Loading

Erkundung der südlichen Toskana Herbst 2012

Freitag, 7.9.12

Brixen Dom

Die erste Etappe unserer diesjährigen Reise in die südliche Toskana steht an. Das bedeutet frühes aufstehen (so gegen 4:00 Uhr morgens), ein kurzes Frühstück, das Auto beladen und dann ab. Der Fahrtverlauf wurde kurz vor München dann abrupt gestoppt. Baustelle, Stau, also wie gehabt. Umweg über Erding eingeschlagen und dann beschlossen den mittleren Ring in München zu benutzen und auf die Autobahn nach Garmisch zu fahren. Diese Entscheidung war gut (na ja, wenn man Ortskenntnisse hat!) Der Tunnel unter dem mittleren Ring (Petuelring) bewährt sich! Am späten Nachmittag sind wir dann endlich in Brixen St. Andrea angekommen. Kurz was geschlafen und in einer Gaststätte im Ort zu Abend gegessen (endlich mal wieder Südtiroler Schlutzkrapfen). Das Hotel zur Post ist schon was älter, bietet aber ein tolles Frühstücksbuffet.

Samstag, 8.9

Ausgiebiges Frühstück im Hotel, die Rechnung bezahlt und ab auf die Autobahn in Richtung Modena. Unterwegs auf der Höhe von Salurn gemerkt das die kleine schwarze Tasche fehlt. Ich hatte sie im Hotel an der Rezeption vergessen. Im Hotel angerufen und zurück nach Brixen. Ich habe mich gewaltig über meine Schusselichkeit geärgert Zeitverlust ca. 1,5 Std. Der Hotelbesitzer stand bei unserer Ankunft schon mit der Tasche an der Türe und wünschte uns gute Fahrt. Also alles auf los und erneut auf den Weg nach Modena. Für das Durchkommen auf der Autobahn erwies sich das aber als Glück. Alle Urlauber aus dem Norden waren schon weg und wir auf einer relativ lehren Autobahn konnten prima unseren Weg machen. Es lief im Ganzen gut, selbst in Modena (welch Wunder) kein Stau. Also ab nach Bologna, kurzer Stop zum Tanken und auf die Strada del Sole in Richtung Florenz. Es lief alles recht flüssig. In Florenz Certosa auf die Superstrada nach Siena und in Poggibonsi Nord herunter. Kurz noch bei PAM (großer Supermarkt) eingekauft und über San Gimignano in Richtung Gambassi etwa 7 KM rechts in die Localita Narniano eingebogen und ohne Probleme die Fattoria um 18:30 gefunden. Der erste Eindruck war schon recht vielversprechend. Absolut ruhige Lage inmitten von Wein- und Olivenfeldern. Weit weg vom Trubel, herrlich.

Einfahrt zur Fattoria Larinano

Sontag, 9.9

Heute erst mal ausschlafen und gaaanz Ruhig den Tag angehen. Es ist schönes Wetter, darum auf der Dachterrasse das Frühstück eingenommen. Danach an den sehr schönen angelegten Pool gegangen und etwas im Wasser geplanscht und ansonsten die Sonne genossen. Am frühen Nachmittag doch noch was geschlafen, die Fahrt steckt so einem alten Opa doch in den Knochen. So gegen 17:00 Uhr nochmals zum Pool und etwas Abkühlung gesucht. Nach dem Abendbrot (leckeres Toskanische Brot und etwas Käse) versucht ein deutsches Fernsehprogramm einzustellen welches auch letztlich gelang. So gegen 24 Uhr dann ins Bett.

