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Der Elbe-Radweg von Dömitz nach Lenzen Eine der schönsten Strecken mit Rückweg zu den Binnendünen bei Klein Schmölen

Am Ostersonntag blicken wir beim Aufwachen in einen strahlend blauen Himmel. Nur vereinzelt verlieren sich noch ein paar Wölkchen am Himmel. Ein perfekter Tag für unsere geplante Tour von Dömitz nach Lenzen. Vom Hotel aus steuern wir gleich den Elbdeich an und können damit die Ortsdurchfahrt entlang der Bundesstraße 195 vermeiden. Ein kurzes Stück geht es dann Richtung Gaarz auf die Straße, die an diesem Sonntagmorgen ohne Autoverkehr ist.

Dann führt der Elbe-Radweg wieder auf den Deich und wir radeln durch das Naturschutzgebiet Werder Besandten. Nicht nur das schöne Wetter und die ruhige, entspannte Atmosphäre des Ostersonntags, an dem vor einigen Häusern direkt am Weg schon die ersten Bewohner auf Bänken sitzen oder sich zum gemeinsamen Frühstück zusammengefunden haben, bewirken eine gewisse Euphorie in uns.

Eine unglaublich schöne Flusslandschaft auf diesem Stück Elbe-Radweg

Das Deichvorland zur Elbe präsentiert sich als wunderschöne, parkähnliche Landschaft. Wir sehen Greifvögel kreisen, Wildgänse auf die Wasserflächen einfallen, eine Gruppe von vier Rehen sich in ein kleines Gehölz flüchten und in den Nestern der Höfe majestätisch die Störche diese ganze Szenerie betrachten.

Bis zum sich anschließenden Naturschutzgebiet Werder Kietz fahren wir auf guter Strecke, dann wechselt der Belag bis Mödlich teilweise in Rasenplatten mit länglichen Löchern, auf denen das Vorwärtskommen unangenehm ist.

Der Radweg führt in harmonischen Bögen durch die Flusslandschaft

Bei Mödlich folgt ein weiteres Naturschutzgebiet, Werder Mödlich, das von vielen Wasserflächen durchzogen ist, die bis an den Deich heranreichen. Rechts und links radeln wir durch eine beschauliche Landschaft und sind uns schnell eing: Das ist eine der schönsten Strecken des Elbe-Radweges, die wir bisher befahren haben.

Burg Lenzen

Lenzen ist Sitz des Amtes Lenzen-Elbtalaue, dem auch die Gemeinden Cumlosen, Lanz und Lenzerwische angehören und mit heute nur noch etwa 2500 Einwohnern in einer durchaus ähnlichen Situation wie Dömitz.

Blick auf den Ort Lenzen

Außer dem Hauptanziehungspunkt, der Burg Lenzen, die über der Stadt thront und mit Hotel und dem Informationszentrum für das Biosphärenreservat Elbtalaue Besucher anlockt, gibt es keine größeren Erwerbszweige.

Störche nisten auch hier im Ort

Vor der Burg ist die „Lenzer Narrenfreiheit“ postiert, eine Figurengruppe von Bernd Streiter.

Lenzer Narrefreiheit

Ansonsten gibt es auch in Lenzen in der Stadt ausgesprochen viele verfallene Häuser.

Verfallene Gebäude

An die Stadt grenzt der Rudower See an, der zur Flusslandschaft Elbe gehört. Sehenswert sind noch der „Stumpfe“ Turm, die St.-Katharinen-Kirche und die Einzeigeruhr am Rathaus.

Schlosspark

Auf dem letzten Stück bis zum Fähranleger vor Lenzen erkennen wir auf der gegenüberliegenden Seite das rund 60 Meter hohe Waldstück der Sternschanze, schauen uns nochmals die Karte genau an und beschließen spontan, den Rückweg nicht auf der Südseite zu nehmen, sondern nach dem Abstecher in den Ort Lenzen mit seiner Burg den gleichen Weg zurück zu radeln, den wir gekommen sind. Schon früher haben wir festgestellt, dass sich der Blickwinkel auf die Landschaft dadurch nochmals verändert.

Binnendünen bei Klein Schmölen

Da wir nach der Rückkehr aus Lenzen noch nicht genug haben, machen wir uns auf zu den Binnendünen nach Klein Schmölen. Durch Dömitz durch geht es Richtung Naturschutzgebiet Löcknitztal-Altlauf.

Nach nur rund 3 Kilometern biegen wir rechts ab und folgen einem Waldweg. Aus der flachen Landschaft erheben sich plötzlich und überraschend hoch und weitläufig die Wanderdünen bei Klein Schmölen. Sie sind bis zu 30 Meter hoch und sind als separates Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Wegweiser durch die Dünen

Ein Lehrpfad führt durch das Gebiet der Binnendünen, eine Landschaft mit seltenem Bodenbewuchs aus Sandtrockenrasen, kleinem Baumbestand und seltenen Tierarten. Unmittelbar daran schließt das Naturschutzgebiet Löcknitztal-Altlauf an.

Heraufziehendes Gewitter

Nun ziehen dunkle Wolken auf und wir machen uns auf den Heimweg zum Hotel, wo wir am späteren Nachmittag im Café im Obergeschoss den Tag ausklingen lassen..

Ein Beitrag aus dem Online-Reisemagazin www.reisepilot.de

IMPRESSUM: Angaben gemäß § 5 TMG und verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV: Hans-Raimund Kinkel, Groten Heesen 11, 21033 Hamburg. E-Mail: info@reisepilot.de

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Credits:

Hans-Raimund Kinkel

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