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Unterhaltung auf dem Floss Tom & Lois Egli, Wels Oberösterreich

Bewaffnet mit Kinderwagen, Bobbycar, Spielball und genügend Proviant (wir wissen oftmals nicht, wann wir wieder nach Hause zurückkehren...) starten wir eine Erkundungstour in Wels.
Lois, Tabitha und Tom Egli, tom.egli@beg.or.at

Die Stadt mit 62000 Einwohnern liegt zentral in Oberösterreich, ein Grund, weshalb sich hier zahlreiche Unternehmen ansiedeln und auf dem grosszügigen Messegelände viele Messen stattfinden. Freikirchen gibt es gerade mal drei innerhalb und eine ausserhalb der Stadt.

Wir schlendern dem Flussuferweg entlang. Entgegen einigen zuvor gehörten Meinungen, die Stadt sei hässlich, stellen wir fest, dass Wels durchaus hübsche Plätzchen zu bieten hat.

Ein Mann füttert Enten und zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Wir gesellen uns zu ihm. Die Begrüssung erfolgt auf Spanisch – Lois freut sich, die Sprache wieder einmal benutzen zu können. Durch Corona ist Stefan arbeitslos geworden. Er hat Zeit, wir auch. Wir plaudern eine ganze Weile und verabreden uns zwei Tage später wieder beim Floss – seiner Futterstelle.

Zu unserer Freude treffen wir ihn wie abgemacht. Nebst 2 Säcken voll Brot für die Enten hat er hat auch seine Kollegin Luisa mitgebracht. Rund zwei Stunden vergehen – wir erfahren so einiges über das Leben in Wels, aber auch über das persönliche Leben der beiden und ihre Beziehung zur unsichtbaren Welt. Ziemlich selbstverständlich erzählt Luisa von erlebten Geistererscheinungen. Was sie mache, wenn ihr sowas widerfährt und Angst macht? Sie bete das Ave Maria oder das Vater Unser. Sowas helfe... Gegen Ende des Gesprächs frage ich (Lois) sie, ob sie auch zu Jesus bete. «Jesus? Wie lauten denn seine Gebete?» Ihre Frage bewegt mich innerlich. Gerne hätte ich mehr Zeit, um mit Luisa in die Bibel zu schauen und zu entdecken, wer Jesus ist.

Währenddessen diskutieren die Männer angeregt darüber, ob und wie man «fehlerlos» leben könne und was Vergebung damit zu tun hat. Sie werden sich nicht einig, machen aber aus, dass sie gemeinsam zum Krafttraining gehen werden, falls wir uns in Wels ansiedeln.

Solche Gespräche am Floss werden wohl bald unser Alltag sein. Während einem Jahr durften wir mögliche Einsatzorte in Österreich kennenlernen.

Unterdessen ist klar, wo wir mit Gemeindegründung starten werden: Wels.

Unsere nächsten Schritte: In Wels ankommen, nach einem Kernteam Ausschau halten und Kontakte knüpfen wie mit Stefan und Luisa.