Erster Eindruck von der Fattoria, ganz nach unserem Wunsch

Montag, 10.9

Heute ist ein ruhiger Tag angesagt. Nach dem Morgenkaffe nochmal nach Poggibonsi zu PAM Lebensmittel einkaufen. Zurück dann am frühen Nachmittag und festgestellt, San Gimignano ist voll wie eine Sardinendose. Wir haben beschlossen, diese Woche nicht in die Stadt zu fahren und unser Eis an der Piazza della Cisterna in der nächsten Woche zu schlecken. Die Lebensmittel dann eingeräumt und auf der Terasse gelesen und gefaulenzt. Zur Abkühlung dann um 17 Uhr an den Pool. Man hörte allerdings so ganz leise etwas donnern. Also rein ins Haus und auf der Dachterrasse Sturmsicherung betrieben. Das war aber dann doch nicht notwendig. Wie uns der Fattoriabesitzer Paolo sagte es hätte schon seit 3 Monaten nicht geregnet wünschte ich mir doch wenigstens in der Nacht Wasser vom Himmel für ihn.

Umgebung der Fattoria

Dienstag, 11.9

Wieder ein schöner Tag. Da wir uns die südliche Toskana vorgenommen hatten wurde heute Montepulciano ausgesucht. Es liegt an der alten Frankenstraße (Via Francigena), an der auch unsere Fattoria liegt. Sie ist übrigens eine ehemalige Poststation aus dem 17 Jahrhundert, unmittelbar neben einer Wächterburg aus der Zeit, als die Via Francigena noch ihrem ursprünglichen Zweck diente. Der ehemalige Burgturm dieser Einrichtung ist noch gut zu erkennen und dient heute ebenfalls als Fattoria. Also los an San Gimignano und Siena vorbei und nach etwa einer Stunde sahen wir von weitem schon diese schöne Stadt Montepulciano. Da die toskanischen Städte früher immer auf Hügeln (wegen der sumpfigen Niederungen) gebaut wurden, wirken die Türme auf den Hügeln noch eindrucksvoller. Unser Bummel begann an der Porta al Prato. Es gab nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern auch wunderbare kleine Geschäfte, wie sie in Italien (wenigstens in den alten Innenstädten) noch üblich sind. Ein Pinoccio aus Holz für die kleine Leni, Schuhe für Wolfgang und ein schönes, aus Keramik bestehendes kleines Andenken eines toskanischen Künstlers für die Wohnung. Aber nun zur Kultur. Auf der Piazza Grande steht der Dom aus dem Jahre 1594. Leider ist die Außenfassade bis heute noch nicht fertig gestellt worden. Ist man aber im Dom, hat man das schnell vergessen. Mindestens zwei Meisterwerke sollte man sich ansehen. Im Chor das farbenfreudige Triptychon „Maria Himmelfahrt“ (von T. D. Bartolo aus dem Anfang des 15. Jahrhundert und am Eingang den links den Sarkophag des Erzbischofs Aragazzi von Michelozzo). Zwischendurch für uns ein Eis und dann die nächsten Kirchen besichtigt. Eine Kleinigkeit gegessen und am späten Nachmittag zurück in unser Quartier.

Und auf der Piazza, wie fast überall in der Toskana, das Wappen der Medici (hier am Brunnen)

Mittwoch 12.9.

Panorama von Montalcino

Unsere heutige Tour entlang der Francigena führte und über Bounconvento nach Montalcino. Zum Glück (eigentlich wollte ich es nicht) haben wir in Bounconvento eine Pause eingelegt. Aus einem Besuch vor vielen Jahren hatte ich eigentlich nicht besonderes erwartet. Jedoch hat die Zeit hier vieles verändert. Aus dem alten Kloster hat man eine sehr schöne Wohnanlage gemacht. Hier hat man sofort das Gefühl, dieser Ort lebt. Es ging dann weiter nach Montalcino. Die erste Silbe im Namen sagt schon alles. Bergauf und Bergab. Zuerst schon am Ortseingang steht eine gewaltige Festung. Wir haben sie uns angesehen um anschließend durch den Ort zu schlendern. Auch hier die typischen engen Gassen und wunderschöne Höfe. Ich habe mir einen Hof angesehen, es war dort sehr ruhig und wunderbar kühl. Die einzige offene Kirche in der Altstadt am großen Markt St. Egidio, sie wurde 1250 erbaut und ist im schönsten romanischen Stil, im inneren jedoch auch ein sehr modernes Taufbecken. Die Rückfahrt zur Wohnung haben wir zu einer Landschaftstour gemacht. Über Roccastrada in der Provinz Grosseto sind wir über kurvenreiche Straßen durch die Maremma gefahren. In den Pool wollten wir heute nicht, es sind nur 24 Grad und sehr windig.

