Loading

Interview mit Klaus Aeschlimann Gemeindegründung ist Knochenarbeit

Sieben Jahre leitete Klaus Aeschlimann die Vision Schweiz. Zeit für ein kurzes Interview.

Bild: Marie-Louise und Klaus Aeschlimann

Gab es ein besonderes Highlight in deiner Zeit als Leiter?

Das ganz grosse Highlight gab es in diesem Sinn nicht. Gemeindegründung ist Knochenarbeit. In kleinen Schritten geht es vorwärts. Es gab aber auf jeden Fall Höhepunkte. Wenn ich von Bekehrungen und Taufen höre, ist das schon eine sehr grosse Ermutigung. Zu den besonderen Ereignissen gehört auch, wenn Gemeinden in die Selbstständigkeit gelangen.

Emmen 2015
Was war für dich schwierig?

Dass die Gemeinden, trotz grossem Einsatz, nur langsam wachsen. Dann die jedes Jahr sich wiederholende und angespannte Finanzsituation setzte mir ebenfalls oft zu.

Retraite in Altdorf 2016
Was wirst du vermissen?

Ganz klar, das Eingebundensein in das Netzwerk unseres Bundes. Als Leiter hat man das Vorrecht, mit vielen Menschen über die eigene Gemeinde hinaus Kontakte zu pflegen. Dies habe ich schon damals, als ich die Leitung von Vision Europa abgab, als Verlust erlebt.

Einsetzung DK 2016
Wie könnten Gemeinden oder einzelne Christen die VS besser unterstützen?

Ich bin dankbar, dass wir eine breite Unterstützerschaft haben. Viele Gemeinden wie auch viele Einzelspender unterstützen uns regelmässig und dies schon seit Jahrzehnten. Gerne würden wir neue Wegbegleiter dazu gewinnen. Damit meine ich nicht nur Spender, sondern auch Beter. Unsere Gemeindegründer lassen sich gerne in eure Gemeinden einladen, oder ihr könnt ihre Gebetskarten Ende Jahr als Lose verteilen, den Newsletter abonnieren usw.

Retraite Willisau 2017
Was wünschst du der VS für die Zukunft?

Ausdauer! Dazu eine noch breitere Unterstützung durch unsere Gemeinden. Weisheit, wo Gründungen gestartet werden sollen, und die Berufung von begabten und geisterfüllten Gemeindegründern.

Du hast schon einige Gemeinden gegründet. Ist es heute schwieriger geworden?

Es ist nicht zu übersehen, dass die Gemeinden in den 80er und 90er Jahren schneller gewachsen sind. Dies selbst in katholisch geprägten Regionen. Vieles ist heute komplexer und anspruchsvoller geworden. Der Weg zum Glauben und in die Gemeinde dauert oft länger und ist meist nicht mehr so radikal.

Was wünschst du deinem Nachfolger Hans-Jörg Rätz?

In jeder Hinsicht viele offene Türen. Dazu ein übernatürliches göttliches Mass an «Leitungsweisheit».

Hansjörg Rätz - Leiter Vision Schweiz
Wie sieht deine Zukunft aus?

Wir werden zu je 50% in zwei ganz unterschiedlichen Gemeinden als Pastorenehepaar tätig sein. Nebst Emmen wird dies die FEG Huttwil sein. Einmal mehr werden wir uns in eine kleine Gemeinde mit sehr begrenzten Ressourcen investieren. Dies gehört wohl zu unserer speziellen Berufung.

Vielen Dank, Klaus. Wir wünschen dir und Marie-Louise Gottes Segen für den weiteren Weg.

Credits:

Erstellt mit einem Bild von jesse orrico - "Dirty work"