrer Handtasche sind, macht sie diese zu und legt sie auf ihren Schoss. Agnes rollt über die Hauptstrasse des 84-Seelen-Dorfes, weg vom Haus mit der weissen Eternitfassade.

Poststellensterben

Warum werden immer mehr Poststellen geschlossen? Markus Werner, Kommunikationsbeauftragter der Schweizerischen Post Ost, erklärt: «Die Menschen nutzen immer öfters digitale Kommunikationsmittel und sie werden immer mobiler – beruflich und in ihrer Freizeit.» Dienstleistungen erfolgen nun auf elektronischem Weg und sie müssen rund um die Uhr zur Verfügung stehen. «Gleichzeitig kommen immer weniger Kunden in die Filialen, und wenn, erledigen sie weniger Geschäfte.» Von 2000 bis 2016 betrug der Rückgang am Postschalter bei den Briefen 65 Prozent, bei den Paketen 46 Prozent und bei den Einzahlungen 40 Prozent. Deshalb trifft die Post Massnahmen: «Sie passt sich den Veränderungen an und baut ihr Netz stetig um», erklärt Werner. Das bedeutet, dass sie vermehrt auf Alternativen wie Hausservice oder partnerbetriebene Filialen setzt. (pat)

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Text Patricia Hobi, Bilder und Videos Patricia Hobi, falls nicht anders deklariert. Dieses Porträt ist die Abschlussarbeit der Autorin, welche die Diplomausbildung an der Schweizer Journalistenschule, MAZ in Luzern absolviert.

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