Bonconvento
Bilder aus Montalcino

Donnerstag 13.9 San Gimignano

San Gimignano

Die ganze Nacht hatten wir einen Sturm, der bis jetzt (15 Uhr) anhält. Deshalb waren wir nur Lebensmittel in Poggibonsi einkaufen. Unterwegs vor San Gimignano haben wir kurz angehalten und wegen der herrlichen Fernsicht einige Fotos von San Gimignano gemacht. Der Ort war bis hierhin immer im Dunst und nun dieser Blick. Leider hatten wir nur die kleine Kamera und das Handy dabei, Trotzdem sind die Aufnahmen gut geworden. Am Abend dann sind wir nochmal nach San Gimignano gefahren. Unterwegs dann noch mit dem Spiegelreflex ein paar Aufnahmen getätigt natürlich von dem Standpunkt des Nachmittages aus. Dann aber hinein ins Gewühl. Die Abendzeit nutzt man in Italien ja zum Bummeln und Einkaufen. Es entsteht in den alten Städten dann ein eigenartiges aber angenehmes Gewühl. Die meisten Touristen waren schon weg. Wenn man auf der Francigena die Stadt von Westen her betritt liegt kurz nach dem Stadttor rechter Hand die älteste Salumeria von San Gimignano (wie uns der Besitzer stolz erklärte) aus dem Jahre 1855. Wir haben dort dann einige Sorten an Wurst probiert und uns dann für die Toskanische Salami entschieden. Eine wahrhaft leckere Sache. Dann ging es weiter und mit hoch erhobenem Kopf den Blick auf die Geschlechtertürme gerichtet. Man kann sagen es waren die Wolkenkratzer des Mittelalters. Den Turm am Dom kann man gegen eine kleine Gebühr besteigen. Auf das Vergnügen wurde aber verzichtet. Ich bin schon mal vor bestimmt 25 Jahren auf dem selbigen gewesen und Weis wie anstrengend das ist. Auf keinen Fall sollte man sich den Dom entgehen lassen. Für 3,50 EUR erlebt man im inneren des Domes eine Überraschung. Ich kenne die Fresken noch als dunkle, etwas gut geschwärzte Wandbilder. Heute hat man die Fresken auf der Westseite restauriert. Es ist einfach überwältigend. Diese Seite zeigt in Bildern das Neue Testament. Die Ostseite hingegen, noch im alten Zustand, das Alte Testament. Die Fresken sind von dem Sianesen Bartolo di Fredi. Am Ende der Westwand vor der Vierung befindet sich die sehenswerte Kapelle der Hl. Fina (1238-1253) mit Fresken von Ghirlandaio. Mit 10 Jahren erkrankte sie und musste danach nur noch auf einem harten Eichenbett schlafen. Sie verlor trotzdem nicht den Mut und spendete anderen Menschen Trost. Als sie am 12.3.1253 starb, läuteten in der ganzen Stadt die Glocken. Veilchenartige Blumen sprossen aus ihrer harten Lagerstätte sowie auf den Simsen der Türme und der Stadtmauer (das sind zwar alles Legenden, aber schöne Legenden). Sie blühen noch heute alljährlich zum Fest der Heiligen. Die Einwohner von San Gimignano betteten den Leichnam in der kleinen Kapelle im Dom auf. So, nun aber ab zu der nahe gelegenen Piazza della Cisterna Nr. 34 in die Gelateria del Olmo (die war schon immer dort) und trotz 16 Grad und viel Wind das wirklich leckere Eis zu schlecken. Dann zurück auf der Francigena vorbei an der Salumeria zum Auto in die Neuzeit.

San Gimignano war einst Mittelpunktsort der Via Francigena

Freitag 19.8 Colle di Vale d’Elsa

Colle di Vale d’Elsa

Es ist zum Glück ruhiger geworden, der Sturm hat nachgelassen und die Wärme kommt zurück. Wir beschließen uns Colle di Vale d’Elsa anzuschauen. Die Altstadt liegt entlang der Francigena auf einem, wie der Name schon andeutet, langestreckten Hügel über dem Elsatal. Beeindruckend ist das große Westtor. Man kann sich richtig vorstellen wie sich die Einwohner vor den Feinden geschützt haben und alle Stadttore geschlossen hielten. Sehenswert ist der Dom aus dem 11 Jahrhundert sowie die endlos langen Gassen, die wohl seit dem Mittelalter ihre Form behalten haben.

Colle di Vale d’Elsa Mittelalter pur

Samstag 15.9 Castellina und Radda in Chianti

Wir wollten heute nochmal ins Chiantigebiet nach Castellina und Radda fahren. Man fährt aus Poggibonsi ins Chianti lange auf kurvenreiche Strecke fast nur durch Wälder, die allerdings auch unterbrochen werden durch Olivenplantagen und Weinbergen. Einzelne Fattorien mit den typischen Alleen aus Säulenzypressen runden das Bild sehr schön ab. Am heutigen Tag hatten wir Glück, die uralte Kirche des Städtchens war offen so konnten wir sie erkunden. Außerdem war Markttag. Es musste nun auch eingekauft werden, eine schöne mit Oliven bebilderte Tischdecke, Gewürze um damit eine schöne Bruscette zu machen und Obst. In Castellina und auch in Radda gibt es noch alte Kasematten, die nun zur Fußgängerzone ausgebaut sind und von Kunstgalerien und Restaurants gesäumt werden. Anschließen nach Radda in Chianti, es liegt ca. 633 m hoch und ist beherrscht von einer großen Kirche. Der Ort selber ist sehr klein, hat aber parallel neben der alten Durchgangsstraße (heute natürlich eine Shoppingmeile) wie in Castellina auch die alten Kasemattengängen (Caminamento Mediovale) die direkt zum Palst des Podestas aus dem 16 Jahrh. führen. Auf der Rückfahrt in Poggibonsi noch kurz im Supermarkt eingekauft und nach Hause. In Radda sind übrigens die großen Weinkellereien des Chianti zu Hause!

Bilder aus Castellina und Radda

Sonntag 16.9 Ruhetag und Volterra am Abend

Für diesen Tag war wieder faulenzen am Pool angesagt. Wolfgang war auch kurz im Wasser. Er hat mich aber gewarnt, ganz schön kalt. Also habe ich es gelassen. Am späten Nachmittag sind wir dann die Francigena Richtung Volterra gefahren und haben das tobende Leben in der Stadt genossen. Scheinbar war ganz Volterra auf den Beinen. Schon der schöne Vorplatz vor der Stadt war mit Menschen aller Altersklasse gefüllt. Man flanierte oder unterhielt sich, Kinder spielten in den Gassen und nicht zu vergessen die schönen kleinen Geschäfte in der Stadt. Ein bisschen Kultur musste auch sein. Wir sind nochmal in den Dom gegangen, um event. vor zwei Jahren übersehenen Schätze zu entdecken. So erfuhren wir, dass die Kirche mit dem nebenstehenden Baptisterium am 20. Mai 1120 durch den Papst Kalixtus II eingeweiht wurde. Au dem Weg zurück zum Parkhaus erlebten wir auf dem Vorpatz der Stadt einen wunderschönen toskanischen Sonnenuntergang. Von hier oben hat man ja auch einen sehr guten Blick über das Land. Die Felder wirkten samtig, egal ob sie schon gepflügt oder noch stoppelig waren. Da die Landschaft ja sehr hügelig ist kam noch durch die Schattenbildung eine Vielzahl von Färbungen dazu. Man kann es kaum beschreiben, man muss es sehen. Ausserdem gibt es nun seit einigen Jahren kurz vor dem Eingang zur Stadt eine neue Tiefgarage, die das Erleben dieser schönen Etruskerstadt ohne Parkplatzsorgen möglich macht. Wir empfehlen es immer, eine italienische Stadt an einem Sonntag Nachmittag oder -abend zu besuchen, man ist dann wirklich nicht allein.

Volterra an einem Sonntag abend

Montag 17.9 Abbazia di San Salvatore und Abbazia di Monte Olivieto

San Salvatore Monte Olivieto

Es geht nun weiter an der Via Francigena (der Name tauchte erstmals in der Abtei San Salvatore um 700 n Ch auf). Unser Ziel heute ist eben die Abbadia di San Salvatore am Monte Amiata. Durch die Crete Sinesi, die im Gegensatz zum Rest der Toskana nicht so überlaufen, ja fast einsam ist. Hin und wieder sieht man auf einem Hügel ein einzelnes Gehöft, welche dann mit den typischen Säulenzypressen eingerahmt sind. Angekommen haben wir fast die wichtigste Sehenswürdigkeit übersehen. Gut versteckt liegt die alte Abtei. Sie ist eine der ältesten Abteien der Toskana und wurde von dem Langobardenkönig Ratchis 743 gegründet. Vom Klostergebäude selbst ist nichts mehr erhalten. Im Inneren der Basilika allerdings ist sehr zur Besichtigung empfohlen die Krypta Langobarda mit 36 Säulen und 13 Schiffen. Die Säulen habe Kapitelle mit verschieden Ornamenten in Formen von Köpfen. In der Kirche selber ist noch ein Bild von Papst Paul VI und darüber ein kleines Reliquiengefäß mit seinem Blut. Wir haben anschließend einen Spaziergang durch die sehr alte Stadt gemacht und festgestellt, wir sind hier wohl die einzigen Touristen. Nach einer kurzen Rast in einer Bar mit Cappuccino und Caffee Latte ging es dann weiter zum nächsten Ziel

Auf dem Weg in unsere Fattoria wurde ein Zwischenstopp in der Abbazia di Monte Olivieto Maggiore eingelegt um uns das 1313 gegründete Benediktinerkloster anzusehen. Der Weg ins Kloster führt durch ein imposantes Tor mit Zypressen eingerahmt und alten Steinen gepflastert abwärts zum Kloster selbst. Die Attraktion ist der Kreuzgang mit 35 Fresken von Signorelli 1497-98, Sodoma 1505-08 aus dem Leben des Hl. Benedikt, der auch als Schutzpatron Europas gilt. Weiter hatten wir die seltene Gelegenheit, die Bibliothek und das Refektorium zu besichtigen. Am späten Nachmittag kurz vor der Vesper fuhren wir zurück nach San Gimignano.

Bilder aus San Salvatore

Monte Olivieto

Monte Olivieto, ausgestattet mit Fresken aus dem Leben des Hl. Bendeikt

Dienstag 18.9 Lucca

Piazza Puccini

Noch mal Lucca. Auf dem Weg dorthin merkt man sofort die Nähe des Meeres. Das Klima wirkt bedeutend milder und in den Vorgärten wachsen Palmen. Wir haben den Dom besichtigt und den Garten der Villa Pfanner. Etwas italienische Kleidung wurde natürlich auch gekauft. Ein Besuch der ältesten Eisdiele von Lucca auf der Piazza Puccini mit Blick auf das Denkmal desselben (1858-1924) musste auch sein. Das Eis schmeckt besonders gut. Ich empfehle den Coppa Italia! Zum Abschluss dann einen Spaziergang auf der Lucca umfassende mittelalterliche Mauer mit den schönen Blicken auf die Altstadt von oben rundete den Tag ab. (Tipp für Besucher die mit dem Auto anreisen: nicht weit von der Porta Elisa im Osten der Stadt gibt es einen größeren Parkplatz an der Via dei pubblici Macelli. Meines Wissens einer der ganz wenigen in Altstadtnähe befindlichen Parkplatz der kostenfrei ist und eigentlich immer einige Plätze frei hat. Wir hatten vor 2 Jahre und dieses Jahr auch keine Mühe was zu finden.)

Mittwoch 19.9

In der Nacht hatte es schon angefangen heftig zu regnen und es hielt den ganzen Tag an. Nach einer dreimonatigen Regenpause war der Regen schon sehr gut. Fauler Tag, nur unterbrochen durch einen Besuch im Supermarkt

Donnerstag 20.9

Unser Urlaub neigt sich langsam dem Ende zu. Heute wollen wir die Toskana kurzzeitig verlassen und fahren nach Umbrien, genauer nach Assisi zum Grab des hl. Franziskus. Ich war gespannt, was sich in all den Jahren seit meinem letzten Besuch in Assisi so verändert hat. Von Westen herkommend in Richtung Perugia bot sich ein atemberaubender Blick auf Assisi am Fuß des Monte Subasio. Erst mal anhalten um von dem Panorama einige Fotos machen. Danach dann in Assisi in die neue Parkgarage direkt neben der Basilika und anschließend hinauf zur Basilika die zu Franziskus Ehren errichtet wurde. Die Basilika besteht aus zwei übereinander gebauten Kirchen, beide von wuchtiger Gestalt. In der Krypta der Unterkirche ruht der Sarg mit dem Heiligen in der Mitte auf einem Altar. Rund um den Sarg gebettet die frühen Mitbrüder von Franziskus Frate, Leone, Masseo, Rufino und Angelo. Der romanische Bau der unteren Basilika von 1228-1230 war als Grabeskirche konzipiert. Im gleichen kreuzförmigen Grundriss darüber die obere Basilika (1232-1238) mit ihrem hochstrebenden Pfeiler und den gotischen Gewölbebögen wird als das schönste Haus des Gebetes bezeichnet. In den Wandfresken beider Kirchen kann man das Leben des Heiligen nachempfinden. Die Kirchen wurden vor Jahren durch ein Erdbeben stark gezeichnet, die Wunden sind aber bis auf einige zu restaurierende Fresken verheilt. Zurück ging es dann am schönen Lago Trasimeno und Castillione vorbei. Hier hatte Hannnibal den Römern eine sehr empfindliche Niederlage bereitet, konnte seinen Sieg jedoch nicht umsetzten.

Assisi

Freitag 21.9

Nach einer für Italien um diese Zeit sehr kalten Nacht haben wir langsam angefangen zu packen. Beim Tanken haben wir am frühen Nachmittag dann wohl vergessen, dass die Tankstellen in Italien zwischen 13-15 Uhr geschlossen sind (Mittagspause!). Also zurück und einen kleinen Spaziergang in der Umgebung der Fattoria gemacht und noch einige Fotos geschossen. Erneut zur Tankstell und vollgetankt.

Blick ins Land nach Monatione

Samstag 22.9

Rückfahrt früh morgens um 6 Uhr. Problemloses durchkommen, in Österreich nachgetankt, weil dort der Diesel sehr billig ist und gegen 7 Uhr im Altmühltal in Kinding im Hotel angekommen, leckeres Abendessen genossen, einige Biere und ab ins Bett.

Wanddekoration im Landgasthof Wagner

Sontag 23.9

Nach einem guten Frühstück dann bezahlt und die netten Gastwirte des Landgasthofes Wagner in Unteremmendorf 5, 85125 Kinding, Tel 08467-279 verlassen und wir waren gegen 15 Uhr zurück in Berlin.

Dagmar und Wolfgang

Report Abuse

If you feel that this video content violates the Adobe Terms of Use, you may report this content by filling out this quick form.

To report a copyright violation, please follow the DMCA section in the Terms of Use.